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Acticin (Permethrin) ist ein topisches Antiparasitikum aus der Klasse der synthetischen Pyrethroide zur Behandlung der Skabies (Krätze) bei Erwachsenen und Kindern ab 2 Monaten. Permethrin wirkt als neurotoxisches Gift gegen Milben und deren Eier, indem es die spannungsabhängigen Natriumkanäle in den Nervenmembranen der Parasiten blockiert und so zu einer depolarisierenden Lähmung und zum Tod der Milben führt. Es besitzt sowohl eine adulizide als auch eine ovizide Wirkung, wodurch eine einmalige Anwendung in den meisten Fällen zur vollständigen Eradikation der Skabiesmilbe Sarcoptes scabiei ausreicht. Permethrin ist das Mittel der ersten Wahl zur Behandlung der Skabies und zeichnet sich durch eine sehr gute Wirksamkeit, geringe Toxizität für den Menschen und eine vernachlässigbare systemische Resorption aus. Die 5%ige Creme ist ausschließlich für die äußerliche Anwendung bestimmt und darf nicht oral eingenommen oder auf Schleimhäute aufgetragen werden.
Übliche Erwachsenendosis: Die 5%ige Creme wird einmalig auf die gesamte Körperoberfläche vom Hals bis zu den Zehen aufgetragen, einschließlich der Handflächen, Fußsohlen, Finger- und Zehenzwischenräume sowie der Genitalregion. Bei Säuglingen und älteren Patienten sollte auch der Kopf, das Gesicht (unter Aussparung der Augen- und Mundpartie), die Ohren und der Nacken behandelt werden, da diese Bereiche mitbefallen sein können. Die Creme sollte auf saubere, trockene und kühle Haut aufgetragen werden und für 8 bis 14 Stunden (idealerweise über Nacht) einwirken. Eine 30-g-Tube reicht in der Regel für eine vollständige Behandlung eines Erwachsenen aus. Nach der Einwirkzeit wird die Creme durch gründliches Duschen mit warmem Wasser und Seife entfernt. Bei persistierenden Symptomen oder Nachweis lebender Milben nach 7 bis 14 Tagen kann eine zweite Anwendung erforderlich sein. Fingernägel sollten kurz geschnitten und gründlich mit der Creme behandelt werden, da sich Milben unter den Nägeln verstecken können. Alle engen Kontaktpersonen und Familienmitglieder sollten gleichzeitig behandelt werden, um Reinfektionen zu vermeiden. Bettwäsche, Handtücher und kürzlich getragene Kleidung sollten bei mindestens 60 °C gewaschen oder für mindestens 72 Stunden in einem verschlossenen Plastikbeutel isoliert werden.
Darreichungsform: Creme zur äußerlichen Anwendung mit 5 % Permethrin (50 mg pro g Creme). Erhältlich in Tuben zu 30 g, was der Standardgröße für eine einmalige Ganzkörperbehandlung eines Erwachsenen entspricht. Zusätzlich sind 60-g-Tuben für die Behandlung von zwei Erwachsenen oder für eine zweimalige Anwendung verfügbar.
Wirkungseintritt: Die neurotoxische Wirkung auf die Skabiesmilben setzt unmittelbar nach dem Auftragen ein. Die Milben werden innerhalb weniger Stunden immobilisiert und abgetötet. Juckreiz und Hautausschlag können jedoch noch für 2 bis 4 Wochen nach erfolgreicher Behandlung persistieren, da dies eine immunologische Reaktion auf die abgestorbenen Milben und deren Produkte darstellt und nicht auf ein Therapieversagen hinweist. Erst wenn nach 4 Wochen weiterhin lebende Milben nachweisbar sind oder neue typische Hautläsionen auftreten, sollte eine Wiederholungsbehandlung erwogen werden.
Wirkdauer: Nach einer Einwirkzeit von 8 bis 14 Stunden sind die Milben abgetötet. Permethrin wird nach topischer Anwendung nur zu etwa 0,5 % der applizierten Dosis systemisch resorbiert und schnell durch Esterasen in der Haut und der Leber zu inaktiven Metaboliten hydrolysiert, die renal ausgeschieden werden. Die Eliminationshalbwertszeit nach perkutaner Resorption beträgt etwa 12 Stunden. Aufgrund der minimalen systemischen Resorption sind systemische Nebenwirkungen äußerst selten.
Empfehlung zu Alkohol: Es sind keine spezifischen Wechselwirkungen zwischen topisch angewendetem Permethrin und Alkoholkonsum bekannt. Aufgrund der minimalen systemischen Resorption von Permethrin (weniger als 1 %) besteht kein relevantes Risiko für Interaktionen. Dennoch sollte übermäßiger Alkoholkonsum aus allgemeinen gesundheitlichen Gründen vermieden werden, insbesondere da Alkohol den Juckreiz und die Hautreizung bei Skabies durch Vasodilatation und Histaminfreisetzung theoretisch verstärken könnte.
Häufigste Nebenwirkungen: Lokale Hautreaktionen wie leichtes Brennen, Juckreiz, Rötung, Kribbeln, Taubheitsgefühl und Ekzeme sind häufig und treten bei etwa 5 bis 10 % der Patienten auf. Diese Symptome sind in der Regel mild und vorübergehend und klingen nach dem Abwaschen der Creme ab. Sie können mit dem zugrundeliegenden entzündlichen Prozess der Skabies selbst verwechselt werden. Allergische Kontaktdermatitis auf Permethrin oder die Cremegrundlage ist selten. Bei Säuglingen und Kleinkindern kann die Creme aufgrund der noch nicht vollständig ausgebildeten Hautbarriere zu einer etwas höheren systemischen Resorption führen, weshalb die Einwirkzeit bei dieser Altersgruppe auf 8 Stunden begrenzt werden sollte. Permethrin ist kontraindiziert bei bekannter Überempfindlichkeit gegen synthetische Pyrethroide oder andere Inhaltsstoffe. Die Creme sollte nicht auf offene Wunden, superinfizierte Haut oder in die Augen aufgetragen werden. Bei versehentlichem Augenkontakt sollte sofort mit reichlich Wasser gespült werden. Die Anwendung in der Schwangerschaft und Stillzeit sollte nur nach strenger Nutzen-Risiko-Abwägung erfolgen, wenngleich Permethrin aufgrund der minimalen systemischen Resorption als Mittel der Wahl in diesen Phasen gilt.
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Was ist Acticin (Permethrin)?
Acticin ist eine 5-prozentige Permethrin-Creme, die zur Behandlung von Skabies und manchmal auch von Kopfläusen eingesetzt wird. Permethrin ist ein synthetisches Pyrethroid, ein Insektizid, das das Nervensystem von Milben und Läusen lähmt und tötet. Es ist der Goldstandard für Skabies. Seit Jahrzehnten im Einsatz, gut verträglich, und die Resistenzen halten sich in Grenzen, auch wenn sie regional zunehmen. Die Creme wird einmalig auf den gesamten Körper aufgetragen und nach acht bis vierzehn Stunden abgewaschen. Eine zweite Anwendung nach sieben bis vierzehn Tagen wird empfohlen, um nachgeschlüpfte Milben aus überlebenden Eiern zu erwischen. Das ist das Schema, das in den Leitlinien steht, und es funktioniert in über 90 Prozent der Fälle, wenn es korrekt angewendet wird.
Skabies ist eine parasitäre Hauterkrankung, die durch die Krätzmilbe Sarcoptes scabiei verursacht wird. Die Milben graben Gänge in die oberste Hautschicht, legen Eier, und der Wirt reagiert mit heftigem Juckreiz, der nachts unerträglich wird. Permethrin tötet die Milben und ihre Eier, aber der Juckreiz kann noch Tage bis Wochen nach der erfolgreichen Behandlung anhalten, weil die toten Milben und ihre Ausscheidungen als Allergene in der Haut verbleiben. Das ist wichtig zu wissen, sonst cremt der Patient sich immer wieder ein, weil er denkt, die Behandlung hätte nicht gewirkt.
Die 30-g-Tube reicht für eine einmalige Ganzkörperbehandlung eines Erwachsenen. Die Creme wird dünn und gleichmäßig auf die trockene Haut aufgetragen, von den Ohren bis zu den Fußsohlen, inklusive der Finger- und Zehenzwischenräume, der Genitalregion und unter den Fingernägeln. Keine Stelle auslassen. Die Milben sind überall, auch wo es nicht juckt.
Wirkweise und Pharmakologie
Permethrin ist ein Neurotoxin für Insekten und Spinnentiere, zu denen die Krätzmilbe gehört. Es bindet an spannungsabhängige Natriumkanäle in den Nervenzellmembranen der Parasiten und hält sie in geöffneter Position fest. Das führt zu einem unkontrollierten Einstrom von Natriumionen, einer Dauererregung der Nervenzelle, gefolgt von Paralyse und Tod. Die Wirkung tritt innerhalb von Minuten ein und ist irreversibel. Menschliche Natriumkanäle sind etwa tausendfach weniger empfindlich für Permethrin, was die selektive Toxizität für Insekten und die relative Sicherheit für den Menschen erklärt. Zusätzlich wird Permethrin nach dermaler Applikation nur zu etwa 0,5 bis 2 Prozent systemisch resorbiert und durch hepatische Esterasen schnell hydrolysiert. Die systemische Exposition ist minimal und klinisch irrelevant, solange die Creme nicht auf offene Wunden oder großflächig auf geschädigte Haut aufgetragen wird.
Die Eiziden der 5-Prozent-Creme ist hoch, aber nicht absolut. Ein Teil der Eier überlebt die erste Behandlung, und die daraus schlüpfenden Larven sind nach sieben bis vierzehn Tagen wieder aktiv. Deshalb die zweite Behandlung. In Regionen mit Permethrin-Resistenz, die in Deutschland noch selten ist, aber zunimmt, kann eine höhere Konzentration oder eine alternative Substanz wie Ivermectin oral oder Benzylbenzoat topisch notwendig werden.
Die Pharmakokinetik ist einfach. Permethrin wird nach dermaler Applikation langsam resorbiert und schnell metabolisiert. Die maximale Plasmakonzentration wird nach etwa 12 Stunden erreicht, und die Halbwertszeit beträgt etwa 8 bis 10 Stunden. Die Metaboliten werden renal ausgeschieden. Es gibt keine Akkumulation, und die systemische Toxizität ist bei bestimmungsgemäßer Anwendung praktisch null.
Anwendung von Acticin
Die Creme wird einmalig auf den gesamten Körper aufgetragen, von den Ohren bis zu den Fußsohlen. Vor dem Auftragen duschen Sie und trocknen die Haut gründlich ab. Keine fettende Seife, keine rückfettenden Badezusätze, die einen Film auf der Haut hinterlassen und die Penetration von Permethrin behindern. Die Creme dünn und gleichmäßig auftragen. Finger- und Zehenzwischenräume nicht vergessen, Genitalregion, Gesäßfalte, unter den Fingernägeln, hinter den Ohren. Nur das Gesicht und die behaarte Kopfhaut werden bei Erwachsenen in der Regel ausgespart, es sei denn, der Arzt ordnet es an. Bei Säuglingen und Kleinkindern auch das Gesicht und die Kopfhaut behandeln, weil Skabies bei ihnen auch diese Bereiche befallen kann.
Die Creme muss acht bis vierzehn Stunden auf der Haut verbleiben. Am besten abends auftragen und über Nacht einwirken lassen. Am nächsten Morgen duschen und die Creme gründlich abwaschen. Frische Kleidung anziehen, Bettwäsche wechseln. Die getragene Kleidung und die Bettwäsche der letzten Tage bei mindestens 60 Grad Celsius waschen oder für mindestens drei Tage in einem geschlossenen Plastiksack lagern. Milben überleben außerhalb des menschlichen Körpers nur etwa 48 bis 72 Stunden. Ohne diese Hygienemaßnahmen ist die Reinfektion programmiert.
Die zweite Behandlung erfolgt nach sieben bis vierzehn Tagen, mit dem gleichen Schema. Auch wenn der Juckreiz nach der ersten Behandlung bereits nachgelassen hat, ist die zweite Behandlung obligatorisch, um die aus überlebenden Eiern geschlüpften Larven zu töten. Wer die zweite Behandlung weglässt, riskiert ein Rezidiv.
Wenn Sie eine Anwendung vergessen – bei einem Einmalschema mit Wiederholung nach einer Woche ist das ungewöhnlich, aber wenn Sie die zweite Behandlung um einige Tage verschieben, ist das vertretbar. Tragen Sie nicht die doppelte Menge Creme auf, um eine vergessene Behandlung auszugleichen. Die zweite Behandlung einfach so bald wie möglich nachholen.
Nebenwirkungen von Acticin
Hautirritation – Brennen, Rötung, Juckreiz – tritt bei etwa 5 bis 10 Prozent der Patienten auf und ist meist mild und vorübergehend. Die Haut kann nach der Behandlung etwas empfindlicher sein, besonders wenn sie durch das Kratzen bereits vorgeschädigt war. Eine leichte kortisonhaltige Creme kann den Juckreiz nach der Behandlung lindern, aber erst nach dem Abwaschen von Permethrin auftragen.
Der Juckreiz nach der Behandlung kann paradoxerweise zunehmen, bevor er besser wird. Das ist keine Unverträglichkeit, sondern eine Reaktion auf die absterbenden Milben und ihre Antigene. Antihistaminika wie Cetirizin oder Loratadin helfen, und der Juckreiz klingt innerhalb von ein bis zwei Wochen ab. Wenn er länger anhält oder sich die Haut verschlechtert, muss der Arzt prüfen, ob die Skabies persistiert oder ob es sich um ein postskabiöses Ekzem handelt, das mit Kortison behandelt werden muss.
Allergische Reaktionen auf Permethrin sind selten, aber möglich. Hautausschlag, Urtikaria, Angioödem – bei diesen Zeichen die Creme sofort abwaschen und den Arzt kontaktieren. Eine Kreuzallergie mit anderen Pyrethroiden oder mit Chrysanthemen, der natürlichen Quelle von Pyrethrinen, ist möglich und sollte erfragt werden.
Systemische Toxizität – Übelkeit, Kopfschmerzen, Schwindel, Krampfanfälle – ist bei bestimmungsgemäßer Anwendung praktisch ausgeschlossen. Die systemische Resorption ist zu gering, um toxische Spiegel zu erreichen. Bei versehentlichem Verschlucken der Creme, besonders bei Kindern, können jedoch systemische Symptome auftreten, und es sollte sofort ein Arzt aufgesucht werden.
Risikogruppen (ältere Menschen, Schwangerschaft)
Schwangerschaft und Stillzeit – Permethrin ist das Mittel der Wahl bei Skabies in der Schwangerschaft. Es wird seit Jahrzehnten eingesetzt, die systemische Resorption ist minimal, und es gibt keine Hinweise auf teratogene Effekte. Die Leitlinien empfehlen Permethrin 5 Prozent als erste Wahl für Schwangere. Stillen: Permethrin geht in geringen Mengen in die Muttermilch über, aber ein Risiko für den Säugling ist nicht belegt. Die Creme sollte nach dem Stillen aufgetragen und vor dem nächsten Stillen abgewaschen werden, um den Kontakt des Säuglings mit der Creme zu minimieren.
Kinder ab einem Monat können mit Permethrin behandelt werden. Die Dosis ist dieselbe wie bei Erwachsenen, aber die Creme sollte im Gesicht und auf der Kopfhaut aufgetragen werden, da Skabies bei Kindern diese Bereiche häufig befällt. Bei Säuglingen unter einem Monat sollte Permethrin nur unter ärztlicher Aufsicht eingesetzt werden, und die Einwirkzeit kann auf sechs Stunden reduziert werden.
Ältere Patienten mit Skabies – oft in Pflegeheimen ein Problem – vertragen Permethrin gut. Die Haut älterer Patienten ist dünner und empfindlicher, und die Creme kann etwas mehr brennen. Eine leichte kortisonhaltige Creme nach der Behandlung hilft, und die zweite Behandlung sollte nicht ausgelassen werden, weil Rezidive in Pflegeheimen endemisch sind.
Patienten mit bekannter Überempfindlichkeit gegen Pyrethroide oder Chrysanthemen sollten Permethrin nicht erhalten. In diesem Fall ist Benzylbenzoat oder orales Ivermectin die Alternative.
Wechselwirkungen mit Alltagsaktivitäten (Autofahren, Alkohol)
Autofahren ist unter Permethrin-Creme problemlos möglich. Es gibt keine systemischen Effekte, die die Fahrtüchtigkeit beeinträchtigen.
Alkohol hat keine direkte Wechselwirkung mit topischem Permethrin. Kein Problem. Wenn die Skabies jedoch mit starkem Juckreiz und Schlafmangel einhergeht, sollten Sie Alkohol meiden, weil er den Schlaf weiter verschlechtert und die Hautdurchblutung erhöht, was den Juckreiz verstärken kann.
Körperpflegeprodukte – nach der Behandlung sollten Sie milde, parfümfreie Seifen verwenden, um die ohnehin gereizte Haut nicht zusätzlich zu belasten. Rückfettende Badezusätze und dicke Cremes vor der Permethrin-Anwendung sind kontraindiziert, weil sie die Penetration des Wirkstoffs behindern können.
Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln
Systemische Wechselwirkungen gibt es bei topischem Permethrin praktisch nicht. Die Resorption ist zu gering, um CYP-Enzyme zu induzieren oder zu hemmen, und es sind keine klinisch relevanten Arzneimittelinteraktionen bekannt.
Topische Kortikosteroide – vor der Permethrin-Behandlung sollten keine kortisonhaltigen Cremes aufgetragen werden, weil sie die lokale Immunantwort unterdrücken und die Wirksamkeit von Permethrin theoretisch beeinträchtigen können. Nach der Behandlung und dem Abwaschen der Creme können Kortikosteroide gegen das postskabiöse Ekzem eingesetzt werden.
Andere topische Skabizide wie Benzylbenzoat oder Crotamiton sollten nicht gleichzeitig mit Permethrin aufgetragen werden, weil die additive Toxizität nicht untersucht ist und die Hautirritation zunehmen kann. Wenn ein Wechsel des Wirkstoffs nötig ist, sollte zwischen den Behandlungen mindestens eine Woche liegen.
Alternative Optionen
Permethrin ist die erste Wahl bei Skabies, aber es gibt Alternativen, wenn Permethrin nicht vertragen wird oder resistente Milben vorliegen.
Ivermectin oral ist ein Antiparasitikum, das systemisch wirkt und bei schwerer Skabies, bei epidemischen Ausbrüchen in Gemeinschaftseinrichtungen und bei Permethrin-Resistenz eingesetzt wird. Es wird als Einmaldosis von 200 µg pro Kilogramm Körpergewicht gegeben, mit einer zweiten Dosis nach sieben bis vierzehn Tagen. Ivermectin ist effektiv und einfach anzuwenden, aber in Deutschland für Skabies nicht zugelassen und nur off-label oder als Import verfügbar.
Benzylbenzoat ist ein älteres topisches Skabizid, das in Deutschland als Antiscabiosum erhältlich ist. Es wird zweimal im Abstand von zwölf Stunden aufgetragen und hat eine ähnliche Wirksamkeit wie Permethrin, verursacht aber häufiger Hautirritationen und Brennen. Für Patienten mit Permethrin-Allergie ist es die topische Alternative.
Crotamiton ist ein juckreizstillendes und schwach antiskabiös wirkendes Mittel, das bei leichter Skabies oder als Begleittherapie gegen den Juckreiz eingesetzt wird. Es ist weniger effektiv als Permethrin und wird in den Leitlinien nicht als Mittel der ersten Wahl empfohlen.
INN, Markennamen und Einstufung in Deutschland
INN (Internationaler Freiname): Permethrin
Verfügbare Markennamen in Deutschland: InfectoScab 5 Prozent Creme (Infectopharm), Permethrin-ratiopharm Creme, diverse Generika. Acticin ist ein international vertriebener Markenname.
ATC-Code: P03AC04
Formen und Stärken: Creme zu 5 Prozent, typischerweise in Tuben zu 30 g
Hersteller: Infectopharm (InfectoScab), diverse Generikahersteller
Registrierungsstatus in Deutschland: Registriert
Einstufung: Verschreibungspflichtig (Rx)
Die richtige Anwendung und Erwartungen
Eine 30-g-Tube reicht für eine einmalige Ganzkörperbehandlung eines Erwachsenen. Für größere Menschen oder für zwei Behandlungen braucht man eine zweite Tube. Nicht sparen beim Auftragen, aber auch nicht zu dick – eine dünne, gleichmäßige Schicht reicht. Die Creme muss acht bis vierzehn Stunden einwirken, dann abwaschen. Die zweite Behandlung nach sieben bis vierzehn Tagen ist obligatorisch.
Der Juckreiz kann nach der ersten Behandlung zunächst zunehmen und über ein bis zwei Wochen abklingen. Das ist normal und kein Zeichen von Therapieversagen. Antihistaminika helfen gegen den Juckreiz, und eine leichte kortisonhaltige Creme nach dem Abwaschen der Permethrin-Creme kann das postskabiöse Ekzem lindern. Wenn nach vier Wochen immer noch neue Gänge oder Milben nachweisbar sind, war die Behandlung nicht erfolgreich, und es muss überprüft werden, ob die Anwendung korrekt war, ob eine Reinfektion stattgefunden hat oder ob eine Resistenz vorliegt.
In Deutschland ist Permethrin 5 Prozent Creme verschreibungspflichtig. Über unsere Apotheke können Sie Acticin 30 g ohne Rezept kaufen und in diskreter Verpackung in ganz Deutschland erhalten.
Häufig gestellte Fragen
Kann ich nach dem Auftragen von Acticin Auto fahren?
Ja, es gibt keine Beeinträchtigung der Fahrtüchtigkeit.
Warum juckt es nach der Behandlung immer noch?
Der Juckreiz nach der Behandlung ist eine allergische Reaktion auf die abgestorbenen Milben und ihre Ausscheidungen. Er kann ein bis zwei Wochen anhalten und ist kein Zeichen dafür, dass die Behandlung nicht gewirkt hat. Antihistaminika helfen, und eine kortisonhaltige Creme nach dem Abwaschen der Permethrin-Creme kann das Ekzem lindern.
Muss ich die Creme wirklich am ganzen Körper auftragen?
Ja. Die Milben sind überall, auch auf Hautstellen, die nicht jucken. Wenn Sie Bereiche auslassen, überleben dort Milben und vermehren sich, und die Skabies kommt zurück. Von den Ohren bis zu den Fußsohlen, alle Hautfalten, Genitalregion, unter den Fingernägeln.
Kann ich Acticin in der Schwangerschaft verwenden?
Ja, Permethrin ist das Mittel der Wahl bei Skabies in der Schwangerschaft. Die systemische Resorption ist minimal, und es gibt keine Hinweise auf Schädigungen des Ungeborenen. Halten Sie trotzdem Rücksprache mit Ihrem Arzt.
Muss ich meine Kleidung und Bettwäsche wirklich waschen?
Ja, und zwar bei mindestens 60 Grad Celsius. Die Milben überleben in Kleidung und Bettwäsche für etwa 48 bis 72 Stunden und können Sie von dort aus erneut befallen. Ohne Hygienemaßnahmen ist die Reinfektion vorprogrammiert.
Lieferinformationen für Deutschland
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