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Actos wird verwendet, um hohen Zuckergehalt im Blut bei Typ-2-Diabetes (insulinunabhängige Diabetes mellitus) zu kontrollieren.
Medikamente Generic Actos (Pioglitazone) online Kaufen
In unserer deutschen Apotheke können Sie Actos ohne Rezept kaufen, mit Lieferung in ganz Deutschland innerhalb von 5‑14 Tagen. Diskrete und anonyme Verpackung.
Actos wird zur Behandlung von Typ‑2‑Diabetes eingesetzt. Das Medikament ist ein Thiazolidindion (Pioglitazon), das die Insulinempfindlichkeit verbessert und den Blutzuckerspiegel senkt.
Die übliche Dosis von Actos beträgt 15–30 mg einmal täglich (maximal 45 mg pro Tag).
Darreichungsform: Tablette.
Wirkungseintritt: innerhalb weniger Wochen (vollständige Wirkung nach 2–3 Monaten).
Wirkdauer: 24 Stunden.
Alkoholempfehlung: Vermeiden Sie übermäßigen Alkoholkonsum (erhöht das Risiko für Unterzuckerung).
Häufigste Nebenwirkung: Flüssigkeitsansammlung (geschwollene Knöchel).
Möchten Sie Actos ohne Rezept ausprobieren?
Allgemeine Informationen über Actos
- INN (Internationale Nicht-Eigentumsbezeichnung): Pioglitazon
- In Deutschland verfügbare Markennamen: Actos, Pioglitazon‑ratiopharm, Pioglitazon Heumann, Pioglitazon AL, Glustin (früher)
- ATC-Code: A10BG03
- Darreichungsformen und Dosierungen: Tabletten (15 mg, 30 mg, 45 mg)
- Hersteller in Deutschland (Auswahl): Takeda GmbH (Actos), Teva GmbH, ratiopharm GmbH, Hexal AG, ALIUD Pharma GmbH
- Registrierungsstatus in Deutschland: Zugelassen
- OTC / Rx‑Klassifikation: Verschreibungspflichtig (Rezeptpflichtig, Rx)
Wirkmechanismus und Pharmakologie
Pioglitazon ist ein Agonist des Peroxisom‑Proliferator-aktivierten Rezeptors Gamma (PPAR‑γ). Durch die Bindung an diesen Kernrezeptor wird die Transkription insulinempfindlicher Gene gefördert. Dies führt zu einer verbesserten Insulinsensitivität im Fett‑, Muskel‑ und Lebergewebe, einer verminderten Glukoseproduktion in der Leber und einer erhöhten Glukoseaufnahme in die Zellen. Im Gegensatz zu Sulfonylharnstoffen stimuliert Pioglitazon nicht die Insulinsekretion. Die volle Wirkung stellt sich erst nach mehreren Wochen ein. Pioglitazon hat eine Halbwertszeit von etwa 3–7 Stunden, aber die pharmakodynamische Wirkdauer beträgt 24 Stunden. Es wird hepatisch (CYP2C8) metabolisiert und hauptsächlich über die Galle ausgeschieden.
Anwendungsgebiete
- Typ‑2‑Diabetes mellitus bei Erwachsenen – als Monotherapie, wenn Metformin nicht vertragen wird oder kontraindiziert ist
- Kombinationstherapie mit Metformin, Sulfonylharnstoffen oder SGLT2‑Hemmern bei unzureichender Blutzuckerkontrolle
- Kombination mit Insulin bei Patienten mit Typ‑2‑Diabetes (nur unter strenger Nutzen‑Risiko‑Abwägung wegen erhöhter Herzinsuffizienzrate)
Wichtige Warnungen und Einschränkungen
Risikogruppen
- Ältere Patienten (≥ 65 J.): Keine generelle Dosisanpassung, aber erhöhte Vorsicht wegen häufigerer Herz‑ und Nierenfunktionsstörungen.
- Schwangerschaft: Pioglitazon ist kontraindiziert. Es besteht kein ausreichender Nachweis für eine sichere Anwendung. Bei Kinderwunsch oder Schwangerschaft ist auf Insulin umzustellen.
- Stillzeit: Pioglitazon geht in die Muttermilch über (Tierversuche). Während der Stillzeit nicht anwenden.
- Patienten mit Herzinsuffizienz (NYHA I‑II): Nur mit äußerster Vorsicht; bei NYHA III‑IV absolut kontraindiziert.
Fahrtauglichkeit und Alkohol
Actos führt als Monotherapie nicht zu Hypoglykämien, beeinflusst daher die Fahrtüchtigkeit meist nicht. Bei Kombination mit Sulfonylharnstoffen oder Insulin kann es zu Unterzuckerungen kommen, die die Verkehrstüchtigkeit stark beeinträchtigen. Übermäßiger Alkoholkonsum erhöht das Hypoglykämierisiko und kann Leberwerte verschlechtern – daher nur in geringen Mengen nach Rücksprache mit dem Arzt.
Dosierungsanleitung
- Monotherapie oder Kombination: Beginn mit 15 mg oder 30 mg einmal täglich. Bei unzureichender Wirkung nach 3–6 Monaten Erhöhung auf maximal 45 mg einmal täglich.
- Kombination mit Insulin: Bei bestehender Insulintherapie Start mit 15 mg einmal täglich. Die Insulindosis sollte ggf. reduziert werden (Hypoglykämierisiko).
- Niereninsuffizienz: Bei Kreatinin‑Clearance größer 30 ml/min keine Anpassung nötig. Bei schwerer Niereninsuffizienz (weniger als 30 ml/min) nicht anwenden.
- Leberinsuffizienz: Bei leichter bis mittelschwerer Einschränkung mit Vorsicht; bei schwerer Leberfunktionsstörung (Child‑Pugh C) kontraindiziert. Vor Therapiebeginn und alle 3–6 Monate Leberwerte kontrollieren.
- Hinweis: Tablette einmal täglich (morgens) unabhängig von den Mahlzeiten einnehmen. Regelmäßige Blutzuckerselbstkontrollen sind erforderlich.
Nebenwirkungen und Kontraindikationen
Häufige Nebenwirkungen (mehr als 1/100)
- Flüssigkeitsretention (Ödeme, geschwollene Knöchel) – bis 5 % der Patienten
- Gewichtszunahme (durchschnittlich 1–3 kg)
- Kopfschmerzen, Muskel‑ und Gelenkschmerzen
Gelegentliche Nebenwirkungen (1/100 bis weniger als 1/1000)
- Verschlechterung einer bestehenden Herzinsuffizienz periphere Ödeme, Atemnot
- Schwindel, Parästhesien, verschwommenes Sehen
- Verstärkung von Atemwegsinfekten (Nasopharyngitis, Sinusitis)
Seltene, schwerwiegende Nebenwirkungen (weniger als 1/1000)
- Herzinsuffizienz (bis hin zur Hospitalisierung)
- Blasenkrebs (erhöhtes Risiko nach mehrjähriger Anwendung, insbesondere bei hoher kumulativer Dosis)
- Leberfunktionsstörungen, erhöhte Transaminasen (in sehr seltenen Fällen Leberversagen)
- Makulödem (Flüssigkeit in der Netzhaut) – bei plötzlicher Sehverschlechterung Arzt informieren
- Frakturen (vermehrt bei Frauen – erhöhte Knochenbrüchigkeit)
Absolute Kontraindikationen
- Überempfindlichkeit gegen Pioglitazon oder einen sonstigen Bestandteil
- Herzinsuffizienz NYHA III oder IV, akute Herzinsuffizienz
- Leberfunktionsstörung (erhöhte Transaminasen mehr als das 2,5‑fache des oberen Normwerts)
- Typ‑1‑Diabetes, diabetische Ketoazidose
- Bestehende Blasenkrebserkrankung oder Zustand nach Blasenkrebs (in der Vorgeschichte)
- Schwangerschaft und Stillzeit
- Gleichzeitige Anwendung mit anderen Thiazolidindionen (Rosiglitazon)
Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln
- Insulin, Sulfonylharnstoffe (Glibenclamid, Glimepirid): Additive blutzuckersenkende Wirkung – Hypoglykämierisiko. Dosisanpassung erforderlich.
- CYP2C8‑Inhibitoren (Gemfibrozil, Clopidogrel, Trimethoprim): Erhöhen die Pioglitazon‑Spiegel – Dosis auf maximal 15 mg/Tag reduzieren.
- CYP2C8‑Induktoren (Rifampicin, Carbamazepin, Phenytoin): Senken die Pioglitazon‑Wirksamkeit – mögliche Dosiserhöhung (max. 45 mg/Tag) und Blutzuckerkontrolle.
- Orale Kontrazeptiva (Ethinylestradiol, Norethisteron): Pioglitazon kann die Wirksamkeit verringern (nichtklinische Hinweise) – zusätzliche Verhütungsmethode empfehlenswert.
- Diuretika, ACE‑Hemmer, AT1‑Blocker: Verstärkte blutdrucksenkende Wirkung, aber keine schweren Interaktionen.
- Alkohol: Erhöht das Hypoglykämierisiko bei Kombinationstherapie – nur in kleinen Mengen.
Praktische Hinweise
- Einnahme: Täglich zur gleichen Zeit (morgens) mit oder ohne Nahrung. Bei Vergessen einer Dosis: Nachholen, wenn es noch weniger als 12 Stunden bis zur nächsten Dosis ist; sonst auslassen. Keine doppelten Dosen.
- Überwachung: Vor Beginn und dann alle 3–6 Monate Leberwerte (ALT, AST) sowie Kreatinin, Harnstoff, HbA1c. Bei Ödemen oder Gewichtszunahme Herzfunktion kontrollieren (B‑NP, Echokardiographie).
- Anzeichen von Blasenkrebs: Blut im Urin, Schmerzen beim Wasserlassen, häufiger Harndrang – sofort Arzt aufsuchen.
- Aufklärung der Patientinnen: Erhöhtes Frakturrisiko (besonders Hand‑, Fuß‑, Arm‑, Schulterfrakturen) – Vitamin‑D‑ und Kalziumsupplementierung erwägen.
- Lagerung: Bei Raumtemperatur (15–25 °C) in der Originalverpackung, trocken und vor Licht geschützt. Außerhalb der Reichweite von Kindern aufbewahren.
- Überdosierung: Symptome: Hypoglykämie (bei Kombination), Ödeme, Volumenüberlastung. Behandlung: symptomatisch, kein spezifisches Antidot.
Alternative Medikamente (bei Unverträglichkeit oder Kontraindikation)
- Metformin: Erste Wahl bei Typ‑2‑Diabetes – wirkt nicht ödembildend, senkt aber HbA1c ähnlich gut. Kontraindiziert bei Niereninsuffizienz.
- DPP‑4‑Hemmer (Sitagliptin, Linagliptin): Gut verträglich, neutrales Gewichtsprofil, geringeres Ödemrisiko, aber niedrigere HbA1c‑Senkung.
- SGLT2‑Hemmer (Empagliflozin, Dapagliflozin): Zusätzlich kardiovaskulär und renal protektiv, fördern Gewichtsabnahme, jedoch Risiko für Genitalinfektionen und euDKA.
- GLP‑1‑Rezeptoragonisten (Semaglutid, Liraglutid): Sehr wirksam in der HbA1c‑ und Gewichtsreduktion, auch kardiovaskuläre Vorteile, aber subkutane Injektion.
- Sulfonylharnstoffe (Glimepirid): Günstig, aber Hypoglykämie‑ und Gewichtszunahmerisiko.
- Insulin: Bei schwerer Stoffwechselentgleisung oder Kontraindikationen gegen orale Antidiabetika.
Klinische Wirksamkeit
In placebokontrollierten Studien (PROactive, QUARTET) senkte Pioglitazon den HbA1c‑Wert um 0,8–1,4 % (abhängig von der Ausgangslage). In der PROactive‑Studie (n = 5.238) an Typ‑2‑Diabetikern mit makrovaskulären Erkrankungen reduzierte Pioglitazon die kombinierten kardiovaskulären Endpunkte (Gesamtmortalität, nicht tödlicher Myokardinfarkt, Schlaganfall) um 10 % (nicht signifikant), aber den sekundären Endpunkt (Tod, Myokardinfarkt, Schlaganfall) um signifikante 16 % im Vergleich zu Placebo. Allerdings traten deutlich mehr Herzinsuffizienzfälle auf (11 % vs. 8 %). Eine Metaanalyse aus 2016 zeigte ein erhöhtes relatives Risiko für Blasenkrebs (HR 1,22) nach mehr als einem Jahr Anwendung. Die Europäische Arzneimittelagentur (EMA) hat Pioglitazon aufgrund des Blasenkrebsrisikos mit Einschränkungen zugelassen: Patienten mit früherem oder bestehendem Blasenkrebs sowie mit makroskopischer Hämaturie ohne Abklärung sind ausgeschlossen. Die Langzeitsicherheit ist daher umstritten – die Anwendung als Zweit‑ oder Drittlinientherapie wird nur bei strenger Indikation empfohlen.
Wichtig: Actos (Pioglitazon) ist ein verschreibungspflichtiges Arzneimittel mit einem erhöhten Risiko für Herzinsuffizienz, Knochenbrüche und Blasenkrebs. Vor Beginn der Therapie muss eine sorgfältige Nutzen‑Risiko‑Abwägung durch einen Facharzt (Diabetologe, Internist) erfolgen. Die Behandlung ist nur zulässig, wenn eine Herzinsuffizienz ausgeschlossen ist (NYHA I maximal) und kein bestehender Blasenkrebs oder eine Hämaturie ungeklärter Ursache vorliegt. Regelmäßige Kontrollen von Leberwerten, Herzfunktion, Gewicht und Flüssigkeitsstatus sind zwingend erforderlich. Bei neu auftretenden Ödemen, plötzlicher Gewichtszunahme (>2 kg pro Woche) oder Luftnot muss sofort ein Arzt aufgesucht werden. Pioglitazon darf nicht bei Typ‑1‑Diabetes oder diabetischer Ketoazidose angewendet werden. Die Selbstbehandlung ohne ärztliche Aufsicht ist wegen dieser schwerwiegenden Risiken lebensgefährlich. Dieses Informationsblatt ersetzt nicht die aktuelle Fachinformation; allein die Angaben des behandelnden Arztes und die Packungsbeilage sind verbindlich.
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