Baraclude

Generic Baraclude (Entecavir)

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Baraclude ist ein orales antivirales Medikament zur Behandlung der chronischen Hepatitis‑B‑Infektion, das die Virusreplikation hemmt, Leberschäden reduziert und das Fortschreiten der Erkrankung verhindert.

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In unserer deutschen Apotheke können Sie Baraclude nur mit einem gültigen Rezept erwerben, mit Lieferung in ganz Deutschland innerhalb von 5‑14 Tagen. Diskrete und anonyme Verpackung.
Baraclude wird zur Behandlung der chronischen Hepatitis B (HBV) bei Erwachsenen und Kindern (ab 2 Jahren) eingesetzt. Das Medikament ist ein Nukleosidanalogon (Entecavir), das die HBV‑DNA‑Polymerase hemmt, die virale Replikation blockiert und so die Viruslast senkt sowie Leberschäden reduziert.
Die übliche Dosierung von Baraclude für Erwachsene beträgt 0,5 mg einmal täglich (für behandlungsnaive Patienten) bzw. 1 mg einmal täglich (für Patienten mit bekannter Lamivudin‑Resistenz oder nach Therapieversagen). Die Dosis sollte bei Niereninsuffizienz angepasst werden.
Die Darreichungsform ist Filmtabletten (0,5 mg, 1 mg) oder eine Lösung zum Einnehmen (0,05 mg/ml).
Die Wirkung des Medikaments beginnt innerhalb weniger Wochen, eine vollständige Unterdrückung der Viruslast wird meist nach 6‑12 Monaten erreicht.
Die Wirkdauer beträgt 24 Stunden, daher einmal tägliche Einnahme.
Alkoholkonsum wird während der Behandlung nicht empfohlen, da er die Leberfunktion beeinträchtigen kann.
Die häufigsten Nebenwirkungen sind Kopfschmerzen, Müdigkeit, Übelkeit, Durchfall und Schlaflosigkeit.
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Allgemeine Informationen zu Baraclude

  • INN (Internationaler Freiname): Entecavir
  • In Deutschland verfügbare Markennamen: Baraclude®, generische Produkte (z. B. Entecavir ratiopharm)
  • ATC‑Code: J05AF10
  • Darreichungsformen und Dosierungen: Filmtabletten – 0,5 mg, 1 mg; Lösung zum Einnehmen – 0,05 mg/ml
  • Hersteller in Deutschland: Bristol‑Myers Squibb GmbH & Co. KGaA, Generikahersteller
  • Zulassungsstatus in Deutschland: Zugelassen
  • OTC / Rx‑Klassifizierung: Verschreibungspflichtig (Rx)

Wirkmechanismus und Pharmakologie

Baraclude enthält Entecavir, ein Guanosin‑Nukleosidanalogon, das selektiv die HBV‑DNA‑Polymerase (Reverse Transkriptase) hemmt. Es wird zu seinem aktiven Triphosphat phosphoryliert, das mit dem natürlichen Substrat Desoxyguanosintriphosphat konkurriert und die DNA‑Synthese an drei Stellen blockiert (Priming, Reverse‑Transkription, DNA‑abhängige DNA‑Synthese). Entecavir hat eine hohe Wirksamkeit gegen Wildtyp‑ und Lamivudin‑resistente HBV‑Stämme. Es wird über die Nieren ausgeschieden (hauptsächlich unverändert).

Anwendungsgebiete

Baraclude ist indiziert zur Behandlung der chronischen Hepatitis B bei Erwachsenen und Kindern (ab 2 Jahren, ≥10 kg) mit kompensierter Lebererkrankung und nachgewiesener aktiver Virusreplikation sowie erhöhten Leberwerten oder histologischen Zeichen einer aktiven Entzündung/Fibrose. Es wird auch bei Patienten mit dekompensierter Lebererkrankung (Child‑Pugh B oder C) eingesetzt, jedoch mit Vorsicht. Die Therapie ist nicht heilend, sondern supprimiert die Virusvermehrung langfristig.

Wichtige Warnhinweise und Einschränkungen

Risikogruppen
Ältere Patienten: Dosisanpassung bei eingeschränkter Nierenfunktion erforderlich.
Schwangerschaft: Entecavir wird in der Schwangerschaft nur angewendet, wenn der Nutzen das Risiko überwiegt (Kategorie C). Es gibt nur begrenzte Daten. Alternative Substanzen (z. B. Tenofovir) sind besser untersucht.
Stillzeit: Entecavir geht in die Muttermilch über; Stillen wird nicht empfohlen.

Verkehrstüchtigkeit und Alkohol
Fahren: Kann Müdigkeit oder Schwindel verursachen – Vorsicht beim Führen von Fahrzeugen oder Bedienen von Maschinen.
Alkohol: Alkoholkonsum sollte vermieden werden, da er die Leberfunktion beeinträchtigen kann.

Dosierungsanleitung

Standarddosierungen
- Behandlungsnaive Erwachsene (keine Lamivudin‑Resistenz): 0,5 mg einmal täglich (nüchtern, mindestens 2 Stunden vor oder nach einer Mahlzeit).
- Lamivudin‑resistente oder bekannte Lamivudin‑resistente Mutationen: 1 mg einmal täglich (nüchtern).
- Kinder (ab 2 Jahren, ≥10 kg): Gewichtsadaptierte Dosierung (siehe Fachinformation).
- Niereninsuffizienz (Kreatinin‑Clearance):
- 30‑49 ml/min: 0,25 mg einmal täglich (oder 0,5 mg alle 48 Stunden).
- 10‑29 ml/min: 0,15 mg einmal täglich (oder 0,5 mg alle 72 Stunden).
- Die Tabletten sind im Ganzen zu schlucken; die Lösung kann bei Schluckbeschwerden verwendet werden.

Besondere Patientengruppen
Bei Leberinsuffizienz (Child‑Pugh A, B, C) ist keine Dosisanpassung erforderlich. Bei Kindern unter 2 Jahren liegen keine ausreichenden Daten vor.

Nebenwirkungen und Kontraindikationen

Häufige Nebenwirkungen:
- Kopfschmerzen
- Müdigkeit
- Übelkeit, Durchfall
- Schlaflosigkeit
- Erhöhung der Leberwerte (ALT, AST) – kann initial auftreten
- Schwindel

Schwerwiegende Nebenwirkungen (ärztliche Hilfe erforderlich):
- Laktatazidose (selten, aber lebensbedrohlich) – Symptome: schnelle Atmung, Muskelschmerzen, Bauchschmerzen, Übelkeit
- Schwere Hepatomegalie mit Steatose (bei Laktatazidose)
- Hepatitis‑B‑Schub nach Absetzen der Therapie (Reaktivierung) – daher regelmäßige Überwachung nach Behandlungsende
- Nierenfunktionsstörung (insbesondere bei vorbestehender Nierenerkrankung)
- Schwere allergische Reaktionen (sehr selten)

Absolute Kontraindikationen:
- Überempfindlichkeit gegen Entecavir oder einen sonstigen Bestandteil.
- Gleichzeitige Anwendung mit nephrotoxischen Arzneimitteln sollte vermieden werden, falls möglich.

Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten

Bedeutsame Wechselwirkungen bestehen mit:
- Nephrotoxische Arzneimittel (z. B. NSAID, Aminoglykoside, Ciclosporin, Tacrolimus): Erhöhtes Risiko für Nierenschäden – Nierenfunktion überwachen.
- Arzneimittel, die die renale tubuläre Sekretion beeinflussen (z. B. Cimetidin, Probenecid): Können die Entecavir‑Spiegel erhöhen – keine Dosisanpassung erforderlich, aber Vorsicht.
- Orale Kontrazeptiva, Statine, Digoxin, Warfarin: Keine signifikanten Wechselwirkungen.
Entecavir wird nicht über CYP450 verstoffwechselt, daher sind Wechselwirkungen über dieses System unwahrscheinlich.

Praktische Hinweise

Einnahme
Baraclude sollte einmal täglich auf nüchternen Magen eingenommen werden (mindestens 2 Stunden vor oder 2 Stunden nach einer Mahlzeit), um die Resorption zu maximieren. Die Tablette ist im Ganzen zu schlucken, nicht zu kauen oder zu zerkleinern. Wenn eine Dosis vergessen wurde, nehmen Sie sie ein, sobald Sie sich daran erinnern, es sei denn, es sind weniger als 12 Stunden bis zur nächsten Dosis; dann überspringen Sie die vergessene Dosis. Brechen Sie die Behandlung nicht ohne Rücksprache mit Ihrem Arzt ab, da sonst ein schwerer Hepatitis‑Schub droht.

Überwachung
Vor Therapiebeginn und während der Behandlung sind regelmäßige Kontrollen erforderlich:
- HBV‑DNA (Viruslast) – alle 3‑6 Monate
- Leberfunktion (ALT, AST, Bilirubin) – alle 3 Monate
- Nierenfunktion (Kreatinin, eGFR) – vor Therapie, dann alle 3‑6 Monate
- Hepatitis‑B‑Serologie (HBeAg, Anti‑HBe)
- Bei Langzeittherapie Überwachung auf Laktatazidose (klinische Symptome).

Lagerung
Bei Raumtemperatur (20‑25°C) lagern, vor Feuchtigkeit und Hitze schützen. In der Originalverpackung aufbewahren, außerhalb der Reichweite von Kindern.

Alternative Medikamente

  • Tenofovirdisoproxilfumarat (Viread): Nukleotidanalogon, ebenfalls wirksam gegen HBV, häufig als Erstlinie bei Nieren‑/Knochenrisiken.
  • Tenofoviralafenamid (Vemlidy): Verbesserte Nieren‑ und Knochenverträglichkeit, ebenfalls Erstlinie.
  • Lamivudin (Epivir‑HBV): Älteres Nukleosidanalogon, hohe Resistenzrate, heute nicht mehr Erstlinie.
  • Adefovirdipivoxil (Hepsera): Zweitlinie bei Resistenz, aber nephrotoxisch.
  • Peginterferon alfa (Pegasys): Immunmodulator mit begrenzter Dauer, aber geringeren Erfolgsraten.

Klinische Wirksamkeit

In klinischen Studien (Phase III) erreichten behandelungsnaive Patienten mit chronischer Hepatitis B nach 48 Wochen Entecavir eine HBV‑DNA

Wichtig: Baraclude erfordert eine ärztliche Überwachung und darf nur auf Verschreibung angewendet werden. Die Therapie sollte nicht eigenmächtig abgesetzt werden, da dies zu einem schweren Hepatitis‑Schub führen kann (ggf. mit Leberversagen). Informieren Sie Ihren Arzt über alle Medikamente und über eine bestehende Nieren‑ oder Lebererkrankung vor Beginn der Behandlung.


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