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Bimat (Bimatoprost 0.03%) Augentropfen werden von Patienten verwendet, die mit hohen Augeninnendruck diagnostiziert wurden - ein Zustand, der zu Glaukom (grünem Star) führen kann. Unbehandelt kann Glaukom zu Blindheit führen. Durch Reduzierung des Augeninnendrucks kann das Risiko der Erblindung drastisch gesenkt werden.
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In unserer deutschen Apotheke können Sie Bimatoprost Augentropfen ohne Rezept kaufen, mit Lieferung in ganz Deutschland innerhalb von 5‑14 Tagen. Diskrete und anonyme Verpackung.
Bimatoprost wird zur Senkung eines erhöhten Augeninnendrucks bei Erwachsenen mit chronischem Offenwinkelglaukom (Grüner Star) oder okulärer Hypertension eingesetzt. Das Medikament gehört zur Gruppe der Prostaglandin-Analoga und erhöht den Abfluss von Kammerwasser aus dem Auge auf zwei Wegen: über das uveosklerale Abflusssystem sowie über das Trabekelwerk. Dadurch wird der Augeninnendruck effektiv gesenkt und das Risiko von Schäden am Sehnerv vermindert.
Die übliche Dosis von Bimatoprost beträgt: 1-mal täglich abends 1 Tropfen in das/die betroffene(n) Auge(n). Eine häufigere Anwendung (mehr als 1-mal täglich) kann die augeninnendrucksenkende Wirkung vermindern und wird nicht empfohlen.
Darreichungsform: Augentropfen, Lösung (0,3 mg/ml Bimatoprost, entsprechend 0,03 %), erhältlich in Mehrdosisbehältnissen (3 ml) sowie in konservierungsmittelfreien Einzeldosisbehältnissen.
Wirkungseintritt: Die Senkung des Augeninnendrucks beginnt etwa 4 Stunden nach der ersten Anwendung.
Wirkdauer: Die maximale drucksenkende Wirkung wird nach etwa 8 bis 12 Stunden erreicht und hält über 24 Stunden an (daher ausreichend für eine 1‑mal tägliche Gabe).
Alkoholempfehlung: Zwischen Alkohol und Bimatoprost-Augentropfen sind keine direkten Wechselwirkungen bekannt. Übermäßiger Alkoholkonsum sollte dennoch vermieden werden, da er den Blutdruck und die allgemeine Gesundheit beeinflussen kann.
Häufigste Nebenwirkungen: Rötung der Bindehaut (konjunktivale Hyperämie), verstärktes Wachstum der Augenwimpern (bis zu 45 % der Patienten), Augenjucken, Augenreizungen, Trockenheit der Augen.
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Allgemeine Informationen über Bimatoprost
- INN (Internationale Nicht-Eigentumsbezeichnung): Bimatoprost
- In Deutschland verfügbare Markennamen: Lumigan (Originalpräparat von AbbVie), Bimatoprost Stulln, Bimatoprost-1 A Pharma, Bimatoprost axunio, Bimatoprost Micro Labs, Bimatoprost ratiopharm, zahlreiche weitere Generika.
- ATC‑Code: S01EE03
- Darreichungsformen und Dosierungen: Augentropfen, Lösung 0,3 mg/ml (0,03 %).
- Hersteller in Deutschland (Auswahl): AbbVie Deutschland GmbH & Co. KG (Lumigan), Pharma Stulln GmbH, 1 A Pharma GmbH, axunio Pharma GmbH, Micro Labs GmbH, ratiopharm GmbH.
- Registrierungsstatus in Deutschland: Zugelassen
- OTC / Rx‑Klassifikation: Verschreibungspflichtig (Rezeptpflichtig, Rx)
Wirkmechanismus und Pharmakologie
Bimatoprost ist ein synthetisches Prostamid, das strukturelle Ähnlichkeit mit Prostaglandin F2α aufweist, jedoch nicht mit der klassischen Wirkung auf die bekannten Prostaglandin‑Rezeptoren. Es wirkt durch eine Erhöhung des Kammerwasserabflusses auf zwei Wegen: zum einen wird der uveosklerale Abfluss (zwischen Gefäßhaut und Lederhaut) gesteigert, zum anderen wird das Trabekelwerk – eine Art Abflusssieb vor dem Abflusskanal des Kammerwassers – erweitert. Der Wirkstoff bindet selektiv an den Prostaglandin‑FP‑Rezeptor in den Ziliarmuskelzellen des Auges. Dadurch wird der Abfluss der intraokularen Flüssigkeit signifikant erhöht und der Augeninnendruck gesenkt.
Nach der lokalen Anwendung am Auge ist die systemische Aufnahme sehr gering. Die Spitzenkonzentrationen im Plasma werden innerhalb von 10 Minuten erreicht und fallen innerhalb von 1,5 Stunden unter die Nachweisgrenze. Die Plasmaproteinbindung beträgt etwa 88 %. Bimatoprost wird in der Leber durch Oxidation, N‑Deethylierung und Glucuronidierung metabolisiert und hauptsächlich über die Nieren (bis zu 67 % der Dosis) sowie mit den Fäzes (25 %) ausgeschieden. Die Plasmahalbwertszeit nach intravenöser Gabe beträgt etwa 45 Minuten.
Anwendungsgebiete
- Senkung des erhöhten Augeninnendrucks bei chronischem Offenwinkelglaukom bei Erwachsenen (als Monotherapie oder als Zusatzmedikation zu einem Betarezeptorenblocker).
- Senkung des erhöhten Augeninnendrucks bei okulärer Hypertension (erhöhter Augeninnendruck ohne nachweisbare Augenschäden).
Wichtige Warnungen und Einschränkungen
Risikogruppen
- Kinder und Jugendliche (unter 18 Jahren): Die Sicherheit und Wirksamkeit von Bimatoprost bei Kindern und Jugendlichen ist bisher nicht erwiesen.
- Schwangerschaft: Es liegen keine hinreichenden Daten für die Verwendung während der Schwangerschaft vor. Tierexperimentelle Studien haben bei hohen maternaltoxischen Dosen Reproduktionstoxizität gezeigt. Die Anwendung in der Schwangerschaft erfordert eine strenge Indikationsstellung.
- Stillzeit: Es ist nicht bekannt, ob Bimatoprost in die Muttermilch übergeht. Die Anwendung in der Stillzeit sollte nur nach strenger Nutzen‑Risiko‑Abwägung erfolgen.
- Patienten mit eingeschränkter Leber‑ oder Nierenfunktion: Bimatoprost wurde bei diesen Patientengruppen nicht ausreichend untersucht und sollte daher nur mit Vorsicht eingesetzt werden.
- Patienten mit Risikofaktoren für ein Makulaödem: Dazu gehören aphake Patienten (ohne natürliche Augenlinse), pseudophake Patienten mit Ruptur des hinteren Kapselsacks sowie Patienten mit entzündlichen Augenerkrankungen (Uveitis). Bei diesen Patienten sollte Bimatoprost mit Vorsicht angewendet werden, da über das Auftreten eines zystoiden Makulaödems unter Prostaglandin‑Analog‑Therapie berichtet wurde.
- Patienten mit Virusinfektionen des Auges (z. B. Herpes simplex) oder Uveitis/Iritis in der Anamnese: Bimatoprost sollte bei diesen Patienten nur mit Vorsicht angewendet werden.
- Patienten mit eingeschränkter Atemfunktion (COPD, Asthma): Vorsicht ist geboten.
- Patienten mit Prädisposition für niedrige Herzfrequenz oder niedrigen Blutdruck: Vorsicht ist geboten.
Fahrtauglichkeit und Alkohol
Bimatoprost kann vorübergehend zu verschwommenem Sehen oder anderen Sehstörungen führen. Daher sollten Sie kein Fahrzeug führen oder Maschinen bedienen, bis die Sehschärfe wieder vollständig hergestellt ist. Zwischen Alkohol und Bimatoprost-Augentropfen sind keine spezifischen Wechselwirkungen bekannt. Dennoch sollten Sie übermäßigen Alkoholkonsum vermeiden, da dieser den Blutdruck beeinflussen und die allgemeine Gesundheit belasten kann.
Dosierungsanleitung
- Erwachsene: Die empfohlene Dosis beträgt 1 Tropfen einmal täglich abends in das/die betroffene(n) Auge(n). Die Anwendung sollte nicht häufiger als einmal täglich erfolgen, weil eine häufigere Anwendung die augeninnendrucksenkende Wirkung vermindern kann.
- Art der Anwendung:
- Vor der Anwendung Hände waschen.
- Bei Kontaktlinsenträgern: Kontaktlinsen vor der Anwendung entfernen und frühestens 15 Minuten nach der Anwendung wieder einsetzen (Bimatoprost enthält Benzalkoniumchlorid, das von Kontaktlinsen aufgenommen werden kann).
- Legt für die Anwendung den Kopf zurück.
- Ziehe das Unterlid vorsichtig nach unten, um einen kleinen Tränensack zu formen.
- Tropfen Sie einen Tropfen in den Bindehautsack – vermeiden Sie die Berührung der Pipettenspitze mit dem Auge oder anderen Oberflächen.
- Schließen Sie nach dem Eintropfen langsam das Auge und drücken Sie mit dem Finger leicht auf den Tränenkanal zwischen Nase und innerem Augenlid (Nasolakrimaldanach-Okklusion). Dadurch wird die systemische Aufnahme verringert.
- Wenn mehr als ein Augenmedikament angewendet wird, müssen die einzelnen Anwendungen mindestens 5 Minuten auseinanderliegen.
- Verworfene Dosis: Wenn Sie eine Dosis vergessen haben, holen Sie diese so bald wie möglich nach. Wenn es jedoch fast Zeit für die nächste Dosis ist (weniger als 4 Stunden bis zur nächsten Anwendung), lassen Sie die vergessene Dosis aus. Wenden Sie nicht die doppelte Dosis an, um die vergessene Dosis auszugleichen.
Nebenwirkungen und Kontraindikationen
Sehr häufige Nebenwirkungen (mehr als 10 %)
- Rötung der Bindehaut (konjunktivale Hyperämie) – betrifft bis zu 44 % der Patienten im ersten Behandlungsjahr, ist meist geringgradig bis leicht und nicht entzündlicher Natur
- Wachstum der Augenwimpern (Verlängerung, Verdickung, Verdunkelung) – betrifft bis zu 45 % der Patienten im ersten Jahr
Häufige Nebenwirkungen (1 % bis 10 %)
- Augenjucken (bis zu 14 % der Patienten im ersten Jahr)
- Oberflächliche Punktkeratitis (Punktförmige Hornhautveränderungen)
- Reizung der Augen, Fremdkörpergefühl, Trockenheit der Augen, Augenschmerzen, Brennen der Augen
- Augenlider: Liderythem (Rötung des Augenlids), periorbitale Hyperpigmentierung (Dunkelfärbung der Haut um die Augen, sogenannte Prostaglandinanaloga-assoziierte Periorbitopathie), Lidödem (Schwellung des Augenlids), Augenlidjucken
- Verstärkte Irispigmentierung (Braunfärbung der Iris, meist bei gemischtfarbigen Augen – kann bleibend sein)
- Verschwommenes Sehen, Sehstörungen, verminderte Sehschärfe
- Lichtempfindlichkeit (Photophobie), vermehrter Tränenfluss
- Augenausfluss, asthenopische Beschwerden (Augenmüdigkeit)
- Bindehautödem (konjunktivales Ödem), allergische Konjunktivitis, Blepharitis (Lidrandentzündung)
- Hornhauterosion, unscharfes Sehen, Verschlechterung der Sehschärfe
- Kopfschmerzen, Blutdruckerhöhung, auffällige Leberfunktionswerte
Gelegentliche und seltene Nebenwirkungen (weniger als 1 %)
- Uveitis (Entzündung der mittleren Augenhaut), Iritis (Regenbogenhautentzündung)
- Zystoides Makulaödem (Flüssigkeitsansammlung in der Netzhautmitte)
- Ungewöhnliches Haarwachstum an anderen Stellen des Körpers (bei Hautkontakt)
- Netzhautblutung, Schwindel
- Blepharospasmus (Lidkrampf)
Absolute Kontraindikationen
- Überempfindlichkeit gegen Bimatoprost oder einen der sonstigen Bestandteile (z. B. Benzalkoniumchlorid).
- Bekannte Überempfindlichkeit gegen das Konservierungsmittel Benzalkoniumchlorid, die zu einem Behandlungsabbruch geführt hat.
Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln
- Andere Prostaglandin‑Analoga (z. B. Latanoprost, Tafluprost, Travoprost): Die gleichzeitige Anwendung von Bimatoprost mit einem anderen Prostaglandin‑Analogon am selben Auge kann die augeninnendrucksenkende Wirkung beeinträchtigen. Wenn Sie zwei dieser Arzneimittel gemeinsam anwenden, kann dies die Wirksamkeit beider verringern, so dass der Augeninnendruck möglicherweise ansteigt. Bimatoprost sollte nur allein oder in Kombination mit Betablockern angewendet werden.
- Betablocker‑Augentropfen (z. B. Timolol): Bimatoprost kann als Zusatzmedikation zu einem Betablocker angewendet werden. Bei gleichzeitiger Anwendung mit anderen augendrucksenkenden Wirkstoffen muss ein zeitlicher Abstand von mindestens 5 Minuten zwischen den einzelnen Anwendungen eingehalten werden.
- Nach Anwendung von Bimatoprost: Wenn Sie mehr als ein Augenmedikament anwenden, setzen Sie die Präparate in einem zeitlichen Abstand von mindestens 5 Minuten ein.
Praktische Hinweise
- Aufbewahrung: Bei Raumtemperatur (15‑25 °C) in der Originalverpackung aufbewahren, um den Inhalt vor Licht zu schützen. Darf nicht eingefroren werden. Nach dem ersten Öffnen einer Mehrdosisflasche ist diese für maximal 4 Wochen haltbar. Einzeldosisbehältnisse sind unmittelbar nach der Anwendung zu entsorgen; sie sind für eine einmalige Anwendung bestimmt.
- Kontaktlinsen: Benzalkoniumchlorid, ein Konservierungsmittel, kann von weichen Kontaktlinsen aufgenommen werden und zu Reizungen führen. Kontaktlinsen müssen daher vor der Anwendung der Augentropfen entfernt werden. Sie dürfen frühestens 15 Minuten nach der Anwendung wieder eingesetzt werden.
- Besondere Hinweise zur Haut- und Augenpigmentierung: Bimatoprost kann zu einer dauerhaften Vergrünung oder Braunfärbung der Iris führen, insbesondere bei Patienten mit gemischten Augenfarben (blau‑braun, grün‑braun). Diese Veränderung wird häufiger bei bis zu 24 Monaten dauernder Behandlung beobachtet. Eine Hyperpigmentierung der periorbitalen Haut (Augenlider) ist möglich – sie kann nach Absetzen des Medikaments zurückgehen. Kontakt des Arzneimittels mit der Haut sollte vermieden werden, da es zu verstärktem Haarwuchs an Stellen mit wiederholtem Hautkontakt kommen kann.
- Dauer der Behandlung: Bimatoprost ist für die Langzeitanwendung bei chronischem Offenwinkelglaukom und okulärer Hypertension vorgesehen. Die Therapie wird in der Regel auf Dauer fortgesetzt. Ein Absetzen sollte nur nach Rücksprache mit Ihrem Augenarzt erfolgen.
- Regelmäßige Kontrollen: Ihr Augenarzt wird regelmäßige Nachuntersuchungen durchführen, um den Augeninnendruck zu überwachen, die Hornhaut, die Linse und die Netzhaut zu beurteilen und Veränderungen der Iris- und Augenlidpigmentierung zu dokumentieren.
Alternative Medikamente (bei Unverträglichkeit oder Kontraindikation)
- Andere Prostaglandin‑Analoga: Latanoprost (z. B. Xalatan, Monoprost), Travoprost (Travatan), Tafluprost (Taflotan, Saflutan). Diese Wirkstoffklasse ist ebenfalls First‑Line‑Therapie bei Offenwinkelglaukom – sie wirken über eine ähnliche Steigerung des uveoskleralen Abflusses, haben aber unterschiedliche Nebenwirkungsprofile.
- Betablocker‑Augentropfen: Timolol (z. B. Timoptic, Cusimolol). Sie senken den Augeninnendruck durch Verringerung der Kammerwasserproduktion. Sie sind gut untersucht und kostengünstig, haben aber mögliche systemische Nebenwirkungen (Bradykardie, Hypotonie, Bronchospasmus).
- Carbonic‑Anhydrase‑Hemmer (topisch): Dorzolamid (Trusopt), Brinzolamid (Azopt). Sie reduzieren die Kammerwasserproduktion und werden oft als Zusatz zu Prostaglandin‑Analog‑ oder Betablockertherapie eingesetzt.
- Alpha‑2‑Agonisten (topisch): Brimonidin (z. B. Alphagan, Combigan). Sie senken den Augeninnendruck durch verbesserten Abfluss und reduzierte Kammerwasserproduktion – bedeutsam sind mögliche allergische Reaktionen und okuläre Hyperämie.
- Fixkombinationen (z. B. Ganfort – Bimatoprost + Timolol): Kombinationspräparate vereinfachen das Behandlungsschema (1‑mal täglich) und verbessern die Therapietreue.
- Selektive Lasertrabekuloplastik (SLT): Laser‑basierte Alternative oder Ergänzung zur medikamentösen Therapie, wirksam bei Offenwinkelglaukom und okulärer Hypertension.
Klinische Wirksamkeit
Bimatoprost 0,03 % ist ein gut untersuchter Wirkstoff zur Behandlung des erhöhten Augeninnendrucks. In randomisierten klinischen Studien (Phase III) zeigte Bimatoprost bei einmal täglicher Anwendung abends eine statistisch signifikant bessere drucksenkende Wirkung als Timolol 0,5 % (zweimal täglich angewendet). Die mittlere Augeninnendrucksenkung durch Bimatoprost betrug in kontrollierten Studien etwa 6‑8 mmHg (entspricht einer durchschnittlichen Senkung von 25‑30 %). Die Wirkung hält über das gesamte 24‑Stunden‑Intervall an.
In Studien mit 1800 mit Bimatoprost 0,03 % behandelten Patienten erwies sich die Substanz als gut verträglich. Die häufigsten lokalen Nebenwirkungen waren konjunktivale Hyperämie (bis zu 44 % im ersten Jahr), verstärktes Wimpernwachstum (bis 45 % im ersten Jahr) und Augenjucken (bis 14 % im ersten Jahr). Irispigmentveränderungen wurden in Studien mit einer Inzidenz von etwa 1‑2 % pro Jahr beschrieben (meist bei gemischten Augenfarben mit braunen Anteilen). Ein Langzeitbehandlungserfolg hinsichtlich des Erhalts des Gesichtsfeldes und der Sehnervenfunktion ist analog zu anderen wirksamen drucksenkenden Substanzen wahrscheinlich. In der heutigen ophthalmologischen Leitlinie sind Prostaglandin‑Analoga wie Bimatoprost die Mittel der ersten Wahl für die Initialtherapie des Offenwinkelglaukoms, da sie die effektivste drucksenkende Wirkung mit dem günstigsten Sicherheitsprofil (bei einmal täglicher Dosierung) bieten.
Wichtig: Bimatoprost Augentropfen sind ein verschreibungspflichtiges Arzneimittel. Die Selbstmedikation darf keinesfalls ohne vorherige augenärztliche Untersuchung erfolgen. Ein unbehandeltes Glaukom oder eine unkontrollierte okuläre Hypertension führt zu bleibenden Schädigungen des Sehnervs mit irreversiblen Gesichtsfeldausfällen bis hin zur Erblindung. Vor Beginn der Behandlung muss Ihr Augenarzt den Augeninnendruck messen, Ihre Hornhaut, die vordere Augenkammer, die Linse, die Netzhaut und den Sehnerv beurteilen. Während der Behandlung sind regelmäßige Nachuntersuchungen (alle 3 bis 12 Monate) erforderlich. Bimatoprost kann eine dauerhafte Dunkelfärbung der Iris (insbesondere bei gemischten Augenfarben) verursachen, die auch nach Absetzen bleibt. Wenn Sie eine Kataraktoperation (Grauer Star-OP) hinter sich haben oder bei Ihnen ein Risiko für ein Makulaödem besteht, informieren Sie bitte Ihren Augenarzt vor der ersten Anwendung. Bei plötzlichen Sehverschlechterungen oder ungewöhnlichen Augenschmerzen setzen Sie die Tropfen ab und suchen Sie sofort Ihren Augenarzt auf. Kontaktlinsen müssen vor der Anwendung entfernt werden. Die vollständige Fachinformation und die Packungsbeilage sind zu beachten; verbindlich sind die Anweisungen Ihres Arztes.
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