Budesonide formoterol Inhaler

Generic Budesonide Formoterol Inhaler

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Budesonid/Formoterol ist ein Kombinationsinhalator, der zur Kontrolle und Vorbeugung von Symptomen bei Asthma und COPD eingesetzt wird. Er enthält ein entzündungshemmendes Steroid und einen langwirksamen Bronchodilatator und dient der täglichen Erhaltungstherapie. Die regelmäßige Anwendung verbessert die Atmung und verringert das Risiko von Krankheitsschüben.

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Budesonid/Formoterol ist ein Fixkombinationspräparat zur inhalativen Behandlung von Asthma bronchiale sowie zur symptomatischen Behandlung der chronisch obstruktiven Lungenerkrankung (COPD) bei Erwachsenen. Die Kombination vereint ein topisch wirksames Glukokortikoid (Budesonid) mit einem langwirksamen Beta‑2‑Sympathomimetikum (Formoterol). Budesonid wirkt lokal in der Lunge stark entzündungshemmend, reduziert Schwellungen der Bronchialschleimhaut und hemmt die Freisetzung von Entzündungsmediatoren. Formoterol entspannt die Bronchialmuskulatur und führt dadurch zu einer raschen und langanhaltenden Bronchodilatation. Die Kombination beider Wirkstoffe verbessert die Lungenfunktion, verringert die Symptome und reduziert die Häufigkeit von Exazerbationen.

Die übliche Dosis von Budesonid/Formoterol inhalativ beträgt: Die Dosierung ist abhängig von der Indikation, dem Schweregrad der Erkrankung und dem verwendeten Inhalator. Die nachfolgenden Angaben stellen Richtwerte dar – die endgültige Dosierung wird vom Arzt individuell eingestellt.
Asthma bronchiale (Erwachsene und Jugendliche ab 12 Jahren): Als Erhaltungstherapie wird bei mildem bis mittelschwerem Asthma meist eine Dosierung von 1‑2 Inhalationen (entsprechend 80‑160 µg/4,5‑9 µg) zweimal täglich angewendet. Bei schwererem Asthma kann eine höhere Dosierung (z. B. 320‑640 µg/9‑18 µg pro Tag) erforderlich sein. Einige Patienten mit schwererem Asthma erhalten als Erhaltungstherapie 2‑mal täglich 2 Inhalationen. Das Konzept der „Erhaltungs- und Bedarfstherapie“ (SMART) mit Budesonid/Formoterol als einzigem Inhalator ist für niedrigere Wirkstärken (z. B. 80/4,5 µg oder 160/4,5 µg) zugelassen.
COPD (Erwachsene ab 18 Jahren): Die empfohlene Dosis beträgt üblicherweise 1‑2 Inhalationen (entsprechend 160‑320 µg/9‑18 µg) zweimal täglich. Für einige Präparate ist nur die höhere Dosierung (z. B. 320/9 µg) für die COPD-Therapie zugelassen.
Kinder und Jugendliche (6‑12 Jahre): Die Therapie wird je nach Körpergewicht und Schweregrad individuell eingestellt. Eine übliche Dosis beträgt 2‑mal täglich 1‑2 Inhalationen einer niedrigeren Wirkstärke (z. B. 80/4,5 µg pro Hub). Die Anwendung ist für Kinder ab 6 Jahren zugelassen.
Wichtiger Hinweis: Der Inhalator ist zur regelmäßigen Langzeittherapie, nicht zur initialen Asthmatherapie und nicht zur Behandlung akuter Asthmaanfälle (mit wenigen Ausnahmen, z. B. SMART-Konzept) bestimmt.
Die Darreichungsformen sind Pulver zur Inhalation (Turbohaler, Easyhaler, Forspiro) oder Druckgasinhalation (Dosieraerosol).
Der Wirkungseintritt von Formoterol (Bronchodilatation) erfolgt innerhalb von 1‑3 Minuten nach Inhalation.
Die Wirkdauer der Bronchodilatation beträgt etwa 12 Stunden, während die entzündungshemmende Wirkung von Budesonid bei kontinuierlicher Anwendung längerfristig zum Tragen kommt.
Alkoholempfehlung: Alkoholkonsum hat keine direkte Auswirkung auf die inhalative Therapie, kann jedoch allgemein die Atemwege reizen. In Maßen gilt er im Allgemeinen als unbedenklich, sollte aber mit Ihrem Arzt abgesprochen werden.
Die häufigsten Nebenwirkungen sind:

 

Die häufigsten Nebenwirkungen sind oropharyngeale Candidose (Mundsoor), Heiserkeit, Husten, leichte Reizung des Rachens, Kopfschmerzen, Tremor (feinschlägiges Zittern) und Herzklopfen (Palpitationen).

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Allgemeine Informationen über Budesonid/Formoterol Inhalator

  • INN (Internationale Nicht-Eigentumsbezeichnung): Budesonid / Formoterolfumarat-Dihydrat
  • In Deutschland verfügbare Markennamen: Symbicort®, DuoResp Spiromax®, Bufori Easyhaler®, Formodual®, Airbufo Forspiro®, Vannair®, sowie zahlreiche Generika (z. B. Budesonid/Formoterol-ratiopharm, Budesonid/Formoterol STADA, Budesonid/Formoterol Heumann).
  • ATC-Code: R03AK07
  • Darreichungsformen und Dosierungen: Pulver zur Inhalation (Turbohaler, Easyhaler, Forspiro, Spiromax) und Druckgasinhalation (Dosieraerosol). Die verfügbaren Wirkstärken variieren je nach Inhalatorsystem. Häufig sind: 80/4,5 µg, 160/4,5 µg, 200/6 µg, 320/9 µg pro Hub bzw. abgegebene Dosis. Die 100/6 µg, 200/6 µg und 400/12 µg Stärken sind in einigen Inhalator-Modellen verfügbar.
  • Hersteller in Deutschland (Auswahl): AstraZeneca GmbH (Symbicort®), Teva GmbH (DuoResp Spiromax®), Orion Pharma GmbH (Bufori Easyhaler®), Hexal AG (Airbufo Forspiro®), ratiopharm GmbH, STADAPHARM GmbH, Heumann Pharma GmbH & Co. KG, ALIUD Pharma GmbH, Glenmark Arzneimittel GmbH.
  • Registrierungsstatus in Deutschland: Zugelassen
  • OTC / Rx‑Klassifikation: Verschreibungspflichtig (Rezeptpflichtig, Rx)

Wirkmechanismus und Pharmakologie

Die Budesonid/Formoterol Kombination nutzt zwei synergistisch wirkende pharmakologische Mechanismen. Budesonid ist ein topisch wirksames Glukokortikoid mit hoher Affinität zum Glukokortikoid-Rezeptor. Nach Inhalation bindet es an intrazelluläre Rezeptoren in Entzündungszellen (Mastzellen, Eosinophile, Lymphozyten, Makrophagen) und Epithelzellen, was zur Hemmung pro-inflammatorischer Zytokine (IL‑1β, TNF‑α) und zur Hochregulation anti‑inflammatorischer Proteine führt. Budesonid reduziert die Ödem- und Schleimbildung, verbessert die mukoziliäre Clearance und senkt die bronchiale Hyperreagibilität. Seine systemische Bioverfügbarkeit ist gering (ca. 10‑20% einer inhalierten Dosis) und wird durch First-Pass-Metabolismus in der Leber (CYP3A4) weiter reduziert.

Formoterol ist ein hochselektiver, langwirksamer Beta‑2‑Adrenozeptor-Agonist (LABA). Es bindet an Beta‑2‑Rezeptoren der glatten Bronchialmuskulatur, aktiviert die Adenylatcyclase und erhöht die intrazelluläre Konzentration von cAMP. Dies führt zur Phosphorylierung verschiedener Proteine, was eine Erschlaffung der glatten Muskulatur und eine Bronchodilatation bewirkt. Die Beta‑2‑Selektivität von Formoterol ist hoch, sodass kardiovaskuläre Nebenwirkungen (durch Beta‑1‑Rezeptor‑Stimulation) bei inhalativer Anwendung gering sind. Dank der speziellen chemischen Struktur (Formamidgruppe) setzt die Bronchodilatation sehr rasch (innerhalb von 1‑3 Minuten) ein und hält im Mittel 12 Stunden an. Formoterol wird hauptsächlich durch direkte Glucuronidierung metabolisiert und renal eliminiert.

Anwendungsgebiete

  • Asthma bronchiale: Regelmäßige Behandlung des Asthmas bei Erwachsenen, Jugendlichen und Kindern (ab 6 Jahren), wenn die Anwendung eines inhalativen Kortikosteroids und eines langwirksamen Beta‑2‑Agonisten in Kombination angezeigt ist. Dazu gehören Patienten, die mit inhalativen Kortikosteroiden und kurz wirksamen Beta‑2‑Agonisten zur bedarfsweisen Inhalation nicht ausreichend eingestellt sind. Außerdem die Symptomkontrolle bei Patienten, die bereits mit inhalativen Kortikosteroiden und langwirksamen Beta‑2‑Agonisten ausreichend eingestellt sind.
  • Erhaltungs- und Bedarfstherapie (SMART-Konzept): Für bestimmte niedrigere Wirkstärken (z. B. 80/4,5 µg und 160/4,5 µg) als alleiniges Asthmamedikament, das sowohl zur regelmäßigen Erhaltungstherapie als auch zur bedarfsweisen Linderung von Asthmasymptomen eingesetzt wird.
  • Chronisch obstruktive Lungenerkrankung (COPD): Symptomatische Behandlung von Erwachsenen mit schwerer COPD (FEV1 < 70 % des Normwertes nach Bronchodilatation) und wiederholten Exazerbationen in der Vorgeschichte, die trotz einer regelmäßigen Behandlung mit lang wirksamen Bronchodilatatoren erhebliche Symptome aufweisen. Die Indikation ist abhängig vom jeweiligen Präparat und der Wirkstärke.

Wichtige Warnungen und Einschränkungen

Risikogruppen

  • Kinder unter 6 Jahren: Die Sicherheit und Wirksamkeit ist nicht ausreichend belegt; die Anwendung wird nicht empfohlen (Ausnahmen: bestimmte Präparate mit niedrigerer Wirkstärke nach strenger ärztlicher Indikation).
  • Schwangerschaft: Die Anwendung sollte nur nach strenger Nutzen-Risiko-Abwägung durch den Arzt erfolgen. Budesonid gilt als sicher, wenn es in der niedrigsten erforderlichen Dosis angewendet wird. Formoterol sollte mit Vorsicht eingesetzt werden, da keine ausreichenden Daten zur Sicherheit während der Schwangerschaft vorliegen. Die Therapie darf nicht abrupt abgesetzt werden.
  • Stillzeit: Ein Übergang von Budesonid in die Muttermilch ist minimal; von Formoterol ist nicht bekannt, ob es beim Menschen in die Muttermilch übergeht. Es liegen keine ausreichenden Erfahrungen vor, daher sollte die Anwendung nur nach strenger Nutzen-Risiko-Abwägung durch den Arzt erfolgen.
  • Patienten mit Tuberkulose (aktive oder ruhende Lungen‑TB): Vorsicht ist geboten, da Glukokortikoide die Immunabwehr beeinträchtigen können.
  • Patienten mit Herz‑Kreislauf‑Erkrankungen (koronare Herzkrankheit, Herzrhythmusstörungen, schwere Hypertonie, hypertrophe obstruktive Kardiomyopathie): Da Formoterol die Herzfrequenz und den Blutdruck beeinflussen kann, sind diese Patienten besonders zu überwachen.
  • Patienten mit Diabetes mellitus: Beta‑2‑Agonisten können den Blutzucker erhöhen.
  • Patienten mit Hypokaliämie (erniedrigten Kaliumspiegeln) oder unter Therapie mit kaliumsenkenden Diuretika, Xanthinen, Steroiden: Die gleichzeitige Anwendung von Beta‑2‑Agonisten kann eine Hypokaliämie verstärken (EKG-Überwachung wird empfohlen).

Fahrtauglichkeit und Alkohol

Budesonid/Formoterol hat bei bestimmungsgemäßer Inhalation keinen oder einen vernachlässigbaren Einfluss auf die Verkehrstüchtigkeit. Da jedoch in seltenen Fällen Schwindel, Tremor oder Müdigkeit auftreten können, sollte der Patient seine individuelle Reaktion vor dem Führen von Fahrzeugen oder dem Bedienen von Maschinen kennen. Alkoholkonsum hat keine spezifische Wechselwirkung, kann jedoch individuell die Nebenwirkungen verstärken.

Dosierungsanleitung

  • Erwachsene und Jugendliche (ab 12 Jahren) – Asthma (Erhaltungstherapie, konventionell): Die empfohlene Dosis ist 1‑2 Inhalationen der niedrigeren Wirkstärke (z. B. 80/4,5 µg) 2‑mal täglich, morgens und abends. Bei unzureichender Symptomkontrolle kann auf eine höhere Wirkstärke (z. B. 160/4,5 µg) mit 1‑2 Inhalationen 2‑mal täglich umgestellt werden. Die Dosis ist so niedrig wie möglich zu halten, bei der eine effektive Kontrolle der Symptome erreicht wird.
  • Erwachsene – COPD: Die empfohlene Dosis beträgt in der Regel 1 Inhalation der höheren Wirkstärke (z. B. 320/9 µg oder 400/12 µg) 2‑mal täglich. Die Dosis richtet sich nach dem Schweregrad der Erkrankung (FEV1 < 70 %).
  • Kinder (6‑11 Jahre): Die übliche Dosis ist 1‑2 Inhalationen der niedrigsten verfügbaren Wirkstärke (z. B. 80/4,5 µg) 2‑mal täglich. Die Therapie sollte nur unter ärztlicher Aufsicht erfolgen.
  • Art der Anwendung: Vor der ersten Anwendung ist der Inhalator entsprechend der Gebrauchsanleitung zu aktivieren (z. B. Schutzkappe entfernen, Inhalator schütteln, ggf. initiales Laden). Der Patient soll kräftig und tief durch das Mundstück einatmen. Während der Inhalation ist eine gute Koordination zwischen Inhalationsakt und Auslösung des Sprühstoßes (beim Dosieraerosol) entscheidend. Atmen Sie niemals durch das Mundstück aus. Nach der Inhalation den Mund mit Wasser ausspülen (ohne zu schlucken), um lokale Nebenwirkungen wie Candidose (Mundsoor) zu vermeiden.
  • Behandlungsdauer: Die Therapie ist auf Langzeitanwendung ausgelegt. Ein abruptes Absetzen ist nicht indiziert; bei Asthma kann die Dosis schrittweise reduziert werden, sobald die Symptomkontrolle erreicht ist. Eine Reduzierung der Erhaltungsdosis sollte nur unter ärztlicher Aufsicht erfolgen.

Nebenwirkungen und Kontraindikationen

Sehr häufige/häufige Nebenwirkungen (mehr als 1 von 100 Behandelten)

  • Oropharyngeale Candidose (Mundsoor) – durch Budesonid, vermeidbar durch Mundspülung nach Inhalation.
  • Heiserkeit, Husten, leichte Reizung des Rachens.
  • Kopfschmerzen.
  • Zittern (Tremor) – dosisabhängig, meist zu Beginn der Therapie, vorübergehend.
  • Herzklopfen (Palpitationen) – dosisabhängig.

Gelegentliche Nebenwirkungen (mehr als 1 von 1.000 bis weniger als 1 von 100 Behandelten)

  • Übelkeit, Schwindel.
  • Unruhe, Schlafstörungen, Angst.
  • Muskelkrämpfe, Tachykardie (erhöhte Herzfrequenz).
  • Bronchospasmus (paradoxe Bronchokonstriktion) – bei Überempfindlichkeit oder falscher Anwendung.

Seltene, schwerwiegende Nebenwirkungen (weniger als 1 von 1.000 Behandelten)

  • Allergische Reaktionen (Urtikaria, Exanthem, Angioödem, Bronchospasmus, anaphylaktische Reaktion).
  • Herzrhythmusstörungen (Vorhofflimmern, supraventrikuläre Tachykardie, Extrasystolen).
  • Hypokaliämie (erniedrigte Kaliumspiegel) – insbesondere bei hohen Dosen oder gleichzeitiger Therapie mit kaliumsenkenden Diuretika, Xanthinen, Steroiden.
  • Erhöhter Blutdruck (Hypertonie).

Absolute Kontraindikationen

  • Überempfindlichkeit gegen Budesonid, Formoterol oder einen der sonstigen Bestandteile.
  • Kinder unter 6 Jahren (bei den meisten Darreichungsformen).

Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln

  • Starke CYP3A4-Inhibitoren (z. B. Ketoconazol, Itraconazol, Ritonavir, Clarithromycin): Können die systemische Budesonid‑Exposition erhöhen. Wenn diese Kombination nicht vermeidbar ist, sollte der zeitliche Abstand zwischen den Anwendungen möglichst groß sein und der Patient auf systemische Kortikoid‑Nebenwirkungen überwacht werden (Cushing‑Syndrom, Suppression der Nebennierenrinde).
  • Beta‑Sympathomimetika (andere Beta‑2‑Agonisten, Ephedrin, Adrenalin): Additive Wirkung (Verstärkung der kardiovaskulären Nebenwirkungen) – Vorsicht geboten.
  • Betablocker (einschließlich Augentropfen, z. B. Timolol, Propranolol): Können die bronchodilatatorische Wirkung von Formoterol abschwächen und möglicherweise eine Bronchokonstriktion auslösen. Die gleichzeitige Anwendung sollte vermieden werden, es sei denn, zwingend notwendig.
  • Diuretika (insbesondere kaliumsenkende Diuretika wie Thiazide, Schleifendiuretika), Xanthine (Theophyllin), Kortikosteroide (systemisch): Erhöhtes Risiko einer Hypokaliämie durch additive Wirkung auf den Kaliumhaushalt. Kaliumspiegel kontrollieren.
  • Chinidin, Disopyramid, Procainamid, Phenothiazine, trizyklische Antidepressiva, Antihistaminika (Terfenadin, Astemizol): Können das QT‑Intervall verlängern und das Risiko für ventrikuläre Arrhythmien erhöhen – Vorsicht geboten, besonders bei gleichzeitiger Gabe von Formoterol.
  • MAO‑Hemmer und trizyklische Antidepressiva: Können die Wirkung von Beta‑2‑Agonisten auf das Herz-Kreislauf-System verstärken – besondere Vorsicht.

Praktische Hinweise

  • Mundhygiene: Spülen Sie nach jeder Inhalation der Erhaltungsdosis den Mund gründlich mit Wasser aus (ausspucken, nicht schlucken), um die Entwicklung von Mundsoor (oropharyngeale Candidose) zu verhindern.
  • Reinigung des Inhalators: Halten Sie das Mundstück des Inhalators sauber und frei von Staub. Reinigen Sie es gemäß den Herstelleranweisungen. Bei Dosieraerosolen die Düse regelmäßig mit einem trockenen Tuch abwischen.
  • Nicht zur Akutbehandlung: Das Präparat ist, mit Ausnahme des SMART‑Konzepts (für bestimmte Wirkstärken), nicht zur Behandlung eines akuten Asthmaanfalls vorgesehen. Bei akuter Atemnot ist immer ein schnell wirksamer Notfallinhalator (z. B. Salbutamol, Terbutalin) bereitzuhalten.
  • Vergessene Dosis: Wenn Sie eine Inhalation vergessen haben, holen Sie diese nach, sobald Sie daran denken. Ist es jedoch fast Zeit für die nächste Dosis, lassen Sie die vergessene Dosis aus. Verdoppeln Sie nicht die Dosis.
  • Lagerung: Bei Raumtemperatur (15‑25 °C) in der Originalverpackung, trocken und vor Licht geschützt, außerhalb der Reichweite von Kindern aufbewahren. Druckgasinhalatoren (Dosieraerosole) vor Frost und direkter Sonneneinstrahlung schützen.
  • Kein abruptes Absetzen: Bei Asthma ist ein plötzlicher Abbruch der Kortikoidtherapie nicht indiziert; wenn eine Dosisreduktion erforderlich ist, sollte sie schrittweise unter ärztlicher Aufsicht erfolgen, um eine Exazerbation zu vermeiden.

Alternative Medikamente (bei Unverträglichkeit oder Kontraindikation)

  • Budesonid allein (ohne Formoterol): Ein Glukokortikoid‑Monopräparat (z. B. Pulmicort) für Patienten, bei denen keine zusätzliche Langzeitbronchodilatation erforderlich ist oder Formoterol nicht vertragen wird.
  • Formoterol allein (ohne Budesonid): Ein langwirksamer Beta‑2‑Agonist (z. B. Oxis), jedoch ist die Monotherapie bei Asthma ohne begleitendes Kortikosteroid mit einem erhöhten Risiko schwerer Exazerbationen verbunden und wird nicht empfohlen.
  • Andere fixe inhalative Kortikosteroid/LABA‑Kombinationen:
    • Beclometason/Formoterol (z. B. Foster, Fostex, Fostair).
    • Budesonid/Formoterol in anderen Inhalatorsystemen (verschiedene Generika).
    • Fluticasonpropionat/Salmeterol (z. B. Seretide, Viani).
    • Fluticasonfuroat/Vilanterol (z. B. Relvar Ellipta).
    • Mometason/Formoterol (z. B. Zenhale).
  • Triple‑Therapie (inhaliertes Kortikosteroid + LABA + LAMA): Für Patienten mit schwerem Asthma oder COPD: z. B. Budesonid/Formoterol/Glycopyrronium (Breztri), Beclometason/Formoterol/Glycopyrronium (Trimbow), Fluticason/Umeclidinium/Vilanterol (Trelegy Ellipta).
  • SABA (kurz wirksame Beta‑2‑Agonisten) allein: Nur als Bedarfsmedikation (Notfallinhalation) geeignet, nicht als Langzeittherapie bei Asthma oder COPD.

Klinische Wirksamkeit

Die Wirksamkeit von Budesonid/Formoterol ist in großen, randomisierten, doppelblinden Phase‑III‑Studien bei Asthma und COPD nachgewiesen. In den zulassungsrelevanten Studien (z. B. AHEAD‑Studie) zeigte die Fixkombination (z. B. 2‑mal täglich 160/4,5 µg) eine signifikant bessere Verbesserung der forcierten Einsekundenkapazität (FEV1) und der Asthmasymptome im Vergleich zu Budesonid allein oder Placebo. Die Verbesserung der Lungenfunktion war bereits nach 12 Wochen nachweisbar.

Das SMART‑Konzept (Symbicort Maintenance And Reliever Therapy) wurde in der STAY‑Studie an über 3.000 Asthmapatienten untersucht. Die bedarfsweise zusätzliche Einnahme von Budesonid/Formoterol (160/4,5 µg) zusätzlich zur regelmäßigen Erhaltungstherapie führte zu einer signifikanten Reduktion schwerer Exazerbationen (um ca. 30‑40 %) im Vergleich zur konventionellen Erhaltungstherapie mit höherer Dosis eines inhalativen Kortikosteroids (z. B. Budesonid 320 µg) plus kurz wirksamem SABA (Salbutamol). Das Risiko eines Asthma‑Todes oder einer Intubation war unter SMART nicht erhöht. Aufgrund dieser Daten wird SMART bei Erwachsenen mit unkontrolliertem Asthma, die bereits eine niedrige oder mittlere ICS‑Dosis erhalten, als Therapieoption empfohlen.

Bei COPD bestätigte die SUMMIT‑Studie (n = 16.000 Patienten) den positiven Effekt von Budesonid/Formoterol auf die Exazerbationsrate. Die Fixkombination reduzierte die Rate schwerer Exazerbationen signifikant um etwa 20-30 % im Vergleich zu Placebo und Monotherapie (Budesonid oder Formoterol) bei Patienten mit COPD, FEV1 < 70 % und häufigen Exazerbationen. Die Effekte auf die Gesamtmortalität waren jedoch nicht signifikant.

Wichtig: Budesonid/Formoterol Inhalator ist ein verschreibungspflichtiges Arzneimittel, das wegen der Risiken von Hypokaliämie, Herzrhythmusstörungen und der möglichen Induktion einer systemischen Kortikoidwirkung nur unter regelmäßiger ärztlicher Kontrolle (klinische Überwachung, ggf. Kalium‑, Blutdruck‑ und EKG‑Kontrollen) angewendet werden darf. Es ist nicht zur akuten Therapie schwerer Asthmaanfälle (Status asthmaticus) geeignet, da die Wirkung von Formoterol nicht ausreichend schnell und potent ist. Nur bei Anwendung im Rahmen des SMART‑Konzepts (niedrigere Wirkstärken) kann es als alleiniger Inhalator eingesetzt werden; für die meisten Patienten ist zusätzlich ein separater Notfallinhalator (SABA, z. B. Salbutamol, Terbutalin) bereitzustellen. Die Dosis ist bei jeder Änderung des Schweregrads oder der Symptomkontrolle zu überprüfen. Bei Auftreten von anhaltenden Herzpalpitationen, Brustschmerz, starken Kopfschmerzen, unerklärlichen Muskelschwächen oder schweren allergischen Hautreaktionen muss die Therapie sofort unterbrochen und ein Arzt aufgesucht werden. Das Risiko einer systemischen Kortikoidwirkung (z. B. Cushing‑Syndrom, adrenale Suppression) ist bei hochdosierter oder längerer Anwendung zu beachten. Das Arzneimittel enthält Lactose (als Hilfsstoff), was für Patienten mit Laktoseintoleranz relevant sein kann. Die vollständige Fachinformation und die Packungsbeilage sind zu beachten; verbindlich sind die Anweisungen des behandelnden Arztes.


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