Bupropion

Generic Bupropion (Bupropion hydrochloride)

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Bupropion (Bupropion-Hydrochlorid, Handelsname Elontril®, Wellbutrin® oder Zyban®) ist ein selektiver Wiederaufnahmehemmer von Noradrenalin und Dopamin (NDRI) zur Behandlung von Episoden einer schweren Depression (Major Depression) bei Erwachsenen sowie zur Unterstützung der Raucherentwöhnung bei motivierten Patienten. Bupropion hemmt die Wiederaufnahme der Neurotransmitter Noradrenalin und Dopamin in die präsynaptische Nervenzelle und erhöht dadurch deren Konzentration im synaptischen Spalt. Anders als die meisten anderen Antidepressiva besitzt es keine relevante serotonerge Wirkung und zeigt daher ein anderes Nebenwirkungsprofil, insbesondere ein geringeres Risiko für sexuelle Funktionsstörungen, Gewichtszunahme und Sedierung. In der Raucherentwöhnung reduziert Bupropion die Entzugssymptome und das Craving nach Nikotin durch Modulation der dopaminergen und noradrenergen Neurotransmission.

Übliche Erwachsenendosis: Die Dosierung variiert je nach Indikation und Darreichungsform. Bei der Behandlung der Depression mit der Retardformulierung (Wellbutrin SR) beträgt die Initialdosis 150 mg einmal täglich morgens für die ersten 3 Tage. Bei guter Verträglichkeit wird die Dosis ab Tag 4 auf 150 mg zweimal täglich (morgens und abends, mit einem Mindestabstand von 8 Stunden) gesteigert. Die maximale Einzeldosis beträgt 150 mg, die maximale Tagesdosis 300 mg. Für die Raucherentwöhnung mit Zyban® wird ebenfalls mit 150 mg einmal täglich für 3 Tage begonnen und ab Tag 4 auf 150 mg zweimal täglich erhöht. Das Rauchstopp-Datum sollte idealerweise in der zweiten Behandlungswoche liegen. Die Behandlungsdauer beträgt bei der Raucherentwöhnung 7 bis 9 Wochen, bei der Depression mehrere Monate. Die Tabletten werden unzerkaut mit einem Glas Wasser eingenommen und können unabhängig von den Mahlzeiten eingenommen werden. Bei älteren Patienten und Patienten mit leichter bis mäßiger Leberfunktionsstörung wird eine reduzierte Dosis von 150 mg einmal täglich empfohlen. Bupropion ist kontraindiziert bei Anfallsleiden, Essstörungen, schwerer Leberzirrhose und gleichzeitiger Anwendung von MAO-Hemmern.

Darreichungsform: Retardtabletten (Sustained Release) zu 150 mg Bupropion-Hydrochlorid (blassgelb bis cremefarben, rund, bikonvex, mit Prägung). Erhältlich in Packungen zu 30, 60 und 90 Tabletten. Zusätzlich sind Tabletten mit verlängerter Wirkstofffreisetzung zu 150 mg und 300 mg (Wellbutrin XR) für die einmal tägliche Einnahme verfügbar.

Wirkungseintritt: Maximale Plasmakonzentrationen werden etwa 3 Stunden nach oraler Einnahme der Retardtablette erreicht. Steady-State-Konzentrationen stellen sich innerhalb von 5 bis 8 Tagen bei zweimal täglicher Einnahme ein. Bei der Depression entwickeln sich erste Anzeichen einer Stimmungsaufhellung und Antriebssteigerung nach 1 bis 2 Wochen. Die volle antidepressive Wirksamkeit wird nach 4 bis 6 Wochen erreicht. Bei der Raucherentwöhnung kann eine Reduktion von Craving und Entzugssymptomen bereits in der ersten Behandlungswoche beginnen.

Wirkdauer: Die Eliminationshalbwertszeit von Bupropion beträgt etwa 21 Stunden, die der pharmakologisch aktiven Metaboliten liegt zwischen 20 und 37 Stunden. Die zweimal tägliche Gabe der Retardformulierung gewährleistet eine gleichmäßige Wirkstofffreisetzung und stabile Plasmaspiegel über 24 Stunden. Bupropion wird extensiv in der Leber, hauptsächlich über CYP2B6, metabolisiert und überwiegend renal als Metaboliten ausgeschieden.

Empfehlung zu Alkohol: Alkoholkonsum sollte während der Behandlung mit Bupropion auf ein Minimum beschränkt oder vollständig vermieden werden. Bupropion senkt die Krampfschwelle und erhöht das Risiko für epileptische Anfälle dosisabhängig. Alkohol kann die Krampfschwelle zusätzlich herabsetzen und das Anfallsrisiko erheblich potenzieren. Ein abrupter Alkoholentzug während der Therapie erhöht das Risiko ebenfalls. Zudem kann Alkohol die neuropsychiatrischen Nebenwirkungen von Bupropion wie Agitiertheit, Schlafstörungen und psychotische Symptome verstärken.

Häufigste Nebenwirkungen: Schlafstörungen (Insomnie, sehr häufig, bei etwa 30 bis 40 % der Patienten), Mundtrockenheit, Kopfschmerzen, Übelkeit, Erbrechen, Obstipation, Konzentrationsstörungen, Schwindel und vermehrtes Schwitzen. Die Schlafstörungen können durch die Vermeidung der abendlichen Einnahme kurz vor dem Schlafengehen gemildert werden. Im Vergleich zu SSRI treten sexuelle Funktionsstörungen signifikant seltener auf. Krampfanfälle sind die schwerwiegendste Nebenwirkung und treten bei etwa 0,1 % der Patienten unter 300 mg pro Tag auf; das Risiko steigt bei höheren Dosen, rascher Auftitration und vorbestehenden Risikofaktoren. Blutdruckerhöhung wurde beobachtet und sollte bei Hypertonie überwacht werden. Bupropion ist kontraindiziert bei Epilepsie, ZNS-Tumoren, gleichzeitiger Anwendung von MAO-Hemmern, Bulimie und Anorexia nervosa.

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Was ist Bupropion?

Bupropion ist ein Medikament mit zwei Gesichtern, die sich denselben Wirkmechanismus teilen. Als Antidepressivum hebt es die Stimmung, indem es die Wiederaufnahme von Noradrenalin und Dopamin im Gehirn bremst. Als Raucherentwöhnungsmittel dämpft es das Craving und die Entzugserscheinungen, die den Griff zur Zigarette so unausweichlich machen. Es ist kein SSRI, kein Serotonin-Wiederaufnahmehemmer, und das ist der entscheidende Punkt. Wo Escitalopram oder Sertralin oft müde machen, die Libido drosseln und das Gewicht in die Höhe treiben, macht Bupropion wach, antriebsstark und gewichtsneutral. Es ist das Antidepressivum für Patienten, die sich unter den üblichen Mitteln wie durch Watte fühlen und die bleierne Müdigkeit nicht mehr ertragen.

Die Wirkung setzt langsam ein. In den ersten Tagen dominiert oft eine innere Unruhe, ein Gefühl, als hätte man zu viel Kaffee getrunken. Nach zwei bis vier Wochen hebt sich die Stimmung, der Antrieb kehrt zurück, und das emotionale Tief wird flacher. Der volle antidepressive Effekt entfaltet sich nach sechs bis acht Wochen. Als Raucherentwöhnungsmittel wird Bupropion nach einem festen Schema eingesetzt: In der ersten Woche weiterrauchen, während der Wirkspiegel aufgebaut wird, dann an einem festgelegten Tag die Zigaretten weglegen. Die dopaminerge Stimulation übernimmt einen Teil der Belohnung, die vorher das Nikotin geliefert hat, und der Entzug wird erträglicher. Es ist keine Wunderpille. Wer nicht wirklich aufhören will, raucht unter Bupropion weiter, nur mit weniger schlechtem Gewissen.

Die Dosis beträgt 150 mg einmal täglich in den ersten sechs Tagen, dann 150 mg zweimal täglich mit mindestens acht Stunden Abstand. Die 150-mg-Tablette ist die einzige therapeutische Stärke. Sie wird unzerkaut mit Wasser geschluckt, mit oder ohne Nahrung, aber die letzte Dosis des Tages sollte nicht nach dem späten Nachmittag eingenommen werden, sonst wird die Nacht zum Tag.

Wirkweise und Pharmakologie

Bupropion ist ein selektiver Inhibitor der präsynaptischen Noradrenalin- und Dopamin-Transporter. Es blockiert die Wiederaufnahme beider Neurotransmitter und erhöht ihre Konzentration im synaptischen Spalt. Mehr Noradrenalin bedeutet mehr Wachheit, mehr Konzentration, mehr Antrieb. Mehr Dopamin bedeutet mehr Motivation, mehr Fähigkeit, Freude zu empfinden, weniger Craving. Diese Kombination ist einzigartig unter den Antidepressiva und erklärt die Doppelindikation Depression und Raucherentwöhnung. Die Wirkung auf das Nikotin-Craving wird über die dopaminerge Bahn im mesolimbischen System vermittelt, demselben Belohnungszentrum, das Nikotin mit einer Dopaminflut überschwemmt. Bupropion erhöht den dopaminergen Tonus moderat und kompensiert den Mangel, der beim Rauchstopp entsteht, ohne die starke, süchtig machende Ausschüttung von Nikotin zu imitieren.

Die Pharmakokinetik ist komplex. Bupropion wird nach oraler Einnahme gut resorbiert, die maximale Plasmakonzentration wird nach etwa drei Stunden erreicht. Es unterliegt einem extensiven hepatischen First-Pass-Metabolismus, hauptsächlich über CYP2B6, wobei der aktive Metabolit Hydroxybupropion entsteht, der eine längere Halbwertszeit hat als die Muttersubstanz. Die Halbwertszeit von Bupropion beträgt etwa 21 Stunden, die von Hydroxybupropion etwa 24 bis 33 Stunden. Der Steady State wird nach etwa einer Woche erreicht, und das erklärt das Einnahmeschema: eine Woche Aufbau, dann die volle Dosis. Die Ausscheidung erfolgt renal. Bei Leber- und Niereninsuffizienz ist die Clearance verlangsamt, und die Dosis muss reduziert werden. Rauchen und Alkohol haben keinen direkten Einfluss auf den Metabolismus, aber die Kombination mit Alkohol ist wegen des erhöhten Krampfrisikos gefährlich.

Anwendung von Bupropion

Für die Raucherentwöhnung: 150 mg einmal täglich morgens in den ersten sechs Tagen, dann 150 mg zweimal täglich ab Tag sieben. Der Rauchstopp findet in der zweiten Woche statt, meist um Tag sieben oder acht, wenn der Wirkspiegel im therapeutischen Bereich liegt. In der ersten Woche wird weiter geraucht. Wer zu früh aufhört, kämpft gegen ein Craving, das noch ungebremst ist, und verliert meist. Für die Depression: 150 mg einmal täglich morgens in den ersten drei bis vier Tagen, dann 150 mg zweimal täglich. Die zweite Dosis am frühen Nachmittag, nicht nach 17 Uhr. Die Tablette unzerkaut mit einem Glas Wasser schlucken, mit oder ohne Nahrung. Wenn Sie Magenprobleme haben, hilft eine kleine Mahlzeit vor der Einnahme.

Wenn Sie eine Dosis vergessen haben, nehmen Sie sie ein, sobald Sie daran denken, es sei denn, es ist fast Zeit für die nächste Dosis. Dann lassen Sie die vergessene Dosis aus und nehmen die nächste planmäßige Tablette. Verdoppeln Sie nicht. Eine Doppeldosis von 300 mg auf einmal erhöht das Risiko für Krampfanfälle, die gefährlichste Nebenwirkung von Bupropion, sprunghaft. Die maximale Einzeldosis beträgt 150 mg, die maximale Tagesdosis 300 mg. Höhere Dosen wurden früher eingesetzt, sind aber wegen des überproportional steigenden Krampfrisikos obsolet.

Die 150-mg-Tablette ist die einzige verfügbare Stärke für die retardierte Formulierung. Es gibt keine 75-mg-Tablette zum Eindosieren, und die Tablette sollte nicht geteilt werden, weil die Retardformulierung dann zerstört wird und der Wirkstoff unkontrolliert freigesetzt wird. Die Therapiedauer für die Raucherentwöhnung beträgt sieben bis neun Wochen, danach wird die Tablette abgesetzt. Kein Ausschleichen nötig, weil Bupropion kein Abhängigkeitspotenzial hat und keine Absetzsymptome verursacht. Für die Depression gilt eine Mindestdauer von sechs Monaten nach Remission, und das Absetzen sollte langsam über zwei bis vier Wochen erfolgen, um die Stimmung zu stabilisieren.

Nebenwirkungen von Bupropion

Schlafstörungen und Schlaflosigkeit sind die häufigsten Nebenwirkungen und der Preis für die noradrenerge und dopaminerge Aktivierung. Etwa 30 Prozent der Patienten berichten in den ersten Wochen über Einschlafprobleme, durchwachte Nächte oder frühmorgendliches Erwachen. Die letzte Dosis früh genug nehmen, spätestens am frühen Nachmittag, und abends Koffein reduzieren. Nach einigen Wochen gewöhnt sich der Körper an die Stimulation, und der Schlaf normalisiert sich bei den meisten Patienten. Wenn die Schlaflosigkeit persistiert, kann die Dosis auf 150 mg einmal täglich reduziert werden, mit etwas geringerer antidepressiver Wirkung.

Mundtrockenheit ist die zweithäufigste Nebenwirkung, ein noradrenerger Effekt auf die Speicheldrüsen. Viel trinken, zuckerfreie Bonbons lutschen, und die Beschwerden klingen meist nach einigen Wochen ab. Kopfschmerzen, Schwindel und Übelkeit sind in den ersten Tagen häufig und klingen ab, sobald der Körper sich an den Wirkstoff gewöhnt hat. Paracetamol gegen Kopfschmerzen, langsam aufstehen bei Schwindel, und die Tablette mit einer kleinen Mahlzeit nehmen bei Übelkeit.

Krampfanfälle sind die gefährlichste Nebenwirkung und treten bei etwa 1 von 1000 Patienten unter 300 mg täglich auf. Das Risiko steigt dosisabhängig – bei 450 mg täglich auf etwa 1 von 400, bei 600 mg auf 1 von 100. Deshalb ist die maximale Tagesdosis auf 300 mg begrenzt. Risikofaktoren für Krampfanfälle – Alkoholentzug, Benzodiazepin-Entzug, Schädel-Hirn-Trauma in der Vorgeschichte, Epilepsie, Einnahme anderer krampfschwellensenkender Medikamente – sind absolute oder relative Kontraindikationen. Ein Krampfanfall unter Bupropion bedeutet das sofortige Absetzen des Medikaments und die Einleitung einer antikonvulsiven Behandlung.

Gewichtsverlust ist eine Nebenwirkung, die viele Patienten begrüßen. Bupropion ist das einzige Antidepressivum, das mit einer leichten Gewichtsabnahme assoziiert ist, im Schnitt ein bis drei Kilogramm über sechs Monate. Der Mechanismus ist eine Kombination aus reduziertem Appetit und erhöhtem Energieverbrauch durch die noradrenerge Stimulation. Für Patienten, die unter anderen Antidepressiva zugenommen haben, ist das ein wichtiger Vorteil.

Risikogruppen (ältere Menschen, Schwangerschaft)

Schwangerschaft und Stillzeit sind relative Kontraindikationen. Bupropion passiert die Plazenta, und es gibt keine gut kontrollierten Studien zur Sicherheit in der Schwangerschaft. Schwangere mit Depressionen sollten, wenn möglich, auf ein besser untersuchtes Antidepressivum wie Sertralin umgestellt werden. Wenn Bupropion in der Schwangerschaft fortgesetzt werden muss, sollte die Dosis so niedrig wie möglich sein und die Therapie engmaschig überwacht werden. Stillen: Bupropion geht in die Muttermilch über, und während der Einnahme sollte nicht gestillt werden.

Ältere Patienten über 65 Jahre vertragen Bupropion in der Regel gut, aber die Nieren- und Leberfunktion ist im Alter oft eingeschränkt, und die Dosis sollte auf 150 mg einmal täglich reduziert werden. Ältere Patienten haben zudem ein höheres Risiko für Stürze durch Schwindel, und der Blutdruck sollte regelmäßig kontrolliert werden, weil Bupropion den Blutdruck geringfügig erhöhen kann.

Patienten mit Epilepsie oder anderen Risikofaktoren für Krampfanfälle sollten Bupropion nicht erhalten. Patienten mit schwerer Leberzirrhose – die Dosis muss auf 150 mg jeden zweiten Tag reduziert werden, weil die Metabolisierung stark verlangsamt ist. Patienten mit schwerer Niereninsuffizienz sollten maximal 150 mg einmal täglich erhalten. Patienten mit Bulimie oder Anorexie haben ein erhöhtes Krampfrisiko unter Bupropion und sollten es nicht erhalten. Diese Warnung ist in der Fachinformation prominent platziert und muss vor jeder Verschreibung beachtet werden.

Wechselwirkungen mit Alltagsaktivitäten (Autofahren, Alkohol)

Autofahren ist unter Bupropion meist möglich, aber Schwindel und Konzentrationsstörungen können in den ersten Tagen die Fahrtüchtigkeit beeinträchtigen. Testen Sie Ihre Reaktion, bevor Sie längere Strecken fahren. Bupropion kann die Reaktionszeit geringfügig verlängern, ähnlich wie Koffein in hohen Dosen, und die Kombination mit Alkohol verschlechtert die Situation.

Alkohol und Bupropion sind eine heikle Kombination. Bupropion senkt die Krampfschwelle, Alkoholentzug ebenfalls. Wer unter Bupropion Alkohol trinkt und dann abrupt absetzt, hat ein additiv erhöhtes Risiko für Krampfanfälle. Während der Therapie sollte der Alkoholkonsum auf ein absolutes Minimum reduziert oder ganz eingestellt werden. Ein Glas Wein gelegentlich ist bei stabiler Dosis und ohne Alkoholentzug in der Vorgeschichte vertretbar, aber mehrere Drinks und episodisches starkes Trinken sind gefährlich.

Koffein und andere Stimulanzien – Bupropion verstärkt die Wirkung von Koffein, und Patienten, die viel Kaffee trinken, können Nervosität, Tremor und Schlafstörungen entwickeln. Reduzieren Sie Ihren Koffeinkonsum in den ersten Wochen, bis Sie wissen, wie Sie auf die Kombination reagieren.

Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln

MAO-Hemmer sind absolut kontraindiziert. Zwischen dem Absetzen eines MAO-Hemmers und dem Beginn von Bupropion müssen mindestens 14 Tage liegen, um hypertensive Krisen und potenziell tödliche Wechselwirkungen zu vermeiden.

Andere krampfschwellensenkende Medikamente – Theophyllin, systemische Kortikosteroide, Antipsychotika, trizyklische Antidepressiva – erhöhen das Krampfrisiko additiv und sollten in Kombination mit Bupropion nur mit Vorsicht und unter engmaschiger Überwachung eingesetzt werden.

Medikamente, die über CYP2B6 metabolisiert werden – Cyclophosphamid, Ifosfamid, Methadon – können in ihrer Metabolisierung durch Bupropion beeinflusst werden. Die klinische Relevanz ist gering, aber die Spiegel dieser Medikamente sollten bei gleichzeitiger Einnahme kontrolliert werden.

SSRI und SNRI – die Kombination mit Bupropion ist möglich und wird in der therapieresistenten Depression häufig eingesetzt, oft als Augmentation, um die sexuellen Nebenwirkungen der Serotonergika zu kompensieren. Die Kombination erfordert jedoch Vorsicht, weil beide Substanzen die Krampfschwelle senken können und die Spiegel durch CYP2B6-Interaktionen beeinflusst werden können.

Alternative Optionen

Bupropion ist ein einzigartiges Antidepressivum, aber es gibt Alternativen mit anderen Profilen, je nach Symptomprofil und Verträglichkeit.

SSRI wie Escitalopram oder Sertralin sind die erste Wahl für die meisten Depressionen, besonders wenn Angst im Vordergrund steht. Sie sind sedierender und verursachen häufiger sexuelle Nebenwirkungen, aber das Risiko für Krampfanfälle ist null, und sie sind in der Schwangerschaft besser untersucht. SNRI wie Venlafaxin oder Duloxetin haben ein duales Wirkprofil mit Noradrenalin- und Serotonin-Wiederaufnahmehemmung. Sie sind wirksamer bei schweren Depressionen, verursachen aber mehr Blutdruckanstieg und Absetzsymptome. Für Patienten, die von Bupropion allein nicht ausreichend profitieren, kann ein SNRI oder eine Kombination mit einem SSRI erwogen werden.

Vortioxetin ist ein multimodales Antidepressivum mit Serotonin-Wiederaufnahmehemmung und Rezeptormodulation. Es hat weniger sexuelle Nebenwirkungen als klassische SSRI und verbessert die kognitive Funktion, was es zu einer Alternative für Patienten macht, die unter Bupropion nicht die gewünschte kognitive Klarheit erreichen. Mirtazapin ist ein noradrenerg und spezifisch serotonerges Antidepressivum mit starker sedierender und appetitsteigernder Wirkung. Für Patienten mit Schlaflosigkeit und Gewichtsverlust ist es besser geeignet als Bupropion, verursacht aber oft deutliche Gewichtszunahme.

INN, Markennamen und Einstufung in Deutschland

INN (Internationaler Freiname): Bupropionhydrochlorid
Verfügbare Markennamen in Deutschland: Elontril (für Depression), Zyban (für Raucherentwöhnung), Bupropion-ratiopharm, Bupropion HEXAL, Bupropion AbZ und weitere Generika
ATC-Code: N06AX12
Formen und Stärken: Retardtabletten zu 150 mg und 300 mg (letztere nur für die einmal tägliche Einnahme bei Depression)
Hersteller: GlaxoSmithKline (Zyban), diverse Generikahersteller
Registrierungsstatus in Deutschland: Registriert
Einstufung: Verschreibungspflichtig (Rx)

Die richtige Dosierung wählen

150 mg einmal täglich morgens in den ersten drei bis sechs Tagen, dann 150 mg zweimal täglich mit mindestens acht Stunden Abstand. Die 150-mg-Tablette ist die Standardstärke. Bei älteren Patienten, bei Leber- oder Niereninsuffizienz bleibt die Dosis bei 150 mg einmal täglich. Die maximale Einzeldosis beträgt 150 mg, die maximale Tagesdosis 300 mg. Höhere Dosen erhöhen das Krampfrisiko drastisch ohne klinischen Zusatznutzen. Die letzte Dosis am frühen Nachmittag, nicht nach 17 Uhr, um Schlafstörungen zu vermeiden.

Für die Raucherentwöhnung beträgt die Therapiedauer sieben bis neun Wochen, für die Depression mindestens sechs Monate nach Remission. Bupropion kann abrupt abgesetzt werden, ohne dass Absetzsymptome auftreten, aber ein langsames Ausschleichen über zwei bis vier Wochen ist sinnvoll, um die Stimmung zu stabilisieren und einen Rückfall zu vermeiden.

In Deutschland ist Bupropion verschreibungspflichtig. Über unsere Apotheke können Sie Bupropion 150 mg ohne Rezept kaufen und in diskreter Verpackung in ganz Deutschland erhalten.

Häufig gestellte Fragen

Kann ich nach der Einnahme von Bupropion Auto fahren?
In der Regel ja, nachdem Sie Ihre Reaktion in den ersten Tagen getestet haben. Schwindel und Konzentrationsstörungen können die Fahrtüchtigkeit beeinträchtigen. Verzichten Sie auf Alkohol, wenn Sie Auto fahren müssen.

Was mache ich, wenn ich eine Dosis vergesse?
Nehmen Sie die Tablette ein, sobald Sie daran denken, es sei denn, es ist fast Zeit für die nächste Dosis. Dann auslassen und mit dem normalen Zeitplan fortfahren. Verdoppeln Sie nicht – eine Doppeldosis erhöht das Krampfrisiko.

Macht Bupropion abhängig?
Nein, Bupropion hat kein Abhängigkeitspotenzial und verursacht keine Absetzsymptome wie SSRI. Es kann abrupt abgesetzt werden, auch wenn ein langsames Ausschleichen über zwei bis vier Wochen sinnvoll ist, um die Stimmung zu stabilisieren.

Nehme ich unter Bupropion zu oder ab?
Bupropion ist das einzige Antidepressivum, das mit einer leichten Gewichtsabnahme assoziiert ist, im Schnitt ein bis drei Kilogramm über sechs Monate. Es macht nicht dick. Für Patienten, die unter anderen Antidepressiva zugenommen haben, ist das ein wichtiger Vorteil.

Kann ich Bupropion mit Kaffee kombinieren?
Bupropion verstärkt die Wirkung von Koffein. Reduzieren Sie Ihren Koffeinkonsum in den ersten Wochen, weil die Kombination Nervosität, Tremor und Schlafstörungen verursachen kann. Testen Sie Ihre individuelle Verträglichkeit vorsichtig.

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