Celecoxib

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Celecoxib (Handelsname Celebrex) ist ein selektiver Cyclooxygenase-2-Hemmer (COX-2-Hemmer, Coxib) aus der Gruppe der nichtsteroidalen Antirheumatika (NSAR) zur symptomatischen Behandlung der rheumatoiden Arthritis, der Arthrose und der ankylosierenden Spondylitis (Morbus Bechterew) bei Erwachsenen. Es wird auch zur Behandlung akuter Schmerzen und primärer Dysmenorrhoe eingesetzt. Celecoxib hemmt selektiv das Enzym Cyclooxygenase-2, das für die Synthese von Prostaglandinen an Entzündungsherden verantwortlich ist, während die konstitutionelle Cyclooxygenase-1 in der Magenschleimhaut und in den Thrombozyten weitgehend unbeeinflusst bleibt. Diese Selektivität führt zu einer im Vergleich zu herkömmlichen NSAR signifikant geringeren Rate an gastrointestinalen Ulzerationen, Blutungen und Perforationen bei vergleichbarer analgetischer, antiphlogistischer und antipyretischer Wirksamkeit. Die thrombozytenaggregationshemmende Wirkung fehlt, sodass Celecoxib Acetylsalicylsäure zur kardiovaskulären Prophylaxe nicht ersetzen kann.

Übliche Erwachsenendosis: Bei Arthrose beträgt die übliche Dosis 200 mg pro Tag, aufgeteilt auf 100 mg zweimal täglich oder 200 mg einmal täglich. Bei rheumatoider Arthritis und ankylosierender Spondylitis beträgt die Dosis 200 mg pro Tag, aufgeteilt auf 100 mg zweimal täglich, mit möglicher Steigerung auf 200 mg zweimal täglich bei unzureichendem Ansprechen. Bei akuten Schmerzen und primärer Dysmenorrhoe beträgt die Initialdosis 400 mg, gefolgt von 200 mg am ersten Tag nach Bedarf, danach 200 mg zweimal täglich. Die 100-mg-Kapsel dient der niedrigen Dosierung und der Aufteilung auf zwei Gaben, die 200-mg-Kapsel der Standarddosierung und höheren Dosen. Die maximale Tagesdosis beträgt 400 mg. Die Kapseln werden unzerkaut mit einem Glas Wasser eingenommen, vorzugsweise zu den Mahlzeiten, um die gastrointestinale Verträglichkeit weiter zu verbessern. Bei älteren Patienten über 65 Jahren, Patienten unter 50 kg und solchen mit mäßiger Leberfunktionsstörung sollte die niedrigste wirksame Dosis verwendet werden. Bei schwerer Leberinsuffizienz und schwerer Niereninsuffizienz ist Celecoxib kontraindiziert.

Darreichungsform: Hartkapseln in zwei Stärken: 100 mg (weiß mit zwei blauen Streifen, mit Aufdruck "7767" und "100") und 200 mg (weiß mit zwei goldenen Streifen, mit Aufdruck "7767" und "200"). Erhältlich in Packungen zu 10, 20, 30, 50, 60 und 100 Kapseln.

Wirkungseintritt: Maximale Plasmakonzentrationen werden etwa 2 bis 3 Stunden nach oraler Einnahme erreicht. Eine klinisch bedeutsame Schmerzlinderung setzt innerhalb von 30 bis 60 Minuten nach der ersten Dosis ein. Bei chronisch-entzündlichen Erkrankungen wird die volle antiphlogistische Wirkung nach 1 bis 2 Wochen kontinuierlicher Therapie erreicht.

Wirkdauer: Die Eliminationshalbwertszeit von Celecoxib beträgt etwa 8 bis 12 Stunden, was bei zweimal täglicher Gabe eine gleichmäßige Wirkung über 24 Stunden gewährleistet. Bei Arthrose kann die einmal tägliche Gabe von 200 mg aufgrund der langen Halbwertszeit ausreichend sein. Celecoxib wird extensiv in der Leber, hauptsächlich über CYP2C9, metabolisiert und überwiegend renal als inaktive Metaboliten ausgeschieden. Bei langsamen CYP2C9-Metabolisierern kann die Plasmakonzentration erhöht sein, was eine Dosisreduktion erforderlich macht.

Empfehlung zu Alkohol: Alkoholkonsum sollte während der Behandlung mit Celecoxib auf ein Minimum beschränkt oder vermieden werden. Obwohl Celecoxib aufgrund der COX-2-Selektivität ein geringeres Risiko für gastrointestinale Blutungen aufweist als herkömmliche NSAR, kann Alkohol die Magenschleimhaut schädigen und das verbleibende Blutungsrisiko erhöhen. Zudem kann Alkohol die Leberfunktion beeinträchtigen und das Risiko für Leberschäden in Kombination mit Celecoxib erhöhen. Patienten mit einem Alkoholproblem oder alkoholbedingten Lebererkrankungen haben ein erhöhtes Risiko für schwere Nebenwirkungen.

Häufigste Nebenwirkungen: Gastrointestinale Beschwerden wie Dyspepsie, Bauchschmerzen, Übelkeit und Durchfall sind häufig, jedoch seltener und weniger schwerwiegend als bei nicht-selektiven NSAR. Kopfschmerzen, Schwindel, periphere Ödeme und Hypertonie treten häufig auf. Das Risiko für gastrointestinale Ulzerationen, Blutungen und Perforationen ist im Vergleich zu herkömmlichen NSAR um etwa 50 bis 70 % reduziert, aber nicht vollständig eliminiert. Kardiovaskuläre Ereignisse wie Myokardinfarkt und Schlaganfall wurden unter COX-2-Hemmern häufiger beobachtet als unter Placebo und sind eine Klasse-Eigenschaft aller Coxibe. Das kardiovaskuläre Risiko steigt mit der Dosis und der Behandlungsdauer und ist bei Patienten mit vorbestehenden kardiovaskulären Erkrankungen oder Risikofaktoren erhöht. Celecoxib sollte in der niedrigsten wirksamen Dosis über den kürzestmöglichen Zeitraum angewendet werden. Nierenfunktionsstörungen mit Natrium- und Wasserretention, Ödemen und in seltenen Fällen akutem Nierenversagen können auftreten, insbesondere bei dehydrierten oder hämodynamisch instabilen Patienten. Hautreaktionen einschließlich schwerer kutaner Überempfindlichkeitsreaktionen wie Stevens-Johnson-Syndrom und toxische epidermale Nekrolyse wurden in sehr seltenen Fällen berichtet. Celecoxib ist kontraindiziert bei Überempfindlichkeit gegen Sulfonamide, da es eine Sulfonamidstruktur enthält und Kreuzreaktionen möglich sind. Die gleichzeitige Anwendung mit Warfarin und anderen Antikoagulanzien erhöht das Blutungsrisiko und erfordert eine engmaschige Kontrolle der Gerinnungsparameter.

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Was ist Celecoxib?

Celecoxib ist ein selektiver COX-2-Hemmer, das erste seiner Klasse, das in den späten 1990er Jahren auf den Markt kam. Es war die Antwort auf ein altes Problem der Schmerztherapie: Wie kann man Entzündung und Schmerz effektiv bekämpfen, ohne die Magenschleimhaut zu zerstören und das Blutungsrisiko in die Höhe zu treiben? Die Lösung schien einfach. Man blockiert nur das Enzym, das die Entzündungsprostaglandine produziert – COX-2 – und lässt das Enzym in Ruhe, das die schützenden Prostaglandine der Magenschleimhaut bildet – COX-1. So entstand die Klasse der Coxibe, und Celecoxib war der Vorreiter. Kein Wundermittel, aber ein klarer Fortschritt für Patienten, die NSAR brauchen und deren Magen die Rechnung dafür nicht bezahlen kann.

Celecoxib wird bei Arthrose, rheumatoider Arthritis und ankylosierender Spondylitis eingesetzt, zur Langzeittherapie chronischer Gelenkschmerzen und Entzündungen. Es ist kein Akutschmerzmittel für den gelegentlichen Kopfschmerz, sondern ein Medikament, das über Monate und Jahre genommen wird. Die Wirkung setzt innerhalb von ein bis zwei Stunden ein und hält etwa zwölf bis vierundzwanzig Stunden an, je nach Dosis und Indikation. Es reduziert Schwellung und Morgensteifigkeit, verbessert die Beweglichkeit und ermöglicht vielen Patienten, ihren Alltag ohne die bleierne Müdigkeit zu bewältigen, die chronische Entzündung mit sich bringt.

Die Dosis beträgt 100 mg zweimal täglich oder 200 mg einmal täglich, je nach Indikation. Die 100-mg-Kapsel ist die Standarddosis für Arthrose, die 200-mg-Kapsel für rheumatoide Arthritis und Spondylitis. Die Kapseln werden unzerkaut mit Wasser geschluckt, mit oder ohne Nahrung. Ein Glas Wasser dazu, und die Sache ist erledigt.

Wirkweise und Pharmakologie

Celecoxib hemmt selektiv die Cyclooxygenase-2, das Enzym, das in entzündetem Gewebe von Makrophagen, Synovialzellen und Endothelzellen exprimiert wird. COX-2 produziert Prostaglandine, die Schmerz, Schwellung und Fieber vermitteln. Indem Celecoxib dieses Enzym blockiert, stoppt es die Entzündungskaskade an der Quelle. Gleichzeitig lässt es die Cyclooxygenase-1 in Ruhe, die in der Magenschleimhaut, den Nieren und den Thrombozyten die physiologischen Prostaglandine herstellt. Das ist der entscheidende Unterschied zu klassischen NSAR wie Ibuprofen oder Diclofenac, die beide Enzyme hemmen und damit auch die schützende Magenschleimhautbarriere angreifen.

In der Praxis bedeutet das: etwa 50 bis 70 Prozent weniger gastrointestinale Komplikationen als unter nicht-selektiven NSAR. Keine Null-Rate, aber eine deutliche Reduktion. Patienten, die unter Ibuprofen oder Diclofenac Magenschmerzen, Gastritis oder Ulzera entwickelt haben, vertragen Celecoxib oft über Jahre problemlos. Ein Protonenpumpenhemmer als zusätzlicher Magenschutz ist bei Hochrisikopatienten trotzdem sinnvoll, aber für die meisten reicht das Coxib allein.

Die Pharmakokinetik ist einfach. Die Bioverfügbarkeit ist hoch und wird durch Nahrung kaum beeinflusst, auch wenn fettreiche Mahlzeiten die Resorption etwas verzögern. Die maximale Plasmakonzentration wird nach etwa drei Stunden erreicht. Celecoxib wird hepatisch metabolisiert, hauptsächlich über CYP2C9. Die Halbwertszeit beträgt etwa elf Stunden, was die zweimal tägliche Gabe bei 100 mg sinnvoll macht, aber auch die einmal tägliche Gabe bei 200 mg ermöglicht. Die Ausscheidung erfolgt überwiegend renal als Metaboliten. Bei schwerer Niereninsuffizienz ist Celecoxib kontraindiziert, bei mäßiger Einschränkung muss die Dosis reduziert werden.

Anwendung von Celecoxib

100 mg zweimal täglich ist die übliche Dosis für Arthrose und chronische Gelenkschmerzen. 200 mg einmal täglich oder 200 mg zweimal täglich bei rheumatoider Arthritis und Spondylitis. Die Kapseln werden mit einem Glas Wasser geschluckt, mit oder ohne Mahlzeit. Wenn Sie einen empfindlichen Magen haben, kann eine kleine Mahlzeit vor der Einnahme helfen, auch wenn das Risiko für Magenprobleme unter Celecoxib geringer ist als unter klassischen NSAR.

Wenn Sie eine Dosis vergessen haben, nehmen Sie sie ein, sobald Sie daran denken, es sei denn, es ist fast Zeit für die nächste Dosis. Dann lassen Sie die vergessene Dosis aus und nehmen die nächste planmäßige Kapsel. Verdoppeln Sie nicht. Eine doppelte Dosis von 400 mg auf einmal erhöht das kardiovaskuläre Risiko und die Nephrotoxizität, ohne die Schmerzlinderung wesentlich zu verbessern.

Die Therapie ist eine Langzeittherapie. Celecoxib heilt die Arthrose nicht, es lindert die Symptome. Die Dosis sollte die niedrigste wirksame sein, und regelmäßig sollte hinterfragt werden, ob die Therapie noch nötig ist. Bei akuten Schüben kann die Dosis vorübergehend erhöht werden, danach wieder auf die Erhaltungsdosis zurückgehen. Die Tageshöchstdosis liegt bei 400 mg, und auch das nur vorübergehend.

Nebenwirkungen von Celecoxib

Gastrointestinale Beschwerden sind seltener als unter klassischen NSAR, aber nicht null. Übelkeit, Dyspepsie, Bauchschmerzen und Durchfall treten bei etwa 5 bis 10 Prozent der Patienten auf. Die Rate schwerer Komplikationen wie Ulzera, Blutungen und Perforationen ist etwa halbiert im Vergleich zu nicht-selektiven NSAR, aber nicht eliminiert. Patienten mit Ulkusanamnese oder gleichzeitiger Einnahme von Kortikosteroiden oder Antikoagulanzien bleiben Risikopatienten und sollten einen Protonenpumpenhemmer als Magenschutz erhalten.

Kardiovaskuläres Risiko – das ist der wunde Punkt der Coxibe. Rofecoxib, ein anderes COX-2-Hemmer, wurde 2004 wegen erhöhter Herzinfarktrate vom Markt genommen. Celecoxib hat diesen Effekt in geringerem Ausmaß ebenfalls. Die Hemmung von COX-2 in den Endothelzellen reduziert die Produktion von Prostacyclin, einem gefäßerweiternden und thrombozytenhemmenden Prostaglandin, ohne die thrombozytenaktivierende Wirkung von Thromboxan A2 zu blockieren, das über COX-1 produziert wird. Das Ergebnis ist eine leichte Verschiebung in Richtung Thromboseneigung, messbar als minimaler Anstieg des systolischen Blutdrucks und geringfügig erhöhtes Risiko für Myokardinfarkt und Schlaganfall. Der absolute Effekt ist klein – etwa ein zusätzliches Ereignis pro tausend Behandlungsjahre –, aber bei Patienten mit vorbestehender koronarer Herzkrankheit, Herzinsuffizienz oder Schlaganfall in der Vorgeschichte kann diese Risikoerhöhung den Ausschlag geben. Celecoxib ist bei diesen Patienten kontraindiziert oder nur mit äußerster Vorsicht einzusetzen.

Nephrotoxizität – COX-2 wird in der Niere konstitutiv exprimiert und reguliert die Durchblutung und die Natriumausscheidung. Celecoxib kann wie alle NSAR die Nierenfunktion verschlechtern, besonders bei Patienten mit Hypovolämie, Herzinsuffizienz oder vorbestehender Niereninsuffizienz. Ödeme, Hypertonie und ein Anstieg des Kreatinins sind die klinischen Zeichen. Kreatinin und Blutdruck vor Therapiebeginn und regelmäßig während der Therapie kontrollieren. Bei einem Kreatininanstieg um mehr als 30 Prozent oder einem Blutdruckanstieg über 140/90 mmHg die Dosis reduzieren oder das Medikament absetzen.

Sulfonamid-Allergie – Celecoxib enthält eine Sulfonamid-Gruppe, und Patienten mit bekannter Allergie gegen Sulfonamide können auch auf Celecoxib allergisch reagieren. Hautausschlag, Urtikaria, selten schwere Hautreaktionen wie Stevens-Johnson-Syndrom. Eine Sulfonamid-Allergie in der Vorgeschichte ist eine Kontraindikation.

Risikogruppen (ältere Menschen, Schwangerschaft)

Schwangerschaft und Stillzeit – Celecoxib ist im dritten Trimenon absolut kontraindiziert, weil es wie alle NSAR den Ductus arteriosus Botalli vorzeitig verschließen und zu pulmonaler Hypertonie beim Neugeborenen führen kann. Im ersten und zweiten Trimenon sollte Celecoxib nur eingesetzt werden, wenn es zwingend erforderlich ist und keine sicherere Alternative zur Verfügung steht. Stillen: Celecoxib geht in die Muttermilch über, und während der Einnahme sollte nicht gestillt werden.

Ältere Patienten über 65 Jahre haben ein erhöhtes Risiko für gastrointestinale, kardiovaskuläre und renale Nebenwirkungen. Die Dosis sollte die niedrigste wirksame sein, 100 mg zweimal täglich oder weniger. Blutdruck und Nierenfunktion engmaschiger kontrollieren, und ein Protonenpumpenhemmer als Magenschutz ist bei älteren Patienten mit Risikofaktoren großzügiger zu indizieren.

Patienten mit schwerer Herzinsuffizienz, koronarer Herzkrankheit oder zerebrovaskulärer Erkrankung in der Vorgeschichte sollten Celecoxib nicht erhalten. Patienten mit schwerer Niereninsuffizienz, Kreatinin-Clearance unter 30 ml/min, ebenfalls nicht. Patienten mit aktiven Magengeschwüren oder gastrointestinalen Blutungen in der Vorgeschichte nur mit Protonenpumpenhemmer und unter engmaschiger Kontrolle.

Wechselwirkungen mit Alltagsaktivitäten (Autofahren, Alkohol)

Autofahren ist unter Celecoxib problemlos möglich. Es gibt keine zentralnervösen Effekte, keine Sedierung, keine Beeinträchtigung der Reaktionszeit.

Alkohol und Celecoxib sind keine gute Kombination, auch wenn die gastrointestinale Toxizität von Celecoxib geringer ist als die von Ibuprofen. Alkohol reizt die Magenschleimhaut und addiert sich zur COX-2-Hemmung. Ein Glas Wein gelegentlich ist bei einem gesunden Magen vertretbar, aber regelmäßiger Alkoholkonsum während der Langzeittherapie erhöht das Risiko für Magen-Darm-Blutungen und Leberschäden. Wer bereits Magenprobleme hat, sollte ganz auf Alkohol verzichten.

Grapefruitsaft hemmt CYP3A4, aber Celecoxib wird hauptsächlich über CYP2C9 metabolisiert, sodass die Interaktion gering ist. Trotzdem sollten große Mengen Grapefruitsaft vermieden werden, einfach weil die Kombination unvorhersehbare Spiegel verursachen kann.

Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln

Andere NSAR und Salicylate sollten nicht gleichzeitig mit Celecoxib eingenommen werden. Die additive COX-Hemmung erhöht das gastrointestinale Blutungsrisiko und die Nephrotoxizität, ohne die Analgesie zu verbessern.

Antikoagulanzien wie Warfarin, Heparin und NOAKs – Celecoxib erhöht das Blutungsrisiko, auch wenn die Thrombozytenaggregation nicht direkt gehemmt wird. Die Kombination mit Warfarin erfordert engmaschige INR-Kontrollen, besonders in den ersten Wochen. Die Kombination mit NOAKs ist mit Vorsicht zu genießen.

ACE-Hemmer und Angiotensin-Rezeptor-Blocker – Celecoxib kann die blutdrucksenkende Wirkung dieser Medikamente abschwächen und die Nierenfunktion verschlechtern, besonders bei älteren Patienten oder bei Volumenmangel. Blutdruck und Kreatinin regelmäßig kontrollieren.

Lithium, Methotrexat und Digoxin – Celecoxib kann die renale Clearance dieser Substanzen reduzieren und toxische Spiegel verursachen. Bei Methotrexat in rheumatologischen Dosen ist die Interaktion weniger kritisch als bei onkologischen Dosen, aber Vorsicht ist trotzdem geboten.

CYP2C9-Inhibitoren wie Fluconazol, Amiodaron oder Metronidazol können den Celecoxib-Spiegel erhöhen und die Nebenwirkungen verstärken. Die Dosis von Celecoxib sollte bei gleichzeitiger Einnahme halbiert werden.

Alternative Optionen

Celecoxib ist ein gut verträgliches Coxib für die Langzeittherapie, aber es gibt Alternativen mit anderen Profilen.

Etoricoxib ist ein weiteres Coxib mit längerer Halbwertszeit, einmal tägliche Gabe, und etwas stärkerer COX-2-Selektivität. Es ist in Deutschland für Arthrose und rheumatoide Arthritis zugelassen und hat ein ähnliches Nebenwirkungsprofil wie Celecoxib. Der Vorteil: einmal tägliche Einnahme. Der Nachteil: höhere Kosten und weniger Erfahrung in der Langzeitanwendung.

Diclofenac ist ein nicht-selektives NSAR mit langer Erfahrung und niedrigen Kosten. Es hat ein höheres gastrointestinales Risiko als Celecoxib, aber ein ähnliches kardiovaskuläres Risiko. Für Patienten mit niedrigem gastrointestinalem Risiko und ohne kardiovaskuläre Vorerkrankungen ist Diclofenac eine wirtschaftlichere Alternative.

Naproxen ist das NSAR mit dem günstigsten kardiovaskulären Profil und wird bei Patienten mit kardiovaskulären Risikofaktoren bevorzugt, wenn ein NSAR unvermeidbar ist. Der Preis ist ein höheres gastrointestinales Risiko, das mit einem Protonenpumpenhemmer abgefangen werden kann.

Paracetamol ist die sicherste Alternative für leichte bis mäßige Schmerzen, ohne gastrointestinale, renale oder kardiovaskuläre Risiken. Bei Arthrose ist es weniger wirksam als Celecoxib, aber bei leichten Beschwerden und für Patienten mit multiplen Kontraindikationen gegen NSAR die erste Wahl.

INN, Markennamen und Einstufung in Deutschland

INN (Internationaler Freiname): Celecoxib
Verfügbare Markennamen in Deutschland: Celebrex (Pfizer), diverse Generika (Celecoxib-ratiopharm, Celecoxib HEXAL, Celecoxib AbZ, Celecoxib AL und weitere)
ATC-Code: M01AH01
Formen und Stärken: Hartkapseln zu 100 mg und 200 mg
Hersteller: Pfizer (Celebrex), diverse Generikahersteller
Registrierungsstatus in Deutschland: Registriert
Einstufung: Verschreibungspflichtig (Rx)

Die richtige Dosierung wählen

100 mg zweimal täglich ist die Standarddosis für Arthrose und chronische Gelenkschmerzen. 200 mg einmal täglich oder 200 mg zweimal täglich bei rheumatoider Arthritis und Spondylitis. Die Tageshöchstdosis liegt bei 400 mg. Bei älteren Patienten, Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion oder CYP2C9-Mutationen sollte die Dosis auf 100 mg einmal täglich oder 100 mg zweimal täglich reduziert werden.

Die Kapseln sind in 100 mg und 200 mg erhältlich. Die 100-mg-Kapsel ist die Basis für die Erhaltungstherapie, die 200-mg-Kapsel die praktische Stärke für die höhere Dosierung. Die Therapie ist eine Langzeittherapie, und die Dosis sollte regelmäßig auf das notwendige Minimum reduziert werden.

In Deutschland ist Celecoxib verschreibungspflichtig. Über unsere Apotheke können Sie Celecoxib 100 mg und 200 mg ohne Rezept kaufen und in diskreter Verpackung in ganz Deutschland erhalten.

Häufig gestellte Fragen

Kann ich nach der Einnahme von Celecoxib Auto fahren?
Ja, es gibt keine Beeinträchtigung der Fahrtüchtigkeit.

Was mache ich, wenn ich eine Dosis vergesse?
Nehmen Sie die Kapsel ein, sobald Sie daran denken, es sei denn, es ist fast Zeit für die nächste Dosis. Dann auslassen und mit dem normalen Zeitplan fortfahren. Verdoppeln Sie nicht.

Ist Celecoxib besser für den Magen als Ibuprofen?
Ja, Celecoxib verursacht etwa halb so viele gastrointestinale Komplikationen wie Ibuprofen oder Diclofenac. Wenn Sie unter Ibuprofen Magenschmerzen haben, könnte Celecoxib eine verträglichere Alternative sein. Bei Ulkusanamnese sollten Sie trotzdem einen Protonenpumpenhemmer als Magenschutz einnehmen.

Kann Celecoxib das Herzinfarktrisiko erhöhen?
Ja, alle Coxibe und die meisten klassischen NSAR erhöhen das kardiovaskuläre Risiko geringfügig. Das absolute Risiko ist klein, aber bei Patienten mit koronarer Herzkrankheit oder Schlaganfall in der Vorgeschichte sollte Celecoxib vermieden oder nur mit äußerster Vorsicht eingesetzt werden.

Kann ich Celecoxib mit Blutverdünnern kombinieren?
Nur mit Vorsicht und unter ärztlicher Kontrolle. Celecoxib erhöht das Blutungsrisiko, auch wenn es die Thrombozytenaggregation nicht direkt hemmt. Unter Warfarin müssen die INR engmaschig kontrolliert werden.

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