Claritin

Generic Claritin (Loratadine)

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Claritin wird verwendet, um die Symptome von Saisonallergien, wie das Niesen, die wässerigen Augen, und die laufende Nase und das Jucken der Nase und Gurgel zu behandeln.

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Claritin wird zur Behandlung der Symptome von allergischen Erkrankungen wie Heuschnupfen (saisonale allergische Rhinitis) und ganzjährigen Allergien eingesetzt. Es enthält Loratadin, ein Antihistaminikum der zweiten Generation, das die Wirkung von Histamin blockiert und dadurch Niesen, laufende Nase, juckende Augen sowie Hautausschläge (Urtikaria) lindert.

Die übliche Dosis von Claritin beträgt: Erwachsene und Kinder ab 2 Jahren (mit mindestens 30 kg Körpergewicht) nehmen 10 mg einmal täglich ein. Bei Kindern zwischen 2 und 12 Jahren mit einem Körpergewicht unter 30 kg beträgt die Dosis 5 mg einmal täglich, wofür ein Saft (1 mg/ml) oder eine Bruchtablette (5 mg) verfügbar ist.
Darreichungsform: Tabletten (10 mg), Schmelztabletten (10 mg), Saft (1 mg/ml).
Wirkungseintritt: Die Wirkung beginnt innerhalb von 1 bis 3 Stunden.
Wirkdauer: Etwa 24 Stunden (ermöglicht eine einmal tägliche Einnahme).
Alkoholempfehlung: Alkohol kann die sedierende Wirkung des Antihistaminikums geringfügig verstärken; ein mäßiger Konsum ist in der Regel unbedenklich, jedoch sollten Sie auf Ihre individuelle Verträglichkeit achten.
Häufigste Nebenwirkungen: Kopfschmerzen, Müdigkeit, Mundtrockenheit, Magen‑Darm‑Beschwerden.

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Allgemeine Informationen über Claritin

  • INN (Internationale Nicht-Eigentumsbezeichnung): Loratadin
  • In Deutschland verfügbare Markennamen: Claritin, Loratadin‑ratiopharm, Loratadin STADA, Loratadin Heumann, Loratadin AL, Lisino, Lorano (Loratadin, teilweise andere Formulierungen).
  • ATC-Code: R06AX13
  • Darreichungsformen und Dosierungen: Tabletten (10 mg), Schmelztabletten (10 mg), Saft (1 mg/ml).
  • Hersteller in Deutschland (Auswahl): Bayer Vital GmbH (Claritin), ratiopharm GmbH, STADAPHARM GmbH, Heumann Pharma GmbH & Co. KG, ALIUD Pharma GmbH, Hexal AG.
  • Registrierungsstatus in Deutschland: Zugelassen
  • OTC / Rx‑Klassifikation: Apothekenpflichtig, aber nicht verschreibungspflichtig (OTC – ohne Rezept erhältlich).

Wirkmechanismus und Pharmakologie

Loratadin ist ein langwirksamer, selektiver Antagonist des peripheren Histamin-H1-Rezeptors. Es hat eine geringe Affinität zu muskarinischen Acetylcholin-Rezeptoren, was die ausgeprägten anticholinergen Nebenwirkungen (Mundtrockenheit, Harnverhalt, Sehstörungen) älterer Antihistaminika weitgehend vermeidet. Loratadin wird schnell aus dem Magen‑Darm‑Trakt resorbiert, erreicht maximale Plasmaspiegel nach etwa 1‑2 Stunden und wird über CYP3A4 und CYP2D6 zu Desloratadin (aktivem Metaboliten) verstoffwechselt. Die Eliminationshalbwertszeit beträgt etwa 8‑12 Stunden (Loratadin) und 17‑29 Stunden (Desloratadin), was eine einmal tägliche Gabe ermöglicht. Loratadin verursacht im Gegensatz zu Antihistaminika der ersten Generation keine nennenswerte Sedierung, da es die Blut‑Hirn‑Schranke nur schlecht passiert.

Anwendungsgebiete

  • Saisonale und ganzjährige allergische Rhinitis (Heuschnupfen, Hausstaubmilbenallergie, Schimmelpilzallergie).
  • Chronische idiopathische Urtikaria (Nesselsucht) – zur Linderung von Juckreiz und Hautrötungen.
  • Allergische Konjunktivitis (juckende, tränende Augen) als Teil der allergischen Rhinitis.
  • Juckreiz bei verschiedenen allergischen Hauterkrankungen (unterstützend).

Wichtige Warnungen und Einschränkungen

Risikogruppen

  • Kinder unter 2 Jahren: Sicherheit und Wirksamkeit nicht ausreichend belegt – nicht anwenden, es sei denn, es liegt eine ärztliche Verschreibung vor (Saft ist ab 2 Jahren zugelassen).
  • Schwangerschaft (1. Trimenon): Loratadin gilt als relativ sicher, wenn der Nutzen das Risiko überwiegt. Es liegen keine kontrollierten Studien am Menschen vor; die Anwendung sollte nach Rücksprache mit dem Arzt erfolgen. Die FDA-Einstufung ist B (kein Risiko im Tierversuch).
  • Stillzeit: Loratadin geht in die Muttermilch über (geringe Mengen). Bei kurzfristiger Anwendung gilt es als mit dem Stillen vereinbar, jedoch sollte der Säugling auf ungewöhnliche Müdigkeit beobachtet werden.
  • Patienten mit schwerer Leberinsuffizienz: Eine Dosisreduktion (10 mg jeden zweiten Tag) wird empfohlen.
  • Patienten mit Niereninsuffizienz: Keine Dosisanpassung nötig.

Fahrtauglichkeit und Alkohol

Bei der empfohlenen Dosis von 10 mg beeinträchtigt Loratadin die Fahrtüchtigkeit in der Regel nicht. In seltenen Fällen kann es jedoch zu leichter Müdigkeit oder Schwindel kommen. Daher sollte die individuelle Reaktion vor dem Führen von Fahrzeugen oder dem Bedienen von Maschinen geprüft werden. Alkohol kann die sedierende Wirkung geringfügig verstärken, ein mäßiger Konsum ist meist unkritisch.

Dosierungsanleitung

  • Erwachsene und Jugendliche ab 12 Jahren: 10 mg einmal täglich (1 Tablette oder 10 ml Saft).
  • Kinder (2 bis 12 Jahre):
    • Bei Körpergewicht über 30 kg: 10 mg einmal täglich (1 Tablette oder 10 ml Saft).
    • Bei Körpergewicht unter 30 kg: 5 mg einmal täglich (entspricht 5 ml Saft oder einer halben Tablette, sofern teilbar).
  • Schwere Leberinsuffizienz: Initialdosis 10 mg jeden zweiten Tag.
  • Einnahmehinweis: Die Tabletten können unabhängig von den Mahlzeiten eingenommen werden. Bei Saft ist die beiliegende Dosierspritze zu verwenden.
  • Dauer der Anwendung: Bei saisonaler allergischer Rhinitis über die gesamte Pollensaison. Bei chronischer Urtikaria kann die Behandlung längerfristig unter ärztlicher Kontrolle erfolgen.

Nebenwirkungen und Kontraindikationen

Häufige Nebenwirkungen (mehr als 1/100)

  • Kopfschmerzen
  • Müdigkeit, Schläfrigkeit (weniger als 2 % der Patienten)
  • Mundtrockenheit
  • Magen‑Darm‑Beschwerden (Übelkeit, Magenschmerzen)

Gelegentliche Nebenwirkungen (1/100 bis weniger als 1/1000)

  • Schwindel, Nervosität
  • Appetitsteigerung
  • Hautausschläge (Urtikaria, Erythem)
  • Palpitationen (Herzklopfen) – sehr selten

Seltene, schwerwiegende Nebenwirkungen (weniger als 1/1000)

  • Schwere allergische Reaktionen (Anaphylaxie, Angioödem).
  • Leberfunktionsstörungen (erhöhte Transaminasen, Gelbsucht) – in Einzelfällen.
  • Tachykardie (beschleunigter Herzschlag).
  • Krampfanfälle (extrem selten).

Absolute Kontraindikationen

  • Überempfindlichkeit gegen Loratadin oder einen sonstigen Bestandteil (z. B. Lactose).
  • Kinder unter 2 Jahren.
  • Seltene hereditäre Galactose‑Intoleranz, Lapp‑Lactase‑Mangel oder Glucose‑Galactose‑Malabsorption (bei Tabletten mit Lactose).

Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln

  • Starke CYP3A4- oder CYP2D6-Inhibitoren (z. B. Ketoconazol, Itraconazol, Erythromycin, Clarithromycin, Cimetidin): Können die Loratadin‑Spiegel erhöhen, was zu leichter Zunahme von Nebenwirkungen (Müdigkeit, Kopfschmerzen) führen kann. Eine Dosisanpassung ist normalerweise nicht erforderlich.
  • Alkohol: Geringfügige Verstärkung der sedierenden Wirkung möglich.
  • Andere Antihistaminika: Keine klinisch relevanten Wechselwirkungen, jedoch additive Wirkung.
  • Warfarin (Cumarin‑Derivate): In Studien keine klinisch relevante Wechselwirkung.
  • Theophyllin, Azithromycin: Keine signifikanten Interaktionen.

Praktische Hinweise

  • Einnahme: Die Tablette mit ausreichend Flüssigkeit (z. B. ein Glas Wasser) einnehmen – unabhängig von der Mahlzeit. Die Schmelztablette auf die Zunge legen, wo sie sich innerhalb weniger Sekunden auflöst.
  • Vergessene Dosis: Nehmen Sie die Dosis ein, sobald Sie daran denken. Wenn es fast Zeit für die nächste Dosis ist (weniger als 12 Stunden Abstand), lassen Sie die vergessene Dosis aus. Nehmen Sie nicht die doppelte Dosis ein.
  • Überdosierung: Symptome: Kopfschmerzen, Müdigkeit, beschleunigter Herzschlag, Schläfrigkeit. Bei Verdacht auf Überdosierung arzt aufsuchen oder Giftnotruf kontaktieren.
  • Lagerung: Bei Raumtemperatur (15‑25°C) trocken und vor Licht geschützt lagern. Außerhalb der Reichweite von Kindern aufbewahren. Saft nach Anbruch innerhalb von 3 Monaten aufbrauchen.
  • Besondere Hinweise für Allergiker: Bei Heuschnupfen kann eine frühzeitige Behandlung vor Beginn der Pollensaison die Symptome abschwächen.

Alternative Medikamente (bei Unverträglichkeit oder Kontraindikation)

  • Andere Antihistaminika der zweiten Generation: Cetirizin (Längerwirksam, etwas höhere Sedierungsrate), Levocetirizin (aktiver Metabolit von Cetirizin, schneller), Desloratadin (aktiver Metabolit von Loratadin, länger wirksam), Fexofenadin (sehr geringe Sedierung, gut verträglich, etwas langsamerer Wirkbeginn), Bilastin (neueste Generation, nüchterne Einnahme erforderlich).
  • Antihistaminika der ersten Generation (Diphenhydramin, Doxylamin): Stark sedierend, nur bei nächtlichem Juckreiz oder als Schlafmittel, nicht im Straßenverkehr.
  • Nasale Kortikosteroide (Fluticason, Mometason, Budesonid): Effektiver bei verstopfter Nase, erfordern regelmäßige Anwendung über Tage bis Wochen.
  • Fixkombination (Loratadin + Pseudoephedrin): Bei zusätzlicher Nasenverstopfung (decongestant).

Klinische Wirksamkeit

Loratadin ist gut untersucht. In randomisierten placebo‑kontrollierten Studien reduziert es die nasalen und okulären Symptome allergischer Rhinitis signifikant. Der Wirkbeginn liegt bei etwa 1‑3 Stunden, die Wirkdauer beträgt 24 Stunden. Bei chronischer Urtikaria zeigt Loratadin eine deutliche Reduktion von Juckreiz und Quaddelbildung. Im Vergleich zu Cetirizin ist Loratadin etwa gleich wirksam, verursacht jedoch weniger Müdigkeit (Inzidenz der Sedierung unter 2 %, verglichen mit 5‑10 % bei Cetirizin). Ein Nachteil ist die geringere Wirksamkeit bei Nasenverstopfung im Vergleich zu nasalen Kortikosteroiden. Für Kinder ist Loratadin Saft ab dem 2. Lebensjahr zugelassen. Die Langzeitsicherheit ist gut belegt; es wurden keine kardiovaskulären Risiken (QT‑Verlängerung) in therapeutischen Dosen nachgewiesen. Loratadin ist daher eine First‑Line‑Therapie bei leichter bis mittelschwerer allergischer Rhinitis und Urtikaria.

Wichtig: Claritin und seine Generika sind apothekenpflichtige, aber rezeptfreie Arzneimittel. Trotz der guten Verträglichkeit sollten Sie vor der ersten Anwendung bei Kindern, während der Schwangerschaft oder Stillzeit sowie bei schweren Lebererkrankungen einen Arzt oder Apotheker konsultieren. Wenn die Symptome trotz regelmäßiger Anwendung über mehr als 1‑2 Wochen anhalten, sich verschlimmern oder von Fieber, eitrigem Nasensekret oder Gesichtsschmerzen begleitet werden, ist eine ärztliche Abklärung erforderlich (um eine Nasennebenhöhlenentzündung oder andere Erkrankungen auszuschließen). Bei Nesselsucht, die länger als 6 Wochen anhält, ist eine fachärztliche Diagnostik angezeigt. Überschreiten Sie nicht die empfohlene Tagesdosis. Dieses Informationsblatt ersetzt nicht die Fachinformation; verbindlich sind die Angaben des Arztes und die Packungsbeilage.


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