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Generic Contrave (Bupropion + Naltraxone)
Contrave (Bupropion + Naltrexon) ist ein verschreibungspflichtiges Arzneimittel zur Unterstützung der Gewichtsabnahme bei Erwachsenen mit Adipositas oder Übergewicht. Es wirkt, indem es Gehirnbereiche beeinflusst, die an Hunger und Heißhunger beteiligt sind, wodurch der Appetit reduziert und das Essverhalten kontrolliert wird.
Medikamente Generic Contrave (Bupropion + Naltraxone) online Kaufen
In unserer deutschen Apotheke können Sie Contrave ohne Rezept kaufen, mit Lieferung in ganz Deutschland innerhalb von 5‑14 Tagen. Diskrete und anonyme Verpackung.
Contrave wird in Kombination mit einer kalorienreduzierten Diät und vermehrter körperlicher Aktivität zur chronischen Gewichtskontrolle bei Erwachsenen mit Adipositas (BMI ≥30 kg/m²) oder Übergewicht (BMI ≥27 kg/m²) mit mindestens einer gewichtsbedingten Begleiterkrankung (wie Bluthochdruck, Typ‑2‑Diabetes oder Fettstoffwechselstörungen) eingesetzt. Die Fixkombination enthält Naltrexon (einen Opioidantagonisten) und Bupropion (ein Antidepressivum, das die Wiederaufnahme von Dopamin und Noradrenalin im Gehirn hemmt) und wirkt synergistisch auf den Hypothalamus (zentrale Appetitregulation) und das mesolimbische Belohnungssystem. Dadurch werden Hungergefühle reduziert, Heißhungerattacken gelindert und das Sättigungsgefühl gefördert, ohne dass das Medikament als Stimulans wirkt oder ein Abhängigkeitspotenzial besitzt.
Die übliche Dosis von Contrave beträgt: Das Medikament wird nach einem festen Dosierungsschema über vier Wochen einschleichend dosiert. Die aufbauende Einnahme beginnt häufig mit einer Tablette jeweils morgens über sieben Tage. In Woche zwei wird morgens und abends jeweils eine Tablette gegeben, in Woche drei dann zwei Tabletten morgens und eine Tablette abends und ab Woche vier die Erhaltungsdosis von zwei Tabletten morgens und zwei Tabletten abends (entsprechend einer Gesamttagesdosis von 32 mg Naltrexonhydrochlorid und 360 mg Bupropionhydrochlorid). Wenn nach zwölf Wochen Erhaltungstherapie keine klinisch bedeutsame Gewichtsabnahme von mindestens fünf Prozent des Ausgangsgewichts erreicht wurde, sollte die Behandlung beendet werden, da mit weiterer Einnahme kein Therapieerfolg mehr zu erwarten ist.
Die Darreichungsform ist eine Tablette mit verzögerter Freisetzung (jede Tablette enthält 8 mg Naltrexonhydrochlorid und 90 mg Bupropionhydrochlorid).
Der Wirkungseintritt erfolgt, wenn sich therapeutisch wirksame Bupropion‑ und Naltrexon‑Spiegel im Plasma, der Zeit bis zum maximalen Plasmaspiegel für Naltrexon nach etwa zwei Stunden, für Bupropion nach etwa drei Stunden eingestellt haben.
Die Wirkdauer erstreckt sich bei der zweimal täglichen Einnahme aufgrund der Retard‑Formulierung über den gesamten Tag hinweg mit einer Plasmahalbwertszeit von etwa 21 Stunden (Bupropion) beziehungsweise 4 Stunden (Naltrexon).
Alkohohlempfehlung: Während der Behandlung sollte möglichst kein Alkohol konsumiert werden, da Alkohol die Krampfschwelle senken und die Wirkung von Contrave auf den Blutdruck und die Herzfrequenz ungünstig beeinflussen kann.
Die häufigsten Nebenwirkungen sind Übelkeit (32,5 %), Verstopfung (19,2 %), Kopfschmerzen (17,6 %), Erbrechen (10,7 %), Schwindel (9,9 %), Schlafstörungen (9,2 %), Mundtrockenheit (8,1 %) und Durchfall (7,1 %).
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Allgemeine Informationen über Contrave
- INN (Internationale Nicht‑Eigentumsbezeichnung): Naltrexonhydrochlorid / Bupropionhydrochlorid
- In Deutschland verfügbare Markennamen: Contrave wurde 2015 unter dem Namen Mysimba in der Europäischen Union zugelassen. In Deutschland sind Mysimba-Tabletten aktuell (Stand Mai 2026) jedoch nicht regulär im Markt erhältlich, da der Hersteller das Präparat bereits in der Vergangenheit vom Anfang der Jahre 2018 bis 2020 vertrieb und dann nicht in den Markt zurückkehrte. Verfügbare Generika oder Importe sind nicht am deutschen Markt präsent.
- ATC‑Code: A08AA62 – Zentrale Antiadiposita, Kombination von Naltrexon und Bupropion.
- Darreichungsformen und Dosierungen: Retardtabletten mit 8 mg Naltrexonhydrochlorid und 90 mg Bupropionhydrochlorid.
- Hersteller in Deutschland (Auswahl): Das Originalpräparate Mysimba (entspricht Contrave) stammte von Orexigen Therapeutics (vertrieben von Meda). Da das Arzneimittel aktuell nicht im deutschen Handel ist, existieren keine führenden deutschen Generikahersteller für diese spezifische Fixkombination.
- Registrierungsstatus in Deutschland: Durch die europäische Zentralzulassung ist die Kombination in Deutschland zwar grundsätzlich zugelassen, aber wegen fehlender Marktpräsenz nicht verfügbar
- OTC / Rx‑Klassifikation: Verschreibungspflichtig (Rezeptpflichtig, Rx).
Wirkmechanismus und Pharmakologie
Contrave enthält zwei Wirkstoffe mit synergistischen Effekten auf die Appetitregulation. Naltrexon ist ein reiner Opioid‑Antagonist, der über µ‑Opioidrezeptoren im Nucleus accumbens des Belohnungssystems wirkt und die durch Nahrungsaufnahme vermittelte Belohnung reduziert. Bupropion ist ein schwacher, nicht‑selektiver Hemmer der neuronalen Wiederaufnahme von Dopamin und Noradrenalin und wirkt im Hypothalamus teilaktivierend. In nicht‑klinischen Modellen steigert die Kombination die Aktivität von POMC‑Neuronen (Pro‑Opio‑Melanocortin) im Hypothalamus, senkt die Nahrungsaufnahme und unterdrückt das Verlangen nach besonders schmackhaften Nahrungsmitteln. Die Resorption beider Substanzen erfolgt oral, wird aber durch fettreiche Mahlzeiten signifikant verstärkt (Naltrexon drei- bis vierfach, Bupropion etwa doppelt so stark). Daher darf Contrave nicht mit fettreichem Essen eingenommen werden. Die Plasmahalbwertszeiten liegen bei Naltrexon bei etwa 4 Stunden (bei gleichzeitiger Zunahme des aktiven Metaboliten 6‑β‑Naltrexol) und bei Bupropion bei etwa 21 Stunden bei den Metaboliten Hydroxy‑Bupropion die Wirkung des Wirkstoffs dominieren.
Anwendungsgebiete
- Chronische Gewichtsmanagement bei Erwachsenen mit Adipositas (BMI ≥30 kg/m²).
- Chronische Gewichtsmanagement bei Erwachsenen mit Übergewicht (BMI ≥27 kg/m²) in Kombination mit einem oder mehreren gewichtsbedingten Begleiterkrankungen wie Bluthochdruck, Typ‑2‑Diabetes, Dyslipidämie.
- Immer als Ergänzung zu einer kalorienreduzierten Diät und gesteigerter körperlicher Aktivität.
- Nicht für die Behandlung von Depressionen oder anderen psychischen Erkrankungen zugelassen (obwohl Bupropion ein Antidepressivum ist).
Wichtige Warnungen und Einschränkungen
Risikogruppen
- Kinder und Jugendliche (unter 18 Jahren): Wirksamkeit und Sicherheit sind nicht belegt; die Anwendung wird nicht empfohlen.
- Ältere Patienten (über 65 Jahre): Bei Patienten über 65 Jahren liegt eine geringere Erfahrung vor; Krampfanfälle, Blutdruckveränderungen und kognitive Nebenwirkungen sollten besonders engmaschig überwacht werden.
- Schwangerschaft und Stillzeit: Die Anwendung ist kontraindiziert – Naltrexon und Bupropion passieren die Plazenta und gehen in die Muttermilch über.
- Patienten mit Leber‑ oder Nierenfunktionsstörungen (mäßig bis schwer): Bei mäßiger Leber‑ oder Niereninsuffizienz Maximaldosis zwei Tabletten pro Tag, bei schwerer Leber‑/Niereninsuffizienz oder terminaler Niereninsuffizienz Kontraindikation.
- Patienten mit unbehandelter Hypertonie, Teilnahmeverhalten (bulimische Störung, Anorexie, Krampfanfällen, Opiatabhängigkeit, schwerer depressiver Episode aktuell oder in den vergangenen zwei Jahren): Diese Zustände sind absolute Gegenanzeigen.
Fahrtauglichkeit und Alkohol
Contrave kann Benommenheit, Schwindel, verschwommenes Sehen, verlangsamte Reaktionsgeschwindigkeit und niedrigen Blutdruck verursachen. Daher sollte kein Fahrzeug geführt oder Maschine bedient werden, solange die individuelle Verträglichkeit nicht geklärt ist. Alkohol verstärkt diese Effekte und kann Krampfanfälle auslösen – ist daher unbedingt zu vermeiden.
Dosierungsanleitung
- Erwachsene (Normalfunktion von Leber und Nieren): Es erfolgt eine vierwöchige Titration:
- Woche 1: 1 Tablette täglich (morgens).
- Woche 2: 1 Tablette morgens, 1 Tablette abends (täglich).
- Woche 3: 2 Tabletten morgens, 1 Tablette abends (täglich).
- Woche 4 und danach: 2 Tabletten morgens, 2 Tabletten abends (täglich).
- Maximale Tagesdosis: 4 Retardtabletten (32 mg Naltrexon / 360 mg Bupropion).
- Behandlungsdauer: Die Wirksamkeit der Gewichtsreduktion wird nach 12 Wochen bei der Zieldosis überprüft – wenn keine Gewichtsabnahme von 5 % oder mehr erreicht wurde, muss das Medikament abgesetzt werden.
- Nieren‑/Leberinsuffizienz: Bei mäßiger Einschränkung maximale Tagesdosis 2 Tabletten (eine morgens, eine abends). Bei schwerer Einschränkung kontraindiziert.
- Einnahmevorschrift: Die Retardtabletten sind im Ganzen zu schlucken (nicht teilen, zerkauen oder zerdrücken) und einzunehmen mit etwas Wasser, vorzugsweise zu einer fettarmen Mahlzeit (nicht zu fettreichem Essen).
Nebenwirkungen und Kontraindikationen
Sehr häufige/häufige Nebenwirkungen (33 % bis 5 %)
- Übelkeit (tritt in den ersten Behandlungswochen häufig auf, klingt meist innerhalb von 2‑4 Wochen ab), Erbrechen, Bauchbeschwerden.
- Verstopfung, Durchfall, Blähungen, trockener Mund.
- Schwindelgeprägtes Unwohlsein, Geschmacksveränderungen, Kopfschmerzen.
- Schlafstörungen (Schlaflosigkeit), ungewöhnlich lebhafte Träume, Albträume.
- Müdigkeit, allgemeine Schwäche, Gereiztheit, Unruhe.
- Muskel‑ und Gelenkschmerzen, Zittern (Tremor).
- Blutdruckanstieg, Tachykardie.
Seltene, schwerwiegende Nebenwirkungen (unter 0,1 %)
- Suizidales Denken und suizidales Verhalten (insbesondere bei jungen Erwachsenen bis 24 Jahre durch die Bupropion‑Komponente).
- Krampfanfälle bei prädisponierenden Faktoren oder Überdosierung.
- Schwere allergische Reaktionen (Anaphylaxie, Angioödem, Stevens‑Johnson‑Syndrom).
- Manische Episoden (bei Patienten mit bipolarer Störung).
- Serotonin‑Syndrom (bei sehr rascher Dosissteigerung oder Kombination mit anderen serotonergen Substanzen, sehr selten).
Absolute Kontraindikationen
- Unkontrollierte Hypertonie (Bluthochdruck).
- Krampfleiden oder Zustand nach Krampfanfällen (auch fieberbedingt in der Kindheit).
- Gleichzeitige Anwendung von anderen bupropionhaltigen Arzneimitteln (Wellbutrin, Zyban, generisches Bupropion) oder naltrexonhaltigen Arzneimitteln (Naltrexon‑Generika).
- Essstörungen (Anorexia nervosa oder Bulimie) – erhöhtes Krampfrisiko.
- Chronische Opioid‑Einnahme (z. B. bei Heroin‑ oder Methadon‑/Buprenorphin‑Substitution) und während einer Opioid‑Entzugsbehandlung.
- Plötzlicher Entzug von Alkohol, Benzodiazepinen, Barbituraten oder Antiepileptika.
- Gleichzeitige Anwendung oder Anwendung innerhalb der letzten 14 Tage von Monoaminooxidase (MAO)-Hemmern (Linezolid, Phenelzin, Tranylcypromin, Selegilin).
- Bestehende schwere Leber‑ oder Niereninsuffizienz (Child B und C bzw. Dialysepflicht).
- Bekannte Überempfindlichkeit gegen die Wirkstoffe oder einen sonstigen Bestandteil.
Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln
- MAO‑Hemmer: Absolut kontraindiziert – vorher mindestens 14‑tägige Auswaschphase und auch nach Absetzen von Contrave 14 Tage Abstand.
- Opioide (Codein, Morphin, Hydromorphon, Buprenorphin, Fentanyl, Methadon): Naltrexon kann die schmerzstillende Wirkung opioidhaltiger Arzneimittel aufheben oder eine plötzliche Opioid‑Entzugskrise auslösen (Gefahr schwerer hypertensiver Reaktion).
- CYP2B6‑Inhibitoren (Ticlopidin, Clopidogrel, Cimetidin, Ritonavir): Erhöhen die Bupropion‑Spiegel (maximale Tagesdosis dann auf 2 Tabletten reduzieren).
- ZNS‑dämpfende Substanzen (Benzodiazepine, Barbiturate, Neuroleptika, Opioidanalgetika, Alkohol, Antihistaminika der ersten Generation): additive Sedierung und Herabsetzung der Krampfschwelle.
- Serotonerge Substanzen (SSRI, NSRI, Trizyklika, Triptane, Buprenorphin, Tramadol, Johanniskraut): Erhöhte Gefahr des Serotonin‑Syndroms – Kombination vermeiden.
- Thioridazin (Neuroleptikum): Bupropion kann die Thioridazin‑Wirkung verstärken.
- Betablocker (Metoprolol): Mögliche Interaktionen wurden nicht ausgeschlossen – regelmäßige Blutdruckkontrolle.
- Orale Kontrazeptiva, Nifedipin, Isoniazid: Enzyminduktion bzw. –hemmung könnte die Wirksamkeit verändern – klinische Überwachung angebracht.
Praktische Hinweise
- Einnahme: Morgens und abends jeweils zur gleichen Tageszeit einnehmen, immer mit etwa einem Glas Wasser. Wegen der Nahrungsmittel‑Interaktion: nicht zusammen mit einer fettreichen Mahlzeit einnehmen (erhöht die Resorption der Wirkstoffe mit möglichen Nebenwirkungen). Ein fettarmes Frühstück oder Abendessen ist hingegen gestattet.
- Auswertung des Therapieerfolgs: Nach spätestens zwölf Wochen voller Dosis überprüfen, ob mindestens 5 % des Körpergewichts abgenommen wurden. Andernfalls Contrave absetzen.
- Absetzen: Da keine Entzugserscheinungen bekannt sind, kann die Behandlung jederzeit beendet werden. Trotzdem empfiehlt sich ein Ausschleichen über 1‑2 Wochen, um Absetzschwindel zu vermeiden.
- Vergessene Dosis: Wenn weniger als 4 Stunden bis zur nächsten Einnahme (also innerhalb eines zwölfstündigen Abstandsintervalls) vergangen sind, die ausgelassene Dosis auslassen; sonst nachholen. Keine doppelte Menge einnehmen.
- Lagerung: Bei Raumtemperatur (15‑25 °C) in der verschlossenen Originalverpackung, trocken und vor Licht geschützt, außerhalb der Reichweite von Kindern aufbewahren.
- Überwachung von Blutdruck und Puls: Bei Beginn und dann monatlich Blutdruck und Herzfrequenz kontrollieren; bei Patienten mit Bluthochdruck ist eine Messung auch nach Dosiserhöhung erforderlich.
- Magen‑Darm‑Beschwerden: Verstärkte Übelkeit in den ersten zwei Wochen – hier hilft oft die Einnahme zu einer leichten Mahlzeit, viel trinken, nicht mit fettem Essen einnehmen. Bei anhaltender starker Übelkeit den Arzt aufsuchen.
- Menschen mit Epilepsie in der Vorgeschichte oder einem erhöhten Krampfrisiko: Nicht anwenden.
Alternative Medikamente (bei Unverträglichkeit oder Kontraindikation)
- Orlistat (z. B. Xenical, generisches Orlistat): Lipasehemmer (verringert die Fettresorption) – erste zugelassene Anti‑Adipositas‑Therapie, geeignet bei Personen mit Fettmalabsorption als Ziel. Nebenwirkungen: öliger Stuhl, Flatulenz, meist gut toleriert, aber Diarrhöen.
- Liraglutid (Saxenda): GLP‑1‑Rezeptoragonist, injizierbar, ebenfalls als einzelne Behandlung zur Gewichtsabnahme zugelassen vor allem für Personen mit Diabetes oder metabolischem Syndrom.
- Semaglutid (Wegovy): Wöchentliche subkutane Injektion, sehr gute Wirksamkeit, führt zu etwa 10‑15 % Gewichtsverlust im Schnitt; erste Wahl bei vielen übergewichtigen Patienten.
- Phentermin / Topiramat (Qsymia): Fixed‑dose‑Kombination eines Amphetamin‑artigen Appetitzüglers und eines Antiepileptikums; in den USA zugelassen, in Deutschland jedoch nur als Off‑Label‑Therapie möglich und sehr eingeschränkt verfügbar.
- Naltrexon/Bupropion (gleiches Contrave) als Mysimba: Lässt sich derzeit in Deutschland nur sehr schwer beziehen (fehlende Marktverfügbarkeit).
Klinische Wirksamkeit
Die Wirksamkeit ist in zwei zentralen 56‑wöchigen Phase‑III‑Studien (COR‑I und COR‑II) belegt: In der COR‑I‑Studie an übergewichtigen/adipösen Patienten (mit oder ohne Diabetes) betrug der mittlere Gewichtsverlust unter Contrave plus Lebensstilintervention 5,4 kg im Vergleich zu 1,2 kg unter Placebo (p < 0,001). In der COR‑II‑Studie (nur Patienten ohne Diabetes) betrug die Differenz 4,9 kg gegenüber Placebo und der Anteil der Patienten mit einer Gewichtsabnahme von mindestens 5 % betrug 56 % in der Verumgruppe gegenüber 17,5 % mit Placebo. Die wichtigsten Zulassungsstudien zeigten eine anhaltende Gewichtsreduktion über 56 Wochen mit einem günstigen Sicherheitsprofil, wenn die Kontraindikationen strikt beachtet werden. Die kardiovaskuläre Morbidität und Mortalität wurde nicht untersucht, aber der Blutdruck zeigt sich unter Contrave leicht erhöht gegenüber Placebo (Erhöhung etwa 1‑3 mmHg systolisch).
Wichtig: Contrave ist ein verschreibungspflichtiges Arzneimittel, das in Deutschland aktuell unter dem Originalnamen Mysimba zwar europaweit zugelassen ist, aber mit Stand Mai 2026 im deutschen Markt nicht regulär verfügbar ist. Daher kann ein Rezept im Inland nicht ohne Weiteres eingelöst werden; Importe aus anderen EU‑Staaten sind unter bestimmten Bedingungen möglich. Die Anwendung darf nur nach strenger ärztlicher Nutzen‑Risiko‑Abwägung erfolgen. Aufgrund des Risikos für Suizidalität, Krampfanfälle (vor allem bei prädisponierten Patienten) und schwerer Blutdruckentgleisungen ist eine engmaschige ärztliche Begleitung zwingend erforderlich. Bei Bekanntwerden einer Schwangerschaft ist die Behandlung sofort zu beenden. Naltrexon kann die Wirkung opioidhaltiger Schmerzmedikamente (selbst bei Notfalleinsätzen) völlig aufheben – daher ist ein Notfallausweis mit Angabe der Naltrexon‑Therapie unerlässlich. Gleichzeitiger Alkoholkonsum ist strikt untersagt. Patienten mit Krampfleiden oder Zustand nach Krampfanfällen dürfen dieses Medikament nicht erhalten. Die vollständige Fachinformation (z. B. die aktuelle EMA‑Zulassung von Mysimba) ist zu beachten; verbindlich sind die Anweisungen des Arztes und die jeweilige Packungsbeilage.
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