Efudex

Generic Efudex (Fluorouracil )

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Efudex (Fluorouracil 5 %) ist ein topisches Medikament zur Behandlung bestimmter präkanzeröser und krebsartiger Hauterkrankungen. Es zerstört abnormale Hautzellen und fördert die Regeneration gesunder Haut. Die Behandlung kann Reizungen, Rötungen oder Blasenbildung verursachen. Vermeiden Sie Sonneneinstrahlung und befolgen Sie sorgfältig die Anweisungen Ihres Arztes.

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Efudex (Wirkstoff: Fluorouracil) ist ein topisches Zytostatikum (Antimetabolit) zur Behandlung von prämalignen und oberflächlich malignen Hautveränderungen. Es wirkt, indem es in schnell teilenden Zellen die Synthese von DNA und RNA hemmt, insbesondere durch Blockade des Enzyms Thymidylat-Synthase, was zu einem selektiven Absterben der abnormen Zellen führt. Dadurch werden aktinische Keratosen (Lichtschäden) und oberflächliche Basalzellkarzinome zerstört, während gesundes Hautgewebe weitgehend geschont wird. Die Behandlung löst eine lokale Entzündungsreaktion aus, die bis zur Erosion und Ulzeration der Läsionen führt, die dann innerhalb weniger Wochen abheilen.

Die übliche Dosis von Efudex (Fluorouracil 1 % und 5 %) beträgt: Die Creme wird 1‑ bis 2‑mal täglich (je nach ärztlicher Anweisung) dünn auf die betroffenen Hautareale aufgetragen. Die Therapie wird so lange fortgesetzt, bis eine deutliche Entzündungsreaktion mit Erosion (oberflächlicher Gewebeschädigung) erreicht ist – bei aktinischen Keratosen gewöhnlich 2‑4 Wochen (bei 5 % Creme) bzw. 2‑6 Wochen (bei 1 % Creme), bei oberflächlichen Basaliomen mindestens 3‑6 Wochen bis zur Ulzeration. Die behandelte Hautfläche sollte insgesamt 500 cm² (ca. 23 x 23 cm) nicht überschreiten. Die Creme ist nicht zur Anwendung bei Kindern und Jugendlichen vorgesehen.

Darreichungsform: Topische Creme mit 1 % oder 5 % Fluorouracil (entspricht 10 mg bzw. 50 mg pro Gramm).
Wirkungseintritt: Die ersten Anzeichen einer Hautreaktion (Rötung, Schuppung) treten meist innerhalb weniger Tage nach Behandlungsbeginn auf.
Wirkdauer: Die Wirkung hält über die Anwendungsdauer hinaus an; die vollständige Abheilung der Läsionen kann 1‑2 Monate nach Behandlungsende sichtbar werden.
Alkoholempfehlung: Zwischen Fluorouracil‑Creme und Alkohol sind keine direkten Wechselwirkungen bekannt; dennoch sollte während der Behandlung auf übermäßigen Alkoholkonsum verzichtet werden, um die Regenerationsfähigkeit der Haut nicht zu beeinträchtigen.
Die häufigsten Nebenwirkungen sind: Lokale Hautreaktionen an der Applikationsstelle wie Rötung, Trockenheit, Brennen, Schmerzen, Juckreiz, Schwellung, Bläschenbildung, Erosion, Ulzeration und später Ablösung der abgestorbenen Haut – diese Reaktionen sind Ausdruck der erwünschten therapeutischen Wirkung und klingen nach Behandlungsende innerhalb von 2‑4 Wochen ab.

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Allgemeine Informationen über Efudex (Fluorouracil)

  • INN (Internationale Nicht‑Eigentumsbezeichnung): Fluorouracil
  • In Deutschland verfügbare Markennamen: Efudix® (ursprüngliches Original), Tolak® (40 mg/g), Actikerall® (Kombination mit Salicylsäure) sowie zahlreiche Generika (Fluorouracil‑ratiopharm, Fluorouracil STADA, Fluorouracil Heumann).
  • ATC‑Code: L01BC02 (systemisch) – topische Formulierung als D11AF01 klassifiziert? Die topische Anwendung fällt unter D11AF01 (Sonstige Dermatika, Antiproliferationsmittel).
  • Darreichungsformen und Dosierungen: Topische Creme (1 %, 5 %), topische Lösung (2 %, 5 %).
  • Hersteller in Deutschland (Auswahl): CHEPLAPHARM Arzneimittel GmbH (Efudix), Pierre Fabre Dermo‑Kosmetik GmbH (Tolak), ratiopharm GmbH, STADAPHARM GmbH, Heumann Pharma GmbH & Co. KG, ALIUD Pharma GmbH.
  • Registrierungsstatus in Deutschland: Zugelassen
  • OTC / Rx‑Klassifikation: Verschreibungspflichtig (Rezeptpflichtig, Rx).

Wirkmechanismus und Pharmakologie

Fluorouracil ist ein Antimetabolit aus der Gruppe der Pyrimidinantagonisten. Es wird in der Zelle zu Fluorodesoxyuridinmonophosphat (FdUMP) umgewandelt, das irreversibel das Enzym Thymidylat‑Synthase hemmt. Dieses Enzym ist für die Synthese von Thymidin, einem essenziellen Baustein der DNA, verantwortlich. Durch die Blockade kommt es zu einem Mangel an Thymidin, was zu DNA‑Strangbrüchen und schließlich zum Zelltod (Apoptose) führt. Da sich abnorme (präkanzeröse und kanzeröse) Zellen wesentlich schneller teilen als normale Hautzellen, werden sie selektiv zerstört. Die Resorption über die intakte Haut ist minimal (ca. 6 % der aufgetragenen Dosis); bei geschädigter Haut oder großflächiger Anwendung kann die systemische Aufnahme jedoch steigen. Resorbiertes Fluorouracil wird in der Leber über das Enzym Dihydropyrimidin‑Dehydrogenase (DPD) abgebaut. Patienten mit DPD‑Mangel haben ein erhöhtes Risiko für schwere systemische Toxizität.

Anwendungsgebiete

  • Aktinische (solare) Keratosen: Behandlung multipler aktinischer Keratosen bei Erwachsenen, insbesondere im Gesicht, auf der Kopfhaut, den Ohren, Händen und Unterarmen – als Alternative zu Kryotherapie oder Kürettage bei multiplen oder ausgedehnten Läsionen.
  • Oberflächliche Basalzellkarzinome (Basaliome): Behandlung von histologisch gesicherten oberflächlichen Basaliomen, wenn chirurgische oder radiologische Methoden nicht anwendbar sind (z. B. bei multiplen Läsionen oder an schwierig zu behandelnden Stellen). Die Diagnose muss vor Behandlungsbeginn histologisch bestätigt werden, da die Wirksamkeit für andere Basaliom‑Subtypen nicht belegt ist.
  • Morbus Bowen (intraepitheliales Plattenepithelkarzinom) – in ausgewählten Fällen als Therapieoption.

Wichtige Warnungen und Einschränkungen

Risikogruppen

  • Kinder und Jugendliche (unter 18 Jahren): Die Sicherheit und Wirksamkeit ist nicht belegt; die Anwendung wird nicht empfohlen.
  • Schwangerschaft und Stillzeit: Fluorouracil ist teratogen (fruchtschädigend) und passiert die Plazenta. Während der Schwangerschaft ist die Anwendung absolut kontraindiziert. Während der Stillzeit darf Efudex nicht angewendet werden, da ein Übergang in die Muttermilch nicht ausgeschlossen werden kann; bei zwingender Notwendigkeit muss abgestillt werden. Frauen im gebärfähigen Alter müssen während der Behandlung und bis zu 6 Monate nach der letzten Anwendung zuverlässig verhüten. Männern wird empfohlen, während der Behandlung und 6 Monate danach kein Kind zu zeugen.
  • Patienten mit DPD‑Mangel (Dihydropyrimidin‑Dehydrogenase‑Mangel): Bei vollständigem oder teilweisem DPD‑Mangel ist die systemische Fluorouracil‑Toxizität stark erhöht (lebensbedrohliche Myelosuppression, Mukositis, Diarrhö). Vor einer großflächigen oder langfristigen Anwendung sollte das Risiko geprüft werden.
  • Patienten mit bekannter Überempfindlichkeit: Gegenüber Fluorouracil, Methyl‑4‑hydroxybenzoat (E 218), Propyl‑4‑hydroxybenzoat (E 216) oder anderen Bestandteilen (z. B. Erdnussöl – Vorsicht bei Erdnussallergie).
  • Patienten mit bestehenden Hautinfektionen oder offenen Wunden: Efudex darf nicht auf infizierte, nässende oder offene Hautareale aufgetragen werden.
  • Patienten mit Nieren‑ oder Leberfunktionsstörungen: Bei eingeschränkter Leber‑ oder Nierenfunktion ist Vorsicht geboten, da die systemische Resorption variieren kann. Die Anwendung sollte nicht großflächig erfolgen.
  • Ältere Patienten (65 Jahre und älter): Keine generelle Dosisanpassung erforderlich, jedoch ist wegen möglicher Begleiterkrankungen und eingeschränkter Hautbarriere Vorsicht geboten.

Fahrtauglichkeit und Alkohol

Efudex hat keine bekannten Auswirkungen auf die Verkehrstüchtigkeit. Alkohol beeinflusst die Wirkung nicht direkt, jedoch sollten während der Behandlung – insbesondere bei großflächiger Anwendung – größere Mengen Alkohol vermieden werden, um die Regenerationsfähigkeit der Haut nicht zu beeinträchtigen.

Dosierungsanleitung

  • Erwachsene – aktinische Keratosen: Tragen Sie die 1‑%‑ oder 5‑%‑Creme 1‑ bis 2‑mal täglich (je nach Schweregrad und ärztlicher Anweisung) dünn auf die betroffenen Hautstellen auf. Die Behandlung wird in der Regel 2‑4 Wochen (bei 5 % Creme) bzw. 2‑6 Wochen (bei 1 % Creme) fortgesetzt, bis eine deutliche Entzündungsreaktion mit Erosion (oberflächlicher Gewebeschädigung) erreicht ist. Die maximal zu behandelnde Hautfläche sollte 500 cm² (ca. 23 × 23 cm) nicht überschreiten; bei größerer Ausdehnung die Behandlung etappenweise durchführen.
  • Erwachsene – oberflächliche Basalzellkarzinome: Tragen Sie die 5‑%‑Creme 2‑mal täglich dünn auf die Läsion auf. Die Behandlung wird mindestens 3‑6 Wochen fortgesetzt, bis eine Ulzeration eintritt; in manchen Fällen kann eine Behandlung von 10‑12 Wochen erforderlich sein. Ein Okklusivverband (luftdichte Abdeckung) wird empfohlen und täglich gewechselt.
  • Art der Anwendung: Vor dem Auftragen die Haut reinigen und trocknen. Die Creme mit einem nichtmetallischen Applikator, den mitgelieferten Fingerlingen oder einem geeigneten Handschuh auftragen; bei direktem Fingerkontakt Hände sofort gründlich waschen. Kontakt mit Augen, Lippen, Nasenöffnungen und Schleimhäuten vermeiden. Die behandelten Stellen nicht abdecken, es sei denn, ein Okklusivverband ist ärztlich verordnet. Nach Behandlungsende heilt die Haut innerhalb von 1‑2 Monaten vollständig ab.
  • Vergessene Anwendung: Wenn Sie eine Anwendung vergessen haben, holen Sie diese nach, sobald Sie daran denken. Wenn die nächste Anwendung jedoch bereits nahe ist, lassen Sie die vergessene Dosis aus. Verdoppeln Sie nicht die Dosis.

Nebenwirkungen und Kontraindikationen

Sehr häufige Nebenwirkungen (mehr als 1 von 10 Behandelten)

  • Lokale Hautreaktionen: Rötung (Erythem), Trockenheit, Schuppung (Desquamation), Brennen, Stechen, Schmerzen.
  • Juckreiz (Pruritus), Spannungsgefühl.
  • Bläschenbildung (Vesikel), Erosion, Ulzeration (insbesondere bei Basaliomtherapie).
  • Krustenbildung, Ablösung der abgestorbenen Haut.

Häufige Nebenwirkungen (mehr als 1 von 100 bis weniger als 1 von 10 Behandelten)

  • Entzündungsreaktion mit Ödem (Schwellung) der umgebenden Haut.
  • Hyperpigmentierung oder Hypopigmentierung (vorübergehende Farbveränderungen) nach Abheilung.
  • Kontaktdermatitis (allergisch oder irritativ).

Gelegentliche bis seltene, schwerwiegende Nebenwirkungen (weniger als 1 von 1.000 Behandelten)

  • Systemische Resorption bei großflächiger oder langfristiger Anwendung kann zu systemischen Zytostatika‑Nebenwirkungen führen: Übelkeit, Erbrechen, Diarrhö, Stomatitis (Entzündung der Mundschleimhaut), Myelosuppression (Blutbildveränderungen mit erhöhter Infekt‑ und Blutungsneigung),
  • Überempfindlichkeitsreaktionen (Urtikaria, Angioödem, anaphylaktischer Schock) – extrem selten.

Absolute Kontraindikationen

  • Überempfindlichkeit gegen Fluorouracil, Methyl‑4‑hydroxybenzoat (E 218), Propyl‑4‑hydroxybenzoat (E 216), Erdnussöl (bei bestimmten Formulierungen) oder einen sonstigen Bestandteil.
  • Schwangerschaft und Stillzeit.
  • Gleichzeitige Anwendung von Brivudin, Sorivudin oder anderen antiviralen Nukleosid‑Analoga (Herpes‑Zoster‑Therapie) oder innerhalb der letzten 4 Wochen – Gefahr einer potenziell tödlichen Interaktion (starke Verstärkung der systemischen Fluorouracil‑Toxizität).
  • Bekannter vollständiger DPD‑Mangel (Dihydropyrimidin‑Dehydrogenase‑Mangel) – relatives Risiko; bei großflächiger Anwendung kontraindiziert.
  • Anwendung auf Schleimhäuten, an Haut‑Schleimhaut‑Grenzen (Anogenitalbereich, Lippen, Nasenöffnung), auf infizierten, nässenden oder offenen Wunden.

Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln

  • Brivudin, Sorivudin und andere antivirale Nukleosid‑Analoga: Absolute Kontraindikation! Diese Substanzen inaktivieren die Dihydropyrimidin‑Dehydrogenase (DPD) und führen zu einem massiven Anstieg der systemischen Fluorouracil‑Spiegel mit potenziell tödlicher Toxizität (Myelosuppression, Mukositis, schwere Diarrhö, Sepsis). Zwischen der letzten Einnahme von Brivudin und dem Beginn einer Fluorouracil‑Therapie muss ein Abstand von mindestens 4 Wochen eingehalten werden.
  • Andere systemische Fluoropyrimidine (Capecitabin, Tegafur, Flucytosin): Additive Toxizität – gleichzeitige Anwendung vermeiden.
  • Vitamin‑K‑Antagonisten (Warfarin, Phenprocoumon): Topisches Fluorouracil kann die gerinnungshemmende Wirkung verstärken (INR‑Erhöhung) – engmaschige INR‑Kontrolle erforderlich.
  • Phenytoin: Mögliche Erhöhung der Phenytoin‑Spiegel – Überwachung der Phenytoin‑Konzentration.
  • Leukovorin (Folsäure‑Derivat): Kann die Wirkung von Fluorouracil modulieren; bei gleichzeitiger Anwendung ist Vorsicht geboten.
  • Topische Kortikosteroide: Können die therapeutische Entzündungsreaktion abschwächen und die Wirksamkeit reduzieren – nicht gleichzeitig anwenden.

Praktische Hinweise

  • Einnahme: Die Creme ist nur zur äußerlichen Anwendung bestimmt. Nicht schlucken, nicht in die Augen bringen. Bei versehentlichem Augenkontakt sofort mit reichlich Wasser spülen.
  • Hautreaktion als Therapieerfolg: Rötung, Schuppung, Bläschenbildung, Erosion und Ulzeration sind erwünschte Wirkungen und keine Zeichen einer Verschlechterung. Die Reaktionen erreichen ihren Höhepunkt nach etwa 4 Wochen und klingen nach Behandlungsende innerhalb von 2‑4 Wochen ab.
  • Hygiene: Nach dem Auftragen der Creme Hände gründlich waschen (es sei denn, die Hände sind die behandelte Region). Bei der Anwendung durch Pflegepersonen sind Einweghandschuhe (z. B. die mitgelieferten Fingerlinge) zu tragen.
  • Sonnenlicht vermeiden: Während der Behandlung sollte direkte Sonneneinstrahlung, Solarium und UV‑Licht gemieden werden, da die Haut empfindlicher reagiert und die Reizung verstärkt werden kann.
  • Lagerung: Bei Raumtemperatur (15‑25 °C), vor Licht geschützt und außerhalb der Reichweite von Kindern aufbewahren. Nicht einfrieren.
  • Nachbehandlung: Nach Abschluss der Therapie heilt die Haut meist ohne Narbenbildung ab. Die vollständige Beurteilung des Behandlungserfolgs erfolgt in der Regel 4‑8 Wochen nach Behandlungsende.

Alternative Medikamente (bei Unverträglichkeit oder Kontraindikation)

  • Imiquimod (Aldara, Zyclara): Immunmodulator (TLR‑Agonist) zur topischen Behandlung aktinischer Keratosen, oberflächlicher Basaliome und anogenitaler Warzen. Wirkt über die Aktivierung des Immunsystems (Induktion von Zytokinen), nicht über direkte Zytotoxizität. Anwendung 3‑mal pro Woche über 4‑16 Wochen. Besseres Nebenwirkungsprofil hinsichtlich systemischer Resorption, aber ebenfalls lokale Reizungen.
  • Diclofenac‑Natrium 3 % Gel (Solaraze): Nicht‑steroidales Antirheumatikum zur Behandlung aktinischer Keratosen. Wirkt über Hemmung der Cyclooxygenase‑2 (COX‑2) und mögliche Induktion von Apoptose. Anwendung 2‑mal täglich über 60‑90 Tage. Geringere lokale Reizung als Fluorouracil, aber längere Behandlungsdauer und geringere Wirksamkeit.
  • Ingenolmebutat (Picato, nicht mehr im Handel): Früher zur Kurzzeittherapie aktinischer Keratosen eingesetzt, wurde aufgrund von Hautkrebsrisiken vom Markt genommen.
  • Kryotherapie (Vereisung): Goldstandard für isolierte aktinische Keratosen, nicht für großflächige oder multiple Läsionen geeignet.
  • Photodynamische Therapie (PDT): Topische Applikation von 5‑ALA (Aminolävulinsäure) oder Methyl‑ALA, gefolgt von Bestrahlung mit rotem Licht. Wirksam bei Feldkanzerisierung (großflächige aktinische Schäden).
  • 5‑Fluorouracil + Salicylsäure (Actikerall): Kombinationspräparat mit keratolytischer Wirkung zur Behandlung hyperkeratotischer aktinischer Keratosen.

Klinische Wirksamkeit

Die Wirksamkeit von topischem Fluorouracil bei aktinischen Keratosen und oberflächlichen Basaliomen ist durch zahlreiche randomisierte, placebokontrollierte Studien belegt. Die Abheilungsrate für aktinische Keratosen unter 5 % Fluorouracil wird mit 70‑90 % nach 4‑8 Wochen angegeben; die vollständige Abheilung (Complete Clearance) der behandelten Fläche liegt in Studien bei etwa 60‑70 % (im Vergleich zu < 10 % unter Placebo). Für die 1‑%‑Creme ist die Wirksamkeit ähnlich, erfordert jedoch meist eine längere Behandlungsdauer (bis zu 6 Wochen) und wird bei empfindlichen Hautregionen bevorzugt. Bei oberflächlichen Basaliomen beträgt die vollständige Remissionsrate unter 5 % Fluorouracil etwa 80‑90 % nach 2‑3 Behandlungszyklen. Die langfristige Nachbeobachtung zeigt, dass etwa 80 % der initial abgeheilten Basaliome nach 5 Jahren rezidivfrei sind, wobei jedoch die chirurgische Exzision mit einer höheren Heilungsrate (>95 %) verbunden ist. Daher bleibt die Operation die bevorzugte Therapie für operable, solitäre Basaliome.

Eine Netzwerk‑Metaanalyse aus 15 Studien (2020) bestätigte die Überlegenheit von Fluorouracil gegenüber Diclofenac und Imiquimod hinsichtlich der vollständigen Clearance bei aktinischen Keratosen, jedoch mit einer höheren Rate lokaler Reizungen. In der klinischen Praxis ist Fluorouracil die Therapie der Wahl bei großflächiger, multipler aktinischer Keratose (Feldkanzerisierung).

Wichtig: Efudex (Fluorouracil) ist ein verschreibungspflichtiges Zytostatikum. Die Behandlung darf nur unter ärztlicher Aufsicht und nach histologischer Sicherung der Diagnose (insbesondere bei Basaliomen) erfolgen. Eine großflächige Anwendung (mehr als 500 cm²) oder eine längerfristige Therapie kann zu systemischer Resorption mit schweren Nebenwirkungen (Myelosuppression, Mukositis, Übelkeit, Diarrhö) führen. Patienten mit DPD‑Mangel haben ein erhöhtes Risiko für lebensbedrohliche Toxizität. Die gleichzeitige oder kurz zurückliegende Anwendung von Brivudin (Gürtelrosentherapie) ist absolut kontraindiziert und kann tödlich sein! Während der Behandlung sind Schwangerschaft und Stillzeit ausgeschlossen. Frauen im gebärfähigen Alter müssen zuverlässig verhüten. Bei Auftreten von Fieber, Halsschmerzen, ungewöhnlichen Blutungen oder Blutergüssen, schwerem Durchfall oder Anzeichen einer schweren allergischen Reaktion ist die Behandlung sofort zu unterbrechen und ein Arzt aufzusuchen. Die vollständige Fachinformation und die Packungsbeilage sind zu beachten; verbindlich sind die Anweisungen des behandelnden Dermatologen. Dieses Informationsblatt ersetzt keine ärztliche Beratung.


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