Flagyl

Generic Flagyl (Metronidazole)

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Flagyl ist ein Antibiotikum und wird häufig sowie gegen anaerobe Bakterien, solche wie Peptostreptococcus, Clostridium SP, Bacteroides SP, Prevotella Fusobacterium, Veillonella als auch gegen bestimmte Parasiten z. B. Trichomonas Vaginalis Kolpitis.

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Flagyl (Wirkstoff: Metronidazol) ist ein Antibiotikum und Antiprotozoenmittel aus der Gruppe der Nitroimidazole. Es wird zur Behandlung verschiedener bakterieller Infektionen durch Anaerobier sowie von Infektionen mit bestimmten einzelligen Parasiten wie Trichomonas vaginalis, Giardia lamblia und Entamoeba histolytica eingesetzt. Metronidazol wirkt, indem es in die Erregerzellen eindringt und dort durch Reduktion der Nitrogruppe toxische Radikale bildet, die die mikrobielle DNA schädigen und zum Absterben der Mikroorganismen führen.

Die übliche Dosis von Flagyl beträgt: Erwachsene erhalten je nach Indikation 200‑400 mg Metronidazol zwei‑ bis dreimal täglich. Bei oraler Gabe beträgt die Standarddosis für die meisten Anaerobier-Infektionen 400 mg dreimal täglich über 7‑10 Tage. Bei Trichomoniasis wird 200 mg dreimal täglich über 7 Tage oder eine Einzeldosis von 2 g verabreicht. Bei Giardiasis beträgt die Dosis 400 mg dreimal täglich über 5 Tage. Bei Amöbiasis 400‑800 mg dreimal täglich über 5‑10 Tage. Die genaue Dosierung wird vom Arzt individuell festgelegt.
Darreichungsform: Filmtabletten mit 200 mg oder 400 mg Metronidazol.
Wirkungseintritt: Maximale Plasmaspiegel werden etwa 1‑2 Stunden nach oraler Einnahme erreicht.
Wirkdauer: Die Plasmahalbwertszeit beträgt etwa 6‑10 Stunden, sodass eine zwei- bis dreimal tägliche Einnahme erforderlich ist.
Alkoholempfehlung: Während der Behandlung mit Metronidazol und für mindestens 48 Stunden nach der letzten Einnahme ist Alkohol strengstens zu vermeiden (Risiko einer Disulfiram-ähnlichen Reaktion mit Übelkeit, Erbrechen, Herzrasen und Gesichtsrötung).
Häufigste Nebenwirkungen: Metallischer Geschmack im Mund, Übelkeit, Erbrechen, Durchfall, Bauchschmerzen, Kopfschmerzen, Schwindel und Appetitverlust.

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Allgemeine Informationen über Flagyl (Metronidazol)

  • INN (Internationale Nicht-Eigentumsbezeichnung): Metronidazol
  • In Deutschland verfügbare Markennamen: Flagyl (Original), Metronidazol-ratiopharm, Metronidazol STADA, Metronidazol Heumann, Metronidazol AL, Clont, sowie zahlreiche weitere Generika.
  • ATC-Code: J01XD01 (systemisch), P01AB01 (antiprotozoisch), G01AF01 (gynäkologisch), D06BX01 (topisch).
  • Darreichungsformen und Dosierungen: Filmtabletten (200 mg, 400 mg), Infusionslösung (500 mg/100 ml), Vaginalzäpfchen, Vaginalcreme, Gel zur topischen Anwendung (z. B. bei Rosazea).
  • Hersteller in Deutschland (Auswahl): InfectoPharm Arzneimittel GmbH (Flagyl), ratiopharm GmbH, STADAPHARM GmbH, Heumann Pharma GmbH & Co. KG, ALIUD Pharma GmbH, Hexal AG.
  • Registrierungsstatus in Deutschland: Zugelassen
  • OTC / Rx‑Klassifikation: Verschreibungspflichtig (Rezeptpflichtig, Rx)

Wirkmechanismus und Pharmakologie

Metronidazol ist ein Nitroimidazol-Derivat mit bakterizider und protozozider Wirkung. Es diffundiert passiv in die Zelle empfindlicher Mikroorganismen, wo die Nitrogruppe des Moleküls durch bakterielle Ferredoxine oder andere Redoxsysteme reduziert wird. Die entstehenden reaktiven Nitroso-Zwischenprodukte und freien Radikale greifen die mikrobielle DNA an – sie verursachen Strangbrüche und blockieren die DNA-Replikation und Transkription. Dies führt letztlich zum Zelltod. Metronidazol wirkt gegen eine Vielzahl von obligaten Anaerobiern (z. B. Bacteroides, Clostridium, Fusobacterium) sowie gegen Protozoen wie Trichomonas vaginalis, Giardia lamblia und Entamoeba histolytica. Nach oraler Gabe beträgt die Bioverfügbarkeit nahezu 100 %. Das Medikament verteilt sich gut in allen Geweben, durchdringt die Blut-Hirn-Schranke und geht in die Muttermilch über. Metabolisiert wird Metronidazol in der Leber zu mehreren Metaboliten (darunter Hydroxymetronidazol), die ebenfalls antibakteriell wirksam sind. Die Elimination erfolgt über die Nieren (etwa 60-80 % der Dosis) sowie über die Galle und den Stuhl.

Anwendungsgebiete

  • Anaerobe Infektionen: Intraabdominelle Infektionen (Peritonitis, Abszesse), gynäkologische Infektionen (Endometritis, Tuboovarialabszess), orale Infektionen (Parodontitis, Zahnextraktionsinfektionen), Haut‑ und Weichteilinfektionen (Dekubitus, diabetischer Fuß), Knochen- und Gelenkinfektionen.
  • Trichomoniasis (urogenitale Trichomonaden-Infektion): Therapie der Wahl; Sexualpartner sind mitzubehandeln.
  • Giardiasis (Lamblienbefall): Behandlung von symptomatischen Darminfektionen.
  • Amöbiasis (Entamoeba histolytica): Intestinale Amöbiasis (Amöbenruhr) und extraintestinale Amöbiasis (Leberabszess).
  • Bakterielle Vaginose: als Erstlinientherapie.
  • Helicobacter-pylori-Eradikation: im Rahmen einer Kombinationstherapie (meist mit einem Protonenpumpenhemmer und anderen Antibiotika).
  • Prophylaxe: Prävention von anaeroben postoperativen Infektionen (z. B. bei kolorektalen Eingriffen).

Wichtige Warnungen und Einschränkungen

Risikogruppen

  • Kinder: Die Anwendung bei Kindern ist grundsätzlich möglich, die Dosierung erfolgt gewichtsadaptiert (ca. 20‑30 mg/kg/Tag). Bei Kindern unter 6 Jahren ist besondere Vorsicht geboten.
  • Ältere Patienten (≥ 65 J.): Keine generelle Dosisanpassung erforderlich, jedoch aufgrund möglicher eingeschränkter Nieren‑ oder Leberfunktion Vorsicht geboten.
  • Schwangerschaft: Metronidazol passiert die Plazenta. Die Anwendung im ersten Trimenon ist kontraindiziert. Im zweiten und dritten Trimenon nur nach strenger Nutzen-Risiko-Abwägung durch den Arzt.
  • Stillzeit: Metronidazol geht in die Muttermilch über. Während der Behandlung und für 48 Stunden nach der letzten Einnahme sollte nicht gestillt werden.
  • Leberinsuffizienz: Bei schweren Lebererkrankungen ist die Ausscheidung verlangsamt; eine Dosisreduktion wird empfohlen.
  • Zentralnervensystem (ZNS): Patienten mit ZNS-Erkrankungen (z. B. Epilepsie) sollten Metronidazol nur mit Vorsicht erhalten, da Krampfanfälle und periphere Neuropathien als Nebenwirkungen beschrieben sind.
  • Cockayne-Syndrom: Bei Patienten mit Cockayne-Syndrom (einer seltenen Erbkrankheit) wurde unter Metronidazol über schwere irreversible Leberschäden berichtet; die Anwendung ist kontraindiziert.

Fahrtauglichkeit und Alkohol

Metronidazol kann Schwindel, Verwirrtheit und Sehstörungen verursachen. Daher ist die Fahrtüchtigkeit und die Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen beeinträchtigt. Während der Behandlung und für mindestens 48 Stunden nach der letzten Einnahme ist jeglicher Alkoholkonsum strikt zu vermeiden, da ansonsten eine Disulfiram-ähnliche Reaktion mit Übelkeit, Erbrechen, Herzrasen, Blutdruckabfall und Gesichtsrötung auftreten kann.

Dosierungsanleitung

  • Erwachsene (orale Anwendung):
    • Anaerobe Infektionen (allgemein): 400 mg drei- bis viermal täglich über 7‑10 Tage.
    • Trichomoniasis: 200 mg dreimal täglich über 7 Tage oder 2 g als Einmaldosis (meist in zwei Dosen von 1 g).
    • Giardiasis (Lamblien): 400 mg dreimal täglich über 5 Tage.
    • Amöbiasis (intestinal): 400‑800 mg dreimal täglich über 5‑10 Tage; bei Leberabszess höhere Dosis (bis zu 2,4 g/Tag) zu Beginn.
    • Bakterielle Vaginose: 400 mg zweimal täglich über 7 Tage.
    • Helicobacter-pylori-Eradikation: 400 mg zweimal täglich im Rahmen einer Triple‑ oder Quadrupeltherapie über 7‑14 Tage (abhängig vom Schema).
  • Kinder (oral): 20‑30 mg/kg Körpergewicht pro Tag, verteilt auf 2‑3 Einzeldosen. Maximale Tagesdosis für Kinder beträgt in der Regel 1,5‑2 g.
  • Leberinsuffizienz (schwere, Child‑Pugh C): Dosisreduktion auf die Hälfte (z. B. 400 mg einmal täglich statt zweimal) wegen verlängerter Halbwertszeit.
  • Art der Anwendung: Die Tabletten werden unzerkaut mit ausreichend Flüssigkeit (ein Glas Wasser) zu oder nach den Mahlzeiten eingenommen, um gastrointestinale Beschwerden zu reduzieren.
  • Vergessene Dosis: Bei Versäumnis einer Dosis sollte diese sobald wie möglich nachgeholt werden, es sei denn, die nächste Dosis ist in weniger als 4 Stunden fällig. Keine doppelte Dosis einnehmen.

Nebenwirkungen und Kontraindikationen

Häufige Nebenwirkungen (1‑10 %)

  • Metallischer Geschmack, trockener Mund, Zungenbelag.
  • Übelkeit, Erbrechen, Durchfall, Bauchschmerzen, Verstopfung.
  • Appetitverlust, Gewichtsverlust.
  • Kopfschmerzen, Schwindel.
  • Dunkelrotbraune Verfärbung des Urins (harmlos, durch Metaboliten).
  • Leukopenie (verminderte weiße Blutkörperchen).

Gelegentliche Nebenwirkungen (0,1‑1 %)

  • Periphere Neuropathie (Kribbeln oder Taubheitsgefühl in Händen/Füßen) – bei längerer hochdosierter Therapie; bei ersten Anzeichen ist das Medikament abzusetzen.
  • Krampfanfälle (bei höheren Dosen oder ZNS-Erkrankungen).
  • Ataxie (Gangunsicherheit), Schläfrigkeit.
  • Hautausschläge, Urtikaria, Juckreiz.
  • Thrombophlebitis (bei intravenöser Gabe).

Seltene, schwerwiegende Nebenwirkungen (weniger als 0,1 %)

  • Schwere Überempfindlichkeitsreaktionen (Anaphylaxie, Angioödem, Stevens‑Johnson‑Syndrom).
  • Agranulozytose, aplastische Anämie, Panzytopenie.
  • Hepatitis, cholestatischer Ikterus, Pankreatitis.
  • Enzephalopathie, aseptische Meningitis, reversible cerebelläre Toxizität.
  • Hörverlust, Ototoxizität (sehr selten).

Absolute Kontraindikationen

  • Überempfindlichkeit gegen Metronidazol, andere Nitroimidazole oder einen der sonstigen Bestandteile.
  • Erstes Trimenon der Schwangerschaft.
  • Schwere Leberfunktionsstörung (Child‑Pugh C) – relative Kontraindikation, nur mit Dosisreduktion möglich.
  • Cockayne-Syndrom (Erbkrankheit mit DNA-Reparaturdefekt).
  • Gleichzeitige Anwendung von Alkohol oder Alkohol-haltigen Arzneimitteln während der Behandlung und für 48 Stunden danach.
  • Gleichzeitige Anwendung von Disulfiram (innerhalb der letzten 14 Tage) – Risiko psychotischer Reaktionen.

Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln

  • Alkohol: Disulfiram-ähnliche Reaktion (absolute Kontraindikation während und 48 Stunden nach Therapie).
  • Warfarin (orale Antikoagulanzien vom Cumarin-Typ): Metronidazol verstärkt die gerinnungshemmende Wirkung – INR häufiger kontrollieren und Dosis anpassen.
  • Lithium: Metronidazol kann den Lithiumspiegel erhöhen (Nephrotoxizität) – Lithiumspiegel überwachen.
  • Phenytoin, Phenobarbital (Antiepileptika): Beschleunigung des Metronidazol-Abbaus (Wirkungsabnahme).
  • Cimetidin: Hemmt den Metronidazol-Abbau – erhöhte Plasmaspiegel und Nebenwirkungsrisiko.
  • Fluoruracil (5‑FU): Metronidazol kann die Elimination von 5‑FU verlangsamen.
  • Buspiron, Ciclosporin, Tacrolimus, Sulfonylharnstoffe (Antidiabetika): Metronidazol kann deren Spiegel erhöhen – Überwachung empfohlen.
  • Disulfiram (Antialkoholikum): Psychotische Reaktionen möglich – Kontraindikation innerhalb von 14 Tagen nach Disulfiram.

Praktische Hinweise

  • Einnahme: Die Tabletten unzerkaut mit reichlich Wasser zu einer Mahlzeit einnehmen, um Magenbeschwerden zu minimieren. Bei Schluckbeschwerden kann die Tablette halbiert werden (nicht bei Retardformulierungen, die es von Metronidazol nicht gibt).
  • Alkoholkarenz: Strikte Vermeidung von Alkohol (auch in Medikamenten wie Hustensäften, Mundwässern) während der Behandlung und für mindestens 48 Stunden nach der letzten Einnahme.
  • Dunkelfärbung des Urins: Die rotbraune Urinfärbung ist harmlos und bedarf keiner Therapie. Sie entsteht durch Metronidazol-Metaboliten.
  • Neuropathie: Bei Auftreten von Taubheitsgefühlen, Kribbeln in Extremitäten, Schwindel oder Sehstörungen sofort den Arzt informieren – das Medikament ist dann abzusetzen.
  • Therapiedauer: Die vollständige Behandlung auch nach Abklingen der Symptome einhalten, um Resistenzentwicklung und Rezidive zu vermeiden.
  • Interaktion mit Labortests: Metronidazol kann bestimmte Leberenzymtests (AST, ALT) beeinflussen.
  • Lagerung: Bei Raumtemperatur (15‑25 °C) in der Originalverpackung, trocken und vor Licht geschützt, außerhalb der Reichweite von Kindern aufbewahren.
  • Sexualpartner: Bei Trichomoniasis sind alle Sexualpartner gleichzeitig zu behandeln, um Reinfektionen zu vermeiden.
  • Überwachung: Bei Langzeittherapie (mehr als 10 Tage) oder wiederholter Anwendung sind regelmäßige Blutbildkontrollen (Leukozyten) und Leberfunktionstests erforderlich.

Alternative Medikamente (bei Unverträglichkeit oder Kontraindikation)

  • Tinidazol (z. B. Fasigyn): Ähnliches Wirkspektrum wie Metronidazol, jedoch längere Halbwertszeit (einmal tägliche Gabe) und möglicherweise besser verträglich.
  • Ornidazol (z. B. Tiberal): Ebenfalls ein Nitroimidazol, ähnliche Wirksamkeit, etwas geringere Rate an ZNS-Nebenwirkungen.
  • Secnidazol: Eine Einzeldosis (2 g) bei Trichomoniasis oder Giardiasis, in Deutschland nicht regulär im Markt.
  • Clindamycin (z. B. Sobelin): Bei schweren Anaerobier-Infektionen als Alternative, jedoch nicht gegen Protozoen wirksam.
  • Paromomycin (z. B. Humatin): Bei Amöbiasis (luminale Form) als Alternative, nicht resorbierbares Aminoglykosid.
  • Furazolidon: Bei Giardiasis, aber mit MAO-hemmenden Nebenwirkungen, kaum noch im Gebrauch.
  • Vancomycin (oral): Bei Clostridioides-difficile-assoziierter Diarrhöe (nicht für die meisten Anaerobier).

Klinische Wirksamkeit

Metronidazol ist ein seit Jahrzehnten etablierter Goldstandard in der Therapie von Infektionen mit obligaten Anaerobiern und bestimmten Protozoen. Randomisierte kontrollierte Studien belegen seine Wirksamkeit bei der Behandlung der bakteriellen Vaginose (Heilungsraten um 80‑90 %), der Trichomoniasis (Heilungsrate bei Einzeldosis von 2 g über 90 %), der Giardiasis (klinische Heilungsrate nach 5 Tagen etwa 85‑95 %) sowie der Amöbenruhr (in Kombination mit luminalen Amöbiziden, parasitologische Heilungsraten >90 %). Bei der Helicobacter-pylori-Eradikation ist Metronidazol in Kombinationstherapien wirksam, jedoch ist die Resistenzrate weltweit gestiegen (in manchen Regionen über 30 %). Die WHO führt Metronidazol auf der Liste der unentbehrlichen Arzneimittel. Trotz des Auftretens von Resistenzen (insbesondere bei Trichomonaden und Bacteroides spp.) bleibt es ein wichtiges Mittel der ersten Wahl aufgrund seines günstigen Kosten-Nutzen-Profils und der Verfügbarkeit oraler und parenteraler Formulierungen.

Wichtig: Flagyl (Metronidazol) ist ein verschreibungspflichtiges Antibiotikum. Eine Selbstbehandlung ohne mikrobiologische Diagnostik kann zu Therapieversagen, Resistenzentwicklung und schwerwiegenden Arzneimittelnebenwirkungen führen. Während der Behandlung und für 48 Stunden nach Absetzen ist jeglicher Alkoholkonsum absolut kontraindiziert – es droht eine schwere Intoxikationsreaktion (Erbrechen, Atemnot, Blutdruckabfall). Bei Auftreten von Taubheitsgefühlen, Kribbeln in den Extremitäten, Schwindel, epileptischen Anfällen oder Verwirrtheit ist das Medikament sofort abzusetzen und ein Arzt aufzusuchen (Zeichen einer Neurotoxizität). Metronidazol darf im ersten Schwangerschaftsdrittel nicht angewendet werden. Stillende Mütter müssen während der Therapie und für 48 Stunden nach der letzten Einnahme das Stillen unterbrechen. Bei anhaltendem schweren Durchfall während oder nach der Behandlung ist an eine Clostridioides-difficile-assoziierte Diarrhöe zu denken; der Arzt ist zu informieren. Die vollständige Fachinformation und Packungsbeilage sind zu beachten; verbindlich sind die Anweisungen des Arztes.


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