Fusiderm B

Generic Fusiderm B (Betamethasone and Fusidic Acid)

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Fusiderm B Creme enthält Betamethason und Fusidinsäure und wird zur Behandlung von entzündeten, infizierten Hauterkrankungen eingesetzt. Sie vereint entzündungshemmende und antibakterielle Eigenschaften, um Rötungen, Schwellungen und das Wachstum von Bakterien zu reduzieren. Die Creme wird dünn auf die Haut aufgetragen, normalerweise ein- bis zweimal täglich. Fusiderm B ist wirksam für die Kurzzeitbehandlung von infiziertem Ekzem und anderen gereizten Hautzuständen.

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Fusiderm B Salbe (Wirkstoffe: Fusidinsäure und Betamethason) ist ein Kombinationspräparat aus einem Antibiotikum und einem Kortikoid. Es wird zur Behandlung von ekzematösen Hauterkrankungen wie dem atopischen oder seborrhoischen Ekzem angewendet, wenn eine bakterielle Zusatzinfektion festgestellt oder vermutet wird. Die Fusidinsäure tötet die Bakterien ab, während Betamethason die entzündlichen Hautreaktionen wie Juckreiz, Rötung und Schwellung lindert.

Die übliche Dosis von Fusiderm B beträgt: Die Creme wird 2‑ bis 3‑mal täglich dünn auf die erkrankten Hautbezirke aufgetragen. Die Dauer der Anwendung sollte 10‑14 Tage nicht überschreiten. Falls innerhalb von 4 Tagen keine Besserung eintritt, ist die Therapie abzubrechen.
Darreichungsform: Creme, Tuben zu 15 g und 30 g.
Wirkungseintritt: Eine Besserung der Symptome zeigt sich meist innerhalb weniger Tage.
Wirkdauer: Die Wirkung hält so lange an, wie die Creme regelmäßig angewendet wird.
Alkoholempfehlung: Alkohol hat keinen Einfluss auf die Wirkung der Creme, sollte aber bei bestehender Grunderkrankung im Allgemeinen nur in Maßen konsumiert werden.
Häufigste Nebenwirkungen: Gelegentlich treten Juckreiz, Hautbrennen, Kontaktdermatitis sowie Schmerzen oder Reizungen an der Anwendungsstelle auf.

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Allgemeine Informationen über Fusiderm B

  • INN (Internationale Nicht-Eigentumsbezeichnung): Fusidinsäure / Betamethason
  • In Deutschland verfügbare Markennamen: Fucicort® (LEO Pharma), Fusidinsäure/Betamethason Mylan (Viatris), diverse Generika unter der Wirkstoffkombination.
  • ATC-Code: D07CC01 (Kortikosteroide, Kombinationen mit Antibiotika)
  • Darreichungsformen und Dosierungen: Creme (20 mg/g Fusidinsäure + 1 mg/g Betamethason).
  • Hersteller in Deutschland (Auswahl): LEO Pharma GmbH (Originalpräparat Fucicort®), Viatris Healthcare GmbH (Fusidinsäure/Betamethason Mylan), diverse andere Generika‑Hersteller.
  • Registrierungsstatus in Deutschland: Zugelassen
  • OTC / Rx‑Klassifikation: Verschreibungspflichtig (Rezeptpflichtig, Rx)

Wirkmechanismus und Pharmakologie

Fusiderm B enthält zwei Wirkstoffe mit unterschiedlichen Angriffspunkten: Fusidinsäure ist ein Antibiotikum mit einem steroidähnlichen Grundgerüst. Es hemmt die bakterielle Proteinsynthese, indem es an den Elongationsfaktor G (EF‑G) bindet und so die Translokation der Peptidyl‑tRNA auf dem Ribosom blockiert. Fusidinsäure wirkt überwiegend bakteriostatisch, in höheren Konzentrationen auch bakterizid. Das Wirkungsspektrum umfasst vor allem Gram‑positive Bakterien, allen voran Staphylococcus aureus (einschließlich Methicillin-resistenter Stämme, MRSA).

Betamethason ist ein topisch wirksames Kortikosteroid der starken Wirkstärke (Klasse III nach der Niedrig‑, Mittel‑ und Hochpotenz‑Einteilung). Es vermindert die Ausschüttung proinflammatorischer Zytokine, unterdrückt die Migration von Entzündungszellen, hemmt die Phagozytose und reduziert die Proliferation von Lymphozyten und Fibroblasten. Dadurch werden Ödeme, Rötungen, Juckreiz und die Zellvermehrung am Entzündungsort gehemmt.

Anwendungsgebiete

  • Ekzematöse Hauterkrankungen: Atopisches Ekzem (Neurodermitis), diskoides Ekzem, Stauungsekzem, Kontaktekzem, seborrhoisches Ekzem – wenn eine sekundäre bakterielle Infektion bestätigt oder vermutet wird.
  • Bakterielle Hautinfektionen: Impetigo contagiosa (ansteckende Borkenflechte), infizierte Dermatitiden, oberflächliche Abszesse, Follikulitis, infizierte Wunden (nach ärztlicher Indikation).

Wichtige Warnungen und Einschränkungen

Risikogruppen

  • Kleinkinder und Kinder: Bei Kindern unter 2 Jahren ist die Anwendung kontraindiziert. Bei Kindern zwischen 2 und 12 Jahren ist wegen des erhöhten Risikos einer systemischen Kortikoidaufnahme (Nebennierenrinden‑Suppression, Cushing‑Syndrom) besondere Vorsicht geboten. Anwendung nur unter ärztlicher Kontrolle, Dauer so kurz wie möglich.
  • Schwangerschaft und Stillzeit: Da keine ausreichenden Erfahrungen vorliegen, soll Fusiderm B in der Schwangerschaft und Stillzeit nur nach strenger Nutzen‑Risiko‑Abwägung des Arztes angewendet werden. Im Stillbereich ist die Anwendung kontraindiziert.
  • Patienten mit Tuberkulose, Syphilis oder Virus‑/Pilzinfektionen: Bei unbehandelten oder nicht kontrollierten Infektionen dieser Art ist die Anwendung aufgrund des Kortikoidanteils kontraindiziert.

Fahrtauglichkeit und Alkohol

Es sind keine Auswirkungen von Fusiderm B auf die Verkehrstüchtigkeit und die Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen bekannt. Alkohol hat keinen Einfluss auf die Wirkung der Creme.

Dosierungsanleitung

  • Erwachsene und Kinder über 12 Jahre: 2‑3 mal täglich dünn auf die betroffenen Hautstellen auftragen. Die Therapiedauer sollte 10‑14 Tage nicht überschreiten.
  • Kinder (2‑12 Jahre): Nur unter ärztlicher Aufsicht, 2‑3 mal täglich, maximale Anwendungsdauer 10 Tage.
  • Art der Anwendung: Vor dem Auftragen die Hände waschen. Die Creme dünn auf die betroffene Hautfläche auftragen und leicht einmassieren. Nach der Anwendung (falls nicht die Hände behandelt werden) Hände gründlich waschen. Kontakt mit den Augen, Schleimhäuten, offenen Wunden oder dem Genitalbereich vermeiden.
  • Dauer der Anwendung: Die Behandlung ist auf maximal zwei Wochen zu begrenzen, um Resistenzentwicklungen und lokalen Nebenwirkungen (Hautatrophie, Teleangiektasien) vorzubeugen. Falls innerhalb von 4‑7 Tagen keine klinische Besserung eintritt, ist die Therapie zu überdenken.

Nebenwirkungen und Kontraindikationen

Gelegentlich (1 bis 10 von 1.000 Behandelten)

  • Juckreiz (Pruritus)
  • Hautreizung / Brennen auf der Haut
  • Kontaktdermatitis
  • Verschlechterung des Ekzems
  • Trockene Haut
  • Schmerzen und Reizungen an der Anwendungsstelle

Selten (1 bis 10 von 10.000 Behandelten)

  • Hautrötung (Erythem)
  • Nesselsucht (Urtikaria)
  • Hautausschlag
  • Schwellungen und/oder Bläschenbildung an der Anwendungsstelle

Weitere mögliche (kortikoidtypische) Nebenwirkungen (bei längerer/anhaltender Anwendung)

  • Hautatrophie (Dünnerwerden der Haut), Striae (Dehnungsstreifen), Teleangiektasien (Erweiterung kleiner Blutgefäße)
  • Periorale Dermatitis (entzündlicher Ausschlag um den Mund)
  • Rosazea‑ähnliche Dermatitis
  • Hypertrichose (vermehrte Körperbehaarung)
  • Pigmentveränderungen (Hypopigmentierung)
  • Erhöhter Augeninnendruck (Glaukom) bei Anwendung im Augenbereich

Absolute Kontraindikationen

  • Überempfindlichkeit gegen Fusidinsäure, Betamethason oder einen der sonstigen Bestandteile (z. B. Cetylstearylalkohol, Chlorocresol).
  • Systemische Pilzinfektionen.
  • Unbehandelte bzw. nicht unter Kontrolle gebrachte primäre Hautinfektionen durch Viren (z. B. Herpes simplex, Windpocken), Pilze oder Bakterien.
  • Hauttuberkulose, Syphilis (spezifische Hautprozesse).
  • Akne vulgaris.
  • Periorale Dermatitis, Rosazea.
  • Kinder unter 2 Jahren.
  • Impfreaktionen an der Haut.

Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln

  • Kortikosteroide (systemisch, topisch): Gleichzeitige Anwendung anderer kortikoidhaltiger Präparate (auch auf anderen Körperregionen) kann die systemische Aufnahme erhöhen und das Risiko einer Nebennierenrinden‑Suppression steigern.
  • Weitere topische Präparate: Der gleichzeitige Gebrauch anderer Salben oder Cremes auf den gleichen Hautarealen sollte vermieden werden, da dies die Resorption einzelner Wirkstoffe verändern kann.
  • Okklusivverbände: Abdeckende Verbände (Windeln, Pflaster, Folien) erhöhen die perkutane Resorption von Betamethason deutlich und können zu systemischen Nebenwirkungen führen.
  • Ritonavir, Cobicistat, Itraconazol (starke CYP3A4‑Inhibitoren): Diese Arzneistoffe können den Metabolismus von topisch applizierten Kortikosteroiden verlangsamen und deren systemische Wirkung verstärken. Bei großflächiger Anwendung von Fusiderm B Vorsicht geboten.
  • Allgemein: Wechselwirkungsstudien mit anderen Arzneimitteln wurden für die topische Anwendung der Kombination nicht durchgeführt. Klinisch relevante Interaktionen sind bei bestimmungsgemäßer, kurzzeitiger Anwendung unwahrscheinlich.

Praktische Hinweise

  • Einnahme: Die Creme ist nur zur äußerlichen Anwendung bestimmt. Nicht schlucken. Nicht ins Auge bringen. Bei versehentlichem Augenkontakt sofort mit reichlich Wasser spülen und bei anhaltenden Beschwerden Arzt aufsuchen.
  • Vergessene Anwendung: Wenn Sie eine Anwendung vergessen haben, tragen Sie die Creme auf, sobald Sie daran denken. Falls es bereits Zeit für die nächste Anwendung ist, lassen Sie die vergessene Dosis aus. Wenden Sie nicht die doppelte Menge an.
  • Maximale Anwendungsdauer: Die Behandlungsdauer sollte aus Sicherheitsgründen (Resistenzentwicklung, Hautatrophie, systemische Kortikoidaufnahme) 10‑14 Tage nicht überschreiten.
  • Kontakt mit Wunden und Schleimhäuten: Vermeiden Sie den Kontakt mit offenen Wunden, Schleimhäuten (Mund, Nase, Genitalbereich) und den Augen.
  • Lagerung: Bei Raumtemperatur (15‑25°C), vor Licht und Feuchtigkeit geschützt, außerhalb der Reichweite von Kindern aufbewahren.

Alternative Medikamente (bei Unverträglichkeit oder Kontraindikation)

  • Betamethason allein (z. B. Betnesol‑V, Betagalen): Topisches Kortikoid allein, wenn keine bakterielle Infektion vorliegt oder Fusidinsäure nicht vertragen wird.
  • Fusidinsäure allein (z. B. Fucidine Salbe/Creme/Gel): Topisches Antibiotikum allein, wenn kein entzündlicher Ekzemanteil behandelt werden muss (nur bei bakteriellen Hautinfektionen wie Impetigo, Follikulitis).
  • Clotrimazol + Betamethason (z. B. Clotriderm, Canesten HC): Bei Mischinfektionen mit Pilzbeteiligung (es wirkt dann gegen Pilze zusätzlich zum Kortikoid).
  • Kortikoid‑Antibiotika‑Kombinationen mit anderen Wirkstoffen: z. B. Hydrocortison + Neomycin + Polymyxin B (spezielles Spektrum bei Ekzemen), Triamcinolonacetonid + Neomycin + Gramicidin + Nystatin (breites Spektrum).
  • Calcineurin‑Inhibitoren (Tacrolimus, Pimecrolimus): Topische Immunmodulatoren bei Ekzemen ohne Steroid‑ und Antibiotikakomponente, zugelassen als Kortikoid‑Alternative.
  • Methylprednisolon + Fusidinsäure: Ein weiteres Kortikoid‑Antibiotikum‑Kombinationspräparat (z. B. Fucicort Methyl) – seltener.

Klinische Wirksamkeit

Die Kombination aus Fusidinsäure (Antibiotikum) und Betamethason (Kortikoid) ist klinisch gut untersucht. In einer randomisierten, doppelblinden Studie über zwei Wochen mit Patienten, die an infizierten Ekzemen litten, zeigte die Fixkombination eine signifikant bessere klinische Besserungsrate und stärkere Reduktion des Schweregrads (parametrisierte Entzündungs‑ und Infektionszeichen) im Vergleich zur Monotherapie mit einem topischen Kortikoid allein. Die klinische Heilungsrate unter Fusidinsäure/Betamethason lag bei mehr als 80 % (bei 2‑wöchiger Behandlung).

Ein wesentlicher Vorteil der Kombination ist die gleichzeitige Bekämpfung der Bakterien (insbesondere S. aureus) und der Entzündung, was einen schnelleren und vollständigeren Therapieerfolg ermöglicht und die Resistenzentwicklung gegen Fusidinsäure durch begrenzte Therapiedauer mindert. Dennoch ist Fusidinsäure/Betamethason nicht für eine Langzeittherapie geeignet. Eine Anwendung über 14 Tage hinaus ist wegen des Risikos einer Hautatrophie, einer Unterdrückung der Nebennierenrindenfunktion (bei starker und großflächiger Anwendung) und der Gefahr einer Zunahme von Fusidinsäure‑Resistenzen nicht indiziert. Die Empfehlungen der deutschen dermatologischen Leitlinien für atopisches Ekzem sehen topische Kortikosteroide plus topische Antibiotika nur bei klinisch gesicherter bakterieller Superinfektion vor.

Wichtig: Fusiderm B (entsprechend Fucicort®) ist ein verschreibungspflichtiges Arzneimittel, das in Deutschland nicht ohne Rezept erhältlich ist. Wegen des enthaltenen Betamethason-Kortikoids ist eine unkontrollierte, längerfristige oder großflächige Anwendung risikobehaftet (lokale Hautatrophie, Teleangiektasien, systemische Kortikoidwirkungen). Bei erstmaligem Auftreten einer Hautentzündung sollte vor Anwendung der Creme ein Arzt die Indikation stellen (insbesondere Abgrenzung zu rein viralen oder pilzbedingten Erkrankungen). Vermeiden Sie den Kontakt mit den Augen und Schleimhäuten. Die Therapiedauer ist strikt auf maximal 10‑14 Tage zu begrenzen. Treten nach 4‑7 Tagen keine Besserung, vielmehr eine Verschlechterung oder neue Infektionszeichen auf, brechen Sie die Behandlung ab und konsultieren Sie Ihren Arzt. Die vollständige Fach‑ und Gebrauchsinformation ist zu beachten; verbindlich sind die Anweisungen Ihres Arztes oder Apothekers.


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