Heximar Ointment

Generic Heximar Ointment (Calcipotriol)

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Heximar Salbe ist ein topisches Medikament zur Behandlung von Pilz- und Bakterieninfektionen der Haut, indem es Entzündungen reduziert und die infektionsverursachenden Mikroorganismen beseitigt.

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Heximar Salbe wird zur Behandlung der leichten bis mittelschweren Plaque-Psoriasis (Schuppenflechte) bei Erwachsenen eingesetzt. Sie enthält den Wirkstoff Calcipotriol, ein Vitamin-D3-Derivat, das das überschießende Wachstum und die Vermehrung der verhornten Hautzellen (Keratinozyten) hemmt. Dadurch werden die typischen entzündlichen, schuppenden und verdickten Hautstellen reduziert und die gestörte Zelldifferenzierung normalisiert.

Die übliche Dosis von Heximar Salbe beträgt: Tragen Sie die Salbe 1- bis 2-mal täglich dünn auf die betroffenen Hautstellen auf.
Darreichungsform: Salbe (1 g enthält 50 µg Calcipotriol).
Wirkungseintritt: Erste Besserungen zeigen sich meist nach etwa 2 Wochen regelmäßiger Anwendung.
Wirkdauer: Eine deutliche Verbesserung des Hautbildes ist in der Regel nach 8 Wochen zu erwarten.
Alkoholempfehlung: Es sind keine spezifischen Wechselwirkungen mit Alkohol bekannt. Ein maßvoller Konsum ist in der Regel unbedenklich.
Häufigste Nebenwirkungen: Vorübergehende Hautreizungen an der Applikationsstelle wie Juckreiz, Rötung, Brennen, Trockenheit und Hautausschlag.

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Allgemeine Informationen über Heximar Salbe

  • INN (Internationale Nicht-Eigentumsbezeichnung): Calcipotriol
  • In Deutschland verfügbare Markennamen: Daivonex, Psorcutan, Calcipotriol-ratiopharm, Calcipotriol STADA sowie zahlreiche weitere Generika. Heximar ist ein Generikum, das Calcipotriol als Wirkstoff enthält.
  • ATC-Code: D05AX02
  • Darreichungsformen und Dosierungen: Salbe (50 µg Calcipotriol pro 1 g Salbe) in Packungsgrößen von 15 g, 30 g, 60 g und 100 g. Zusätzlich sind auch Cremes, Lösungen und Schaum erhältlich.
  • Hersteller in Deutschland (Auswahl): LEO Pharma GmbH (Originalhersteller), ratiopharm GmbH, STADAPHARM GmbH, Heumann Pharma GmbH & Co. KG, Hexal AG, ALIUD Pharma GmbH.
  • Registrierungsstatus in Deutschland: Zugelassen
  • OTC / Rx‑Klassifikation: Verschreibungspflichtig (Rezeptpflichtig, Rx)

Wirkmechanismus und Pharmakologie

Calcipotriol ist ein synthetisches Vitamin-D3-Derivat. Es bindet an den Vitamin-D-Rezeptor (VDR) in den Keratinozyten (hornbildende Zellen der Oberhaut) und beeinflusst so die Genexpression. Bei Psoriasis ist die Vermehrung der Keratinozyten stark beschleunigt. Calcipotriol normalisiert diese überschießende Proliferation und fördert die Ausreifung der Hautzellen. Dadurch werden die typischen psoriatischen Veränderungen wie Verdickung, Schuppung und Entzündung reduziert. Die Resorption des Wirkstoffs durch die Haut ist gering (ca. 5-6 % einer aufgetragenen Dosis). Ein Großteil des resorbierten Calcipotriols wird rasch in der Leber zu pharmakologisch inaktiven Metaboliten umgewandelt und über die Galle und die Nieren ausgeschieden. Bei bestimmungsgemäßer Anwendung ist das Risiko systemischer Nebenwirkungen, wie einer Erhöhung des Calciumspiegels im Blut (Hyperkalzämie), minimal.

Anwendungsgebiete

  • Leichte bis mittelschwere Form der Plaque-Psoriasis (Schuppenflechte) bei Erwachsenen und Kindern ab 6 Jahren.
  • Kann als alleinige Therapie oder in Kombination mit topischen Kortikosteroiden angewendet werden, um die Wirkung zu verstärken und Reizungen zu reduzieren.
  • Zur Behandlung von Psoriasis auf der Kopfhaut (als Lösung oder Schaum erhältlich).

Wichtige Warnungen und Einschränkungen

Risikogruppen

  • Kinder und Jugendliche: Bei Kindern unter 6 Jahren wird die Anwendung nicht empfohlen, da keine ausreichenden Erfahrungen vorliegen. Bei Kindern von 6 bis 12 Jahren sollte die Behandlung nur unter ärztlicher Aufsicht und für maximal 8 Wochen erfolgen.
  • Schwangerschaft: Die Anwendung sollte nur nach strenger Nutzen-Risiko-Abwägung durch den Arzt erfolgen. Die Salbe sollte nicht großflächig angewendet werden.
  • Stillzeit: Ein Übergang des Wirkstoffs in die Muttermilch ist nicht auszuschließen. Die Anwendung sollte daher nicht großflächig oder über längere Zeit erfolgen. Kontakt mit der Brustwarze ist zu vermeiden.
  • Patienten mit bekannten Störungen des Kalziumstoffwechsels: Vor Anwendung ist ein Arzt zu konsultieren, da Calcipotriol den Kalziumspiegel im Blut erhöhen kann.
  • Patienten mit schweren Leber- oder Nierenfunktionsstörungen: Da keine ausreichenden Daten vorliegen, sollte Heximar Salbe bei diesen Patientengruppen nicht angewendet werden.

Fahrtauglichkeit und Alkohol

Heximar Salbe hat keinen Einfluss auf die Verkehrstüchtigkeit und die Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen.

Dosierungsanleitung

  • Erwachsene und Kinder ab 12 Jahren: Tragen Sie die Salbe 1- bis 2-mal täglich dünn auf die betroffenen Hautstellen auf. Die maximale wöchentliche Gesamtdosis sollte 100 g Salbe (entsprechend 5 mg Calcipotriol) nicht überschreiten. Die Salbe sollte nicht großflächig (mehr als 30 % der Körperoberfläche) angewendet werden. Behandeln Sie maximal 60 g Salbe pro Woche (wenn die 2‑mal tägliche Anwendung notwendig ist).
  • Kinder von 6 bis 12 Jahren: Tragen Sie die Salbe 2-mal täglich dünn auf die betroffenen Hautstellen auf. Die Behandlung sollte in der Regel nicht länger als 8 Wochen dauern. Körpergewicht unter 50 kg: maximale Tagesdosis 50 g (2,5 mg). Körpergewicht 50 kg oder mehr: maximale Tagesdosis 75 g (3,75 mg).
  • Anwendungshinweise: Waschen Sie vor der Anwendung Ihre Hände. Tragen Sie die Salbe dünn auf die Psoriasis-Herde auf und massieren Sie sie leicht ein. Waschen Sie sich nach der Anwendung gründlich die Hände, um eine versehentliche Übertragung der Salbe auf das Gesicht oder die Augen zu vermeiden.
  • Therapiedauer: Der Behandlungserfolg stellt sich in der Regel innerhalb von 8 Wochen ein. Eine längerfristige Anwendung sollte nur unter ärztlicher Kontrolle erfolgen.

Nebenwirkungen und Kontraindikationen

Häufige Nebenwirkungen (1‑10 % der Patienten)

  • Juckreiz (Pruritus).
  • Brennen oder Stechen auf der Haut.
  • Rötung der Haut (Erythem).
  • Trockene Haut.
  • Hautausschlag.
  • Schmerzen an der Applikationsstelle.
  • Reizung der Haut.

Gelegentliche Nebenwirkungen (weniger als 1 % der Patienten)

  • Schuppenflechte (Psoriasis) kann sich vorübergehend verschlimmern.
  • Ödeme (Schwellungen).
  • Verstärkte Lichtempfindlichkeit der Haut.
  • Kontaktdermatitis (allergische Hautreaktion).
  • Vorübergehender Anstieg des Calciumspiegels im Blut bei Überschreitung der maximalen Dosis.

Seltene, schwerwiegende Nebenwirkungen (weniger als 0,1 % der Patienten)

  • Schwere allergische Reaktionen (Angioödem, Gesichtsödem).
  • Hyperkalzämie und Hyperkalzurie (erhöhte Kalziumwerte im Blut und Urin) bei längerer Anwendung auf großen Hautflächen oder bei Überschreitung der Höchstdosis.

Absolute Kontraindikationen

  • Überempfindlichkeit gegen den Wirkstoff Calcipotriol oder einen der sonstigen Bestandteile.
  • Bekannte Störungen des Kalziumstoffwechsels.
  • Schwere Nieren- oder Leberfunktionsstörungen.
  • Psoriasis-Formen wie Psoriasis pustulosa, Psoriasis erythrodermica oder Psoriasis guttata (da hierzu keine Erfahrungen vorliegen).
  • Anwendung im Gesicht (Gefahr von Hautreizungen und Augenkontakt).

Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln

  • Andere topische Medikamente: Ein gleichzeitiger Gebrauch von anderen Salben, Cremes oder Lösungen auf den gleichen Hautarealen sollte vermieden werden, da dies die Wirkung von Heximar Salbe beeinträchtigen oder die Hautreizung verstärken kann.
  • Weichmacher (Emollientien): Können vor der Anwendung von Heximar Salbe verwendet werden, sollten jedoch nicht mit der Salbe vermischt werden.
  • Topische Kortikosteroide: Die gleichzeitige Anwendung kann die lokale Verträglichkeit verbessern und die Wirksamkeit erhöhen.
  • Salicylsäure-haltige Präparate: Können die Stabilität von Calcipotriol beeinträchtigen und sollten daher nicht gleichzeitig auf denselben Hautarealen angewendet werden.
  • Sonstige Wechselwirkungen: Bei großflächiger Anwendung (mehr als 30 % der Körperoberfläche) darf die gleichzeitige Gabe von kalziumhaltigen Arzneimitteln oder Vitamin-D-Präparaten nur unter ärztlicher Aufsicht erfolgen, da das Risiko einer Hyperkalzämie erhöht ist.

Praktische Hinweise

  • Auftragen: Salbe dünn auf die Psoriasis-Herde auftragen. Nicht auf gesunde Haut, im Gesicht, in den Augen, auf den Lippen oder auf Schleimhäuten anwenden. Bei Kontakt mit diesen Bereichen sofort mit Wasser abspülen.
  • Hygiene: Hände vor und nach der Anwendung gründlich waschen.
  • Lichtexposition: Übermäßige UV-Bestrahlung (z. B. ausgiebige Sonnenbäder oder Solarien) sollte während der Behandlung vermieden werden. Sollten Sie sich dennoch der Sonne aussetzen, tragen Sie an den behandelten Stellen einen geeigneten Sonnenschutz auf.
  • Vergessene Anwendung: Falls Sie eine Anwendung vergessen haben, holen Sie diese nach, sobald Sie sich daran erinnern. Falls es bereits fast Zeit für die nächste Anwendung ist, lassen Sie die vergessene Anwendung aus. Verdoppeln Sie nicht die Dosis, um eine vergessene Anwendung zu kompensieren.
  • Lagerung: Bei Raumtemperatur (15‑25 °C) lagern. Vor Licht und Feuchtigkeit schützen. Außerhalb der Reichweite von Kindern aufbewahren.

Alternative Medikamente (bei Unverträglichkeit oder Kontraindikation)

  • Topische Kortikosteroide (Betamethason, Clobetasol, Mometason): Wirken stark entzündungshemmend, juckreizstillend und gefäßverengend. Kortikosteroide sind die wichtigste Alternative oder Ergänzung zur Calcipotriol‑Monotherapie. Je nach Wirkstärke (Klasse I‑IV) werden sie bei akuten Schüben oder als Erhaltungstherapie eingesetzt. Die Fixkombination Calcipotriol/Betamethason (z. B. Daivobet, Enstilar) ist heute oft Mittel der ersten Wahl.
  • Dithranol (Cignolin, Anthralin): Wirkt antipsoriatisch durch Hemmung der Zellteilung und entzündungshemmend, ist aber schwierig in der Handhabung (starke Hautreizungen, Verfärbung von Haut und Kleidung).
  • Teerpräparate (rohes Kohlenteer, Pix juniperi): Wirken entzündungshemmend und juckreizstillend, sind aber wegen möglicher krebserzeugender Verunreinigungen (Polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe) in der Anwendung stark zurückgegangen.
  • Calcineurin-Inhibitoren (Tacrolimus, Pimecrolimus): Immunsuppressive topische Therapie, zugelassen für die Behandlung der atopischen Dermatitis, Off‑Label‑Einsatz bei Psoriasis im Gesicht und in Intertrigines (Hautfalten).
  • Vitamin‑D‑Analoga (z. B. Tacalcitol, Maxacalcitol): Ähnlicher Wirkmechanismus wie Calcipotriol, weniger reizend, aber auch schwächer wirksam.
  • Phototherapie (Schmalspektrum‑UVB, Psoralen + UVA): Bei mittelschwerer bis schwerer Psoriasis, wenn topische Mittel nicht ausreichen.

Klinische Wirksamkeit

Die Wirksamkeit von Calcipotriol bei leichter bis mittelschwerer Plaque‑Psoriasis ist durch zahlreiche klinische Studien belegt. In einer randomisierten Studie betrug die mittlere Reduktion des PASI‑Scores (ein Maß für Ausdehnung und Schwere der Erkrankung) unter zweimal täglicher Anwendung von Calcipotriol 50 µg/g nach 8 Wochen 62,7 %. Die Calcipotriol‑Behandlung zeigte damit eine signifikant bessere Wirkung im Vergleich zu einer 6‑%igen Steinkohlenteer‑Salbe (51,5 % Reduktion). Rückfälle traten in der Calcipotriol‑Gruppe mit 8 % seltener auf als in der Teer‑Gruppe (15 %).

Eine Metaanalyse von 37 randomisierten Studien mit über 6.000 Probanden zeigte, dass Calcipotriol eine wirksame lokale Behandlung der leichten bis mittelschweren Psoriasis vulgaris ist. Die 8‑Wochen‑Wirksamkeit ist vergleichbar mit der von hochpotenten topischen Kortikosteroiden. Zudem ist die Wirksamkeit von Calcipotriol der von Teeranwendungen, Dithranol und UVB‑Phototherapie mindestens ebenbürtig. Klinische Erfahrungen bestätigen die gute Verträglichkeit bei bestimmungsgemäßer Anwendung; eine systemische Wirkung mit Hyperkalzämie ist nur bei Überschreitung der maximalen Wochendosis zu erwarten.

Wichtig: Heximar Salbe (Calcipotriol) ist ein verschreibungspflichtiges Arzneimittel. Die Behandlung sollte unter regelmäßiger ärztlicher Kontrolle erfolgen. Überschreiten Sie nicht die maximal empfohlene wöchentliche Dosis von 100 g Salbe (bei 2‑mal täglicher Anwendung 60 g pro Woche), da es sonst zu einem gefährlichen Anstieg des Kalziumspiegels im Blut (Hyperkalzämie) kommen kann. Bei großflächiger Anwendung, bei Kindern oder bei gleichzeitiger Einnahme kalziumhaltiger Medikamente oder Vitamin‑D‑Präparate sind regelmäßige Kontrollen des Serumkalziums und der Nierenfunktion erforderlich. Wenden Sie die Salbe nicht im Gesicht, in den Augen oder auf Schleimhäuten an. Bei Auftreten von schweren Hautreizungen, Juckreiz oder Anzeichen einer allergischen Reaktion beenden Sie die Anwendung und konsultieren Sie einen Arzt. Die vollständige Fachinformation und die Packungsbeilage sind zu beachten; verbindlich sind die Anweisungen des Arztes. Dieses Informationsblatt ersetzt keine ärztliche Beratung.


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