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Imdur (Isosorbidmononitrat) ist ein organisches Nitrat zur Langzeitprophylaxe von Angina pectoris bei Erwachsenen mit koronarer Herzkrankheit. Isosorbidmononitrat ist der aktive Metabolit von Isosorbiddinitrat und führt über die Freisetzung von Stickstoffmonoxid zu einer Relaxation der glatten Gefäßmuskulatur, insbesondere im venösen Kapazitätssystem. Dies senkt die Vorlast des Herzens, reduziert den myokardialen Sauerstoffverbrauch und verbessert die Koronardurchblutung. Imdur ist als Retardformulierung für die einmal tägliche Anwendung bestimmt.
Übliche Erwachsenendosis: Die Therapie beginnt mit 20 mg bis 30 mg einmal täglich morgens. Je nach Ansprechen und Verträglichkeit kann die Dosis schrittweise auf 40 mg, 60 mg oder in Einzelfällen bis 120 mg einmal täglich erhöht werden. Die 20-mg-Tablette dient der niedrigen Initialdosis, die 30-mg-Tablette der üblichen Einstiegsdosis, die 40-mg- und 60-mg-Tabletten der Erhaltungstherapie bei stärkerer Angina. Die Retardtablette wird unzerkaut mit einem Glas Wasser eingenommen, vorzugsweise morgens, um während der Aktivitätsphase einen ausreichenden Schutz zu gewährleisten. Zur Vermeidung einer Nitrattoleranz sollte ein nitratfreies Intervall von etwa 10 bis 12 Stunden, meist nachts, eingehalten werden. Die maximale Tagesdosis beträgt 120 mg. Ein abruptes Absetzen sollte vermieden werden. Isosorbidmononitrat ist nicht zur Akutbehandlung eines Angina-pectoris-Anfalls geeignet.
Darreichungsform: Retardtabletten in Stärken zu 20 mg, 30 mg, 40 mg und 60 mg Isosorbidmononitrat. Erhältlich in Packungen zu 20, 50 und 100 Retardtabletten. Die 60-mg-Tablette ist häufig die Standardstärke für die einmal tägliche Prophylaxe.
Wirkungseintritt: Die antianginöse Wirkung setzt nach oraler Einnahme der Retardtablette innerhalb von 30 bis 60 Minuten ein. Maximale Plasmakonzentrationen werden bei retardierter Freisetzung nach etwa 3 bis 5 Stunden erreicht.
Wirkdauer: Die Wirkdauer der Retardformulierung beträgt etwa 12 bis 24 Stunden, abhängig von Dosis und Freisetzungsprofil. Die Eliminationshalbwertszeit von Isosorbidmononitrat beträgt etwa 4 bis 5 Stunden. Isosorbidmononitrat wird hepatisch metabolisiert und überwiegend renal als inaktive Metaboliten ausgeschieden.
Empfehlung zu Alkohol: Alkoholkonsum sollte während der Behandlung mit Imdur vermieden oder stark eingeschränkt werden. Alkohol kann die blutdrucksenkende Wirkung von Isosorbidmononitrat verstärken und zu orthostatischer Hypotonie, Schwindel, Benommenheit und Kollaps führen. Die Kombination mit Alkohol erhöht das Risiko für gefährliche Blutdruckabfälle.
Häufigste Nebenwirkungen: Kopfschmerzen (sehr häufig, insbesondere zu Therapiebeginn; klingen oft nach einigen Tagen ab), Schwindel, orthostatische Hypotonie, Tachykardie, Flush und Schwächegefühl. Die Kopfschmerzen sind Ausdruck der Vasodilatation und können mit leichten Analgetika behandelt werden. Eine Toleranzentwicklung gegenüber den antianginösen Effekten kann bei kontinuierlicher Nitratgabe auftreten und wird durch das nächtliche nitratfreie Intervall reduziert. Imdur ist kontraindiziert bei akutem Kreislaufversagen, schwerer Hypotonie, hypertropher obstruktiver Kardiomyopathie und gleichzeitiger Anwendung von Phosphodiesterase-5-Hemmern wie Sildenafil oder Tadalafil.
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Was ist Imdur (Isosorbide mononitrate)?
Imdur ist ein langwirksames Nitrat zur Vorbeugung von Angina-pectoris-Anfällen. Der Wirkstoff Isosorbide mononitrate ist der aktive Metabolit des älteren Isosorbiddinitrats und wird in einer Retardformulierung angeboten, die den Wirkstoff über viele Stunden gleichmäßig freisetzt. Anders als das schnell wirkende Glyceroltrinitrat, das beim akuten Anfall unter die Zunge gelegt wird, ist Imdur ein Prophylaktikum. Es senkt den Sauerstoffbedarf des Herzens, erweitert die Herzkranzgefäße und verhindert, dass die Brustschmerzen überhaupt erst entstehen. Es ist kein Medikament für den Notfall, sondern eine tägliche Basistherapie für Patienten mit stabiler koronarer Herzkrankheit, die ohne diese Prophylaxe bei jeder körperlichen Belastung einen Anfall bekommen würden.
Die Wirkung setzt nach etwa 30 bis 60 Minuten ein und hält je nach Dosis und Formulierung bis zu zwölf Stunden an. Die Retardtabletten sind so konzipiert, dass sie morgens eingenommen werden und über den Tag einen stabilen Wirkspiegel liefern, während nachts eine nitratfreie Pause eingelegt wird. Diese Pause ist entscheidend, um eine Toleranzentwicklung zu vermeiden, die bei durchgehender Nitratbelastung innerhalb weniger Tage eintritt und das Medikament wirkungslos macht. Wer Imdur rund um die Uhr einnimmt, verliert den Schutz, den es eigentlich bieten soll. Die korrekte Einnahme ist deshalb eine Frage des Überlebens, nicht der Bequemlichkeit.
Imdur gibt es als Retardtabletten zu 20 mg, 30 mg, 40 mg und 60 mg. Die übliche Anfangsdosis beträgt 30 mg einmal täglich morgens, die je nach Verträglichkeit und Wirkung auf 60 mg oder 120 mg gesteigert werden kann. Die Tabletten werden unzerkaut mit einem Glas Wasser geschluckt, mit oder ohne Nahrung, aber immer zur gleichen Tageszeit, idealerweise morgens nach dem Aufstehen.
Wirkweise und Pharmakologie
Isosorbide mononitrate setzt Stickstoffmonoxid frei, das in der glatten Gefäßmuskulatur die Bildung von cGMP anstößt. cGMP aktiviert eine Proteinkinase, die Kalzium aus der Zelle pumpt und die kontraktilen Proteine entspannt. Das Ergebnis ist eine Dilatation der venösen Kapazitätsgefäße und in geringerem Maß der arteriellen Widerstandsgefäße. Die Venen erweitern sich, das Blut versackt in den großen Gefäßen des Bauchraums und der Beine, und der Rückstrom zum Herzen sinkt. Weniger Vorlast bedeutet weniger Füllungsdruck im linken Ventrikel, weniger Wandspannung und damit ein deutlich reduzierter Sauerstoffverbrauch des Herzmuskels. Gleichzeitig werden die großen Koronararterien dilatiert, was die Durchblutung des Myokards verbessert, besonders in den Randzonen ischämischer Areale. Diese doppelte Wirkung – weniger Sauerstoffbedarf und mehr Sauerstoffangebot – macht die Nitrate so effektiv bei der Angina pectoris.
Die Pharmakokinetik der Retardformulierung ist auf die einmal tägliche Einnahme zugeschnitten. Nach der Einnahme wird Isosorbide mononitrate schnell und nahezu vollständig resorbiert, die Bioverfügbarkeit liegt bei nahezu 100 Prozent und wird durch Nahrung nicht wesentlich beeinflusst. Die maximale Plasmakonzentration wird nach etwa einer Stunde erreicht, aber die Retardmatrix verzögert die Freisetzung und hält den Spiegel über den Tag auf einem therapeutischen Niveau. Die Halbwertszeit beträgt etwa fünf Stunden, was in Kombination mit der kontrollierten Freisetzung eine Wirkdauer von bis zu zwölf Stunden ergibt. Die Elimination erfolgt überwiegend hepatisch durch Denitrierung, die Metaboliten werden renal ausgeschieden. Bei schwerer Leber- oder Niereninsuffizienz ist die Clearance verlangsamt, und die Dosis muss reduziert werden. Die Toleranzentwicklung, die bei allen Nitraten auftritt, wird durch die tägliche nitratfreie Pause von zehn bis zwölf Stunden verhindert, die in das Einnahmeschema eingebaut ist.
Anwendung von Imdur
Nehmen Sie die Tablette einmal täglich morgens ein, unzerkaut mit einem Glas Wasser. Die Retardtablette darf nicht geteilt, zerkaut oder zermahlen werden, weil sonst die gesamte Dosis auf einmal freigesetzt wird und eine schwere Hypotonie mit Kopfschmerzen und Kollaps auslösen kann. Die Einnahme erfolgt am besten nach dem Aufstehen, damit der Wirkspiegel über den aktiven Tag reicht und die Nacht als nitratfreie Pause genutzt wird. Wer die Tablette abends einnimmt, hat tagsüber keinen Schutz und riskiert nächtliche Angina-Anfälle.
Die Anfangsdosis beträgt üblicherweise 30 mg einmal täglich. Bei Patienten, die besonders empfindlich auf Nitrate reagieren oder älter sind, kann mit 20 mg begonnen werden. Nach ein bis zwei Wochen kann die Dosis je nach Verträglichkeit und Angina-Häufigkeit auf 60 mg oder in Ausnahmefällen auf 120 mg gesteigert werden. Die 20-mg- und 30-mg-Tabletten dienen der Eindosierung und der Erhaltungstherapie bei leichter Angina, die 40-mg- und 60-mg-Tabletten sind für Patienten, die mehr Wirkstoff benötigen. Die maximale Tagesdosis liegt bei 120 mg, aber die meisten Patienten kommen mit 30 bis 60 mg aus. Höhere Dosen bringen selten zusätzlichen Nutzen und verstärken vor allem die Kopfschmerzen.
Wenn Sie eine Dosis vergessen haben, nehmen Sie sie ein, sobald Sie daran denken, es sei denn, es ist fast Zeit für die nächste Dosis. Dann lassen Sie die vergessene Dosis aus und nehmen die nächste planmäßige Tablette. Verdoppeln Sie nicht. Eine doppelte Dosis am nächsten Morgen führt zu einem überschießenden Blutdruckabfall und heftigen Kopfschmerzen, ohne den Schutz zu verbessern. Die Therapie ist eine Langzeittherapie und darf nicht abrupt abgesetzt werden, weil ein plötzlicher Entzug der Nitratwirkung zu einer Rebound-Angina führen kann, die schlimmer ist als vor Therapiebeginn. Wenn Imdur abgesetzt werden muss, sollte die Dosis über mehrere Tage schrittweise reduziert werden.
Nebenwirkungen von Imdur
Kopfschmerzen sind die häufigste und am meisten gefürchtete Nebenwirkung. Sie treten bei fast allen Patienten zu Beginn der Therapie auf und sind ein direktes Zeichen der Vasodilatation der Hirngefäße. Der Schmerz ist dumpf, pulsierend und sitzt meist im Stirn- und Schläfenbereich. Er ist in den ersten zwei bis drei Wochen am stärksten und klingt dann ab, wenn der Körper sich an die Nitratwirkung gewöhnt hat. Paracetamol oder Ibuprofen können helfen, aber die wirksamste Gegenmaßnahme ist die langsame Eindosierung mit der niedrigsten Dosis. Wer mit 60 mg beginnt, bekommt Kopfschmerzen, die ihn ins Bett zwingen. Wer mit 20 mg oder 30 mg beginnt, gewöhnt sich schneller an den Effekt. Die Kopfschmerzen sind kein Zeichen einer Unverträglichkeit, sondern der Beweis, dass der Wirkstoff arbeitet.
Hypotonie und Schwindel sind direkte Folgen der Vasodilatation. Der systolische Blutdruck kann um 10 bis 20 mmHg fallen, besonders beim Aufstehen aus dem Sitzen oder Liegen. Dieses orthostatische Phänomen ist bei älteren Patienten, bei Volumenmangel oder bei gleichzeitiger Einnahme anderer Blutdrucksenker stärker ausgeprägt. Langsam aufstehen, die Beine kurz bewegen, bevor man losgeht, und die Tablette morgens nehmen, nicht abends. Wenn der Schwindel persistiert, muss die Dosis reduziert werden. Flush und Gesichtsrötung sind harmlose Begleiterscheinungen der Gefäßerweiterung und verschwinden nach einigen Wochen, wenn die Toleranz gegenüber den vasodilatatorischen Effekten eintritt.
Toleranzentwicklung ist die gefährlichste Langzeitnebenwirkung, auch wenn sie sich nicht als Symptom bemerkbar macht. Bei kontinuierlicher Nitratbelastung verlieren die Gefäße innerhalb weniger Tage ihre Fähigkeit, auf Stickstoffmonoxid zu reagieren. Das Medikament wird wirkungslos, und die Angina kehrt zurück, manchmal schlimmer als zuvor. Die tägliche nitratfreie Pause von zehn bis zwölf Stunden, die durch die morgendliche Einmalgabe gewährleistet wird, verhindert diese Toleranz weitgehend. Wer Imdur zweimal täglich einnimmt, zerstört diesen Schutz und handelt sich einen Wirkverlust ein, der schwer rückgängig zu machen ist. Die Pause ist Teil der Therapie, nicht eine Lücke in ihr.
Risikogruppen (ältere Menschen, Schwangerschaft)
Schwangerschaft und Stillzeit sind relative Kontraindikationen. Isosorbide mononitrate passiert die Plazenta, und es gibt keine ausreichenden Studien zur Sicherheit in der Schwangerschaft. Im ersten Trimenon sollte es nur eingesetzt werden, wenn die Angina lebensbedrohlich ist und keine Alternative zur Verfügung steht. Im zweiten und dritten Trimenon ist die Anwendung vertretbarer, aber die Hypotonie der Mutter kann die plazentare Durchblutung beeinträchtigen. Stillen: Es ist nicht bekannt, ob Isosorbidmononitrat in die Muttermilch übergeht. Während der Einnahme sollte vorsichtshalber nicht gestillt werden.
Ältere Patienten über 65 Jahre sind die Hauptzielgruppe für Imdur, weil die koronare Herzkrankheit eine Alterserkrankung ist. Sie vertragen das Medikament in der Regel gut, aber die orthostatische Hypotonie ist im Alter gefährlicher, weil sie zu Stürzen und Frakturen führen kann. Die Anfangsdosis sollte 20 mg nicht überschreiten, und die Dosissteigerung muss langsamer erfolgen als bei jüngeren Patienten. Der Blutdruck sollte zu Beginn der Therapie im Stehen und im Liegen gemessen werden, und bei einem systolischen Abfall über 20 mmHg ist die Dosis zu reduzieren. Patienten mit schwerer Hypotonie, kardiogenem Schock, hypertropher obstruktiver Kardiomyopathie oder Aortenstenose sollten Imdur nicht erhalten. Patienten mit schwerer Leber- oder Niereninsuffizienz benötigen eine reduzierte Dosis und engmaschige Kontrollen.
Wechselwirkungen mit Alltagsaktivitäten (Autofahren, Alkohol)
Autofahren ist unter Imdur zu Beginn der Therapie mit Vorsicht zu genießen. Die mögliche Hypotonie und der Schwindel können die Fahrtüchtigkeit beeinträchtigen, besonders in den ersten Tagen nach Therapiebeginn oder nach einer Dosiserhöhung. Testen Sie Ihre Reaktion, bevor Sie längere Strecken fahren. Wenn Sie sich benommen fühlen oder verschwommen sehen, setzen Sie sich nicht ans Steuer. Nach ein bis zwei Wochen, wenn der Körper sich an den Wirkstoff gewöhnt hat, ist das Autofahren meist wieder problemlos möglich.
Alkohol und Imdur sind eine gefährliche Kombination. Alkohol erweitert ebenfalls die Gefäße und senkt den Blutdruck, und die additive Wirkung mit dem Nitrat kann zu einem schweren Blutdruckabfall mit Schwindel, Kollaps und Bewusstlosigkeit führen. Ein Glas Wein zum Abendessen, wenn die Tablette morgens genommen wurde, ist für die meisten Patienten vertretbar, aber mehrere Drinks in kurzer Zeit können kritisch sein. Während der Eindosierungsphase sollte komplett auf Alkohol verzichtet werden. Die Einnahme am Morgen und die nitratfreie Pause in der Nacht sind die beiden wichtigsten Alltagsregeln, die über den Therapieerfolg entscheiden. Wer sie nicht einhält, macht aus einem wirksamen Medikament eine Placebobehandlung mit gefährlichen Nebenwirkungen.
Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln
Phosphodiesterase-5-Hemmer wie Sildenafil, Tadalafil oder Vardenafil sind absolut kontraindiziert. Diese Substanzen blockieren den Abbau von cGMP, den Isosorbidmononitrat über die Freisetzung von Stickstoffmonoxid produziert. Die Kombination führt zu einem massiven cGMP-Überschuss, der die Gefäße so stark erweitert, dass ein lebensbedrohlicher Blutdruckabfall mit Schock und Kreislaufversagen die Folge sein kann. Wer ein Nitrat einnimmt, darf keine PDE-5-Hemmer anwenden, und wer einen PDE-5-Hemmer genommen hat, muss mindestens 24 Stunden warten, bevor er ein Nitrat erhält. Bei Tadalafil mit seiner langen Halbwertszeit sind es 48 Stunden. Diese Regel ist nicht verhandelbar und hat Todesfälle verhindert.
Andere Blutdrucksenker wie ACE-Hemmer, Sartane, Betablocker, Kalziumantagonisten und Diuretika addieren sich zur blutdrucksenkenden Wirkung von Imdur und können die Hypotonie verstärken. Die Kombination ist oft notwendig, weil die meisten Patienten mit koronarer Herzkrankheit mehrere Antihypertensiva einnehmen, aber die Dosen müssen aufeinander abgestimmt sein und der Blutdruck regelmäßig kontrolliert werden. NSAR wie Ibuprofen oder Diclofenac können die Nierenfunktion beeinträchtigen und die Wirksamkeit der Nitrate abschwächen, indem sie die Prostaglandinsynthese hemmen. Die Kombination sollte bei Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion vermieden werden. Orale Antikoagulanzien haben keine direkte Wechselwirkung mit Imdur, aber der Blutdruckabfall unter dem Nitrat kann das Sturzrisiko erhöhen und damit das Blutungsrisiko unter Antikoagulation indirekt steigern.
Alternative Optionen
Imdur ist ein langwirksames Nitrat zur Prophylaxe der Angina pectoris, aber es gibt Alternativen mit anderen Wirkmechanismen.
Isosorbiddinitrat ist das ältere, kürzer wirksame Nitrat, das zwei- bis dreimal täglich eingenommen wird, mit einer längeren nitratfreien Pause über Nacht. Es ist billiger, erfordert aber eine häufigere Einnahme und ist in der Praxis weniger komfortabel als die Einmalgabe von Imdur. Glyceroltrinitrat als Spray oder Zerbeißkapsel ist das Mittel der Wahl für den akuten Angina-Anfall und wird zusätzlich zu Imdur eingesetzt, wenn doch ein Anfall auftritt. Es wirkt innerhalb von Minuten und hält etwa 15 bis 30 Minuten an. Patienten unter Imdur sollten immer ein schnellwirksames Nitrat bei sich tragen, weil das Langzeitmedikament den akuten Anfall nicht durchbricht.
Betablocker wie Metoprolol oder Bisoprolol sind die Basis der Angina-Prophylaxe und werden mit Imdur kombiniert, wenn ein einzelnes Medikament nicht ausreicht. Sie senken die Herzfrequenz und den Sauerstoffverbrauch über einen anderen Mechanismus und haben einen überlegenen Effekt auf die Mortalität nach Herzinfarkt. Kalziumantagonisten wie Amlodipin oder Diltiazem sind eine Alternative, wenn Betablocker kontraindiziert sind, etwa bei Asthma oder schwerer peripherer arterieller Verschlusskrankheit. Ivabradin senkt die Herzfrequenz über die Hemmung des If-Kanals im Sinusknoten und ist eine Option für Patienten, die Betablocker nicht vertragen. Die koronare Revaskularisation mit Stent oder Bypass bleibt die definitive Therapie, wenn die medikamentöse Prophylaxe nicht ausreicht oder die Angina trotz optimaler Therapie weiterhin die Lebensqualität einschränkt.
INN, Markennamen und Einstufung in Deutschland
INN (Internationaler Freiname): Isosorbidmononitrat
Verfügbare Markennamen in Deutschland: Imdur (AstraZeneca), Ismo (Abbott), Monoket (UCB), Isosorbidmononitrat-ratiopharm, Isosorbidmononitrat HEXAL und zahlreiche weitere Generika
ATC-Code: C01DA14
Formen und Stärken: Retardtabletten zu 20 mg, 30 mg, 40 mg und 60 mg
Hersteller: AstraZeneca (Imdur), diverse Generikahersteller (ratiopharm, HEXAL, AbZ, AL und weitere)
Registrierungsstatus in Deutschland: Registriert
Einstufung: Verschreibungspflichtig (Rx)
Die richtige Dosierung wählen
Die Anfangsdosis beträgt 20 mg oder 30 mg einmal täglich morgens. Die 20-mg-Tablette ist für empfindliche Patienten und ältere Menschen, die 30-mg-Tablette für die meisten Erwachsenen mit stabiler Angina. Nach ein bis zwei Wochen kann die Dosis auf 40 mg oder 60 mg erhöht werden, wenn die Angina weiterhin auftritt und die Verträglichkeit gut ist. Die 60-mg-Tablette ist die höchste Einzelstärke, und die maximale Tagesdosis liegt bei 120 mg, auch wenn sie selten benötigt wird. Die Tabletten werden unzerkaut mit Wasser geschluckt, mit oder ohne Nahrung, und die Einnahme erfolgt einmal täglich morgens, um die nitratfreie Pause in der Nacht zu gewährleisten.
Die Dosis muss so gewählt werden, dass der Patient über den Tag anginifrei ist, ohne dass die Nebenwirkungen die Lebensqualität einschränken. Die Kopfschmerzen sind ein Indikator für die Nitratwirkung, und sie müssen in Kauf genommen werden, bis die Toleranz sich entwickelt. Wer die Dosis zu schnell steigert, riskiert einen Blutdruckabfall mit Synkopen. Die langsame Eindosierung ist der Schlüssel zur Verträglichkeit. Vor Therapiebeginn sollte der Blutdruck im Sitzen und Stehen gemessen werden, und bei einem systolischen Wert unter 100 mmHg ist die Therapie nicht zu empfehlen. Die Nierenfunktion und Leberwerte sollten bei längerer Therapie regelmäßig kontrolliert werden.
In Deutschland ist Imdur verschreibungspflichtig. Über unsere Apotheke können Sie Imdur 20 mg, 30 mg, 40 mg und 60 mg ohne Rezept kaufen und in diskreter Verpackung in ganz Deutschland erhalten.
Häufig gestellte Fragen
Kann ich nach der Einnahme von Imdur Auto fahren?
In den ersten Tagen nicht, weil Schwindel und Hypotonie die Fahrtüchtigkeit beeinträchtigen können. Nach ein bis zwei Wochen, wenn der Körper sich an den Wirkstoff gewöhnt hat, ist das Autofahren meist wieder möglich. Testen Sie Ihre Reaktion, bevor Sie längere Strecken fahren.
Was mache ich, wenn ich eine Dosis vergesse?
Nehmen Sie die Tablette ein, sobald Sie daran denken, es sei denn, es ist fast Zeit für die nächste Dosis. Dann auslassen und mit dem normalen Zeitplan fortfahren. Verdoppeln Sie nicht. Eine doppelte Dosis am nächsten Morgen führt zu heftigen Kopfschmerzen und einem gefährlichen Blutdruckabfall.
Warum muss ich die Tablette morgens einnehmen?
Die Retardtablette wirkt über den Tag, und die Nacht bleibt als nitratfreie Pause frei. Diese Pause verhindert die Toleranzentwicklung, die bei durchgehender Nitratbelastung innerhalb weniger Tage eintritt und das Medikament wirkungslos macht. Wer Imdur abends nimmt, hat tagsüber keinen Schutz und riskiert nächtliche Angina-Anfälle.
Kann ich Imdur mit Viagra kombinieren?
Nein, auf keinen Fall. Die Kombination von Nitraten mit PDE-5-Hemmern wie Sildenafil kann einen lebensbedrohlichen Blutdruckabfall auslösen. Wenn Sie ein Nitrat einnehmen, dürfen Sie keine PDE-5-Hemmer anwenden, und wenn Sie einen PDE-5-Hemmer genommen haben, müssen Sie mindestens 24 Stunden warten, bevor Sie ein Nitrat erhalten.
Was kann ich gegen die Kopfschmerzen tun?
Die Kopfschmerzen sind ein Zeichen, dass der Wirkstoff arbeitet, und sie klingen nach zwei bis drei Wochen ab. Paracetamol oder Ibuprofen können helfen, aber die wirksamste Gegenmaßnahme ist die langsame Eindosierung mit der niedrigsten Dosis. Beginnen Sie nicht mit 60 mg, sondern mit 20 mg oder 30 mg, und steigern Sie die Dosis erst nach ein bis zwei Wochen.
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