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Isentress ist ein antiretrovirales Medikament zur Behandlung der HIV‑1‑Infektion, indem es die Vermehrung des Virus verhindert und die Viruslast senkt.
Medikamente Generic Isentress (Raltegravir) online Kaufen
In unserer deutschen Apotheke können Sie Isentress nur mit einem gültigen Rezept erwerben, mit Lieferung in ganz Deutschland innerhalb von 5‑14 Tagen. Diskrete und anonyme Verpackung.
Isentress wird zur Behandlung der HIV‑1‑Infektion bei Erwachsenen und Kindern (ab 4 Wochen) in Kombination mit anderen antiretroviralen Arzneimitteln eingesetzt. Das Medikament ist ein Integrasehemmer (Raltegravir), der die Integration der viralen DNA in das Wirtszellgenom blockiert, wodurch die Vermehrung des HI‑Virus verhindert wird.
Die übliche Dosierung von Isentress für Erwachsene beträgt 400 mg (eine Tablette) zweimal täglich. Für bestimmte Patientengruppen (z. B. mit begleitender Rifampicin‑Therapie) kann eine höhere Dosis von 800 mg zweimal täglich erforderlich sein.
Die Darreichungsform ist Filmtabletten (400 mg), Kautabletten (25 mg, 100 mg) oder Granulat zur Herstellung einer Suspension zum Einnehmen (100 mg).
Die Wirkung des Medikaments beginnt innerhalb weniger Wochen, eine vollständige Unterdrückung der Viruslast wird meist nach 12‑24 Wochen erreicht.
Die Wirkdauer beträgt 12 Stunden, daher zweimal tägliche Einnahme.
Alkoholkonsum wird während der Behandlung nicht empfohlen, da er die Leberfunktion beeinträchtigen kann.
Die häufigsten Nebenwirkungen sind Übelkeit, Durchfall, Kopfschmerzen, Müdigkeit und Schlafstörungen.
Möchten Sie Isentress auf Rezept ausprobieren?
Allgemeine Informationen zu Isentress
- INN (Internationaler Freiname): Raltegravir (als Kaliumsalz)
- In Deutschland verfügbare Markennamen: Isentress®, generische Produkte
- ATC‑Code: J05AJ01
- Darreichungsformen und Dosierungen: Filmtabletten – 400 mg; Kautabletten – 25 mg, 100 mg; Granulat zur Herstellung einer Suspension zum Einnehmen – 100 mg
- Hersteller in Deutschland: MSD Sharp & Dohme GmbH (Merck & Co.), Generikahersteller
- Zulassungsstatus in Deutschland: Zugelassen
- OTC / Rx‑Klassifizierung: Verschreibungspflichtig (Rx)
Wirkmechanismus und Pharmakologie
Isentress enthält Raltegravir, einen HIV‑Integrasehemmer der ersten Generation. Raltegravir hemmt die katalytische Aktivität des viralen Integrase‑Enzyms, das für die Insertion der proviralen DNA in das menschliche Genom erforderlich ist. Durch die Blockade dieses Schritts kann das Virus keine neuen infektiösen Partikel produzieren. Raltegravir wird über UGT1A1 glukuronidiert und hat keine signifikanten Wirkungen auf Cytochrom‑P450‑Enzyme. Es ist kein starker Inhibitor oder Induktor von CYP‑Isoenzymen.
Anwendungsgebiete
Isentress ist in Kombination mit anderen antiretroviralen Arzneimitteln zur Behandlung der HIV‑1‑Infektion bei Erwachsenen und Kindern ab einem Alter von 4 Wochen (≥3 kg Körpergewicht) indiziert. Es wird sowohl bei antiretroviral naiven Patienten als auch bei vorbehandelten Patienten (mit nachgewiesener Resistenz gegen andere Wirkstoffklassen) eingesetzt. Wegen des günstigen Nebenwirkungsprofils und der geringen Wechselwirkungen wird Raltegravir häufig in der Erstlinientherapie verwendet, insbesondere bei Patienten mit kardiovaskulären Risikofaktoren oder Schwangerschaft.
Wichtige Warnhinweise und Einschränkungen
Risikogruppen
Ältere Patienten: Keine spezifische Dosisanpassung, jedoch häufiger begleitende Nieren‑ oder Lebererkrankungen.
Schwangerschaft: Raltegravir kann während der Schwangerschaft angewendet werden, wenn der Nutzen das Risiko überwiegt (Kategorie C). In Schwangerschaftsregistern wurden keine erhöhten Malformationsraten festgestellt.
Stillzeit: Raltegravir geht in die Muttermilch über. HIV‑infizierte Mütter sollten nicht stillen, um eine HIV‑Übertragung zu vermeiden.
Verkehrstüchtigkeit und Alkohol
Fahren: Kann Schwindel oder Benommenheit verursachen – Vorsicht beim Führen von Fahrzeugen oder Bedienen von Maschinen.
Alkohol: Alkoholkonsum sollte vermieden werden, da er die Leberfunktion beeinträchtigen und das Risiko einer Laktatazidose erhöhen kann.
Dosierungsanleitung
Standarddosierungen
Erwachsene (einschließlich Schwangere): 400 mg (eine 400‑mg‑Filmtablette) zweimal täglich (alle 12 Stunden), unabhängig von den Mahlzeiten.
Kinder (4 Wochen bis 18 Jahre): Die Dosierung richtet sich nach dem Körpergewicht oder der Körperoberfläche; es stehen Kautabletten (25 mg, 100 mg) und Granulat zur Verfügung.
Bei gleichzeitiger Rifampicin‑Therapie (CYP3A4‑Induktion): Erhöhung der Dosis auf 800 mg zweimal täglich.
Die Filmtabletten sind im Ganzen zu schlucken; Kautabletten können gekaut oder zerkleinert werden.
Besondere Patientengruppen
Bei leichter bis mittelschwerer Niereninsuffizienz (eGFR ≥30 ml/min) ist keine Dosisanpassung erforderlich. Bei schwerer Niereninsuffizienz (eGFR
Nebenwirkungen und Kontraindikationen
Häufige Nebenwirkungen:
- Übelkeit
- Durchfall
- Kopfschmerzen
- Müdigkeit
- Schlafstörungen
- Schwindel
- Erhöhung der Kreatinkinase (CK) – meist asymptomatisch
Schwerwiegende Nebenwirkungen (ärztliche Hilfe erforderlich):
- Schwere Hautreaktionen (Stevens‑Johnson‑Syndrom, toxische epidermale Nekrolyse) – sehr selten
- Rhabdomyolyse (bei stark erhöhten CK‑Werten, insbesondere in Kombination mit Statinen)
- Hepatotoxizität (erhöhte Leberwerte, akute Hepatitis)
- Depressive Verstimmungen, Suizidalität (selten)
- Immunrekonstitutionssyndrom (bei Therapiebeginn)
Absolute Kontraindikationen:
- Überempfindlichkeit gegen Raltegravir oder einen sonstigen Bestandteil.
- Gleichzeitige Anwendung mit Arzneimitteln, die starke Induktoren von UGT1A1 sind (z. B. Rifampicin – Dosisanpassung möglich, aber nicht kontraindiziert, wenn Dosis erhöht wird).
Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten
Bedeutsame Wechselwirkungen bestehen mit:
- Rifampicin: Reduziert Raltegravir‑Spiegel um etwa 40 %; Dosis von Raltegravir auf 800 mg zweimal täglich erhöhen.
- Rifabutin, Efavirenz, Etravirin, Nevirapin, Tipranavir/Ritonavir: Können Raltegravir‑Spiegel senken – keine Dosisanpassung erforderlich, aber klinische Überwachung.
- Antazida (Magnesium‑, Aluminium‑, Kalzium‑haltig), Sucralfat, orale Eisen‑ oder Kalziumpräparate: Vermindern die Resorption von Raltegravir – getrennte Einnahme um mindestens 2 Stunden.
- Protonenpumpenhemmer (Omeprazol, Pantoprazol), H2‑Blocker (Famotidin, Ranitidin): Keine klinisch relevante Wechselwirkung.
- Statine (Atorvastatin, Rosuvastatin, Simvastatin): Keine signifikanten Wechselwirkungen, jedoch erhöhtes Risiko für Myopathie bei gleichzeitiger CK‑Erhöhung (selten).
- Orale Kontrazeptiva (Ethinylestradiol, Norethisteron): Keine signifikanten Wechselwirkungen.
- Methadon: Keine klinisch relevante Wechselwirkung.
Praktische Hinweise
Einnahme
Isentress sollte zweimal täglich (alle 12 Stunden) eingenommen werden, mit oder ohne Nahrung. Die Filmtabletten sind im Ganzen zu schlucken, nicht zu kauen oder zu zerkleinern. Kautabletten können gekaut, zerkleinert oder im Ganzen geschluckt werden. Granulat wird in einer kleinen Menge Wasser oder weicher Nahrung (z. B. Apfelmus, Joghurt) eingenommen. Wenn eine Dosis vergessen wurde, nehmen Sie sie ein, sobald Sie sich daran erinnern, es sei denn, es sind weniger als 6 Stunden bis zur nächsten Dosis; dann überspringen Sie die vergessene Dosis. Brechen Sie die Behandlung nicht ohne Rücksprache mit Ihrem Arzt ab.
Überwachung
Vor Therapiebeginn und während der Behandlung sind regelmäßige Kontrollen erforderlich:
- HIV‑Viruslast (alle 3‑6 Monate)
- CD4‑Zellzahl (alle 3‑6 Monate)
- Leberfunktion (ALT, AST, Bilirubin) – zu Beginn, dann nach 3‑6 Monaten
- Kreatinkinase (CK) – bei Muskelschmerzen oder Risikofaktoren
- Nierenfunktion (Kreatinin, eGFR)
Lagerung
Bei Raumtemperatur (20‑25°C) lagern, vor Feuchtigkeit und Hitze schützen. In der Originalverpackung aufbewahren, außerhalb der Reichweite von Kindern.
Alternative Medikamente
- Dolutegravir (Tivicay): Integrasehemmer der zweiten Generation, einmal täglich, höhere Resistenzbarriere, weniger Wechselwirkungen.
- Bictegravir (in Biktarvy): Moderne Einmal‑täglich‑Kombination mit Tenofoviralafenamid/Emtricitabin.
- Elvitegravir (in Stribild, Genvoya): Integrasehemmer, jedoch nur mit Cobicistat (Wechselwirkungen).
- Darunavir (Prezista) + Ritonavir: Proteasehemmer, aber mehr Nebenwirkungen.
- Efavirenz (Sustiva): NNRTI, aber neuropsychiatrische Nebenwirkungen.
Klinische Wirksamkeit
Raltegravir hat in klinischen Studien (BENCHMRK, STARTMRK, ONCEMRK) gezeigt, dass es bei antiretroviral naiven Patienten innerhalb von 48 Wochen bei über 80% der Patienten eine Viruslast unter 50 Kopien/ml erreicht, vergleichbar mit Efavirenz und anderen Integrasehemmern. In der Zweitlinientherapie bei Patienten mit Resistenz gegen andere Wirkstoffklassen ist Raltegravir ebenfalls wirksam. Es ist gut verträglich und hat ein geringes Potenzial für Wechselwirkungen, was es zu einer wichtigen Option für Patienten mit Komorbiditäten macht. Allerdings muss die zweimal tägliche Einnahme beachtet werden; Dolutegravir (einmal täglich) ist heute oft bevorzugt.
Wichtig: Isentress erfordert eine ärztliche Überwachung und darf nur auf Verschreibung angewendet werden. Eine HIV‑Therapie darf nicht eigenmächtig unterbrochen werden, da dies zu einem Wiederaufflammen der Virusvermehrung und Resistenzentwicklung führen kann. Bei Auftreten von schweren Nebenwirkungen (insbesondere Hautausschlag, Muskelschmerzen, Gelbsucht) suchen Sie sofort einen Arzt auf. Informieren Sie Ihren Arzt über alle Medikamente, insbesondere über Rifampicin und magnesium‑/aluminiumhaltige Antazida, vor Beginn der Behandlung.
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