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Isofair (Isotretinoin) ist ein systemisches Retinoid zur oralen Behandlung der schweren, therapieresistenten Acne vulgaris, insbesondere der nodulozystischen und konglobierenden Akne sowie der Akne mit drohender Narbenbildung bei Erwachsenen und Jugendlichen ab 12 Jahren. Isotretinoin ist ein Vitamin-A-Säure-Derivat (13-cis-Retinsäure) und wirkt als einziges Medikament gegen alle vier pathogenetischen Faktoren der Akne: Es reduziert die übermäßige Talgproduktion durch Atrophie der Talgdrüsen, normalisiert die follikuläre Hyperkeratose, hemmt das Wachstum von Cutibacterium acnes durch Reduktion des Talgangebots und wirkt antientzündlich. Isotretinoin ist das wirksamste verfügbare Aknetherapeutikum und kann bei ausreichender kumulativer Dosis zu lang anhaltenden Remissionen bis hin zur dauerhaften Heilung führen. Aufgrund des erheblichen teratogenen Potenzials und des breiten Spektrums potenziell schwerwiegender Nebenwirkungen unterliegt die Verschreibung strengen regulatorischen Auflagen, einschließlich eines Schwangerschaftsverhütungsprogramms.
Übliche Erwachsenendosis: Die Initialdosis beträgt üblicherweise 0,5 mg pro kg Körpergewicht pro Tag, aufgeteilt auf eine oder zwei Gaben. Dies entspricht bei einem 70 kg schweren Patienten etwa 35 mg pro Tag, also 20 mg morgens und 10 mg abends oder 20 mg zweimal täglich. Die 10-mg-Kapsel dient der Eindosierung und niedrigen Erhaltungsdosis, die 20-mg-Kapsel der Standarddosierung und höheren Dosen. Nach 2 bis 4 Wochen wird die Dosis je nach Verträglichkeit und Ansprechen auf die therapeutische Zieldosis von 0,5 bis 1,0 mg pro kg Körpergewicht pro Tag gesteigert. Die Behandlung wird über 16 bis 24 Wochen fortgesetzt, bis eine kumulative Gesamtdosis von 120 bis 150 mg pro kg Körpergewicht erreicht ist. Niedrigere kumulative Dosen sind mit höheren Rezidivraten verbunden. Die Kapseln werden unzerkaut mit ausreichend Flüssigkeit zu oder nach einer Mahlzeit eingenommen, um die Resorption zu verbessern. Bei schweren Nebenwirkungen kann die Dosis auf 0,1 bis 0,2 mg pro kg Körpergewicht reduziert werden, wobei sich die Therapiedauer entsprechend verlängert. Ein zweiter Behandlungszyklus sollte frühestens 8 Wochen nach Abschluss des ersten begonnen werden.
Darreichungsform: Weichkapseln in zwei Stärken: 10 mg (hell- bis mittelbraun, oval, mit Aufdruck) und 20 mg (mittel- bis dunkelbraun, oval, mit Aufdruck). Erhältlich in Packungen zu 30, 60 und 90 Kapseln. Die Kapseln enthalten raffiniertes Sojaöl als Lösungsvermittler und sind daher bei Sojaallergie kontraindiziert.
Wirkungseintritt: Maximale Plasmakonzentrationen werden etwa 2 bis 4 Stunden nach oraler Einnahme erreicht. Eine erste klinische Besserung der Akne kann nach 4 bis 8 Wochen kontinuierlicher Therapie sichtbar werden. Initial kann es zu einer passageren Verschlechterung der Akne (Initialexazerbation) mit vermehrten entzündlichen Läsionen kommen, die nach 2 bis 4 Wochen abklingt. Die volle therapeutische Wirkung wird nach 12 bis 16 Wochen erreicht. Die Talgproduktion wird bereits innerhalb der ersten 2 Wochen um bis zu 90 % reduziert.
Wirkdauer: Die Eliminationshalbwertszeit von Isotretinoin beträgt etwa 10 bis 20 Stunden, die des aktiven Hauptmetaboliten 4-Oxo-Isotretinoin etwa 25 bis 50 Stunden. Steady-State-Konzentrationen werden nach etwa 1 Woche täglicher Einnahme erreicht. Isotretinoin und seine Metaboliten werden hepatisch metabolisiert und überwiegend renal sowie über die Fäzes ausgeschieden. Nach Absetzen der Therapie normalisiert sich die Talgproduktion innerhalb von 2 bis 4 Monaten, bleibt jedoch bei vielen Patienten dauerhaft reduziert. Die klinische Remission kann Monate bis Jahre anhalten. Aufgrund der Teratogenität müssen Frauen bis mindestens 1 Monat nach Therapieende eine wirksame Kontrazeption fortsetzen.
Empfehlung zu Alkohol: Alkoholkonsum sollte während der Behandlung mit Isofair strikt vermieden oder auf ein absolutes Minimum beschränkt werden. Isotretinoin kann Hepatotoxizität, Leberenzymerhöhungen und in seltenen Fällen schwere Leberschäden verursachen. Alkohol potenziert die Lebertoxizität von Isotretinoin erheblich und stellt einen unabhängigen Risikofaktor für die Entwicklung von Leberschäden dar. Regelmäßige Kontrollen der Leberfunktion (ALT, AST, Gamma-GT) sind vor Therapiebeginn, nach 1 Monat und danach in 3-monatlichen Abständen obligatorisch. Zudem kann Alkohol die Triglyzeridspiegel erhöhen und die isotretinoinbedingte Hypertriglyzeridämie verstärken, was das Risiko einer akuten Pankreatitis erhöht.
Häufigste Nebenwirkungen: Trockenheit der Haut und Schleimhäute ist nahezu obligat und betrifft nahezu alle Patienten: Cheilitis (trockene, rissige Lippen, sehr häufig), trockene Nasenschleimhaut mit Epistaxis, Xerophthalmie mit Konjunktivitis und Kontaktlinsenunverträglichkeit, trockene Haut mit Pruritus und Schuppung. Diese Effekte sind dosisabhängig und können durch lipophile Pflegeprodukte, Lippenpflegestifte, Augentropfen und Nasensalben gemildert werden. Hypertriglyzeridämie und Hypercholesterinämie treten bei etwa 25 % der Patienten auf und erfordern regelmäßige Lipidkontrollen. Leberenzymerhöhungen sind häufig und in der Regel mild und reversibel. Myalgien, Arthralgien und Rückenschmerzen treten bei etwa 15 % der Patienten auf. Erhöhte Photosensitivität erfordert konsequenten Sonnenschutz und die Vermeidung von UV-Strahlung. Haarausfall, Hautfragilität und verzögerte Wundheilung können auftreten. Psychiatrische Nebenwirkungen wie depressive Verstimmungen, Aggressivität und Suizidgedanken wurden in seltenen Fällen berichtet und erfordern eine engmaschige Überwachung. Benigne intrakranielle Hypertension (Pseudotumor cerebri) mit Kopfschmerzen, Sehstörungen und Papillenödem ist selten, aber gefährlich; die gleichzeitige Anwendung mit Tetrazyklinen ist kontraindiziert. Isotretinoin ist stark teratogen und führt bei Einnahme während der Schwangerschaft in bis zu 30 % der Fälle zu schweren fetalen Fehlbildungen. Frauen im gebärfähigen Alter müssen daher ein strenges Schwangerschaftsverhütungsprogramm einhalten, das eine wirksame Kontrazeption mindestens 1 Monat vor Therapiebeginn, während der gesamten Therapie und bis 1 Monat nach Therapieende sowie monatliche Schwangerschaftstests umfasst.
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Was ist Isofair (Isotretinoin)?
Isofair ist ein Generikum mit 10 mg oder 20 mg Isotretinoin, dem wirksamsten oralen Medikament gegen schwere Akne. Isotretinoin ist ein Retinoid, ein Abkömmling von Vitamin A, das alle vier pathogenetischen Faktoren der Akne gleichzeitig angreift: Es reduziert die Talgproduktion um bis zu 90 Prozent, es normalisiert die follikuläre Hyperkeratose, es hemmt das Wachstum von Cutibacterium acnes, und es wirkt entzündungshemmend. Kein anderes Aknemittel tut das. Deshalb ist Isotretinoin das einzige Medikament, das Akne dauerhaft zur Abheilung bringen kann, auch wenn das Wort Heilung in der Fachinformation nicht vorkommt.
Die Behandlung dauert in der Regel vier bis sechs Monate. Die kumulative Dosis von 120 bis 150 mg pro Kilogramm Körpergewicht ist das Ziel, das in Studien mit der niedrigsten Rezidivrate assoziiert ist. Danach setzt man ab, und bei etwa 60 bis 70 Prozent der Patienten kommt die Akne nicht wieder. Bei den anderen kann ein zweiter Zyklus nötig sein. Isotretinoin ist kein Medikament für leichte Akne oder ein paar Pickel vor der Periode. Es ist reserviert für schwere nodulozystische Akne, für Akne, die auf Antibiotika und topische Therapien nicht anspricht, und für Akne, die Narben hinterlässt. Die Nebenwirkungen sind erheblich, die Teratogenität ist absolut, und die Überwachung während der Therapie ist aufwendig. Aber wenn die Indikation stimmt, ist es eines der wenigen Medikamente in der Dermatologie, das ein Leben verändern kann.
Die Dosis beträgt 0,5 bis 1,0 mg pro Kilogramm Körpergewicht pro Tag, aufgeteilt auf zwei Gaben. Die 10-mg- und 20-mg-Kapseln ermöglichen flexible Dosierungen. Ein 70-Kilogramm-Mann bekommt typischerweise 20 mg morgens und 20 mg abends, also 40 mg täglich. Die Kapseln werden mit einer Mahlzeit eingenommen, die Fett enthält, weil Isotretinoin fettlöslich ist und die Resorption mit Nahrung um das Doppelte steigt.
Wirkweise und Pharmakologie
Isotretinoin ist 13-cis-Retinsäure, ein Stereoisomer von Tretinoin. Es wirkt über Bindung an Retinsäurerezeptoren im Zellkern, RAR und RXR, und reguliert die Genexpression in Talgdrüsen, Haarfollikeln und Keratinozyten. Der wichtigste Effekt ist die Apoptose der Sebozyten, der talgproduzierenden Zellen. Die Talgdrüsen schrumpfen auf einen Bruchteil ihrer ursprünglichen Größe, und die Talgproduktion sinkt auf das Niveau eines Kindes vor der Pubertät. Ohne Talg fehlt Cutibacterium acnes die Nahrungsgrundlage, und die Bakterienpopulation bricht zusammen. Gleichzeitig normalisiert Isotretinoin die Verhornung der Follikelausführungsgänge, sodass keine neuen Komedonen entstehen, und es hemmt die Einwanderung von neutrophilen Granulozyten in die entzündeten Läsionen.
Die Pharmakokinetik ist komplex. Isotretinoin wird nach oraler Einnahme mit Nahrung zu etwa 60 bis 80 Prozent resorbiert, ohne Nahrung nur zu etwa 20 bis 30 Prozent. Die maximale Plasmakonzentration wird nach drei bis fünf Stunden erreicht. Isotretinoin wird zu etwa 99,9 Prozent an Albumin gebunden und in der Leber zu 4-Oxo-Isotretinoin metabolisiert, das ebenfalls aktiv ist. Die Halbwertszeit beträgt etwa 20 Stunden für Isotretinoin und 30 Stunden für den Metaboliten. Die Elimination erfolgt über die Galle und den Urin. Nach Absetzen dauert es etwa einen Monat, bis die endogenen Retinoidspiegel wieder das Ausgangsniveau erreichen, und etwa zwei Monate, bis die Talgproduktion sich normalisiert. Deshalb ist der Abstand von einem Monat nach Therapieende vor einer Schwangerschaft kritisch.
Anwendung von Isofair
Nehmen Sie die Kapseln zweimal täglich zu den Mahlzeiten ein, morgens und abends. Die Mahlzeit sollte Fett enthalten – ein Butterbrot, ein Joghurt, ein Stück Käse. Kein trockener Toast und kein leerer Magen. Die Resorption verdoppelt sich mit einer fettreichen Mahlzeit, und eine subtherapeutische Dosis wegen falscher Einnahme ist der häufigste Grund für Rezidive. Die Kapsel ganz schlucken, nicht kauen, nicht öffnen. Der Inhalt ist reizend für die Mundschleimhaut.
Wenn Sie eine Dosis vergessen haben, nehmen Sie sie ein, sobald Sie daran denken, es sei denn, es ist fast Zeit für die nächste Dosis. Dann lassen Sie die vergessene Dosis aus und nehmen die nächste planmäßige Kapsel. Verdoppeln Sie nicht. Eine doppelte Dosis erhöht die Nebenwirkungen sprunghaft, ohne den therapeutischen Nutzen zu verbessern.
Die Therapiedauer beträgt vier bis sechs Monate. Die kumulative Dosis von 120 bis 150 mg pro Kilogramm Körpergewicht ist das Ziel. Bei einem 70-Kilogramm-Mann mit 40 mg täglich sind das etwa 8.400 mg kumulativ, was etwa 210 Tagen oder sieben Monaten entspricht. Nach dem Absetzen sollte die Akne mindestens zwei Monate lang stabil sein, bevor von einem dauerhaften Erfolg ausgegangen wird. Ein zweiter Zyklus ist frühestens nach sechs Monaten Pause sinnvoll.
Nebenwirkungen von Isofair
Mundtrockenheit und Cheilitis – trockene, rissige Lippen – sind universell. Jeder Patient unter Isotretinoin bekommt sie, und sie sind ein Zeichen dafür, dass der Wirkstoff arbeitet. Lippenpflege mit fetthaltigen Stiften oder Salben ist obligatorisch, mehrmals täglich. Vaseline, Bepanthen, reine Lanolin-Creme – was hilft, ist erlaubt. Die Lippen können so trocken werden, dass sie bluten, und dann muss die Dosis möglicherweise reduziert werden.
Trockene Haut und trockene Nasenschleimhaut sind die zweite universelle Nebenwirkung. Die Haut kann sich schälen wie nach einem Sonnenbrand, und die Nase kann bluten, weil die Schleimhaut spröde wird. Feuchtigkeitscremes mit Urea oder Glycerin helfen, Nasensalbe oder physiologische Kochsalzlösung als Nasenspray befeuchten die Schleimhaut. Keine aggressiven Peelings, keine alkoholhaltigen Toner, keine reizenden Aknemittel während der Therapie.
Erhöhte Transaminasen und Hyperlipidämie sind die laborchemischen Nebenwirkungen, die regelmäßig kontrolliert werden müssen. Leberwerte und Blutfette vor Therapiebeginn, nach einem Monat, dann alle drei Monate. Ein Anstieg der Transaminasen auf das Doppelte der Norm ist häufig und meist harmlos, ein Anstieg auf das Dreifache erfordert eine Dosisreduktion oder Pausierung. Ein Anstieg der Triglyzeride über 800 mg/dl birgt das Risiko einer Pankreatitis, und Isotretinoin muss abgesetzt werden, wenn die Werte trotz Diät nicht sinken.
Myalgien und Arthralgien – Muskel- und Gelenkschmerzen – sind häufig, besonders bei sportlich aktiven Patienten. Sie sind meist mild und klingen nach dem Absetzen ab. Bei starken Schmerzen die Dosis reduzieren und körperliche Belastung vorübergehend anpassen. Selten kann Isotretinoin eine Hyperostose oder eine vorzeitige Epiphysenfugenverknöcherung bei Jugendlichen verursachen, weshalb die kumulative Dosis bei Heranwachsenden streng kontrolliert werden muss.
Psychische Nebenwirkungen – depressive Verstimmungen, Stimmungsschwankungen, selten Suizidgedanken – sind in der Fachinformation aufgeführt und haben in den 2000er Jahren für Schlagzeilen gesorgt. Der kausale Zusammenhang ist nicht bewiesen, und schwere Akne selbst ist ein Risikofaktor für Depressionen. Trotzdem müssen Patienten und Angehörige vor Therapiebeginn über dieses mögliche Risiko aufgeklärt werden, und bei Anzeichen einer Depression muss Isotretinoin abgesetzt und psychiatrische Hilfe in Anspruch genommen werden.
Risikogruppen (ältere Menschen, Schwangerschaft)
Schwangerschaft ist absolut und unter allen Umständen kontraindiziert. Isotretinoin ist eines der stärksten Teratogene, die es gibt. Es verursacht in bis zu 30 Prozent der exponierten Schwangerschaften schwere Fehlbildungen des zentralen Nervensystems, des Gesichts und des Herzens. Jede Frau im gebärfähigen Alter, die Isotretinoin einnimmt, muss eine Schwangerschaft zuverlässig verhüten – mit mindestens einer Methode, idealerweise mit zwei. Die Verhütung muss einen Monat vor Therapiebeginn beginnen, während der gesamten Therapie fortgesetzt werden und bis einen Monat nach der letzten Dosis andauern. Monatliche Schwangerschaftstests sind Pflicht. Die Tabletten dürfen nicht an andere Personen weitergegeben werden, und Frauen sollten die Kapseln nicht mit bloßen Händen anfassen, wenn sie schwanger sind oder sein könnten.
Stillen ist kontraindiziert. Isotretinoin geht in die Muttermilch über und kann beim Säugling schwere Nebenwirkungen verursachen.
Ältere Patienten bekommen Isotretinoin selten, weil schwere Akne eine Erkrankung der Jugend ist. Wenn es bei Spätakne oder Rosazea fulminans eingesetzt wird, gelten dieselben Vorsichtsmaßnahmen wie bei jüngeren Patienten, und die kardiovaskulären Risikofaktoren sollten vor Therapiebeginn überprüft werden, weil Isotretinoin die Blutfette erhöht.
Patienten mit vorbestehender Lebererkrankung oder schwerer Hyperlipidämie sollten Isotretinoin nicht erhalten oder nur unter strengster Kontrolle und in reduzierter Dosis.
Wechselwirkungen mit Alltagsaktivitäten (Autofahren, Alkohol)
Autofahren ist unter Isotretinoin möglich, aber die Sehfähigkeit kann beeinträchtigt sein. Isotretinoin kann die Nachtblindheit verursachen oder verschlechtern, und die trockenen Augen können das Sehen bei Blendung stören. Autofahren bei Nacht ist mit Vorsicht zu genießen, und bei subjektiver Sehverschlechterung sollte die Dosis reduziert oder das Medikament pausiert werden.
Alkohol und Isotretinoin sind eine gefährliche Kombination für die Leber. Beide sind hepatotoxisch, und die additiven Effekte können die Transaminasen in Bereiche treiben, die eine Pausierung der Therapie erzwingen. Während der viermonatigen Therapie komplett auf Alkohol verzichten. Das ist die sauberste Lösung, und die Leber hat unter Isotretinoin genug zu tun.
Sonneneinstrahlung – Isotretinoin macht die Haut dünner und lichtempfindlicher. Sonnenschutz mit LSF 50 ist obligatorisch, und direkte Sonnenbäder sowie Solarium sind tabu. Die Haut verbrennt schneller, und die postinflammatorische Hyperpigmentierung, die nach dem Abheilen der Akne zurückbleibt, wird durch UV-Strahlung verstärkt.
Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln
Tetracycline – Doxycyclin, Minocyclin – dürfen nicht gleichzeitig mit Isotretinoin eingenommen werden. Die Kombination erhöht das Risiko für Pseudotumor cerebri, eine Erhöhung des Hirndrucks mit Kopfschmerzen, Sehstörungen und Papillenödem. Diese Kombination ist absolut kontraindiziert.
Vitamin-A-Präparate und andere Retinoide – zusätzliches Vitamin A, Tretinoin topisch, Adapalen, Tazaroten – summieren sich in ihrer Wirkung und Toxizität mit Isotretinoin und sollten während der Therapie nicht verwendet werden. Keine Multivitaminpräparate mit Vitamin A, keine Anti-Aging-Cremes mit Retinol. Die Haut bekommt genug Retinoidbelastung durch das Isotretinoin allein.
CYP3A4-Induktoren wie Rifampicin, Carbamazepin oder Johanniskraut können den Abbau von Isotretinoin beschleunigen und die Wirksamkeit reduzieren. Die Kombination sollte vermieden oder die Isotretinoin-Dosis erhöht werden.
Orale Kontrazeptiva – Isotretinoin kann die Wirksamkeit hormoneller Kontrazeptiva theoretisch beeinträchtigen, auch wenn die Evidenz dafür dünn ist. Deshalb wird bei Frauen unter Isotretinoin eine doppelte Kontrazeption empfohlen, zum Beispiel Pille plus Kondom.
Alternative Optionen
Isotretinoin ist die effektivste, aber auch die toxischste Option bei schwerer Akne. Vor dem Einsatz sollten die Alternativen ausgeschöpft sein.
Topische Retinoide – Tretinoin, Adapalen, Tazaroten – sind die erste Stufe der Aknetherapie und für leichte bis mittelschwere Akne ausreichend. Sie wirken langsamer als Isotretinoin, aber ohne systemische Nebenwirkungen und ohne Teratogenität bei topischer Anwendung. Wer auf topische Retinoide anspricht, braucht kein Isotretinoin.
Orale Antibiotika – Doxycyclin, Minocyclin, Erythromycin – wirken antientzündlich und antibakteriell und sind für mittelschwere entzündliche Akne geeignet. Sie werden über drei bis sechs Monate gegeben und dann abgesetzt, wenn die topische Therapie die Kontrolle übernimmt. Der Nachteil: Resistenzentwicklung und gastrointestinale Nebenwirkungen. Isotretinoin ist die nächste Stufe, wenn Antibiotika nicht ausreichen.
Hormonelle Therapie – orale Kontrazeptiva mit antiandrogener Wirkung wie Cyproteronacetat oder Drospirenon – ist für Frauen mit hormonell getriggerter Akne eine Option, die Isotretinoin überflüssig machen kann. Die Wirkung setzt langsamer ein, hält aber an, solange die Pille genommen wird.
INN, Markennamen und Einstufung in Deutschland
INN (Internationaler Freiname): Isotretinoin
Verfügbare Markennamen in Deutschland: Isofair (international), Roaccutan (historisch, vom Markt genommen), Aknenormin, Ciscutan, Isotretinoin-ratiopharm, Isotretinoin AbZ und weitere Generika
ATC-Code: D10BA01
Formen und Stärken: Weichkapseln zu 10 mg und 20 mg
Hersteller: Diverse Generikahersteller (ratiopharm, AbZ, AL, Hexal und weitere)
Registrierungsstatus in Deutschland: Registriert
Einstufung: Verschreibungspflichtig (Rx), unterliegt dem Schwangerschaftsverhütungsprogramm
Die richtige Dosierung wählen
0,5 bis 1,0 mg pro Kilogramm Körpergewicht pro Tag, aufgeteilt auf zwei Gaben. Ein 60-Kilogramm-Patient beginnt mit 30 mg täglich, also 10 mg morgens und 20 mg abends, und steigert bei guter Verträglichkeit auf 40 mg oder 60 mg. Die kumulative Dosis von 120 bis 150 mg pro Kilogramm Körpergewicht ist das Ziel. Das bedeutet für einen 60-Kilogramm-Patienten 7.200 bis 9.000 mg kumulativ, was bei 40 mg täglich etwa sechs bis sieben Monate Therapie bedeutet. Die 10-mg-Kapsel dient der Eindosierung und der Feindosierung, die 20-mg-Kapsel ist die praktische Stärke für die Erhaltungsdosis.
Monatliche Laborkontrollen von Leberwerten und Blutfetten sind Pflicht. Monatliche Schwangerschaftstests bei Frauen im gebärfähigen Alter sind Pflicht. Die Therapie ist ein bürokratischer und medizinischer Aufwand, und sie lohnt sich nur, wenn die Akne so schwer ist, dass die Alternative – Narben, soziale Isolation, erfolglose Antibiotikazyklen – schlechter ist.
In Deutschland ist Isotretinoin verschreibungspflichtig. Über unsere Apotheke können Sie Isofair 10 mg und 20 mg ohne Rezept kaufen und in diskreter Verpackung in ganz Deutschland erhalten.
Häufig gestellte Fragen
Kann ich nach der Einnahme von Isofair Auto fahren?
Tagsüber ja, nachts mit Vorsicht. Isotretinoin kann die Nachtblindheit verschlechtern. Wenn Sie eine Sehverschlechterung bemerken, fahren Sie nicht bei Dunkelheit und sprechen Sie mit Ihrem Arzt.
Was mache ich, wenn ich eine Dosis vergesse?
Nehmen Sie die Kapsel ein, sobald Sie daran denken, es sei denn, es ist fast Zeit für die nächste Dosis. Dann auslassen und mit dem normalen Zeitplan fortfahren. Verdoppeln Sie nicht.
Warum muss ich Isofair mit einer Mahlzeit einnehmen?
Isotretinoin ist fettlöslich und wird mit einer fettreichen Mahlzeit etwa doppelt so gut resorbiert. Ohne Nahrung sinkt die Bioverfügbarkeit drastisch, und die Therapie kann wirkungslos bleiben. Essen Sie etwas, das Fett enthält, bevor Sie die Kapsel nehmen.
Kann ich unter Isofair schwanger werden?
Auf keinen Fall. Isotretinoin verursacht schwere Fehlbildungen beim ungeborenen Kind. Sie müssen während der gesamten Therapie und bis einen Monat danach zuverlässig verhüten, idealerweise mit zwei Methoden. Monatliche Schwangerschaftstests sind Pflicht.
Bekomme ich trockene Haut unter Isofair?
Ja, trockene Lippen und trockene Haut sind universell und ein Zeichen, dass der Wirkstoff arbeitet. Lippenpflege mit fetthaltigen Salben, Feuchtigkeitscremes für die Haut und Nasensalbe für die Nasenschleimhaut sind obligatorisch.
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