Istamet

Generic Istamet (Sitagliptin/Metformin)

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Istamet (Sitagliptin/Metformin-Hydrochlorid, in Deutschland als Janumet oder Velmetia bekannt) ist ein orales Kombinationspräparat zur Behandlung des Diabetes mellitus Typ 2 bei Erwachsenen. Es wird eingesetzt, wenn eine Monotherapie mit Metformin allein in Kombination mit Diät und körperlicher Aktivität nicht ausreicht, um eine ausreichende Blutzuckerkontrolle zu erreichen, oder wenn die Kombination beider Wirkstoffe bereits als separate Tabletten stabil eingestellt ist. Sitagliptin ist ein selektiver Dipeptidylpeptidase-4-Hemmer (DPP-4-Hemmer, Gliptin), der den Abbau der Inkretinhormone GLP-1 und GIP hemmt und dadurch die glukoseabhängige Insulinsekretion steigert und die Glukagonfreisetzung supprimiert. Metformin ist ein Biguanid, das die hepatische Glukoneogenese hemmt, die intestinale Glukoseresorption reduziert und die periphere Insulinempfindlichkeit erhöht. Die Kombination vereint zwei komplementäre Wirkmechanismen und verbessert die glykämische Kontrolle ohne das erhöhte Hypoglykämierisiko und die Gewichtszunahme, die für Sulfonylharnstoffe oder Insulin typisch sind.

Übliche Erwachsenendosis: Die Dosierung sollte individuell auf der Grundlage der aktuellen Therapie und der Verträglichkeit festgelegt werden. Die übliche Dosis beträgt eine Tablette zu 50 mg Sitagliptin und 1000 mg Metformin zweimal täglich zu den Mahlzeiten. Die Tabletten werden unzerkaut mit einem Glas Wasser eingenommen, vorzugsweise zu oder unmittelbar nach den Mahlzeiten, um die gastrointestinale Verträglichkeit der Metformin-Komponente zu verbessern. Bei Patienten, die von einer Kombinationstherapie mit separaten Tabletten umgestellt werden, sollte die Dosis der Einzelkomponenten übernommen werden. Die maximale Tagesdosis beträgt 100 mg Sitagliptin und 2000 mg Metformin, aufgeteilt auf zwei Gaben. Eine einschleichende Dosierung wird empfohlen, um gastrointestinale Nebenwirkungen zu minimieren; hierfür stehen auch niedrigere Wirkstärken (50/500 mg, 50/850 mg) zur Verfügung. Bei Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion muss die Dosis anhand der eGFR angepasst werden: Bei eGFR 45–59 ml/min beträgt die maximale Tagesdosis 50 mg Sitagliptin und 1000 mg Metformin; bei eGFR 30–44 ml/min ist Metformin kontraindiziert und die Kombinationstherapie muss beendet werden. Die Behandlung sollte vorübergehend unterbrochen werden bei akuten Zuständen, die die Nierenfunktion beeinträchtigen können, wie Dehydratation, schwere Infektionen oder Schock, sowie vor jodhaltigen Kontrastmitteluntersuchungen.

Darreichungsform: Filmtabletten mit 50 mg Sitagliptin (als Phosphat-Monohydrat) und 1000 mg Metformin-Hydrochlorid. Die Tabletten sind kapselförmig, rot, mit der Prägung "577" auf einer Seite. Weitere verfügbare Wirkstärken umfassen 50/500 mg (hellrosa, rund), 50/850 mg (rosa, rund) und 50/1000 mg (rot, kapselförmig). Erhältlich in Packungen zu 28, 56, 98 und 196 Tabletten.

Wirkungseintritt: Maximale Plasmakonzentrationen werden für Sitagliptin etwa 1 bis 4 Stunden und für Metformin etwa 2,5 Stunden nach oraler Einnahme erreicht. Die DPP-4-Hemmung durch Sitagliptin setzt innerhalb von Stunden ein und hält über 24 Stunden an. Eine klinisch bedeutsame Blutzuckersenkung mit Reduktion des HbA1c-Wertes kann nach 2 bis 4 Wochen gemessen werden. Die maximale Wirkung auf den HbA1c wird nach etwa 12 bis 24 Wochen kontinuierlicher Therapie erreicht.

Wirkdauer: Die Eliminationshalbwertszeit von Sitagliptin beträgt etwa 12,5 Stunden, die von Metformin etwa 6,5 Stunden. Die zweimal tägliche Gabe gewährleistet eine durchgehende Blutzuckerkontrolle über 24 Stunden. Sitagliptin wird überwiegend unverändert renal ausgeschieden (ca. 80 %), Metformin wird unverändert renal eliminiert. Bei eingeschränkter Nierenfunktion besteht das Risiko der Akkumulation beider Wirkstoffe, insbesondere von Metformin mit der Gefahr einer Laktatazidose.

Empfehlung zu Alkohol: Alkoholkonsum sollte während der Behandlung mit Istamet stark eingeschränkt oder vollständig vermieden werden. Das in Istamet enthaltene Metformin birgt in Kombination mit übermäßigem Alkoholkonsum ein erhöhtes Risiko für die Entwicklung einer Laktatazidose, einer seltenen, aber potenziell lebensbedrohlichen Stoffwechselentgleisung. Alkohol potenziert die Hemmung der hepatischen Glukoneogenese durch Metformin und kann die Laktatclearance beeinträchtigen, insbesondere bei gleichzeitiger Nahrungskarenz oder Leberfunktionsstörung. Zudem kann Alkohol die Blutzuckerkontrolle beeinträchtigen, Hypoglykämien begünstigen (insbesondere bei gleichzeitiger Anwendung anderer Antidiabetika) und die Leber schädigen. Patienten mit Diabetes mellitus sollten den Alkoholkonsum auf ein moderates Maß beschränken und niemals auf nüchternen Magen Alkohol trinken.

Häufigste Nebenwirkungen: Gastrointestinale Beschwerden wie Übelkeit, Erbrechen, Durchfall, Bauchschmerzen und Appetitlosigkeit sind sehr häufig zu Beginn der Therapie und auf die Metformin-Komponente zurückzuführen. Diese Symptome können durch einschleichende Dosierung und Einnahme zu den Mahlzeiten minimiert werden und sind in der Regel vorübergehend. Kopfschmerzen, Hypoglykämie (insbesondere in Kombination mit Sulfonylharnstoffen oder Insulin), periphere Ödeme und Gelenkschmerzen sind gelegentlich. Infektionen der oberen Atemwege und Nasopharyngitis wurden unter Sitagliptin berichtet. Laktatazidose ist eine sehr seltene, aber potenziell tödliche Komplikation der Metformin-Therapie und tritt insbesondere bei Patienten mit Niereninsuffizienz, schwerer Lebererkrankung, Herzinsuffizienz, Sepsis oder Alkoholexzess auf. Warnsymptome sind Übelkeit, Erbrechen, Bauchschmerzen, tiefe und schnelle Atmung (Kußmaul-Atmung), Hypothermie und Somnolenz; bei Verdacht ist die Therapie sofort abzubrechen und eine notärztliche Behandlung einzuleiten. Akute Pankreatitis wurde unter Sitagliptin in seltenen Fällen berichtet; Patienten sollten über das Risiko informiert und bei starken Bauchschmerzen angewiesen werden, die Therapie zu unterbrechen und ärztliche Hilfe zu suchen. Schwere und behindernde Gelenkschmerzen wurden unter DPP-4-Hemmern beschrieben. Die Nierenfunktion sollte vor Therapiebeginn und mindestens jährlich kontrolliert werden. Istamet ist kontraindiziert bei diabetischer Ketoazidose, schwerer Niereninsuffizienz (eGFR unter 30 ml/min), akuten Zuständen mit Risiko für Nierenfunktionsstörungen, schwerer Leberfunktionsstörung und Alkoholismus.

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Was ist Istamet (Sitagliptin/Metformin)?

Istamet ist eine Fixkombination aus zwei oralen Antidiabetika, die an völlig unterschiedlichen Stellen in den Glukosestoffwechsel eingreifen. Sitagliptin ist ein DPP-4-Hemmer, Metformin ist ein Biguanid. Beide senken den Blutzucker, aber auf komplementäre Weise, und genau das macht die Kombination so effektiv. Metformin bremst die hepatische Glukoneogenese und verbessert die Insulinempfindlichkeit in der Peripherie. Sitagliptin verlängert die Wirkung der Inkretinhormone GLP-1 und GIP, die nach dem Essen die Insulinfreisetzung ankurbeln und die Glukagonausschüttung drosseln. Das eine reduziert die Zuckerproduktion in der Leber, das andere optimiert die Insulinantwort auf Mahlzeiten. Zusammen decken sie die beiden Hauptdefekte des Typ-2-Diabetes ab: Insulinresistenz und Betazelldysfunktion.

Die Fixkombination ist für Patienten gedacht, die mit Metformin allein nicht ausreichend eingestellt sind und denen ein zweiter Wirkstoff in einer Tablette das Leben erleichtert. Weniger Tabletten, weniger vergessene Dosen, bessere Adhärenz. Die Evidenz für beide Einzelwirkstoffe ist solide. Metformin ist seit Jahrzehnten der Goldstandard, Sitagliptin hat in großen Endpunktstudien kardiovaskuläre Sicherheit gezeigt. Kein erhöhtes Herzinfarktrisiko, keine Gewichtszunahme, kaum Hypoglykämien. Das ist das, was man von einem modernen Antidiabetikum erwartet.

Die Stärke 50/1000 mg bedeutet 50 mg Sitagliptin und 1000 mg Metformin pro Tablette. Die übliche Dosis ist eine Tablette zweimal täglich zu den Mahlzeiten, morgens und abends. Das entspricht der maximalen Tagesdosis von 100 mg Sitagliptin und 2000 mg Metformin, aufgeteilt auf zwei Gaben, um die gastrointestinale Verträglichkeit von Metformin zu verbessern.

Wirkweise und Pharmakologie

Metformin ist ein Biguanid, dessen primärer Wirkmechanismus die Hemmung der hepatischen Glukoneogenese ist. Es reduziert die mitochondriale Atmungskette in der Leber, senkt den ATP-Spiegel und aktiviert die AMP-aktivierte Proteinkinase, was die Expression glukoneogenetischer Enzyme herunterfährt. Die Leber produziert weniger Zucker, der Nüchternblutzucker sinkt. Zusätzlich verbessert Metformin die Insulinempfindlichkeit in der Skelettmuskulatur und im Fettgewebe, reduziert die intestinale Glukoseresorption und moduliert das Darmmikrobiom. Es ist ein pleiotropes Medikament, das an mehreren Fronten gleichzeitig wirkt, ohne die Insulinsekretion direkt zu stimulieren. Deshalb verursacht es allein keine Hypoglykämien.

Sitagliptin hemmt die Dipeptidylpeptidase-4, das Enzym, das die Inkretinhormone GLP-1 und GIP innerhalb von Minuten nach ihrer Freisetzung abbaut. GLP-1 wird nach dem Essen von den L-Zellen des Darms ausgeschüttet, stimuliert die glukoseabhängige Insulinsekretion aus den Betazellen und hemmt die Glukagonfreisetzung aus den Alphazellen des Pankreas. Indem Sitagliptin den Abbau von GLP-1 blockiert, verlängert es dessen Wirkung und verstärkt die physiologische Insulinantwort auf Mahlzeiten. Die Insulinfreisetzung ist glukoseabhängig – je höher der Blutzucker, desto stärker der Effekt. Das ist der Grund, warum DPP-4-Hemmer kaum Hypoglykämien verursachen, anders als Sulfonylharnstoffe, die die Insulinsekretion unabhängig vom Blutzucker ankurbeln.

Die Pharmakokinetik beider Wirkstoffe ist unkompliziert. Metformin wird nicht hepatisch metabolisiert, sondern unverändert renal ausgeschieden. Die Bioverfügbarkeit beträgt etwa 50 bis 60 Prozent, die maximale Plasmakonzentration wird nach etwa zweieinhalb Stunden erreicht, die Halbwertszeit beträgt etwa sechs Stunden. Sitagliptin wird nach oraler Einnahme schnell resorbiert, die maximale Plasmakonzentration wird nach ein bis vier Stunden erreicht. Es wird überwiegend renal ausgeschieden, etwa 80 Prozent unverändert. Die Halbwertszeit beträgt etwa zwölf Stunden, was die zweimal tägliche Gabe in der Fixkombination sinnvoll macht, auch wenn Sitagliptin allein einmal täglich gegeben werden kann. Bei Niereninsuffizienz ist die Clearance beider Wirkstoffe reduziert, und die Dosis muss angepasst werden.

Anwendung von Istamet

Nehmen Sie eine Tablette zweimal täglich zu den Mahlzeiten ein, morgens und abends. Die Einnahme mit Nahrung ist für Metformin essenziell. Es reduziert die gastrointestinalen Nebenwirkungen, die in den ersten Wochen bei vielen Patienten auftreten, und verbessert die Verträglichkeit so weit, dass die meisten dabei bleiben. Wer Metformin auf nüchternen Magen nimmt, riskiert Durchfall, Übelkeit und Bauchschmerzen, die den Therapieerfolg gefährden, weil der Patient die Tabletten irgendwann weglässt.

Die Tablette unzerkaut mit einem Glas Wasser schlucken. Nicht teilen, nicht kauen. Die Fixkombination ist in verschiedenen Stärken erhältlich, und die 50/1000-mg-Tablette ist die höchste. Wer weniger Metformin verträgt oder eine niedrigere Dosis benötigt, bekommt die 50/500-mg- oder 50/850-mg-Variante. Die Dosierung muss individuell angepasst werden, und die Fixkombination ist erst sinnvoll, wenn die Einzelwirkstoffe eindosiert sind und die Verträglichkeit feststeht.

Wenn Sie eine Dosis vergessen haben, nehmen Sie sie ein, sobald Sie daran denken, es sei denn, es ist fast Zeit für die nächste Dosis. Dann lassen Sie die vergessene Dosis aus und nehmen die nächste planmäßige Tablette. Verdoppeln Sie nicht. Eine Doppeldosis Metformin von 2000 mg auf einmal führt zu schwerem Durchfall und Übelkeit, und das Risiko für eine Laktatazidose steigt, wenn auch minimal bei normaler Nierenfunktion.

Nebenwirkungen von Istamet

Gastrointestinale Beschwerden sind die Domäne von Metformin und der häufigste Grund für Therapieabbrüche. Durchfall, Übelkeit, Bauchschmerzen, Blähungen, metallischer Geschmack – etwa 20 bis 30 Prozent der Patienten erleben diese Symptome in den ersten Wochen. Die langsame Eindosierung – mit 500 mg beginnen und alle ein bis zwei Wochen steigern – reduziert die Beschwerden erheblich. Die Einnahme zu den Mahlzeiten ist obligatorisch. Nach etwa vier bis sechs Wochen gewöhnt sich der Darm an das Medikament, und die Symptome klingen ab. Wenn sie persistieren, hilft der Wechsel auf die Retardformulierung von Metformin, die langsamer freisetzt und besser verträglich ist.

Laktatazidose ist die gefürchtetste, aber extrem seltene Nebenwirkung von Metformin. Die Inzidenz liegt bei etwa drei bis zehn Fällen pro hunderttausend Patientenjahre, und fast immer liegt eine Kontraindikation vor – schwere Niereninsuffizienz, Leberversagen, Herzinsuffizienz mit Hypoxie, Alkoholabusus. Symptome sind Übelkeit, Erbrechen, Bauchschmerzen, tiefe und schnelle Atmung, Verwirrtheit. Bei Verdacht sofort Metformin absetzen und den Notarzt rufen. Die Laktatazidose ist ein medizinischer Notfall mit einer Mortalität von 30 bis 50 Prozent, aber bei Beachtung der Kontraindikationen ist sie praktisch immer vermeidbar.

Hypoglykämien sind unter der Kombination Sitagliptin und Metformin selten, weil keiner der beiden Wirkstoffe die Insulinsekretion unabhängig vom Blutzucker stimuliert. In Kombination mit Sulfonylharnstoffen oder Insulin kann das Hypoglykämierisiko jedoch steigen, und die Dosis dieser Begleitmedikamente muss möglicherweise reduziert werden.

Obere Atemwegsinfekte und Kopfschmerzen sind die häufigsten Nebenwirkungen von Sitagliptin, in den Zulassungsstudien etwas häufiger als unter Placebo, aber klinisch kaum relevant. Pankreatitis ist ein seltenes, aber ernstes Risiko, das für alle DPP-4-Hemmer diskutiert wird. Starke Bauchschmerzen, die in den Rücken ausstrahlen, erfordern die sofortige Abklärung und das Absetzen des Medikaments.

Risikogruppen (ältere Menschen, Schwangerschaft)

Schwangerschaft und Stillzeit – Metformin wird in der Schwangerschaft zunehmend eingesetzt, bei Gestationsdiabetes und bei polyzystischem Ovarialsyndrom, und gilt als sicher. Sitagliptin ist in der Schwangerschaft nicht ausreichend untersucht und sollte während der Schwangerschaft und Stillzeit nicht eingenommen werden. Die Fixkombination ist in der Schwangerschaft kontraindiziert. Frauen mit Typ-2-Diabetes, die eine Schwangerschaft planen, sollten auf Insulin umgestellt werden.

Ältere Patienten über 65 Jahre vertragen die Kombination in der Regel gut, aber die Nierenfunktion ist im Alter oft eingeschränkt, und die Metformin-Dosis muss entsprechend angepasst werden. Kreatinin-Clearance vor Therapiebeginn und mindestens jährlich kontrollieren. Bei Clearance unter 60 ml/min ist die Dosis zu reduzieren, bei Clearance unter 30 ml/min ist Metformin kontraindiziert. Für Sitagliptin gilt: Bei Clearance unter 50 ml/min Dosisreduktion auf 50 mg einmal täglich, bei Clearance unter 30 ml/min auf 25 mg einmal täglich. Die Fixkombination ist bei eingeschränkter Nierenfunktion oft nicht geeignet, weil die Dosisanpassung der Einzelkomponenten unterschiedlich ist.

Patienten mit schwerer Leberinsuffizienz sollten Metformin nicht erhalten, weil die Leber für die Laktat-Clearance zuständig ist und eine Leberfunktionsstörung das Risiko für Laktatazidose erhöht. Sitagliptin ist bei schwerer Leberinsuffizienz nicht untersucht und sollte vermieden werden.

Wechselwirkungen mit Alltagsaktivitäten (Autofahren, Alkohol)

Autofahren ist unter Istamet problemlos möglich, solange der Blutzucker stabil ist und keine Hypoglykämien auftreten. Wer zusätzlich Sulfonylharnstoffe oder Insulin einnimmt, sollte vor Fahrtantritt den Blutzucker messen und bei Werten unter 90 mg/dl eine kleine Kohlenhydratmahlzeit zu sich nehmen.

Alkohol und Metformin sind eine potenziell gefährliche Kombination. Alkohol hemmt die hepatische Glukoneogenese und kann bei nüchternem Magen zu Hypoglykämien führen, besonders in Kombination mit Metformin. Gleichzeitig erhöht Alkohol das Risiko für Laktatazidose, weil er die Laktat-Clearance in der Leber beeinträchtigt. Ein Glas Wein zum Abendessen, wenn die Tablette mit der Mahlzeit eingenommen wurde, ist für die meisten Patienten vertretbar. Regelmäßiger oder starker Alkoholkonsum ist unter Metformin kontraindiziert. Die Fachinformation empfiehlt, den Alkoholkonsum während der Therapie auf ein Minimum zu reduzieren.

Kontrastmittel mit Jod – Metformin muss vor der Gabe von jodhaltigen Kontrastmitteln pausiert werden, weil die Kontrastmittel die Nierenfunktion akut verschlechtern können und das Risiko für Laktatazidose steigt. Metformin am Tag der Untersuchung absetzen und erst 48 Stunden nach der Kontrastmittelgabe wieder einnehmen, nachdem die Nierenfunktion kontrolliert wurde.

Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln

Kortikosteroide und Thiaziddiuretika erhöhen den Blutzucker und können die Wirkung von Sitagliptin und Metformin abschwächen. Die Blutzuckerkontrolle sollte bei Beginn und nach Absetzen dieser Medikamente engmaschiger sein, und die Dosis der Antidiabetika muss möglicherweise angepasst werden.

Sulfonylharnstoffe und Insulin – die Kombination mit DPP-4-Hemmern erhöht das Hypoglykämierisiko, weil die Insulinsekretion additiv stimuliert wird. Die Dosis der Sulfonylharnstoffe sollte bei Beginn der Sitagliptin-Therapie reduziert werden, um Hypoglykämien zu vermeiden.

ACE-Hemmer und Angiotensin-Rezeptor-Blocker – die Kombination mit Sitagliptin erhöht das Risiko für Angioödeme geringfügig, ein Effekt, der bei allen DPP-4-Hemmern beobachtet wird. Patienten sollten über die Symptome – Schwellung von Lippen, Zunge oder Gesicht – aufgeklärt werden und bei ersten Anzeichen sofort den Arzt kontaktieren.

Kationische Medikamente wie Cimetidin, Ranitidin oder Trimethoprim können die renale Clearance von Metformin reduzieren und die Plasmaspiegel erhöhen. Die Kombination ist nicht kontraindiziert, aber die Nierenfunktion sollte engmaschiger kontrolliert werden, und bei steigenden Kreatininwerten muss die Metformin-Dosis reduziert werden.

Alternative Optionen

Istamet ist eine effektive Fixkombination, aber nicht die einzige Option für Typ-2-Diabetes. Die Alternativen richten sich nach dem individuellen HbA1c-Ziel, den Begleiterkrankungen und dem Hypoglykämierisiko.

Metformin plus SGLT2-Hemmer wie Empagliflozin oder Dapagliflozin – diese Kombination hat kardiovaskuläre und renale Vorteile, die in großen Endpunktstudien belegt sind. SGLT2-Hemmer senken den Blutzucker unabhängig von Insulin, verursachen Gewichtsverlust und reduzieren Hospitalisierungen wegen Herzinsuffizienz. Der Nachteil: höheres Risiko für genitale Pilzinfektionen und die seltene, aber gefährliche Ketoazidose.

Metformin plus GLP-1-Rezeptor-Agonisten wie Liraglutid oder Semaglutid – diese Kombination ist potenter als die Kombination mit DPP-4-Hemmern und führt zu mehr Gewichtsverlust. Der Nachteil: Injektion statt Tablette, und mehr gastrointestinale Nebenwirkungen, besonders Übelkeit in den ersten Wochen.

Metformin plus Sulfonylharnstoffe wie Glimepirid – die klassische Kombination, billig und effektiv, aber mit höherem Hypoglykämierisiko und Gewichtszunahme. Für ältere Patienten mit erhöhtem Sturzrisiko sind Sulfonylharnstoffe weniger geeignet.

Metformin-Monotherapie in optimaler Dosis – bevor eine Fixkombination begonnen wird, sollte Metformin bis zur maximal verträglichen Dosis von 2000 mg täglich ausgereizt sein. Viele Patienten erreichen ihr HbA1c-Ziel allein mit Metformin, ohne einen zweiten Wirkstoff zu benötigen.

INN, Markennamen und Einstufung in Deutschland

INN (Internationaler Freiname): Sitagliptin und Metformin
Verfügbare Markennamen in Deutschland: Janumet (MSD), Velmetia (MSD), Sitagliptin/Metformin-ratiopharm, Sitagliptin/Metformin HEXAL und weitere Generika. Istamet ist ein international vertriebener Markenname.
ATC-Code: A10BD07
Formen und Stärken: Filmtabletten zu 50/500 mg, 50/850 mg und 50/1000 mg
Hersteller: MSD (Janumet, Velmetia), diverse Generikahersteller
Registrierungsstatus in Deutschland: Registriert
Einstufung: Verschreibungspflichtig (Rx)

Die richtige Dosierung wählen

50/1000 mg zweimal täglich ist die maximale Tagesdosis und nur für Patienten geeignet, die bereits auf diese Dosen der Einzelwirkstoffe eingestellt sind. Die Eindosierung sollte mit den Einzelwirkstoffen erfolgen, beginnend mit Metformin 500 mg einmal täglich, langsam steigend auf 1000 mg zweimal täglich über mehrere Wochen. Sitagliptin wird mit 50 mg einmal täglich begonnen und kann auf 100 mg einmal täglich gesteigert werden. Erst wenn beide Wirkstoffe in der Zieldosis gut vertragen werden, ist der Wechsel auf die Fixkombination sinnvoll.

Die Nierenfunktion muss vor Therapiebeginn und mindestens jährlich kontrolliert werden. Bei eingeschränkter Nierenfunktion ist die Dosis anzupassen, und die Fixkombination ist oft nicht die richtige Wahl, weil die Dosierungen der Einzelkomponenten unterschiedlich reduziert werden müssen.

In Deutschland ist die Kombination verschreibungspflichtig. Über unsere Apotheke können Sie Istamet 50/1000 mg ohne Rezept kaufen und in diskreter Verpackung in ganz Deutschland erhalten.

Häufig gestellte Fragen

Kann ich nach der Einnahme von Istamet Auto fahren?
Ja, solange Ihr Blutzucker stabil ist und Sie keine Hypoglykämien haben. Wenn Sie zusätzlich Sulfonylharnstoffe oder Insulin einnehmen, messen Sie Ihren Blutzucker vor Fahrtantritt.

Was mache ich, wenn ich eine Dosis vergesse?
Nehmen Sie die Tablette ein, sobald Sie daran denken, es sei denn, es ist fast Zeit für die nächste Dosis. Dann auslassen und mit dem normalen Zeitplan fortfahren. Verdoppeln Sie nicht.

Warum muss ich Istamet zu den Mahlzeiten einnehmen?
Metformin verursacht häufig Magen-Darm-Beschwerden, und die Einnahme mit einer Mahlzeit reduziert diese Nebenwirkungen erheblich. Außerdem wirkt Sitagliptin auf die Insulinantwort nach dem Essen und sollte idealerweise mit der Mahlzeit eingenommen werden.

Kann Istamet Unterzucker verursachen?
Allein ist das Risiko gering, weil weder Metformin noch Sitagliptin die Insulinsekretion unabhängig vom Blutzucker anregen. In Kombination mit Sulfonylharnstoffen oder Insulin steigt das Risiko jedoch, und die Dosis dieser Begleitmedikamente muss möglicherweise reduziert werden.

Darf ich unter Istamet Alkohol trinken?
Ein Glas Wein gelegentlich zu einer Mahlzeit ist vertretbar. Regelmäßiger oder starker Alkoholkonsum erhöht das Risiko für Unterzucker und Laktatazidose und sollte vermieden werden.

Lieferinformationen für Deutschland

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