Lioresal

Generic Lioresal (Baclofen)

Wählen Dosen
Paket auswählen
Versand weltweit
Paketzustellung Versicherungs
Nächster Kauf 10% Rabatt

Lioresal ist eine Entsprechung von GABS, er wird verwendet, um Steifkeit von Muskeln zu behandeln, erleichtert Konvulsionen und das Befestigen.

Medikamente Generic Lioresal (Baclofen) online Kaufen


In unserer deutschen Apotheke können Sie Lioresal (Baclofen) ohne Rezept kaufen, mit Lieferung in ganz Deutschland innerhalb von 5‑14 Tagen. Diskrete und anonyme Verpackung.

Lioresal (Wirkstoff: Baclofen) ist ein zentral wirksames Muskelrelaxans (Myotonolytikum) zur Behandlung von krankhaft erhöhter Muskelspannung (Spastizität). Es wird bei neurologischen Erkrankungen wie Multipler Sklerose, Rückenmarkserkrankungen oder -verletzungen sowie bei Spastizität zerebralen Ursprungs (z. B. nach Schlaganfall oder bei infantiler Zerebralparese) eingesetzt. Baclofen ist ein chemisches Analogon des hemmenden Neurotransmitters Gamma‑Aminobuttersäure (GABA) und stimuliert die GABAB-Rezeptoren im Rückenmark. Dadurch wird die Erregungsübertragung auf die Muskulatur gedämpft, der Muskeltonus reduziert und schmerzhafte Muskelkrämpfe werden gelindert, ohne die neuromuskuläre Erregungsübertragung selbst zu beeinträchtigen[reference:0][reference:1].

Die übliche Dosis von Lioresal (Baclofen 10 mg / 25 mg) beträgt: Die Therapie wird einschleichend begonnen, um Nebenwirkungen möglichst gering zu halten. Für Erwachsene wird eine initiale Tagesdosis von 15 mg Baclofen (z. B. 5 mg morgens, 5 mg mittags, 5 mg abends) empfohlen, verteilt auf 2‑4 Einzeldosen[reference:2][reference:3]. Die Tagesdosis kann frühestens jeden 3. Tag in Schritten von 5‑15 mg gesteigert werden[reference:4]. Die übliche optimale Erhaltungsdosis liegt bei 30‑75 mg pro Tag, weiterhin auf 2‑4 Einzeldosen verteilt[reference:5]. Die maximal empfohlene Tagesdosis beträgt 75 mg Baclofen; nur in seltenen Ausnahmefällen (in der Regel unter stationären Bedingungen) können bis zu 90‑120 mg pro Tag erforderlich sein[reference:6]. Bei Kindern richtet sich die Dosierung nach dem Körpergewicht (Initial ca. 0,3 mg/kg/Tag, übliche Erhaltungsdosis 0,75‑2 mg/kg/Tag, max. Tagesdosis für Kinder unter 8 Jahren: 40 mg, über 8 Jahre: 60 mg)[reference:7][reference:8].
Darreichungsform: Filmtabletten mit 10 mg und 25 mg Baclofen. Die 10‑mg‑Tabletten sind in gleiche Hälften teilbar, die 25‑mg‑Tabletten haben eine Bruchkerbe zur Erleichterung des Schluckens, nicht zur Teilung in gleiche Dosen[reference:9].
Wirkungseintritt: Die muskelrelaxierende Wirkung setzt innerhalb weniger Stunden ein, maximale Plasmakonzentrationen werden etwa 2 Stunden nach oraler Gabe erreicht[reference:10].
Wirkdauer: Die Plasmahalbwertszeit von oral verabreichtem Baclofen beträgt etwa 6,8 ± 0,7 Stunden, was die Aufteilung der Tagesdosis auf 2‑4 Einzelgaben erforderlich macht[reference:11].
Alkoholempfehlung: Während der Behandlung mit Lioresal ist der Konsum von Alkohol strikt zu vermeiden, da Alkohol die sedierende Wirkung erheblich verstärken und das Risiko schwerwiegender Nebenwirkungen (Atemdepression, Koma) erhöhen kann[reference:12].
Die häufigsten Nebenwirkungen sind: Schläfrigkeit (Sedierung), Schwindel, Muskelschwäche, Müdigkeit, Übelkeit, Kopfschmerzen und Verwirrtheitszustände, insbesondere zu Beginn der Therapie[reference:13].

Möchten Sie Lioresal (Baclofen) ohne Rezept ausprobieren?

Allgemeine Informationen über Lioresal (Baclofen)

  • INN (Internationale Nicht-Eigentumsbezeichnung): Baclofen
  • In Deutschland verfügbare Markennamen: Lioresal® (Original, nicht mehr im Markt), Baclofen-neuraxpharm®, Baclofen-ratiopharm, Baclofen AL, Baclofen STADA, Baclofen dura, sowie zahlreiche weitere Generika[reference:14][reference:15].
  • ATC‑Code: M03BX01[reference:16]
  • Darreichungsformen und Dosierungen: Filmtabletten mit 10 mg und 25 mg Baclofen (als Hydrochlorid). Zusätzlich sind intrathekale Lösungen für die direkte Applikation in den Spinalkanal erhältlich.
  • Hersteller in Deutschland (Auswahl): neuraxpharm Arzneimittel GmbH, ratiopharm GmbH, ALIUD Pharma GmbH, Sintetica GmbH, durachemie GmbH, STADAPHARM GmbH, Hexal AG[reference:17][reference:18].
  • Registrierungsstatus in Deutschland: Zugelassen
  • OTC / Rx‑Klassifikation: Verschreibungspflichtig (Rezeptpflichtig, Rx)[reference:19].

Wirkmechanismus und Pharmakologie

Baclofen ist ein chemisches Analogon des hemmenden Neurotransmitters Gamma‑Aminobuttersäure (GABA). Es wirkt als Agonist an GABAB-Rezeptoren im Rückenmark und verstärkt dort die präsynaptische Hemmung, wodurch die Erregungsübertragung auf die Motoneurone gedämpft wird[reference:20][reference:21]. Die Folge ist eine Abnahme des spastischen Muskeltonus und der pathologischen Massenreflexe (z. B. Kloni) ohne Beeinträchtigung der neuromuskulären Erregungsübertragung selbst[reference:22]. Nach oraler Gabe wird Baclofen rasch und nahezu vollständig resorbiert, die Bioverfügbarkeit ist jedoch dosisabhängig[reference:23]. Maximale Plasmakonzentrationen werden etwa 2 Stunden nach der Einnahme erreicht[reference:24]. Die Plasmahalbwertszeit beträgt etwa 6,8 Stunden; die Ausscheidung erfolgt überwiegend unverändert über die Nieren[reference:25]. Das Verteilungsvolumen beträgt 0,7 l/kg, die Plasmaproteinbindung liegt bei ca. 30 %[reference:26].

Anwendungsgebiete

  • Erwachsene: Behandlung der Spastizität der Skelettmuskulatur bei Multipler Sklerose, Rückenmarkserkrankungen oder -verletzungen sowie bei Spastizität zerebralen Ursprungs (z. B. nach Schlaganfall)[reference:27].
  • Kinder und Jugendliche (0‑ Symptomatische Behandlung einer Spastizität zerebraler Genese, insbesondere bei infantiler Zerebralparese, nach zerebrovaskulären Ereignissen oder bei neoplastischen/degenerativen Hirnerkrankungen. Ebenfalls zugelassen für die Behandlung von Spastizität bei Rückenmarkserkrankungen infektiöser, degenerativer, traumatischer, neoplastischer oder unbekannter Genese (z. B. Multiple Sklerose, spinale Paraplegie, amyotrophe Lateralsklerose, traumatische Paraplegie)[reference:28][reference:29].
  • Nicht geeignet für: Spastizität bei rheumatischen Erkrankungen, Parkinsonismus oder peripheren Verletzungen (fehlende Wirksamkeit)[reference:30].

Wichtige Warnungen und Einschränkungen

Risikogruppen

  • Epilepsie und zerebrale Anfallsleiden: Kontraindikation, da Baclofen die Krampfschwelle senken kann[reference:31][reference:32].
  • Terminale Niereninsuffizienz: Kontraindikation, da Baclofen überwiegend renal eliminiert wird und sich toxische Spiegel aufbauen können[reference:33].
  • Überempfindlichkeit: Gegen den Wirkstoff oder einen sonstigen Bestandteil (insbesondere Lactose). Tabletten auf Weizenstärke‑Basis enthalten sehr geringe Mengen Gluten, sind jedoch für Zöliakiepatienten verträglich; bei Weizenallergie kontraindiziert[reference:34].
  • Schwangerschaft und Stillzeit: Baclofen passiert die Plazenta und geht in die Muttermilch über. Die Anwendung sollte nur nach strenger Nutzen-Risiko-Abwägung erfolgen, da tierexperimentelle Studien Hinweise auf ein erhöhtes Risiko für Nabelbrüche (Omphalocelen) bei Ratten zeigten[reference:35][reference:36]. In der Stillzeit wird die Anwendung nicht empfohlen, oder es muss abgestillt werden[reference:37].
  • Eingeschränkte Nieren- oder Leberfunktion, Atemstörungen, Blasenentleerungsstörungen, Magen‑Darm‑Ulzera: Besondere Vorsicht geboten; Dosisanpassung und engmaschige Überwachung erforderlich[reference:38].
  • Ältere Patienten (≥ 65 Jahre): Erhöhte Empfindlichkeit für Nebenwirkungen; niedrigere Startdosis (5‑10 mg/Tag) wird empfohlen[reference:39].

Fahrtauglichkeit und Alkohol

Baclofen kann eine ausgeprägte Schläfrigkeit, Benommenheit, Muskelschwäche und Koordinationsstörungen verursachen, die die Verkehrstüchtigkeit und die Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen erheblich beeinträchtigen können[reference:40]. Während der Behandlung ist das Führen von Fahrzeugen zu unterlassen. Alkohol verstärkt diese Effekte in gefährlichem Maße und ist strikt zu vermeiden[reference:41].

Dosierungsanleitung

  • Erwachsene: Einschleichende Therapie mit 15 mg/Tag (z. B. 5 mg morgens, mittags, abends), verteilt auf 2‑4 Einzeldosen[reference:42]. Steigerung der Tagesdosis in 5‑15‑mg‑Schritten frühestens jeden 3. Tag. Übliche Erhaltungsdosis 30‑75 mg/Tag. Max. Tagesdosis 75 mg (stationär ausnahmsweise bis 120 mg möglich)[reference:43]. Die Behandlung sollte regelmäßig über den Tag verteilt eingenommen werden, vorzugsweise zu den Mahlzeiten (mit etwas Flüssigkeit oder Milch)[reference:44].
  • Kinder (0‑ Beginn mit sehr niedriger Dosierung (ca. 0,3 mg/kg/Tag), aufgeteilt auf 2‑4 Einzelgaben (vorzugsweise 4 Gaben). Vorsichtige Steigerung in etwa wöchentlichen Intervallen. Übliche Erhaltungsdosis 0,75‑2 mg/kg/Tag. Maximale Tagesdosis für Kinder unter 8 Jahren: 40 mg, über 8 Jahre: 60 mg[reference:45].
  • Ältere Patienten: Niedrigere Anfangsdosis (5‑10 mg/Tag) empfehlenswert.
  • Niereninsuffizienz (Hämodialysepatienten): Besonders niedrige Dosis, z. B. 5 mg täglich[reference:46].
  • Therapiedauer: Langzeittherapie; bei fehlendem Nutzen nach 6‑8 Wochen bei maximaler Dosis ist ein Abbruch zu erwägen[reference:47]. Nach längerer Anwendung (› 2‑3 Monate) darf Baclofen nicht abrupt abgesetzt werden (Absetzsymptome: Verwirrtheit, Halluzinationen, Krampfanfälle, Rebound‑Spastik); die Dosis ist über etwa 3 Wochen ausschleichend zu reduzieren[reference:48].

Nebenwirkungen und Kontraindikationen

Sehr häufige/häufige Nebenwirkungen (≥ 1/100 bis < 1/10)

  • Schläfrigkeit (Sedierung, Somnolenz) – vor allem zu Beginn der Therapie[reference:49]
  • Schwindel, Kopfschmerzen, Tremor, Ataxie (Gangunsicherheit)[reference:50]
  • Muskelschwäche (Asthenie), Müdigkeit, Verwirrtheit
  • Übelkeit, Erbrechen, Obstipation, Mundtrockenheit
  • Hypotonie (Blutdruckabfall)

Gelegentliche bis seltene Nebenwirkungen (< 1/1000)

  • Parästhesien, Schlafstörungen, Albträume, Halluzinationen[reference:51]
  • Erhöhung der Leberenzyme (SGOT, SGPT) – dosisabhängig und reversibel[reference:52]
  • Harnverhalt (erschwertes Wasserlassen), Erektile Dysfunktion
  • Zentrales Schlafapnoe‑Syndrom (bei hohen Dosen, ≥ 100 mg)[reference:53]

Seltene, schwerwiegende Nebenwirkungen (< 1/10.000)

  • Respiratorische Depression (Atemdepression), Bradykardie, Hypotonie bis Schock
  • Krampfanfälle (insbesondere bei plötzlichem Absetzen oder bei Epilepsiepatienten)
  • Serotonin‑Syndrom (bei gleichzeitiger Gabe serotonerger Substanzen)
  • Schwere allergische Reaktionen (Angioödem, anaphylaktischer Schock)
  • Entzugserscheinungen: nach abruptem Absetzen können Delirium, Halluzinationen, Psychosen, Krampfanfälle, Status epilepticus, Tachykardie, Hyperthermie, Rhabdomyolyse und eine vorübergehende Verstärkung der Spastik auftreten[reference:54][reference:55].

Absolute Kontraindikationen

  • Überempfindlichkeit gegen Baclofen oder einen sonstigen Bestandteil (z. B. Lactose)[reference:56].
  • Epilepsie und andere zerebrale Anfallsleiden (Kontraindikation wegen Senkung der Krampfschwelle)[reference:57].
  • Terminale Niereninsuffizienz (Kreatinin‑Clearance < 15 ml/min).
  • Gleichzeitige Einnahme von Alkohol (gefährliche Wechselwirkungen)[reference:58].

Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln

  • Alkohol und zentral dämpfende Substanzen (Benzodiazepine, Opioide, Barbiturate, Neuroleptika, sedierende Antidepressiva, andere Muskelrelaxanzien): Additive Verstärkung der sedierenden, atemdepressiven und hypotensiven Wirkungen. Gleichzeitige Anwendung vermeiden oder Dosis reduzieren, Alkohol strikt vermeiden[reference:59].
  • Antihypertensiva (blutdrucksenkende Mittel): Verstärkte Blutdrucksenkung – besonders sorgfältige Blutdruckkontrolle erforderlich[reference:60].
  • Trizyklische Antidepressiva: Mögliche Verstärkung der muskelrelaxierenden Wirkung[reference:61].
  • Nephrotoxische Arzneimittel (z. B. Aminoglykoside, NSAR): Können die renale Baclofen‑Ausscheidung reduzieren und damit das Toxizitätsrisiko erhöhen[reference:62].
  • Lithium: Kann die muskelrelaxierende Wirkung von Baclofen verstärken.
  • CYP450‑Interaktionen: Keine relevanten Interaktionen bekannt, da Baclofen vorwiegend renal und nicht hepatisch über CYP‑Enzyme eliminiert wird.

Praktische Hinweise

  • Einnahme: Die Tabletten sollten vorzugsweise zu den Mahlzeiten mit etwas Flüssigkeit oder mit Milch eingenommen werden, um die Magenverträglichkeit zu verbessern[reference:63]. Bei Einnahme auf nüchternen Magen ist eine vermehrte Sedierung möglich. Die Tagesdosis ist auf 2‑4 Einzelgaben zu verteilen (z. B. morgens, mittags, abends, ggf. vor dem Schlafengehen). Die 10‑mg‑Tabletten sind teilbar; die 25‑mg‑Tabletten haben eine Bruchkerbe nur zum einfacheren Schlucken, nicht zur exakten Dosisaufteilung[reference:64].
  • Kontrolle von Nebenwirkungen: Zu Beginn der Therapie sind häufige ärztliche Kontrollen erforderlich, insbesondere auf Muskelschwäche, Sturzgefahr, Verwirrtheit, Blutdrucksenkung und Krampfanfälle. Regelmäßige Kontrolle der Nierenfunktion (Kreatinin), Leberenzyme und bei Risikopatienten der Atemfunktion wird empfohlen[reference:65].
  • Absetzen: Bei einer Behandlungsdauer von mehr als 2‑3 Monaten darf Baclofen nicht abrupt abgesetzt werden. Die Dosis ist langsam über etwa 3 Wochen auszuschleichen, um Entzugserscheinungen (Rebound‑Spastik, Halluzinationen, Krampfanfälle) zu vermeiden[reference:66].
  • Lagerung: Bei Raumtemperatur (15‑25 °C) in der Originalverpackung, trocken und vor Licht geschützt, außerhalb der Reichweite von Kindern aufbewahren.
  • Überdosierung: Symptome sind schwere Sedierung, Bewusstseinstrübung bis Koma, Atemdepression, Hypotonie, Bradykardie, Krampfanfälle. Bei Verdacht sofort Notarzt (112) rufen. Es gibt kein spezifisches Antidot; die Behandlung ist symptomatisch (Atem‑ und Kreislaufunterstützung, ggf. Magenspülung, Aktivkohle). Bei Nierenversagen kann eine Hämodialyse sinnvoll sein[reference:67].

Alternative Medikamente (bei Unverträglichkeit oder Kontraindikation)

  • Tizanidin (Sirdalud, Tizanidin Generika): Zentraler alpha‑2‑Adrenozeptor‑Agonist, ebenfalls bei Spastizität und schmerzhaften Muskelverspannungen wirksam. Anders als Baclofen hat Tizanidin eine kürzere Halbwertszeit und ein höheres Sedierungs‑ und Hypotonierisiko, ist aber bei Spastik zerebralen Ursprungs und Rückenmarkserkrankungen zugelassen.
  • Tolperison (Mydocalm, Tolperison Generika): Zentral und peripher wirksames Muskelrelaxans, besonders bei schmerzhaften Muskelverspannungen des Bewegungsapparats (z. B. Rückenschmerzen, Nackensyndrom). Geringeres Sedierungsprofil als Baclofen, aber weniger wirksam bei schwerer neurogener Spastik.
  • Dantrolen (Dantrium): Direkt auf die Skelettmuskulatur wirkendes Muskelrelaxans. Bei schwerer, therapierefraktärer Spastik (z. B. Querschnittslähmung) wirksam, jedoch erhebliches Risiko für Hepatotoxizität (Leberversagen), daher nur unter strenger Überwachung.
  • Gabapentin (Neurontin, Gabapentin Generika): Antiepileptikum, das auch bei Spastik (insbesondere bei Multipler Sklerose) wirksam sein kann. Weniger sedierend als Baclofen, jedoch nicht für die Indikation Spastik zugelassen (Off‑Label).
  • Orale Analgetika (NSAR wie Ibuprofen, Diclofenac, Naproxen): Bei leichten, rein schmerzhaften Muskelverspannungen ohne ausgeprägte Spastik eine Alternative. Keine direkte muskelrelaxierende Wirkung.
  • Physiotherapie (Krankengymnastik, Dehnungsübungen, Massagen, Elektrostimulation): Grundlegende nicht‑medikamentöse Maßnahmen, die mit der medikamentösen Therapie kombiniert werden können. Bei milder Spastik oft erste Wahl.
  • Intrathekale Baclofen‑Therapie (ITB): Bei sehr schwerer, oral nicht kontrollierbarer Spastik (z. B. Querschnittlähmung). Baclofen wird mittels einer implantierten Pumpe direkt in den Spinalkanal (Liquor) verabreicht, wodurch deutlich niedrigere Dosierungen ausreichen und systemische Nebenwirkungen reduziert werden. Nur in spezialisierten Zentren durchführbar.

Klinische Wirksamkeit

Baclofen ist seit Jahrzehnten ein etablierter Goldstandard in der Behandlung neurogener Spastizität. In placebokontrollierten Studien (z. B. bei Multipler Sklerose) zeigte Baclofen eine signifikante Verbesserung des Ashworth‑Spastizitäts‑Scores (Reduktion des pathologischen Muskeltonus um durchschnittlich 1‑1,5 Punkte) sowie eine Reduktion der Häufigkeit und Schwere schmerzhafter Beugespasmen und Kloni. Die Wirksamkeit ist dosisabhängig; die meisten Patienten profitieren von Erhaltungsdosen zwischen 30 und 75 mg/Tag[reference:68]. Die Nationale MS‑Gesellschaft und die Deutsche Gesellschaft für Neurologie empfehlen Baclofen als Mittel der ersten Wahl bei spastischen Symptomen der Multiplen Sklerose und bei Rückenmarkserkrankungen. Im Vergleich zu Tizanidin ist Baclofen weniger sedierend (bei äquipotenter Dosis) und hat ein geringeres Hypotonierisiko, jedoch ein höheres Risiko für Muskelschwäche und Verwirrtheit. Die intrathekale Baclofen‑Therapie (ITB) zeigt bei schwerer, therapierefraktärer Spastik eine überlegene Wirksamkeit mit besserer Verträglichkeit, ist jedoch invasiv und kostenintensiv. Eine aktuelle Cochrane‑Metaanalyse (2022) bestätigt die Wirksamkeit von oralem Baclofen bei Spastizität der unteren Extremitäten, weist jedoch auf die begrenzte Evidenz für eine langfristige Verbesserung der Funktionalität hin. Die Therapie sollte daher individuell mit dem Ziel der Symptomkontrolle und Verbesserung der Lebensqualität durchgeführt werden.

Wichtig: Lioresal (Baclofen) ist ein verschreibungspflichtiges Muskelrelaxans, das nur unter strenger ärztlicher Aufsicht angewendet werden darf. Eine Selbstmedikation ist wegen der erheblichen ZNS‑dämpfenden Wirkungen (starke Sedierung, Atemdepression, Koordinationsstörungen), des Risikos schwerer Entzugserscheinungen bei abruptem Absetzen und möglicher Krampfanfälle (insbesondere bei Epilepsiepatienten) gefährlich. Vor der ersten Einnahme muss eine gründliche ärztliche Diagnostik (Ausschluss von Epilepsie, terminaler Niereninsuffizienz, Leber‑ und Nierenfunktionstests) erfolgen. Während der Behandlung sind regelmäßige ärztliche Kontrollen (Blutdruck, Leber‑, Nierenfunktion, klinische Überwachung auf Muskelschwäche und Atemdepression) erforderlich. Lioresal darf nicht bei Patienten mit Epilepsie, terminaler Niereninsuffizienz, Alkoholismus oder bekannter Überempfindlichkeit angewendet werden. Aufgrund der starken Sedierung ist die Teilnahme am Straßenverkehr während der gesamten Behandlung untersagt. Alkoholkonsum ist strikt zu vermeiden. Die Therapie darf nach längerer Anwendung nicht abrupt beendet werden; ein Ausschleichen über mehrere Wochen ist zwingend erforderlich. Bei Auftreten von Halluzinationen, Krampfanfällen, schwerer Atemnot oder Zeichen einer schweren allergischen Reaktion ist sofort ein Arzt aufzusuchen. Die vollständige Fachinformation und die Packungsbeilage sind zu beachten; verbindlich sind die Anweisungen des behandelnden Arztes. Dieses Informationsblatt ersetzt keine ärztliche Beratung.


Deutsche Online Apotheke

Es gibt keine Bewertung zu diesem Produkt vor, aber du bist die erste, hinzufügen kannoder Sie können mehr in Testimonials Seite über verwandte Produkte zu lesen.
Package Example
Front View
Side View
Back View
Ihre Bestellung wird sicher verpackt und innerhalb von 24 Stunden versandt. Genau so wird Ihr Paket aussehen (Bilder eines echten Versandartikels). Es hat die Größe und das Aussehen eines normalen privaten Briefes (9,4x4,3x0,3 Inch oder 24x11x0,7 cm)
Land Art des versandes Lieferzeit Preis  
Lieferung 14-21 Tagen 10$ Tracking-Nummer ist verfügbar in 4 Tagen
Lieferung 9-14 Tagen 30$ Tracking-Nummer ist verfügbar in 2 Tagen
  • Versand weltweit
  • Vertraulichkeit und anonymität garantiert
  • Sicher und geschützt
  • Diskrete verpackung
  • Versand der bestellungen innerhalb von 24 stunden
  • 100% erfolgreiche lieferung