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Zofran (Ondansetron) ist ein verschreibungspflichtiges Medikament, das zur Vorbeugung von Übelkeit und Erbrechen angewendet wird, die durch mehrere Faktoren verursacht werden.
Medikamente Generic Ondansetron () online Kaufen
In unserer deutschen Apotheke können Sie Ondansetron nur mit einem gültigen Rezept erwerben, mit Lieferung in ganz Deutschland innerhalb von 5‑14 Tagen. Diskrete und anonyme Verpackung.
Ondansetron wird zur Prophylaxe und Behandlung von Übelkeit und Erbrechen eingesetzt, insbesondere bei zytostatika‑ oder strahleninduzierter Übelkeit (CINV) sowie bei postoperativer Übelkeit und Erbrechen (PONV). Das Medikament ist ein selektiver 5‑HT₃‑Rezeptorantagonist, der die Wirkung von Serotonin im Brechzentrum blockiert und so die Brechreaktion unterdrückt.
Die übliche Dosierung von Ondansetron für Erwachsene beträgt 8‑16 mg (bei CINV) eine Stunde vor der Chemotherapie, gefolgt von 8 mg alle 12 Stunden für 1‑2 Tage. Bei PONV beträgt die Dosis 4 mg unmittelbar vor der Narkoseeinleitung. Für Kinder wird die Dosierung nach Körpergewicht berechnet.
Die Darreichungsform ist Filmtabletten (4 mg, 8 mg), Schmelztabletten (4 mg, 8 mg), Injektionslösung (2 mg/ml) oder Sirup.
Die Wirkung des Medikaments beginnt innerhalb von 30‑60 Minuten nach oraler Gabe.
Die Wirkdauer beträgt 6‑8 Stunden, bei CINV reicht eine Gabe meist für 12 Stunden.
Alkoholkonsum wird während der Behandlung nicht empfohlen, da er die Nebenwirkungen verstärken kann.
Die häufigsten Nebenwirkungen sind Kopfschmerzen, Verstopfung, Schwindel und Müdigkeit.
Möchten Sie Ondansetron auf Rezept ausprobieren?
Allgemeine Informationen zu Ondansetron
- INN (Internationaler Freiname): Ondansetron (als Hydrochlorid)
- In Deutschland verfügbare Markennamen: Zofran®, generische Produkte (z. B. Ondansetron‑ratiopharm, Ondansetron‑Heumann, Ondansetron‑Stada)
- ATC‑Code: A04AA01
- Darreichungsformen und Dosierungen: Filmtabletten – 4 mg, 8 mg; Schmelztabletten – 4 mg, 8 mg; Injektionslösung – 2 mg/ml; Sirup – 4 mg/5 ml
- Hersteller in Deutschland: Novartis Pharma GmbH (Zofran), Generikahersteller (z. B. Ratiopharm, Hexal, Stada, 1A Pharma)
- Zulassungsstatus in Deutschland: Zugelassen
- OTC / Rx‑Klassifizierung: Verschreibungspflichtig (Rx)
Wirkmechanismus und Pharmakologie
Ondansetron ist ein hochselektiver Antagonist des 5‑HT₃‑Rezeptors (Serotoninrezeptor Typ 3). Es blockiert die Bindung von Serotonin an diese Rezeptoren sowohl im zentralen Brechzentrum (Chemorezeptor‑Triggerzone) als auch im peripheren enterischen Nervensystem. Dadurch wird die Auslösung des Brechreflexes unterdrückt, die durch zytotoxische Medikamente (z. B. Cisplatin) oder andere Reize verursacht wird. Ondansetron hat keine Antagonistenwirkung auf Dopamin‑, Histamin‑ oder Muskarin‑Rezeptoren. Es wird über Cytochrom‑P450‑Enzyme (CYP3A4, CYP2D6, CYP1A2) verstoffwechselt und hauptsächlich renal ausgeschieden.
Anwendungsgebiete
Ondansetron ist zugelassen zur:
- Prophylaxe und Behandlung von Übelkeit und Erbrechen, die durch zytostatische Chemotherapie (CINV) verursacht werden (alle Altersgruppen).
- Prophylaxe und Behandlung von Übelkeit und Erbrechen nach Strahlentherapie (bei Erwachsenen).
- Prophylaxe und Behandlung von postoperativer Übelkeit und Erbrechen (PONV) bei Erwachsenen und Kindern.
Off‑Label wird Ondansetron auch bei hyperemesis gravidarum (schwangerschaftsbedingter schwerer Übelkeit) eingesetzt, jedoch mit Vorsicht.
Wichtige Warnhinweise und Einschränkungen
Risikogruppen
Ältere Patienten: Keine Dosisanpassung erforderlich, jedoch erhöhte Empfindlichkeit gegenüber QT‑Verlängerung.
Schwangerschaft: Ondansetron sollte in der Schwangerschaft nur angewendet werden, wenn der Nutzen das Risiko überwiegt (Kategorie B). Studien zeigen ein gering erhöhtes Risiko für orale Spaltbildungen bei Anwendung im ersten Trimenon; daher nach Möglichkeit Alternativen (z. B. Doxylamin/Pyridoxin) bevorzugen.
Stillzeit: Ondansetron geht in geringen Mengen in die Muttermilch über; bei kurzfristiger Anwendung ist Stillen möglich, bei längerer Anwendung Rücksprache mit dem Arzt.
Verkehrstüchtigkeit und Alkohol
Fahren: Kann Schwindel oder Benommenheit verursachen – Vorsicht beim Führen von Fahrzeugen oder Bedienen von Maschinen.
Alkohol: Alkoholkonsum sollte vermieden werden, da er die Nebenwirkungen verstärken kann.
Dosierungsanleitung
Standarddosierungen (Erwachsene)
- Chemotherapie‑induzierte Übelkeit (CINV, emetogenes Risiko hoch): 16 mg (zwei 8‑mg‑Tabletten) eine Stunde vor der Chemotherapie, dann 8 mg zweimal täglich für 2 Tage.
- CINV (mäßig emetogen): 8 mg eine Stunde vor der Chemotherapie, dann 8 mg zweimal täglich für 2 Tage.
- Strahlentherapie: 8 mg eine Stunde vor der Bestrahlung, dann 8 mg alle 8 Stunden nach Bedarf.
- Postoperative Übelkeit/Erbrechen (PONV): 4 mg (oral oder i.v.) unmittelbar vor Narkoseeinleitung.
- Kinder (CINV, PONV): Gewichtsadaptierte Dosierung (0,15 mg/kg i.v. oder 0,3 mg/kg oral, max. 8 mg).
Die Tabletten sind im Ganzen mit reichlich Wasser einzunehmen, unabhängig von den Mahlzeiten. Schmelztabletten werden auf der Zunge zergehen gelassen. Bei schwerer Leberinsuffizienz (Child‑Pugh C) darf die Tagesdosis 8 mg nicht überschreiten.
Besondere Patientengruppen
Bei Niereninsuffizienz (eGFR
Nebenwirkungen und Kontraindikationen
Häufige Nebenwirkungen (≥1/100 bis <1/10):
- Kopfschmerzen
- Verstopfung, Durchfall
- Schwindel, Müdigkeit
- Wärmegefühl, Hitzegefühle
- Lokale Reaktionen bei Injektion (Rötung, Schwellung)
Gelegentliche Nebenwirkungen (≥1/1000 bis <1/100):
- Niedriger Blutdruck, Herzrhythmusstörungen (QT‑Verlängerung, Torsade‑de‑pointes – selten)
- Schluckauf, Mundtrockenheit
- Sehstörungen (vorübergehend)
- Allergische Reaktionen (Hautausschlag, Urtikaria)
Schwerwiegende Nebenwirkungen (ärztliche Hilfe erforderlich):
- Anaphylaktische Reaktionen (sehr selten)
- Schwere Herzrhythmusstörungen (insbesondere bei Patienten mit vorbestehenden Elektrolytstörungen oder gleichzeitiger Anwendung anderer QT‑verlängernder Medikamente)
- Serotonin‑Syndrom (bei gleichzeitiger Anwendung mit serotonergen Substanzen)
- Leberzellschädigung (erhöhte Transaminasen, sehr selten)
Absolute Kontraindikationen:
- Überempfindlichkeit gegen Ondansetron oder einen sonstigen Bestandteil.
- Gleichzeitige Anwendung von Apomorphin (schwerer Blutdruckabfall, Bewusstseinsverlust).
- Angeborene QT‑Verlängerung (Long‑QT‑Syndrom) – relative Kontraindikation, Vorsicht geboten.
Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten
Bedeutsame Wechselwirkungen bestehen mit:
- Apomorphin: Schwere Hypotonie und Bewusstseinsverlust – kontraindiziert.
- Serotonerge Substanzen (SSRI, SNRI, MAO‑Hemmer, Tramadol, Lithium): Erhöhtes Risiko für Serotonin‑Syndrom – überwachen.
- QT‑verlängernde Medikamente (Antiarrhythmika Klasse I/III, Fluorchinolone, Makrolide, Antipsychotika): Additive QT‑Verlängerung – EKG‑Überwachung.
- Phenytoin, Carbamazepin, Rifampicin: Induktoren von CYP3A4 können die Ondansetron‑Spiegel senken – Dosisanpassung nicht erforderlich, aber Wirkung vermindert.
- Tramadol: Ondansetron kann die analgetische Wirkung von Tramadol abschwächen (durch Antagonismus an 5‑HT₃‑Rezeptoren).
- Orale Kontrazeptiva: Keine signifikante Wechselwirkung.
Praktische Hinweise
Einnahme
Ondansetron wird nach Bedarf oder präventiv eingenommen. Bei Chemotherapie sollte die erste Dosis 1 Stunde vor Beginn der Therapie eingenommen werden. Die Tabletten sind im Ganzen mit einem Glas Wasser zu schlucken; Schmelztabletten auf der Zunge zergehen lassen. Bei postoperative Anwendung erfolgt die Gabe meist intravenös. Wenn eine Dosis vergessen wurde, nehmen Sie sie ein, sobald Sie sich daran erinnern, es sei denn, es sind weniger als 4 Stunden bis zur nächsten Dosis; dann überspringen Sie die vergessene Dosis. Eine doppelte Dosis ist zu vermeiden.
Überwachung
Bei Risikopatienten (Herzerkrankungen, Elektrolytstörungen) ist vor und während der Behandlung ein EKG zu erwägen. Bei Auftreten von Herzrhythmusstörungen, anhaltendem Kopfschmerzen oder Verstopfung sollte ein Arzt konsultiert werden.
Lagerung
Bei Raumtemperatur (20‑25°C) lagern, vor Feuchtigkeit und Hitze schützen. In der Originalverpackung aufbewahren, außerhalb der Reichweite von Kindern.
Alternative Medikamente
- Granisetron (Kytril): 5‑HT₃‑Antagonist, ähnlich wirksam, meist einmal tägliche Gabe.
- Palonosetron (Aloxi): Langwirksamer 5‑HT₃‑Antagonist für CINV, einmalige Gabe vor Chemotherapie.
- Dexamethason: Kortikosteroid, häufig in Kombination mit 5‑HT₃‑Antagonisten bei CINV.
- Aprepitant (Emend): NK₁‑Rezeptorantagonist für CINV, oft in Kombination mit Ondansetron und Dexamethason.
- Metoclopramid (MCP): Dopaminantagonist, weniger wirksam bei CINV, mehr extrapyramidale Nebenwirkungen.
- Doxylamin/Pyridoxin (Xonvea): Für hyperemesis gravidarum (Schwangerschaftserbrechen).
Klinische Wirksamkeit
In randomisierten, placebokontrollierten Studien (z. B. der Studien von Hesketh et al. 2003) reduzierte Ondansetron die Inzidenz von akuter CINV (innerhalb 24 Stunden nach Chemotherapie) um 70‑80% im Vergleich zu Placebo. Bei mäßig emetogener Chemotherapie lag die komplette Schutzrate (kein Erbrechen) bei 60‑70%, bei hoch emetogener Therapie in Kombination mit Dexamethason bei 80‑90%. Für postoperative Übelkeit und Erbrechen ist Ondansetron der Standard mit einer Reduktion des Risikos um 40‑50%. Die orale Bioverfügbarkeit beträgt etwa 60%, die Wirkdauer reicht für die meisten Indikationen aus. Ondansetron ist aufgrund seiner guten Verträglichkeit und Wirksamkeit eines der meistverordneten Antiemetika in Deutschland.
Wichtig: Ondansetron erfordert eine ärztliche Verschreibung und darf nur unter ärztlicher Aufsicht angewendet werden. Bei Auftreten von Herzrhythmusstörungen (Schwindel, Ohnmacht, unregelmäßiger Puls) oder schweren Kopfschmerzen suchen Sie sofort einen Arzt auf. Informieren Sie Ihren Arzt über alle Medikamente, insbesondere über Apomorphin, Serotonin‑Wiederaufnahmehemmer und andere QT‑verlängernde Arzneimittel, vor Beginn der Behandlung.
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