Ornidazole

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Ornidazol ist ein antimikrobielles Medikament, das zur Behandlung bestimmter parasitärer und anaerober bakterieller Infektionen eingesetzt wird. Es wirkt, indem es das Wachstum von Mikroorganismen hemmt, wodurch die Infektion beseitigt und die damit verbundenen Symptome gelindert werden.

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Ornidazol wird bei Infektionen mit bestimmten einzelligen Parasiten sowie bei schweren bakteriellen Infektionen durch Anaerobier (Bakterien, die nur ohne Sauerstoff wachsen) angewendet. Es ist ein Nitroimidazol‑Antibiotikum, das wirkt, indem es in den Erregern in toxische Verbindungen umgewandelt wird, die deren Erbgut schädigen und die lebenswichtige Proteinherstellung unterbrechen, wodurch die Mikroorganismen absterben.

Die übliche Dosis von Ornidazol beträgt: Erwachsene und Jugendliche ab 35 kg Körpergewicht erhalten je nach Indikation 1.000‑3.000 mg pro Tag verteilt auf 1‑2 Einnahmen. Die Standardbehandlung bei Amöbenruhr ist eine Einzeldosis von 1.500 mg (3 Tabletten zu 500 mg) einmal täglich an 3 aufeinanderfolgenden Tagen. Bei Giardien (Lamblien) wird ebenfalls 1.500 mg einmal täglich für 1‑2 Tage angewendet. Bei anderen Amöbeninfektionen, Trichomonaden (Flagellatinfektion der Geschlechtsorgane), bakterieller Vaginose und Anaerobier‑Infektionen werden 1.000 mg pro Tag (2-mal 500 mg) über 5‑10 Tage eingenommen. Alle Dosierungsangaben sind jedoch nur ein Richtwert – Ihr Arzt wird die für Sie optimale Therapiefestlegen.
Darreichungsform: Filmtabletten mit 500 mg Ornidazol.
Wirkungseintritt: Der Wirkstoff wird schnell resorbiert; die höchsten Konzentrationen im Blut werden bereits nach etwa drei Stunden erreicht.
Wirkdauer: Die Halbwertszeit beträgt ca. 13 Stunden, die Wirkung hält über den ganzen Tag an.
Alkoholempfehlung: Auch wenn Ornidazol im Vergleich zu anderen Wirkstoffen dieser Gruppe seltener zu einer Unverträglichkeit führt, sollte auf Alkohol während der Behandlung verzichtet werden.
Häufigste Nebenwirkungen: Magen‑Darm‑Beschwerden (Übelkeit, Durchfall, Bauchschmerzen), metallischer Geschmack im Mund, Kopfschmerzen, Schwindel und Müdigkeit.

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Allgemeine Informationen über Ornidazol

  • INN (Internationale Nicht‑Eigentumsbezeichnung): Ornidazol
  • In Deutschland verfügbare Markennamen: Tiberal® (in einigen Ländern), Ornidazol ratiopharm, Ornidazol STADA, zahlreiche weitere Generika. Die Originalmarke Tiberal ist in Deutschland als zugelassenes Arzneimittel bekannt; die aktuelle Marktverfügbarkeit kann variieren.
  • ATC‑Codes: Klasse J01XD03 (systemische Anwendung), P01AB03 (Antiprotozoen‑Therapie), G01AF06 (gynäkologische Anwendung – ovulöse Darreichungsformen).
  • Darreichungsformen und Dosierungen: Filmtabletten zu 500 mg (Wirkstoff: Ornidazol).
  • Hersteller in Deutschland (Auswahl): ratiopharm GmbH, STADAPHARM GmbH, Heumann Pharma GmbH & Co. KG, ALIUD Pharma GmbH sowie weitere Generika‑Hersteller.
  • Registrierungsstatus in Deutschland: Zugelassen
  • OTC / Rx‑Klassifikation: Verschreibungspflichtig (Rezeptpflichtig, Rx)

Wirkmechanismus und Pharmakologie

Ornidazol ist ein Nitroimidazol‑Derivat. Es diffundiert in die Zellen der empfindlichen Mikroorganismen (Anaerobic‑Bakterien und bestimmte Protozoen, darunter Trichomonas vaginalis, Entamoeba histolytica und Giardia lamblia). Dort wird die Nitrogruppe des Moleküls durch bakterielle Reduktionsenzyme reduziert. Die entstehenden reaktiven Radikale beschädigen die DNA und führen zum Absterben der Erreger. Anders als der aus der Gruppe der 5‑Nitroimidazole bekannte Metronidazol bietet Ornidazol eine längere Wirkdauer, eine etwas geringere Neigung zu Nebenwirkungen des Zentralnervensystems sowie ein günstigeres Wechselwirkungsprofil in Einzelfällen.

Nach oraler Gabe beträgt die Resorption mehr als 90%, und maximale Serumkonzentrationen werden innerhalb von 2‑3 Stunden erreicht. Es wird weitgehend (etwa 13–15 %) an Plasmaproteine gebunden, verteilt sich rasch in allen Geweben und durchdringt problemlos die Blut‑Hirn‑Schranke. Ornidazol wird in der Leber zu inaktiven Hydroxy‑Metaboliten umgewandelt und renal eliminiert. Die Plasmahalbwertszeit liegt bei etwa 13 Stunden. Bei schweren Lebererkrankungen ist die Ausscheidung verlangsamt; zur Vermeidung einer Akkumulation wird die Verdoppelung des Dosisintervalls vorgeschlagen. Bei eingeschränkter Nierenfunktion ist in der Regel keine Dosisanpassung erforderlich.

Anwendungsgebiete

  • Amöbeninfektionen (Amöbiasis): Darm‑ und Leberamöben – als Mittel der Wahl für schwere und komplizierte Erkrankungen.
  • Giardiasis (Lamblienbefall des Darms): insbesondere bei Familien‑ oder Gemeinschaftsausbrüchen (Off‑Label, jedoch standardgemäß).
  • Trichomoniasis (urogenitale Trichomonaden‑Infektion): Therapie der Wahl; sexuelle Kontaktpersonen sind grundsätzlich mitzubehandeln.
  • Anaerobe Bakterieninfektionen: intraabdominell, gynäkologisch, oral (Zahn‑ und Mundbodeninfektionen), postoperative prophylaktische Anwendung bei geplanten Darmeingriffen.
  • Bakterielle Vaginose: in Erstlinientherapie nitromidazolbasierter Regime.
  • Off‑Label: schwere Helicobacter‑pylori‑assoziierte Erkrankungen (Kombinationstherapie) und Rosazea (topisch oder systemisch – hier v. a. Metronidazol, Ornidazol ist weniger erprobt).

Wichtige Warnungen und Einschränkungen

Risikogruppen

  • Zentralnervensystem (ZNS): Bei Patienten mit ZNS‑Erkrankungen, insbesondere Epilepsie, Multipler Sklerose, Polyneuropathie oder Koordinationsstörungen, ist die Anwendung kontraindiziert, da Ornidazol diese verschlechtern kann.
  • Leberinsuffizienz: Bei schwerer Leberfunktionsstörung ist die Elimination verlangsamt; das Dosisintervall sollte verdoppelt werden.
  • Niereninsuffizienz: Bei eingeschränkter Nierenfunktion ist in der Regel keine Dosisanpassung erforderlich. Bei Hämodialyse wird jedoch eine zusätzliche halbe Tagesdosis vor jedem Dialysegang empfohlen, um therapeutische Spiegel zu erhalten.
  • Schwangerschaft: Kontraindikation im 1. Trimenon; im späteren Verlauf nach strenger Nutzen‑Risiko‑Abwägung durch den Arzt.
  • Stillzeit: Nicht während der Stillzeit anwenden, da der Übergang in die Muttermilch nicht ausgeschlossen werden kann.
  • Kinder (unter 35 kg Körpergewicht): Nur nach strenger ärztlicher Indikation – Dosierung nach Körpergewicht.
  • Chronischer Alkoholmissbrauch: Vorsicht geboten und strikte Alkoholkarenz (siehe Alkoholempfehlungen).

Fahrtauglichkeit und Alkohol

Ornidazol kann Müdigkeit, Schwindel, Tremor, Koordinationsstörungen, Sehstörungen und vorübergehende Bewusstlosigkeit auslösen. Daher sind das Führen von Fahrzeugen und das Bedienen von Maschinen für die gesamte Behandlungsdauer sowie bis zu 24 Stunden nach der letzten Einnahme untersagt. Alkohol beeinträchtigt die Fahrtüchtigkeit ohnehin, sollte aber auch wegen möglicher unerwünschter Wechselwirkungen mit Ornidazol (u. a. Gesichtsrötung, Tachykardie) für mindestens 3 Tage vor, während und nach der Einnahme vermieden werden.

Dosierungsanleitung

  • Erwachsene & Jugendliche über 35 kg:
    • Amöbenruhr (Entamoeba histolytica invasiv): 1.500 mg (3 Tabletten) einmal täglich (abends) an 3 aufeinanderfolgenden Tagen.
    • Andere Amöbeninfektionen, Giardiasis (Lamblien): 1.500 mg einmal täglich (abends) für 1‑2 Tage.
    • Trichomoniasis (Flagellatinfektion der Geschlechtsorgane): 1.500 mg einmal täglich (abends) als Einzeldosis oder an 5‑7 Tagen 500 mg zweimal täglich; Sexualkontakte sind mitzubehandeln.
    • Anaerobe Bakterieninfektionen, bakterielle Vaginose: 1.000 mg (2-mal 500 mg) täglich über 5‑10 Tage.
    • Postoperative Infektionsprophylaxe in der kolorektalen Chirurgie: 1.500 mg (3 Tabletten) alle 12 Stunden.
  • Kinder (bis 35 kg Körpergewicht): Dosis nach Gewicht (10 mg/kg KG pro Einnahme; je nach Indikation 25‑50 mg/kg KG als Tagesgesamtdosis) – nur auf ärztliche Anordnung.
  • Form der Einnahme: Unzerkaute Filmtablette während/mit dem Essen zu einer Mahlzeit mit reichlich Flüssigkeit (ein Glas Wasser) einnehmen, um gastrointestinale Nebenwirkungen zu vermindern.
  • Therapiedauer: Die genaue Behandlungsdauer legt der Arzt fest. Bei schweren, komplizierten oder Mischinfektionen kann eine Verlängerung auf bis zu 10‑14 Tage erforderlich sein; anschließend sollte eine mikrobiologische Kontrolle des Behandlungserfolgs erfolgen.

Nebenwirkungen und Kontraindikationen

Häufige Nebenwirkungen (1‑10 % der Patienten)

  • Magen‑Darm‑Beschwerden: Übelkeit, Erbrechen, Bauchschmerzen, Durchfall, Geschmacksstörungen (metallischer Geschmack).
  • Zentralnervöse Störungen: Kopfschmerzen, Schwindel, Müdigkeit, Schläfrigkeit.

Gelegentliche Nebenwirkungen (weniger als 1 %)

  • Blutbildveränderungen (Leukopenie, Thrombozytopenie – vor allem nach längerer Behandlung).
  • Koordinierungsstörungen, Tremor (Zittern), extrapyramidale Zeichen.
  • Hautausschläge, Ekzeme, Urtikaria.
  • Beginn einer peripheren Polyneuropathie (Muskelschwäche, Parästhesien) – in diesem Fall sofortiges Absetzen erforderlich.

Seltene, schwerwiegende Nebenwirkungen

  • Anaphylaktische Reaktionen (Angioödem, Dyspnoe, Kreislaufzusammenbruch).
  • Ataxie (Gang‑ und Standunsicherheit), Verwirrtheitszustände, Alpträume, Halluzinationen.
  • Hepatitis, Gelbsucht (Ikterus), Erhöhung der Transaminasen.
  • Beeinträchtigung der männlichen Fertilität (reversibel nach Absetzen – im Tierversuch dokumentiert, aber klinische Relevanz für den Menschen ist unklar).

Absolute Kontraindikationen

  • Bekannte Überempfindlichkeit gegen Ornidazol oder andere Nitroimidazole.
  • Schwere Erkrankungen des Zentralnervensystems (Epilepsie, Multiple Sklerose, zerebrale Krampfleiden, periphere Polyneuropathie).
  • Schwere Leberfunktionsstörung (Child‑Pugh C).
  • Erstes Trimenon der Schwangerschaft.
  • Gleichzeitige Therapie mit Alkohol (auch in geringen Mengen).

Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln

  • Alkohol: Unbedingt während und für mindestens 3 Tage nach der Therapie zu meiden, da es zu einer Disulfiram‑ähnlichen Reaktion mit Gesichtsrötung, Herzrasen, Übelkeit, Erbrechen und Atemnot kommen kann.
  • Orale Antikoagulanzien vom Cumarin‑Typ (Warfarin, Phenprocoumon): Verstärkung der gerinnungshemmenden Wirkung durch Hemmung des hepatischen Abbaus – regelmäßige INR‑Kontrolle sowie Dosisanpassung erforderlich.
  • Barbiturate (Phenobarbital) und Rifampicin: Verkürzung der Halbwertszeit von Ornidazol (Induktion des Leberstoffwechsels) – mögliche Wirkungsabnahme, klinische Überwachung erforderlich.
  • Lithium: Mögliche Erhöhung der Lithium‑Konzentration mit Risiko einer Lithium‑Intoxikation – regelmäßige Spiegelkontrollen notwendig.
  • Cimetidin (magenwirksamer H2‑Antagonist): Kann den Ornidazol‑Spiegel verändern.
  • Muskelrelaxanzien (Vecuronium, Pancuronium): Verlängerung der neuromuskulären Blockade – wenn möglich, ornidazolhaltige Behandlung vor einer elektiven Operation pausieren.
  • Fluoruracil (5‑FU), Phenytoin: Theor. erhöhte Plasmaspiegel von 5‑FU – Anwendung mit Vorsicht; bei Phenytoin Überwachung der Serumkonzentration.

Praktische Hinweise

  • Einnahme: Filmtabletten unzerkaut während des Essens (mit einem Glas Wasser) einnehmen. Bei Empfindlichkeit des Magens kann eine abendliche Einnahme vor dem Schlafengehen die Tagesmüdigkeit nutzen, erhöht jedoch das Risiko von Schwindelattacken unmittelbar nach dem Aufstehen.
  • Vergessene Dosis: Bei einer Einzeldosis (z. B. bei Giardiasis) darf die Einnahme nicht ausgelassen werden; holen Sie die Dosis sofort nach, wenn noch weniger als die Hälfte des Dosisintervalls vergangen ist. Bei einer Zweimal‑täglich‑Einnahme verwerfen Sie die ausgelassene Dosis und setzen mit der nächsten planmäßigen Einnahme fort – keine doppelte Menge einnehmen.
  • Patienteninformation: Da Ornidazol vorübergehende Seh‑, Bewegungs‑ und Bewusstseinsstörungen verursachen kann, sollten Sie sich nicht selbst überlassen. Informieren Sie Ihren Arzt, wenn sich die Beschwerden nicht bessern, plötzlich unerträgliche Kopfschmerzen, Sprachstörungen oder Lähmungserscheinungen auftreten.
  • Nervenschäden überwachen: Bei Auftreten von persistierenden Kribbel‑, Taubheits‑ oder Schwächegefühlen in den Händen/Füßen ist das Medikament sofort abzusetzen und der Arzt zu benachrichtigen (Frühzeichen einer peripheren Neuropathie).
  • Zahnbehandlungen: Wegen der ausgezeichneten Wirksamkeit gegen orale Anaerobier ist Ornidazol zur adjuvanten Therapie bei schweren Parodontal‑ und Zahnwurzelinfektionen geeignet, sollte aber immer in Kombination mit chirurgischer Drainage erfolgen.
  • Lagerung: Bei Raumtemperatur (15‑25 °C) trocken, vor Licht geschützt und außerhalb der Reichweite von Kindern aufbewahren.

Alternative Medikamente (bei Unverträglichkeit oder Kontraindikation)

  • Metronidazol (z. B. Clont, Metronidazol‑ratiopharm, Flagyl): Das klassische Nitroimidazol mit ähnlichem Wirkspektrum, jedoch kürzerer Halbwertszeit (ca. 8 Stunden) und etwas höherer Rate an ZNS‑Nebenwirkungen.
  • Tinidazol (z. B. Fasigyn) – ebenfalls ein verlängertes Dosisintervall, besser verträglich als Metronidazol, aber in Deutschland deutlich weniger verbreitet. Wirkspektrum sehr ähnlich.
  • Secnidazol: Ein verlängertes Dosisintervall von 72 Stunden erlaubt eine einmalige Gabe bei Trichomoniasis und Giardiasis, jedoch nicht für alle schweren anaeroben Mischinfektionen zugelassen.
  • Clindamycin (z. B. Clinda‑Saar, Sobelin): Alternative bei schweren Anaerobierinfektionen, besonders bei Unverträglichkeit oder Allergie gegenüber Nitroimidazolen; wirkt nicht gegen Protozoen (Giardiasis, Trichomoniasis, Amöbiasis).
  • Paromomycin: Für die Behandlung von Amöbiasis (nicht‑resorbierbares Aminoglykosid), geeignet in der Schwangerschaft (alternative orale Therapie der zweiten Wahl).
  • Furazolidon (nicht mehr in Deutschland regulär erhältlich): Wirkt gegen Lamblien, kann aber ebenfalls MAO‑Wechselwirkungen hervorrufen; wird kaum mehr eingesetzt.

Klinische Wirksamkeit

Die therapeutische Wirksamkeit von Ornidazol bei invasiver Amöbiasis, Giardiasis und Trichomoniasis ist durch randomisierte kontrollierte Studien belegt. In vielen Studien war Ornidazol Metronidazol bezüglich der parasitologischen Heilungsrate nicht unterlegen, zeigte aber wegen der längeren Halbwertszeit eine bessere Compliance (verkürzte Behandlungsdauer). Nach der aktuellen deutschen S3‑Leitlinie für gastrointestinale Infektionen wird Ornidazol als gleichwertige Alternative zu Metronidazol bei der Behandlung der Amöbenruhr empfohlen. Die klinische Erfahrung zeigt eine gute Verträglichkeit bei systemischem Einsatz; dennoch ist bei dringendem Verdacht auf ZNS‑Krankheiten, in der Frühschwangerschaft und bei schweren Leberfunktionsstörungen die Anwendung kontraindiziert. Wegen des Risikos einer peripheren Neuropathie sollte die maximale kumulative Dosis von 30 Gramm innerhalb eines Monats nicht überschritten werden. Ornidazol hat den Vorteil einer etwas geringeren Häufigkeit von Kopfschmerzen und Schwindel im Vergleich zu Metronidazol, was die Therapietreue erhöht.

Wichtig: Ornidazol ist ein verschreibungspflichtiges Arzneimittel. Eine eigenmächtige Behandlung ohne vorherige Diagnosestellung (mikroskopischer oder molekularer Nachweis) kann zu Therapieversagen und Resistenzentwicklung führen. Bevor Sie das Medikament einnehmen, muss Ihr Arzt eine genaue Diagnose stellen und eine Nutzen‑Risiko‑Abwägung vornehmen, insbesondere bei vorbestehenden neurologischen, hepatischen oder renalen Erkrankungen. Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln (insbesondere Antikoagulanzien, Lithium, Muskelrelaxanzien) sind zu beachten. Während der Behandlung ist jeglicher Alkoholkonsum strengstens untersagt – es besteht die Gefahr einer heftigen Unverträglichkeitsreaktion mit Herzrasen, Blutdruckabfall und Atemnot. Das Führen von Kraftfahrzeugen und das Bedienen von Maschinen sind wegen möglicher ZNS‑Nebenwirkungen (Schwindel, Koordinationsstörungen, Bewusstseinstrübung) für die gesamte Behandlungsdauer zu unterlassen. Stillende Mütter müssen das Stillen unterbrechen. Die vollständige Fachinformation und die Packungsbeilage sind zu beachten; verbindlich sind die Anweisungen des Arztes. Dieses Informationsblatt ersetzt nicht die ärztliche Beratung.


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