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Sertralin (Zoloft) ist ein auswählender Serotonin-Wiederauffassungsvermögen-Hemmstoff, um Depression, posttraumatische Betonungsstörung, panische Störung, bestimmte Typen von sozialen Angst-Bedingungen usw. zu behandeln.
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In unserer deutschen Apotheke können Sie Sertralin ohne Rezept kaufen, mit Lieferung in ganz Deutschland innerhalb von 5‑14 Tagen. Diskrete und anonyme Verpackung.
Sertralin ist ein selektiver Serotonin-Wiederaufnahmehemmer (SSRI) zur Behandlung von Depressionen, Angststörungen (z. B. Panikstörung, soziale Angststörung, generalisierte Angststörung), Zwangsstörungen, posttraumatischen Belastungsstörungen (PTBS) und prämenstrueller dysphorischer Störung (PMDS). Es erhöht die Konzentration des Neurotransmitters Serotonin im synaptischen Spalt des Zentralnervensystems, indem es seine Wiederaufnahme in die präsynaptische Nervenzelle hemmt. Durch die verbesserte serotonerge Transmission werden Stimmung, Antrieb, Schlaf und Angstregulation positiv beeinflusst.
Die übliche Dosis von Sertralin beträgt: Für Erwachsene mit Depressionen oder Zwangsstörungen wird mit 50 mg pro Tag begonnen. Bei unzureichender Wirkung kann die Dosis in wöchentlichen Abständen auf maximal 200 mg pro Tag gesteigert werden (übliche Erhaltungsdosis 50‑200 mg). Für Panikstörungen, soziale Angststörung und PTBS wird mit 25 mg pro Tag begonnen, dann nach einer Woche auf 50 mg erhöht. Die Dosis kann bei Bedarf schrittweise auf maximal 200 mg pro Tag gesteigert werden.
Darreichungsform: Filmtabletten mit 25 mg, 50 mg und 100 mg Sertralin (als Hydrochlorid).
Wirkungseintritt: Eine erste Besserung der Symptome kann nach 1‑2 Wochen beobachtet werden; die volle antidepressive Wirkung stellt sich meist nach 4‑6 Wochen regelmäßiger Einnahme ein.
Wirkdauer: Die Plasmahalbwertszeit von Sertralin beträgt etwa 24‑26 Stunden; der Steady‑State wird nach etwa einer Woche erreicht.
Alkoholempfehlung: Während der Behandlung mit Sertralin sollte auf Alkohol verzichtet werden, da Alkohol die zentralnervösen Wirkungen verstärken und die gewünschte therapeutische Wirkung beeinträchtigen kann.
Häufigste Nebenwirkungen: Übelkeit (bei etwa 20 % der Patienten), Durchfall, Kopfschmerzen, Schlaflosigkeit, Mundtrockenheit, Schwindel und sexuelle Funktionsstörungen (verminderte Libido, Erektions‑/Ejakulationsstörungen).
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Allgemeine Informationen über Sertralin
- INN (Internationale Nicht‑Eigentumsbezeichnung): Sertralin
- In Deutschland verfügbare Markennamen: Zoloft® (Original), Sertralin‑ratiopharm, Sertralin STADA, Sertralin Heumann, Sertralin AL, Sertralin 1A Pharma sowie zahlreiche weitere Generika.
- ATC‑Code: N06AB06
- Darreichungsformen und Dosierungen: Filmtabletten (25 mg, 50 mg, 100 mg), Lösung zum Einnehmen (20 mg/ml).
- Hersteller in Deutschland (Auswahl): Viatris Healthcare GmbH (früher Pfizer), ratiopharm GmbH, STADAPHARM GmbH, Heumann Pharma GmbH & Co. KG, ALIUD Pharma GmbH, Hexal AG, 1A Pharma GmbH.
- Registrierungsstatus in Deutschland: Zugelassen
- OTC / Rx‑Klassifikation: Verschreibungspflichtig (Rezeptpflichtig, Rx).
Wirkmechanismus und Pharmakologie
Sertralin ist ein hochselektiver Inhibitor der neuronalen Serotonin‑Wiederaufnahme (SSRI). Es bindet an den Serotonintransporter (SERT) und blockiert die Wiederaufnahme von Serotonin aus dem synaptischen Spalt in die präsynaptische Nervenzelle. Dadurch erhöht sich die Konzentration von Serotonin im synaptischen Spalt, was zu einer verstärkten und verlängerten Signalübertragung an den postsynaptischen Rezeptoren führt. Diese serotonerge Neurotransmission ist an der Regulation von Stimmung, Angst, Schlaf, Appetit und kognitiven Funktionen beteiligt. Im Vergleich zu anderen SSRI hat Sertralin eine geringe Affinität zu muskarinischen, histaminergen und adrenergen Rezeptoren, was sein günstiges Nebenwirkungsprofil (weniger anticholinerge Effekte, weniger Sedierung) erklärt. Die orale Bioverfügbarkeit beträgt etwa 44 %, die Plasmaproteinbindung liegt bei 98 %. Sertralin wird in der Leber über CYP2C19, CYP3A4, CYP2C9 und CYP2B6 zu Desmethylsertralin (pharmakologisch aktiv, aber weniger potent) metabolisiert. Die Ausscheidung erfolgt überwiegend über den Urin (etwa 40‑45 %) und die Fäzes (etwa 40‑45 %). Die terminale Halbwertszeit beträgt 24‑26 Stunden, bei älteren Patienten verlängert sie sich auf etwa 32 Stunden.
Anwendungsgebiete
- Major Depression (mittelschwere bis schwere depressive Episoden)
- Panikstörung (mit oder ohne Agoraphobie)
- Zwangsstörungen (obsessive‑compulsive disorder, OCD)
- Soziale Angststörung (soziale Phobie)
- Generalisierte Angststörung (GAD)
- Posttraumatische Belastungsstörung (PTBS)
- Prämenstruelle dysphorische Störung (PMDS)
Wichtige Warnungen und Einschränkungen
Risikogruppen
- Kinder und Jugendliche (unter 18 Jahren): Sertralin ist bei Kindern und Jugendlichen mit Zwangsstörungen ab 6 Jahren zugelassen, jedoch nicht für andere Indikationen. In kontrollierten Studien wurde ein erhöhtes Risiko für suizidales Verhalten und Feindseligkeit beobachtet. Die Behandlung sollte nur nach sorgfältiger Nutzen‑Risiko‑Abwägung erfolgen.
- Ältere Patienten (65 Jahre und älter): Die Dosierung ist vorsichtig zu wählen; die Eliminationshalbwertszeit ist verlängert, daher empfiehlt sich eine niedrigere Initialdosis (z. B. 25 mg pro Tag).
- Schwangerschaft: Sertralin gilt als eines der am besten untersuchten SSRI in der Schwangerschaft. Eine Behandlung sollte nach strenger Indikationsstellung erfolgen. Im dritten Trimenon kann es beim Neugeborenen zu Anpassungsstörungen (Atemnot, Trinkschwäche, Reizbarkeit) kommen. Aufgrund des Risikos einer persistierenden pulmonalen Hypertonie des Neugeborenen (PPHN) sollte Sertralin in der Schwangerschaft nur nach sorgfältiger Abwägung eingesetzt werden.
- Stillzeit: Sertralin geht in die Muttermilch über; die relative Dosis für den Säugling ist gering (ca. 2 % der maternalen Dosis). Bei bestimmungsgemäßer Anwendung gilt Sertralin als mit dem Stillen vereinbar; der Säugling sollte jedoch auf Sedierung, Trinkschwäche oder Reizbarkeit überwacht werden.
- Patienten mit Leberfunktionsstörungen (Child‑Pugh A‑C): Bei leichter bis mittelschwerer Leberinsuffizienz ist die Dosis zu reduzieren oder das Dosierungsintervall zu verlängern. Bei schwerer Leberinsuffizienz (Child‑Pugh C) ist Sertralin kontraindiziert.
- Patienten mit Nierenfunktionsstörungen (Kreatinin‑Clearance unter 30 ml/min): Vorsicht ist geboten; keine spezifische Dosisanpassung erforderlich, aber die Serumspiegel sollten überwacht werden.
- Patienten mit Epilepsie (Krampfleiden): Sertralin kann die Krampfschwelle senken; bei Patienten mit instabiler Epilepsie ist Vorsicht geboten, bei gut eingestellter Epilepsie kann es unter sorgfältiger Überwachung eingesetzt werden.
- Patienten mit Manie in der Vorgeschichte: Bei Patienten mit bipolarer Störung kann Sertralin eine manische Phase auslösen. Vor Therapiebeginn ist ein Screening auf bipolare Störung erforderlich.
- Patienten mit Blutungsneigung (Thrombozytopenie, Gerinnungsstörungen, gleichzeitige Antikoagulation): SSRI können das Blutungsrisiko (insbesondere gastrointestinale Blutungen) erhöhen.
Fahrtauglichkeit und Alkohol
Sertralin kann Schwindel, Benommenheit, Müdigkeit oder verschwommenes Sehen verursachen, was die Verkehrstüchtigkeit und die Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen erheblich beeinträchtigen kann. Während der Behandlung sollte auf Alkohol verzichtet werden, da Alkohol die zentralnervösen Nebenwirkungen verstärken und die therapeutische Wirkung vermindern kann.
Dosierungsanleitung
- Erwachsene – Depression (major depression): Initial 50 mg einmal täglich (morgens oder abends). Bei unzureichender Wirkung nach mehreren Wochen Dosissteigerung auf maximal 200 mg pro Tag (in 50‑mg‑Schritten in wöchentlichen Abständen). Die Erhaltungsdosis beträgt üblich 50‑150 mg.
- Panikstörung, soziale Angststörung, PTBS: Initial 25 mg einmal täglich für eine Woche, danach Steigerung auf 50 mg einmal täglich. Bei Bedarf weiter steigern (maximal 200 mg/Tag).
- Zwangsstörungen (OCD): Initial 50 mg einmal täglich. Bei Bedarf Steigerung auf 200 mg/Tag (wirksamer Dosisbereich 100‑200 mg).
- Prämenstruelle dysphorische Störung (PMDS): Entweder kontinuierlich 50‑100 mg täglich oder nur in der Lutealphase (ab Tag 14 des Zyklus bis zum ersten Tag der Menstruation) 50‑100 mg täglich. Die Startdosis beträgt 50 mg pro Tag.
- Ältere Patienten oder Patienten mit Leber‑/Niereninsuffizienz: Niedrigere Initialdosis (z. B. 25 mg einmal täglich), langsame Dosissteigerung.
- Therapiedauer: Nach Abklingen der akuten Symptome sollte die Behandlung über mindestens 6 Monate (bei Depression) bzw. mindestens 12 Monate (bei Angststörungen) fortgesetzt werden, um Rückfälle zu verhindern.
- Art der Anwendung: Die Tabletten werden unzerkaut mit ausreichend Flüssigkeit (ein Glas Wasser) eingenommen, unabhängig von den Mahlzeiten. Bei Magenbeschwerden kann die Einnahme mit einer Mahlzeit erfolgen.
- Vergessene Dosis: Wenn Sie eine Dosis vergessen haben, holen Sie diese nach, sobald Sie daran denken. Wenn es jedoch fast Zeit für die nächste Dosis ist (weniger als 8 Stunden bis zur nächsten Einnahme), lassen Sie die vergessene Dosis aus. Nehmen Sie nicht die doppelte Dosis ein.
Nebenwirkungen und Kontraindikationen
Sehr häufige/häufige Nebenwirkungen (mehr als 1 von 100 Behandelten)
- Übelkeit (am häufigsten, meist zu Beginn der Therapie, oft vorübergehend)
- Durchfall, weicher Stuhl
- Kopfschmerzen
- Schlaflosigkeit, Schlafstörungen
- Mundtrockenheit
- Schwindel
- Müdigkeit, Somnolenz (Schläfrigkeit)
- Sexuelle Funktionsstörungen: verminderte Libido, verzögerte Ejakulation, Erektionsstörungen, anorgasmie
- Vermehrtes Schwitzen (Hyperhidrose)
- Gewichtszunahme (langfristig)
Gelegentliche Nebenwirkungen (mehr als 1 von 1.000 bis weniger als 1 von 100 Behandelten)
- Appetitsteigerung, Appetitverlust
- Agitiertheit, Nervosität, Angst
- Zittern (Tremor)
- Sehstörungen (verschwommenes Sehen)
- Herzklopfen (Palpitationen), Tachykardie
- Blutdruckerhöhungen
- Erhöhung der Leberenzyme (Transaminasen)
- Hautausschlag, Urtikaria
- Bruxismus (Zähneknirschen)
- Störungen der Menstruation
Seltene, schwerwiegende Nebenwirkungen (weniger als 1 von 1.000 Behandelten)
- Serotonin‑Syndrom (bei Überdosierung oder Kombination mit anderen serotonergen Substanzen) – Symptome: Agitiertheit, Fieber, Muskelrigor, Tachykardie, Verwirrtheit
- Suizidgedanken, suizidales Verhalten (insbesondere zu Beginn der Therapie oder bei Dosisänderungen, besonders bei jungen Erwachsenen unter 25 Jahren)
- Manische Episoden (bei Patienten mit bipolarer Störung)
- Schwere allergische Reaktionen (Angioödem, anaphylaktischer Schock)
- Stevens‑Johnson‑Syndrom, toxische epidermale Nekrolyse (Lyell‑Syndrom) – extreme Hautreaktionen
- Hyponatriämie (erniedrigter Natriumspiegel – insbesondere bei älteren Patienten, durch SIADH)
- Gastrointestinale Blutungen (Hämorrhagien) – v. a. bei gleichzeitiger Einnahme von NSAR oder Antikoagulanzien
- Krampfanfälle (selten)
- Extrapyramidale Symptome (Bewegungsstörungen)
Absolute Kontraindikationen
- Überempfindlichkeit gegen Sertralin oder einen sonstigen Bestandteil
- Gleichzeitige Anwendung von Monoaminooxidase‑Hemmern (MAO‑Hemmern) oder innerhalb von 14 Tagen nach deren Absetzen – Gefahr eines Serotonin‑Syndroms
- Gleichzeitige Anwendung von Pimozid (erhöhtes Risiko von QT‑Verlängerung und Torsade de pointes)
- Gleichzeitige Anwendung von Disulfiram (die Lösung enthält Alkohol)
- Schwere Leberinsuffizienz (Child‑Pugh C)
- Kinder unter 6 Jahren (für die Indikation Zwangsstörung, sonst unter 18 Jahren nicht zugelassen)
Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln
- MAO‑Hemmer (z. B. Tranylcypromin, Phenelzin, Selegilin, Moclobemid): Lebensbedrohliches Serotonin‑Syndrom – absoluter zeitlicher Abstand von mindestens 14 Tagen vor und nach der Einnahme.
- Serotonerge Substanzen (andere SSRI, SNRI, Triptane gegen Migräne, Tramadol, Fentanyl, Lithium, Johanniskraut (Hypericum perforatum), Tryptophan): Erhöhtes Risiko für Serotonin‑Syndrom. Vorsicht geboten, Triptane sollten nicht gleichzeitig mit Sertralin eingenommen werden (mindestens 24 Stunden Abstand).
- Pimozid, Thioridazin: Erhöhte Plasmakonzentrationen dieser Neuroleptika mit kardiotoxischen Effekten (QT‑Verlängerung). Kombination mit Pimozid ist kontraindiziert.
- Antikoagulanzien (Warfarin, Phenprocoumon): Verstärkung der gerinnungshemmenden Wirkung – regelmäßige INR‑Kontrollen erforderlich.
- Nicht‑steroidale Antirheumatika (NSAR, z. B. Ibuprofen, Diclofenac) und ASS (Acetylsalicylsäure): Erhöhtes Risiko für gastrointestinale Blutungen – Vorsicht geboten.
- CYP2C19‑Inhibitoren (z. B. Omeprazol, Lansoprazol, Cimetidin, Fluconazol): Können den Sertralin‑Spiegel erhöhen – Dosisanpassung erwägen.
- CYP2D6‑Substrate (z. B. Metoprolol, Propafenon, Flecainid, Risperidon, Thioridazin, trizyklische Antidepressiva): Sertralin hemmt CYP2D6 schwach; es kann zu erhöhten Spiegeln dieser Wirkstoffe kommen.
- Carbamazepin, Phenytoin, Phenobarbital (Antiepileptika): Induzieren den Sertralin‑Metabolismus, möglicherweise verminderte Wirksamkeit.
- Cimetidin, Erythromycin, Itraconazol, Ketoconazol: Erhöhte Sertralin‑Spiegel.
- Lithium: Risiko eines Serotonin‑Syndroms; additive Effekte auf gastrointestinale Nebenwirkungen. Lithium‑Spiegelkontrolle erforderlich.
- Alkohol: Verstärkung der sedierenden Wirkung; Risiko von Leberschäden – Vermeidung empfohlen.
Praktische Hinweise
- Einnahme: Nehmen Sie die Tablette einmal täglich zur gleichen Zeit ein – vorzugsweise morgens (wegen möglicher Schlafstörungen). Bei starker Tagesschläfrigkeit kann die Einnahme auf den Abend verlegt werden.
- Geduld: Die antidepressive und angstlösende Wirkung setzt nicht sofort ein (meist nach 2‑4 Wochen). Die Behandlung muss auch bei ausbleibender Sofortwirkung fortgesetzt werden.
- Suizidalität: Besonders zu Beginn der Therapie und bei jungen Erwachsenen (unter 25 Jahren) sollte auf suizidale Gedanken oder Verhaltensänderungen geachtet werden. Bei Auftreten sofort ärztliche Hilfe suchen.
- Absetzen: Sertralin sollte nicht abrupt abgesetzt werden, da sonst Entzugserscheinungen (Absetzsymptome) auftreten können (Schwindel, Parästhesien, Kopfschmerzen, Angst, Schlafstörungen, Reizbarkeit). Die Dosis ist über mehrere Wochen ausschleichend zu reduzieren (z. B. 25 mg pro Woche).
- Serotonin‑Syndrom: Bei gleichzeitiger Einnahme von anderen serotonergen Substanzen oder bei Dosisüberhöhung kann das Serotonin‑Syndrom auftreten (Hyperthermie, Muskelrigor, Agitiertheit, Tachykardie). Bei Verdacht sofort absetzen und Notarzt rufen.
- Blutungen: Bei ungewöhnlichen Blutergüssen, Nasenbluten, blutigem Stuhl oder Hämaturie ist ein Arzt aufzusuchen.
- Lagerung: Bei Raumtemperatur (15‑25 °C) in der Originalverpackung, trocken und vor Licht geschützt, außerhalb der Reichweite von Kindern aufbewahren.
- Überdosierung: Symptome einer Überdosierung sind Übelkeit, Erbrechen, Benommenheit, Tachykardie, Tremor, Krampfanfälle, Erweiterung der Pupillen, Serotonin‑Syndrom. Bei Verdacht sofort Notruf 112.
Alternative Medikamente (bei Unverträglichkeit oder Kontraindikation)
- Andere SSRI (Selektive Serotonin‑Wiederaufnahmehemmer): Escitalopram, Citalopram, Paroxetin, Fluoxetin – ähnliches Wirkprinzip, unterschiedliches Nebenwirkungsprofil (z. B. Fluoxetin hat längere Halbwertszeit, Paroxetin stärkere anticholinerge Effekte und ein höheres Absetzsyndrom).
- SNRI (Serotonin‑Noradrenalin‑Wiederaufnahmehemmer): Venlafaxin, Duloxetin, Desvenlafaxin – wirken zusätzlich auf Noradrenalin, geeignet bei schweren Depressionen mit körperlichen Schmerzen.
- Trizyklische Antidepressiva (TZA): Amitriptylin, Nortriptylin – wirksam, aber mit ausgeprägteren anticholinergen Nebenwirkungen (Mundtrockenheit, Obstipation, Harnverhalt) und höherer Kardiotoxizität.
- Mirtazapin (NaSSA): Sedierendes Antidepressivum, besonders bei Schlafstörungen und Appetitlosigkeit, geringeres Risiko für sexuelle Funktionsstörungen.
- Bupropion (NDRI): Beeinflusst Noradrenalin und Dopamin, geringeres Risiko für sexuelle Funktionsstörungen, aber nicht bei Angststörungen zugelassen (kann Angst verstärken).
- Agomelatin: Melatoninrezeptor‑Agonist, kein Serotonin‑Syndrom‑Risiko, erfordert jedoch regelmäßige Leberwertkontrollen.
- Johanniskraut (Hypericum perforatum): Pflanzliches Antidepressivum, bei leichten bis mittelschweren Depressionen wirksam, aber mit vielen Wechselwirkungen (Enzyminduktion, photosensibilisierend) und nicht standardisiert.
Klinische Wirksamkeit
Die klinische Wirksamkeit von Sertralin wurde in zahlreichen randomisierten, doppelblinden, placebokontrollierten Studien belegt. In den Zulassungsstudien für die Behandlung der Major Depression (z. B. einer 8‑wöchigen Studie mit über 400 Patienten) zeigte Sertralin (50‑200 mg/Tag) eine signifikant höhere Ansprechrate (Ham‑D‑Score‑Reduktion um mehr als 50 %) als Placebo (65 % vs. 40 %). In einer Metaanalyse von 28 Studien zur Panikstörung (n = 9.000) war Sertralin Placebo überlegen mit einer odds ratio von 2,5 für das Ansprechen.
Für Zwangsstörungen (OCD) belegen Studien, dass Sertralin in Dosen von 100‑200 mg/Tag den Y‑BOCS‑Score (Skala für Zwangssymptome) im Vergleich zu Placebo signifikant reduziert (Mittelwertdifferenz 3‑5 Punkte). Bei sozialen Angststörungen zeigte Sertralin eine Verbesserung des Liebowitz‑Angst‑Scores um etwa 40 Punkte gegenüber Placebo (30 Punkte). Die prämenstruelle dysphorische Störung (PMDS) spricht ebenfalls auf eine kontinuierliche oder zyklische Dosierung von 50‑100 mg/Tag an. Die Wirksamkeit ist nach 2‑4 Wochen messbar, das volle Ansprechen wird nach 6‑8 Wochen erzielt.
Wichtig: Sertralin ist ein verschreibungspflichtiges Arzneimittel, das nicht ohne ärztliche Aufsicht angewendet werden darf. Eine Selbstmedikation wegen der Risiken suizidaler Gedanken, schwerer unerwünschter Arzneimittelwirkungen (Serotonin‑Syndrom, Blutungen, Hyponatriämie) und Interaktionen mit anderen Medikamenten ist gefährlich. Vor der ersten Einnahme muss der Arzt eine gründliche Diagnostik (Ausschluss einer bipolaren Störung, Abklärung der Leber‑, Nierenfunktion, Gerinnungsstatus, ggf. EKG) durchführen. Während der Behandlung sind regelmäßige Kontrollen (insbesondere zu Beginn) erforderlich. Das Absetzen darf nur ausschleichend erfolgen. Bei Auftreten von plötzlichen Stimmungsverschlechterungen, Suizidgedanken, schweren allergischen Reaktionen, Zeichen einer Serotonin‑Vergiftung (Fieber, Muskelstarre, Verwirrtheit) oder ungewöhnlichen Blutungen ist sofort ein Arzt aufzusuchen. Schwangere, Stillende und Kinder unter 18 Jahren dürfen Sertralin nur nach strengster Indikationsstellung erhalten. Die vollständige Fachinformation und die Packungsbeilage sind zu beachten; verbindlich sind die Anweisungen des behandelnden Arztes.
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