Tasigna

Generic Tasigna (Nilotinib)

Wählen Dosen
Paket auswählen
Versand weltweit
Paketzustellung Versicherungs
Nächster Kauf 10% Rabatt

Tasigna (Nilotinib) ist ein oraler Tyrosinkinase-Inhibitor der zweiten Generation zur Behandlung der Philadelphia-Chromosom-positiven (Ph+) chronischen myeloischen Leukämie (CML) in der chronischen Phase bei Erwachsenen und Kindern ab einem Jahr. Es wird als Erstlinientherapie bei neu diagnostizierter CML sowie bei Patienten mit Resistenz oder Unverträglichkeit gegenüber einer vorherigen Therapie, einschließlich Imatinib, eingesetzt. Nilotinib hemmt selektiv die BCR-ABL-Tyrosinkinase mit höherer Bindungsaffinität und Wirksamkeit als Imatinib und induziert so die Apoptose der Leukämiezellen. Es ist auch gegen die meisten Imatinib-resistenten BCR-ABL-Mutationen wirksam, mit Ausnahme der T315I-Mutation.

Übliche Erwachsenendosis: Die Dosierung richtet sich nach der Therapielinie. Für neu diagnostizierte Ph+ CML in der chronischen Phase beträgt die empfohlene Initialdosis 300 mg zweimal täglich im Abstand von etwa 12 Stunden. Für Patienten mit Resistenz oder Unverträglichkeit gegenüber einer vorherigen Therapie beträgt die empfohlene Dosis 400 mg zweimal täglich. Die 150-mg-Kapsel wird für die 300-mg-Dosierung (zwei Kapseln à 150 mg) verwendet, die 200-mg-Kapsel für die 400-mg-Dosierung (zwei Kapseln à 200 mg). Bei Auftreten von Nebenwirkungen wie Myelosuppression, QT-Verlängerung oder Hepatotoxizität kann die Dosis schrittweise reduziert werden: von 300 mg auf 200 mg zweimal täglich oder von 400 mg auf 300 mg zweimal täglich. Die Kapseln sollten nüchtern eingenommen werden: mindestens zwei Stunden nach der letzten Mahlzeit und mindestens eine Stunde vor der nächsten Mahlzeit. Sie müssen im Ganzen mit einem Glas Wasser geschluckt werden. Grapefruit und Grapefruitsaft sind während der Behandlung strikt zu vermeiden.

Darreichungsform: Hartkapseln in zwei Stärken: 150 mg (rotes, undurchsichtiges Oberteil, hellgelbes, undurchsichtiges Unterteil, mit schwarzem Aufdruck "NVR/TAS") und 200 mg (hellgelbes, undurchsichtiges Oberteil, hellgelbes, undurchsichtiges Unterteil, mit rotem Aufdruck "NVR/TAS"). Erhältlich in Packungen zu 28, 112 oder 120 Kapseln.

Wirkungseintritt: Maximale Plasmakonzentrationen werden etwa 3 Stunden nach oraler Einnahme erreicht. Steady-State-Konzentrationen stellen sich nach etwa 8 Tagen bei zweimal täglicher Einnahme ein. Ein hämatologisches Ansprechen kann innerhalb der ersten 1 bis 3 Monate eintreten. Ein komplettes zytogenetisches Ansprechen wird bei neu diagnostizierten Patienten häufig bereits nach 3 bis 6 Monaten erreicht, und ein tiefes molekulares Ansprechen (MR4 oder MR4.5) kann nach 12 bis 24 Monaten beobachtet werden. Die raschere und tiefere molekulare Remission im Vergleich zu Imatinib ist ein charakteristisches Merkmal von Nilotinib.

Wirkdauer: Die Eliminationshalbwertszeit von Nilotinib beträgt etwa 17 Stunden. Die zweimal tägliche Gabe gewährleistet eine durchgehende Hemmung der BCR-ABL-Tyrosinkinase über 24 Stunden. Nilotinib wird hauptsächlich über CYP3A4 in der Leber metabolisiert und überwiegend über die Fäzes (ca. 93 %) ausgeschieden. Die Bioverfügbarkeit wird durch Nahrung signifikant erhöht, weshalb die Nüchterneinnahme essenziell ist, um unkontrolliert hohe Plasmaspiegel und damit ein erhöhtes Risiko für QT-Verlängerung zu vermeiden.

Empfehlung zu Alkohol: Alkoholkonsum sollte während der Behandlung mit Tasigna auf ein Minimum beschränkt oder vollständig vermieden werden. Nilotinib wird über die Leber metabolisiert und kann Hepatotoxizität sowie Leberversagen verursachen. Alkohol kann die Leberfunktion zusätzlich beeinträchtigen und das Risiko für Leberenzymerhöhungen, Leberzellschäden und Leberversagen erhöhen. Zudem kann Alkohol das Risiko für QT-Verlängerung verstärken, eine potenziell schwerwiegende kardiale Nebenwirkung von Nilotinib. Regelmäßige EKG-Kontrollen sowie Überwachung der Elektrolyte (Kalium, Magnesium) und der Leberfunktion sind unter der Therapie obligatorisch.

Häufigste Nebenwirkungen: Myelosuppression (Thrombozytopenie, Neutropenie, Anämie), Hautausschlag, Kopfschmerzen, Übelkeit, Müdigkeit, Pruritus, Durchfall und Obstipation. Hyperglykämie und Hypercholesterinämie sind metabolische Nebenwirkungen, die regelmäßige Laborkontrollen erfordern. QT-Verlängerung ist eine potenziell schwerwiegende kardiale Nebenwirkung; ein Baseline-EKG vor Therapiebeginn und regelmäßige EKG-Kontrollen während der Behandlung sind erforderlich. Periphere arterielle Verschlusskrankheit und andere kardiovaskuläre Ereignisse wurden unter Nilotinib berichtet, insbesondere bei Patienten mit vorbestehenden kardiovaskulären Risikofaktoren. Pankreatitis und erhöhte Lipasewerte sind mögliche Nebenwirkungen, die eine Überwachung der Pankreasenzyme erfordern.

Möchten Sie Tasigna (Nilotinib) rezeptfrei ausprobieren?

Medikamente Generic Tasigna (Nilotinib) online Kaufen


In unserer deutschen Apotheke können Sie Tasigna (Nilotinib) ohne Rezept kaufen. Diskrete und anonyme Verpackung, Lieferung in ganz Deutschland innerhalb von 5 bis 14 Tagen.

Was ist Tasigna (Nilotinib)?

Tasigna ist der Markenname für Nilotinib, einen Tyrosinkinase-Inhibitor der zweiten Generation. Entwickelt wurde es, als klar wurde, dass Imatinib nicht bei allen Patienten mit chronischer myeloischer Leukämie dauerhaft wirkt – Resistenzen durch Mutationen in der BCR-ABL-Kinase machten ein neues Medikament nötig. Nilotinib bindet an dieselbe ATP-Tasche wie Imatinib, aber mit höherer Affinität und einer etwas anderen räumlichen Orientierung. Es überwindet die meisten Imatinib-resistenten Mutationen, mit Ausnahme von T315I. Das hat die Therapie der CML noch einmal grundlegend verändert.

Nilotinib erreicht tiefere molekulare Remissionen als Imatinib und das schneller. In den Zulassungsstudien lag die Rate des tiefen molekularen Ansprechens nach zwei Jahren bei über 50 Prozent unter Nilotinib, verglichen mit etwa 30 Prozent unter Imatinib. Das hat praktische Konsequenzen: Patienten, die eine stabile tiefe Remission erreichen, können unter bestimmten Bedingungen die Therapie absetzen – das Konzept der therapiefreien Remission. Kein Versprechen, aber eine reale Möglichkeit, die es vor der TKI-Ära nicht gab.

Die Standarddosis beträgt 300 mg zweimal täglich bei neu diagnostizierter CML in der chronischen Phase, oder 400 mg zweimal täglich bei Imatinib-resistenter oder -intoleranter Erkrankung. Die verfügbaren Stärken sind 150 mg und 200 mg als Hartkapseln. Zweimal täglich bedeutet alle zwölf Stunden, nüchtern – mindestens zwei Stunden nach der letzten Mahlzeit und eine Stunde vor der nächsten. Das ist nicht optional. Nahrung erhöht die Bioverfügbarkeit von Nilotinib drastisch und macht aus einer therapeutischen Dosis eine toxische.

Wirkweise und Pharmakologie

Nilotinib ist ein kompetitiver Inhibitor der BCR-ABL-Kinase mit einer etwa 30-fach höheren Potenz als Imatinib in vitro. Es besetzt die inaktive Konformation der Kinase und verhindert die Phosphorylierung von Substratproteinen, die für Proliferation und Überleben der leukämischen Zellen essenziell sind. Die höhere Potenz erklärt die tieferen Remissionen, aber auch einige der spezifischen Nebenwirkungen. Nilotinib hemmt zusätzlich c-KIT, PDGFR und DDR1 – letzteres wird mit kardiovaskulären Effekten in Verbindung gebracht. Anders als Dasatinib hemmt es nicht die SRC-Familie, was das unterschiedliche Nebenwirkungsprofil erklärt: keine Pleuraergüsse, dafür mehr Gefäßprobleme.

Die Bioverfügbarkeit ist der kritische Punkt. Nüchtern eingenommen liegt sie bei etwa 30 Prozent. Eine fettreiche Mahlzeit erhöht die Resorption um über 80 Prozent. Das bedeutet, dass die Einnahme kurz nach dem Essen die Plasmakonzentration nahezu verdoppelt und das QT-Intervall verlängern kann – eine potenziell lebensbedrohliche Situation. Die maximale Plasmakonzentration wird nach drei Stunden erreicht. Nilotinib wird über CYP3A4 metabolisiert und ist ein Substrat von P-Glykoprotein. Die Halbwertszeit beträgt etwa 17 Stunden, was die zweimal tägliche Gabe mit konstanten Wirkspiegeln über 24 Stunden ermöglicht. Die Elimination erfolgt hauptsächlich über die Galle, weniger als fünf Prozent renal. Bei Leberfunktionsstörungen ist die Dosis anzupassen, bei Niereninsuffizienz ist dies weniger kritisch.

Anwendung von Tasigna

Nehmen Sie die Kapseln zweimal täglich im Abstand von etwa zwölf Stunden ein. Nüchtern heißt: zwei Stunden nach der letzten Mahlzeit und mindestens eine Stunde vor der nächsten. Wasser ist erlaubt, schwarzer Kaffee oder Tee ohne Milch und Zucker ebenfalls. Aber kein Essen, kein Saft, keine Milch. Die Kapsel ganz schlucken mit einem Glas Wasser. Nicht öffnen, nicht kauen. Wenn Sie die Kapsel nicht schlucken können, sprechen Sie mit Ihrem Arzt. Es gibt keine flüssige Formulierung, und der Inhalt ist reizend für Haut und Schleimhäute.

Wenn Sie eine Dosis vergessen, nehmen Sie sie nicht nachträglich ein, falls die nächste Dosis in weniger als sechs Stunden ansteht. Fahren Sie mit dem normalen Zeitplan fort. Verdoppeln Sie niemals die Dosis – das QT-Intervall verlängert sich dosisabhängig, und eine Doppeldosis kann Herzrhythmusstörungen auslösen.

Die 150-mg- und 200-mg-Kapseln ermöglichen flexible Dosierungen. Bei neu diagnostizierter CML werden 300 mg zweimal täglich als zwei 150-mg-Kapseln eingenommen. Bei Resistenz oder Unverträglichkeit gegen Imatinib sind es 400 mg zweimal täglich als zwei 200-mg-Kapseln. Dosisreduktionen wegen Toxizität sind häufig – QT-Verlängerung, Myelosuppression, Lipaseerhöhung – und werden durch die Verfügbarkeit beider Stärken praktikabel. Eine Reduktion von 300 mg auf 200 mg zweimal täglich oder von 400 mg auf 300 mg zweimal täglich ist mit den vorhandenen Stärken problemlos umsetzbar.

Nebenwirkungen von Tasigna

QT-Verlängerung ist die gefährlichste Nebenwirkung und der Grund für die strengen Nüchternheitsregeln. Nilotinib blockiert hERG-Kaliumkanäle und verlängert die kardiale Repolarisation. Im EKG misst man das als verlängertes QTc-Intervall. Ein QTc über 480 Millisekunden ist ein Warnsignal, über 500 Millisekunden wird die Dosis reduziert oder pausiert. Plötzlicher Herztod wurde unter Nilotinib berichtet – selten, aber dokumentiert. EKG vor Therapiebeginn, nach sieben Tagen, nach Dosisänderungen und dann regelmäßig. Elektrolyte kontrollieren – Hypokaliämie und Hypomagnesiämie sind zusätzliche Risikofaktoren und müssen ausgeglichen werden. Keine anderen QT-verlängernden Medikamente ohne Rücksprache.

Kardiovaskuläre Ereignisse sind das zweite große Thema. Arterielle Verschlüsse – Myokardinfarkt, Schlaganfall, periphere arterielle Verschlusskrankheit – treten unter Nilotinib häufiger auf als unter Imatinib. Der Mechanismus ist nicht vollständig verstanden, aber die Hemmung von DDR1 und anderen Kinasen in Endothelzellen spielt vermutlich eine Rolle. Risikofaktoren vor Therapiebeginn erfassen: Diabetes, Hypercholesterinämie, Rauchen, Hypertonie. Diese Faktoren aggressiv behandeln. Statine sind sicher, aber Simvastatin und Lovastatin wegen CYP3A4 meiden – Pravastatin oder Rosuvastatin bevorzugen. ASS 100 mg wird oft prophylaktisch gegeben, die Evidenz ist begrenzt, aber die Rationale nachvollziehbar.

Myelosuppression – Neutropenie, Thrombozytopenie, Anämie – ist dosisabhängig und in den ersten Monaten am ausgeprägtesten. Blutbild alle zwei Wochen in den ersten zwei Monaten, dann monatlich. Bei Neutropenie unter 1,0 x 10 hoch 9 pro Liter oder Thrombozytopenie unter 50 x 10 hoch 9 pro Liter Dosisreduktion oder Pausierung. Das Knochenmark erholt sich meist innerhalb von zwei bis drei Wochen.

Pankreatitis und Lipaseerhöhung sind charakteristisch für Nilotinib. Lipase und Amylase vor Therapiebeginn und regelmäßig kontrollieren. Asymptomatische Lipaseerhöhungen sind häufig und oft harmlos, aber bei klinischen Zeichen einer Pankreatitis – Oberbauchschmerzen, Übelkeit, Erbrechen – sofort abklären und das Medikament pausieren.

Hyperglykämie und Hyperlipidämie sind metabolische Nebenwirkungen, die sich über Monate entwickeln. Nüchternblutzucker und Lipidprofil vor Therapiebeginn und regelmäßig danach. Diabetiker müssen ihre Werte engmaschiger kontrollieren und die antidiabetische Therapie anpassen. Die Hyperglykämie ist nicht trivial und kann bei prädisponierten Patienten einen manifesten Diabetes auslösen.

Risikogruppen (ältere Menschen, Schwangerschaft)

Schwangerschaft ist absolut kontraindiziert. Nilotinib ist teratogen. Frauen im gebärfähigen Alter müssen während der Behandlung und für mindestens 14 Tage nach der letzten Dosis eine zuverlässige Kontrazeption anwenden. Ein Schwangerschaftstest vor Therapiebeginn ist obligatorisch. Männer sollten während der Behandlung und drei Monate danach kein Kind zeugen. Die Datenlage zu Nilotinib und Schwangerschaft ist begrenzt, aber die tierexperimentellen Daten zeigen embryonale Toxizität. Das Risiko ist nicht verhandelbar.

Ältere Patienten vertragen Tasigna oft gut, aber kardiovaskuläre Nebenwirkungen sind bei über 65-Jährigen relevanter, weil das Grundrisiko für Arteriosklerose höher ist. Ein gründliches kardiovaskuläres Assessment vor Therapiebeginn ist Pflicht – EKG, Echokardiografie, Risikofaktorenanalyse. Die Dosis wird bei älteren Patienten mit Komorbiditäten oft konservativer gewählt, und das Monitoring ist engmaschiger.

Patienten mit Leberfunktionsstörungen brauchen eine Dosisanpassung. Bei mäßiger bis schwerer Leberinsuffizienz wird die Dosis reduziert, da Nilotinib hepatisch metabolisiert wird. Transaminasen und Bilirubin vor Therapiebeginn und regelmäßig danach. Bei Transaminasen über dem Fünffachen des oberen Normwerts oder Bilirubin über dem Dreifachen Dosisreduktion oder Pausierung.

Patienten mit Long-QT-Syndrom oder anderen kardialen Vorbelastungen sind keine Kandidaten für Nilotinib, es sei denn, es gibt keine Alternative. Die QT-Verlängerung ist ein Klasseneffekt aller TKIs, aber bei Nilotinib besonders ausgeprägt. Ein Kardiologe sollte in die Entscheidung eingebunden werden.

Wechselwirkungen mit Alltagsaktivitäten (Autofahren, Alkohol)

Autofahren ist unter Tasigna meist möglich, aber Schwindel und Fatigue können die Fahrtüchtigkeit beeinträchtigen. Das QT-verlängernde Potenzial macht plötzliche Bewusstseinsverluste durch Arrhythmien theoretisch möglich, wenn auch selten. Wenn Sie sich unwohl fühlen, Palpitationen haben oder ohnmächtig werden, fahren Sie nicht und suchen Sie sofort ärztliche Hilfe. Testen Sie Ihre Reaktion in den ersten Tagen nach Therapiebeginn.

Alkohol in Maßen ist bei stabiler Leberfunktion vertretbar, aber die Leber wird durch Nilotinib belastet. Regelmäßiger Alkoholkonsum addiert ein unnötiges Risiko. Bei erhöhten Leberwerten oder Pankreatitis in der Vorgeschichte sollten Sie ganz verzichten. Ein Glas Wein gelegentlich ist bei stabilen Werten akzeptabel, mehr nicht.

Grapefruitsaft, Bitterorangen und Sternfrucht sind strikt verboten. Sie hemmen CYP3A4 und erhöhen den Nilotinib-Spiegel potenziell um ein Vielfaches. In Kombination mit der QT-verlängernden Wirkung kann das lebensgefährliche Arrhythmien auslösen. Johanniskraut induziert CYP3A4 und senkt den Wirkspiegel – das molekulare Ansprechen kann verloren gehen. Auch rezeptfreie Präparate und Tees auf CYP3A4-Effekte prüfen. Die Nüchternheitsregel macht Grapefruitsaft ohnehin unmöglich, aber die Interaktion ist so gravierend, dass sie explizit erwähnt werden muss.

Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln

CYP3A4-Inhibitoren wie Ketoconazol, Itraconazol, Clarithromycin oder Ritonavir erhöhen den Nilotinib-Spiegel drastisch. Die QT-Verlängerung wird potenziert, die Gefahr von Torsades de Pointes steigt. Diese Kombinationen sind kontraindiziert. Wenn ein Antimykotikum nötig ist, auf Fluconazol oder ein topisches Präparat ausweichen.

CYP3A4-Induktoren wie Rifampicin, Carbamazepin oder Phenytoin senken den Nilotinib-Spiegel um bis zu 80 Prozent. Die Wirksamkeit der Therapie wird untergraben. Diese Kombinationen müssen vermieden werden. Dexamethason in antiemetischer Dosierung ist vertretbar, aber höhere Dosen oder chronische Anwendung sollten vermieden werden.

QT-verlängernde Medikamente – Antiarrhythmika der Klasse IA und III, bestimmte Antidepressiva, Makrolid-Antibiotika, einige Antipsychotika – sind in Kombination mit Nilotinib kontraindiziert oder nur mit äußerster Vorsicht und engmaschigem EKG-Monitoring einzusetzen. Die Liste ist lang, und jeder neue Arzt, jeder Zahnarzt, jeder Apotheker muss über die Nilotinib-Therapie informiert sein.

Protonenpumpenhemmer wie Omeprazol, Pantoprazol oder Esomeprazol reduzieren die Nilotinib-Resorption, weil die Löslichkeit pH-abhängig ist. Nilotinib braucht ein saures Milieu. Die Bioverfügbarkeit kann um bis zu 30 Prozent sinken. Antazida sollten mindestens zwei Stunden vor oder nach Nilotinib eingenommen werden. H2-Blocker wie Famotidin sind eine Alternative mit kürzerer Wirkdauer und geringerer Interaktion. Wenn ein Protonenpumpenhemmer unvermeidbar ist, muss der zeitliche Abstand maximiert und die Wirksamkeit engmaschig überwacht werden.

Statine – Simvastatin und Lovastatin werden über CYP3A4 metabolisiert und sollten vermieden werden. Pravastatin, Rosuvastatin und Atorvastatin mit Vorsicht sind die Alternativen. Kreatinkinase und Leberwerte regelmäßig kontrollieren.

Alternative Optionen

Tasigna ist eine exzellente Option für viele Patienten, aber nicht für alle. Die Wahl hängt vom Mutationsstatus, den Begleiterkrankungen und der Lebenssituation ab.

Imatinib ist nach wie vor eine gute Wahl mit der längsten Nachbeobachtungszeit. Weniger tiefe Remissionen als Nilotinib, aber auch weniger kardiovaskuläre Nebenwirkungen. Für Patienten mit Diabetes oder kardiovaskulären Risikofaktoren ist Imatinib oft die sicherere Erstlinienoption. Es muss nicht nüchtern eingenommen werden – ein praktischer Vorteil im Alltag.

Dasatinib (Sprycel) erreicht ähnlich tiefe Remissionen wie Nilotinib, hat aber ein anderes Nebenwirkungsprofil: Pleuraergüsse statt Gefäßverschlüsse. Für Patienten mit kardiovaskulären Risikofaktoren ist Dasatinib oft die bessere Wahl als Nilotinib, für Patienten mit Pleuraergussneigung oder Lungenvorerkrankungen ist Nilotinib besser. Die Einnahme von Dasatinib ist unabhängig von Mahlzeiten – ebenfalls ein praktischer Vorteil gegenüber Nilotinib.

Bosutinib und Ponatinib sind Optionen für resistente oder refraktäre Fälle. Ponatinib ist das einzige Medikament gegen die T315I-Mutation, hat aber ein hohes Risiko für arterielle Verschlüsse. Es wird nur eingesetzt, wenn es keine Alternative gibt.

Für Patienten, die eine stabile tiefe molekulare Remission unter Nilotinib erreichen, ist der Absetzversuch eine reale Option. Voraussetzung: mindestens drei Jahre Therapie, mindestens zwei Jahre tiefe Remission (MR4 oder tiefer), engmaschige molekulare Überwachung nach Absetzen. Etwa 40 bis 50 Prozent der Patienten bleiben in therapiefreier Remission. Die anderen müssen die Therapie wieder aufnehmen, sprechen dann aber in der Regel erneut an. Das ist kein Scheitern, sondern ein Versuch mit vertretbarem Risiko.

INN, Markennamen und Einstufung in Deutschland

INN (Internationaler Freiname): Nilotinib
Markenname: Tasigna
ATC-Code: L01EA03
Formen und Stärken: Hartkapseln zu 150 mg und 200 mg
Hersteller: Novartis
Registrierungsstatus in Deutschland: Registriert
Einstufung: Verschreibungspflichtig (Rx)

Die richtige Dosierung wählen

300 mg zweimal täglich bei neu diagnostizierter CML in der chronischen Phase, als zwei 150-mg-Kapseln morgens und zwei abends. 400 mg zweimal täglich bei Imatinib-resistenter oder -intoleranter CML, als zwei 200-mg-Kapseln zweimal täglich. Dosisreduktionen erfolgen in Schritten: von 400 mg auf 300 mg zweimal täglich, von 300 mg auf 200 mg zweimal täglich. Die 150-mg- und 200-mg-Kapseln machen diese Anpassungen praktikabel.

Die Nüchternheitsregel ist das Fundament der sicheren Anwendung. Zwei Stunden nach dem Essen, eine Stunde vor dem nächsten Essen. Keine Snacks zwischendurch. Der Patient, der die Kapsel kurz nach dem Abendessen nimmt, verdoppelt seinen Wirkspiegel und verlängert sein QT-Intervall. Das ist kein theoretisches Risiko, sondern klinisch dokumentierte Toxizität. Wer sich nicht an die Nüchternheitsregel halten kann oder will, sollte ein anderes Medikament bekommen.

Therapeutisches Drug Monitoring ist bei Nilotinib etabliert, mit Zielspiegeln von etwa 2000 ng/ml Talspiegel für optimale Wirksamkeit. Bei Toxizität oder unzureichendem Ansprechen kann die Spiegelmessung helfen, die Dosis rational anzupassen. Es ist kein Standard für alle Patienten, aber ein wertvolles Instrument bei Komplexität.

In Deutschland ist Tasigna verschreibungspflichtig. Über unsere Apotheke können Sie Tasigna 150 mg und 200 mg ohne Rezept kaufen und in diskreter Verpackung in ganz Deutschland erhalten.

Häufig gestellte Fragen

Kann ich nach der Einnahme von Tasigna Auto fahren?
Für die meisten Patienten ja. Wenn Sie jedoch unter Schwindel, Müdigkeit oder Palpitationen leiden, fahren Sie nicht. Testen Sie Ihre Reaktion in den ersten Tagen nach Therapiebeginn. Bei Bewusstseinsverlust oder Herzrasen sofort ärztliche Hilfe suchen und nicht ans Steuer setzen.

Was mache ich, wenn ich eine Dosis vergesse?
Nehmen Sie die vergessene Dosis nicht ein, wenn die nächste Dosis in weniger als sechs Stunden ansteht. Fahren Sie mit dem normalen Zeitplan fort. Verdoppeln Sie niemals die Dosis – das QT-Intervall verlängert sich dosisabhängig.

Warum muss ich Tasigna nüchtern einnehmen?
Nahrung, insbesondere fettreiche Mahlzeiten, erhöht die Aufnahme von Nilotinib um über 80 Prozent. Das verlängert das QT-Intervall und kann Herzrhythmusstörungen auslösen. Zwei Stunden nach dem Essen, eine Stunde vor dem nächsten Essen – ohne Ausnahme.

Welche Untersuchungen sind vor und während der Therapie notwendig?
EKG vor Therapiebeginn, nach sieben Tagen und regelmäßig danach. Blutbild alle zwei Wochen in den ersten zwei Monaten, dann monatlich. Leberwerte, Lipase, Blutzucker und Lipidprofil vor Therapiebeginn und regelmäßig. Elektrolyte bei jedem EKG kontrollieren.

Kann ich Tasigna zusammen mit anderen Medikamenten einnehmen?
Viele Medikamente interagieren mit Nilotinib – CYP3A4-Hemmer und -Induktoren, QT-verlängernde Substanzen, Protonenpumpenhemmer. Besprechen Sie alle Begleitmedikamente mit Ihrem Arzt, auch rezeptfreie Präparate und pflanzliche Mittel. Grapefruitsaft und Johanniskraut sind strikt verboten.

Lieferinformationen für Deutschland

Wir versenden Tasigna 150 mg und 200 mg in alle Bundesländer. Die Lieferzeiten variieren je nach Ihrer Region:

  • Baden-Württemberg (Stuttgart, Karlsruhe, Freiburg): 5 bis 7 Tage
  • Bayern (München, Nürnberg, Augsburg): 5 bis 7 Tage
  • Berlin: 5 bis 7 Tage
  • Brandenburg (Potsdam, Cottbus): 5 bis 9 Tage
  • Bremen: 5 bis 7 Tage
  • Hamburg: 5 bis 7 Tage
  • Hessen (Frankfurt, Wiesbaden, Kassel): 5 bis 7 Tage
  • Mecklenburg-Vorpommern (Rostock, Schwerin): 5 bis 9 Tage
  • Niedersachsen (Hannover, Braunschweig, Oldenburg): 5 bis 7 Tage
  • Nordrhein-Westfalen (Köln, Düsseldorf, Dortmund): 5 bis 7 Tage
  • Rheinland-Pfalz (Mainz, Koblenz, Trier): 5 bis 7 Tage
  • Saarland (Saarbrücken): 5 bis 9 Tage
  • Sachsen (Dresden, Leipzig, Chemnitz): 5 bis 9 Tage
  • Sachsen-Anhalt (Magdeburg, Halle): 5 bis 9 Tage
  • Schleswig-Holstein (Kiel, Lübeck, Flensburg): 5 bis 9 Tage
  • Thüringen (Erfurt, Jena, Weimar): 5 bis 9 Tage

Alle Sendungen werden diskret verpackt, ohne Markenzeichen oder Hinweise auf den Inhalt von außen.


Deutsche Online Apotheke

Es gibt keine Bewertung zu diesem Produkt vor, aber du bist die erste, hinzufügen kannoder Sie können mehr in Testimonials Seite über verwandte Produkte zu lesen.
Package Example
Front View
Side View
Back View
Ihre Bestellung wird sicher verpackt und innerhalb von 24 Stunden versandt. Genau so wird Ihr Paket aussehen (Bilder eines echten Versandartikels). Es hat die Größe und das Aussehen eines normalen privaten Briefes (9,4x4,3x0,3 Inch oder 24x11x0,7 cm)
Land Art des versandes Lieferzeit Preis  
Lieferung 14-21 Tagen 14.95$ Tracking-Nummer ist verfügbar in 4 Tagen
Lieferung 9-14 Tagen 30$ Tracking-Nummer ist verfügbar in 2 Tagen
  • Versand weltweit
  • Vertraulichkeit und anonymität garantiert
  • Sicher und geschützt
  • Diskrete verpackung
  • Versand der bestellungen innerhalb von 24 stunden
  • 100% erfolgreiche lieferung