Testosterone topical

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Testosteron topisch 1 % (Handelsname Testogel®) ist ein transdermales Testosteronersatzpräparat zur Behandlung des bestätigten männlichen Hypogonadismus (Testosteronmangel) bei erwachsenen Männern. Der Mangel muss durch klinische Symptome wie Libidoverlust, erektile Dysfunktion, Müdigkeit, depressive Verstimmung, verminderte Muskelmasse und Knochendichteverlust sowie durch zwei getrennte morgendliche Serum-Testosteronbestimmungen unterhalb des Referenzbereichs bestätigt sein. Das Gel enthält 1 % Testosteron und stellt die physiologischen Testosteronspiegel im Blut wieder her. Testosteron ist das wichtigste männliche Sexualhormon und für die Entwicklung und Aufrechterhaltung der männlichen Geschlechtsmerkmale, der Spermatogenese, der Libido, der Muskelmasse und der Knochendichte verantwortlich. Die transdermale Applikation ermöglicht eine gleichmäßige, dem zirkadianen Rhythmus angenäherte Hormonfreisetzung über 24 Stunden und vermeidet den hepatischen First-Pass-Metabolismus.

Übliche Erwachsenendosis: Die empfohlene Initialdosis beträgt 50 mg Testosteron (entsprechend 5 g Gel mit 1 % Wirkstoffgehalt), einmal täglich morgens auf die saubere, trockene und intakte Haut aufgetragen. Das Gel wird bevorzugt auf beide Schultern und Oberarme oder den Bauch aufgetragen und sollte innerhalb von 3 bis 5 Minuten eintrocknen. Nach dem Auftragen sind die Hände gründlich mit Wasser und Seife zu waschen. Die Dosierung kann nach 2- bis 4-wöchigen Serum-Testosteronmessungen in Schritten von 25 mg auf 25 bis 100 mg Testosteron pro Tag (2,5 bis 10 g Gel) angepasst werden. Die maximale Tagesdosis beträgt 100 mg. Das Gel sollte nicht auf Genitalien, Brustwarzen oder geschädigte Haut aufgetragen werden. Nach der Anwendung sollte die Applikationsstelle mit Kleidung bedeckt werden, um eine Übertragung auf Kontaktpersonen zu verhindern. Vor direktem Hautkontakt mit anderen Personen, insbesondere Kindern und Frauen, sollte das Gel mindestens 2 Stunden eingetrocknet sein; alternativ sollte die Applikationsstelle vor dem Kontakt gründlich mit Wasser und Seife gewaschen werden.

Darreichungsform: Transdermales Gel mit 1 % Testosteron (10 mg Testosteron pro g Gel). Erhältlich in Beuteln mit 2,5 g (entsprechend 25 mg Testosteron) und 5 g (entsprechend 50 mg Testosteron) sowie in einem Dosierspender, der pro Pumpstoß 1,25 g Gel (entsprechend 12,5 mg Testosteron) abgibt. Packungen enthalten 30 Beutel oder einen Dosierspender mit ausreichend Gel für etwa 30 Tage. In Deutschland ist das 1%ige Testosteron-Gel als Testogel® und als Generikum verfügbar.

Wirkungseintritt: Nach dem Auftragen wird Testosteron kontinuierlich über die Haut resorbiert. Maximale Plasmakonzentrationen werden etwa 2 bis 6 Stunden nach der Applikation erreicht. Eine klinische Besserung der Symptome des Testosteronmangels wie Stimmung, Libido und Energie kann innerhalb der ersten 3 bis 6 Wochen beobachtet werden. Die Verbesserung der Muskelmasse, Knochendichte und der kognitiven Funktionen entwickelt sich langsamer und kann 6 bis 12 Monate in Anspruch nehmen.

Wirkdauer: Bei täglicher Anwendung werden physiologische Testosteronserumspiegel über 24 Stunden aufrechterhalten. Steady-State-Konzentrationen werden innerhalb von 2 Tagen nach Therapiebeginn erreicht. Nach Absetzen sinken die Testosteronspiegel innerhalb von 48 bis 72 Stunden wieder auf das Ausgangsniveau ab. Testosteron wird hepatisch metabolisiert und überwiegend renal als inaktive Metaboliten ausgeschieden.

Empfehlung zu Alkohol: Es sind keine spezifischen Wechselwirkungen zwischen topisch angewendetem Testosteron und Alkoholkonsum bekannt. Dennoch sollte übermäßiger Alkoholkonsum vermieden werden, da Alkohol die Leberfunktion beeinträchtigen und den Testosteronstoffwechsel stören kann. Chronischer Alkoholabusus kann zudem den Testosteronspiegel senken und die Wirksamkeit der Therapie beeinträchtigen.

Häufigste Nebenwirkungen: Hautreaktionen an der Applikationsstelle wie Rötung, Juckreiz, Trockenheit und Akne sind häufig und in der Regel mild und vorübergehend. Polyzythämie (erhöhte Anzahl roter Blutkörperchen) mit Anstieg des Hämatokrits ist eine klinisch bedeutsame Nebenwirkung und erfordert regelmäßige Blutbildkontrollen. Bei Überschreiten eines Hämatokrits von 54 % sollte die Dosis reduziert oder die Therapie unterbrochen werden. Gewichtszunahme, periphere Ödeme, Hypertonie, Stimmungsschwankungen, Aggressivität, vermehrte Libido, Priapismus, Gynäkomastie, Akne und Alopezie können auftreten. Eine Suppression der Spermatogenese mit Oligospermie oder Azoospermie ist eine zu erwartende Folge der Testosterontherapie. Prostatavergrößerung und ein Anstieg des prostataspezifischen Antigens (PSA) können auftreten; vor Therapiebeginn und regelmäßig während der Behandlung sind rektale Untersuchungen und PSA-Bestimmungen erforderlich. Testosteron kann das Wachstum eines bestehenden Prostatakarzinoms beschleunigen und ist bei Prostatakarzinom kontraindiziert. Die Übertragung auf Kontaktpersonen, insbesondere Kinder und Frauen, kann zu Virilisierung bei Frauen und vorzeitiger Pubertät bei Kindern führen; die Applikationsstelle sollte nach dem Eintrocknen mit Kleidung bedeckt und vor Hautkontakt gewaschen werden. Testosteron topisch ist kontraindiziert bei Prostatakarzinom, Mammakarzinom, Lebertumoren, schwerer Leberinsuffizienz und Überempfindlichkeit gegen den Wirkstoff.

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Was ist topisches Testosteron?

Topisches Testosteron ist ein Hormonersatzpräparat, das auf die Haut aufgetragen wird und den körpereigenen Testosteronspiegel bei Männern mit nachgewiesenem Testosteronmangel wieder in den normalen Bereich anhebt. Das 1-prozentige Gel ist die gebräuchlichste Form. Ein Gramm Gel enthält 10 mg Testosteron, eine typische Tagesdosis von 5 Gramm liefert 50 mg Testosteron, von denen etwa 10 Prozent systemisch resorbiert werden. Der Rest verdunstet oder verbleibt auf der Haut. Das reicht aus, um die Symptome des Hypogonadismus zu lindern – den Libidoverlust, die Antriebslosigkeit, den Verlust von Muskelmasse und die depressive Verstimmung, die ein chronischer Testosteronmangel mit sich bringt. Es ist kein Lifestyle-Medikament, kein Anti-Aging-Zauber für gesunde ältere Männer, sondern eine präzise Substitution für einen laborchemisch belegten Mangel.

Die Wirkung setzt langsam ein. Die Libido kann sich innerhalb von drei bis sechs Wochen verbessern, der Muskelaufbau und die Knochendichte brauchen sechs bis zwölf Monate, um messbare Veränderungen zu zeigen. Es geht um Wiederherstellung, nicht um Übersteuerung. Ein normaler Testosteronspiegel liegt zwischen 300 und 1000 Nanogramm pro Deziliter, und das Ziel der Therapie ist, den Patienten in die Mitte dieses Bereichs zu bringen, nicht an die obere Grenze. Höhere Spiegel bedeuten nicht mehr Wohlbefinden, sondern mehr Nebenwirkungen – Polyglobulie, Schlafapnoe, Akne, Stimmungsschwankungen.

Die Dosis beträgt 5 Gramm Gel einmal täglich, morgens aufgetragen auf die saubere, trockene Haut an Schultern, Oberarmen oder Bauch. Nach einigen Wochen kann die Dosis je nach gemessenem Testosteronspiegel auf 2,5 Gramm reduziert oder auf 7,5 bis 10 Gramm erhöht werden. Das Gel wird mit dem Handrücken oder einem Spatel aufgetragen, nicht mit der bloßen Handfläche einmassiert, und die Hände werden danach gründlich gewaschen. Die Auftragestelle sollte vor dem Ankleiden mindestens drei bis fünf Minuten trocknen, und Kleidung sollte die Stelle bedecken, um eine Übertragung auf andere Personen zu verhindern.

Wirkweise und Pharmakologie

Testosteron ist das wichtigste männliche Sexualhormon, ein Steroidhormon, das in den Leydig-Zwischenzellen der Hoden aus Cholesterin synthetisiert wird. Es bindet an intrazelluläre Androgenrezeptoren in fast allen Geweben – Muskel, Knochen, Gehirn, Haut, Knochenmark – und reguliert die Transkription hunderter Gene. Das erklärt die breite Wirkung: Testosteron steigert die Proteinsynthese in der Skelettmuskulatur, fördert die Erythropoetinproduktion in der Niere und damit die Bildung roter Blutkörperchen, erhält die Knochendichte durch Stimulation der Osteoblasten und moduliert die Neurotransmitterbalance im zentralen Nervensystem, was sich auf Stimmung, Libido und kognitive Funktion auswirkt. Es ist kein einfaches Hormon, sondern ein systemischer Regulator, der den gesamten Organismus durchdringt.

Das transdermale Gel ahmt die physiologische Sekretion nach. Nach dem Auftragen diffundiert Testosteron durch die Hornschicht der Epidermis in die Dermis und von dort in die Blutkapillaren. Die maximale Plasmakonzentration wird nach etwa zwei bis sechs Stunden erreicht, danach fällt der Spiegel langsam über den Tag ab, ähnlich wie beim natürlichen zirkadianen Rhythmus mit einem Gipfel am Morgen und einem Tal in der Nacht. Das ist ein Vorteil gegenüber intramuskulären Injektionen, die supraphysiologische Spitzen und subphysiologische Täler erzeugen und bei vielen Patienten zu Stimmungsschwankungen führen. Die Bioverfügbarkeit des Gels beträgt etwa 10 Prozent der applizierten Dosis, was bedeutet, dass von 50 mg aufgetragenem Testosteron etwa 5 mg in den systemischen Kreislauf gelangen. Der Rest verbleibt in der Haut und wird langsam freigesetzt, was die Gleichmäßigkeit der Spiegel unterstützt.

Testosteron wird in der Leber zu Dihydrotestosteron und Östradiol metabolisiert. Dihydrotestosteron ist das etwa fünfmal potentere Androgen, das in der Haut und der Prostata wirkt, Östradiol entsteht durch Aromatisierung und ist für die Knochengesundheit und die Feedback-Hemmung der Gonadotropine verantwortlich. Die Halbwertszeit von Testosteron im Plasma beträgt etwa zwei bis vier Stunden, aber durch die kontinuierliche Freisetzung aus dem Hautdepot bleibt der Spiegel über den Tag stabil. Die Ausscheidung erfolgt renal als 17-Ketosteroide. Bei Leberinsuffizienz ist die Metabolisierung verlangsamt, und die Dosis muss reduziert werden.

Anwendung von topischem Testosteron

Tragen Sie 5 Gramm Gel einmal täglich morgens auf die saubere, trockene und intakte Haut auf. Die besten Stellen sind Schultern, Oberarme und Bauch, weil diese Bereiche gut durchblutet sind und das Gel nicht auf Knochen oder in Hautfalten aufgetragen wird, wo die Resorption unvorhersehbar ist. Das Gel mit dem Handrücken oder einem Spatel auf der Haut verteilen, nicht mit der Handfläche einmassieren – das minimiert die Resorption durch die Hände und die Gefahr der Übertragung. Nach dem Auftragen die Hände gründlich mit Wasser und Seife waschen. Die Auftragestelle sollte vor dem Ankleiden mindestens drei bis fünf Minuten an der Luft trocknen, und die Kleidung sollte die Stelle bedecken. Duschen oder Baden ist frühestens nach vier bis sechs Stunden erlaubt, um die Resorption nicht zu beeinträchtigen.

Die Gefahr der Übertragung auf andere Personen ist real und gefährlich. Testosteron kann über Hautkontakt auf Frauen und Kinder übergehen und dort zu Virilisierung führen – Bartwuchs, Stimmvertiefung, Klitorishypertrophie bei Mädchen, vorzeitige Pubertät bei Jungen. Hände waschen, Kleidung tragen, die die Auftragestelle bedeckt, und engen Hautkontakt für mindestens zwei Stunden nach dem Auftragen vermeiden. Schwangere Frauen sollten das Gel nicht einmal berühren, weil Testosteron den Fötus schädigen kann. Diese Warnung ist kein juristischer Formalismus, sondern klinische Realität, dokumentiert in Fallberichten von versehentlicher Exposition.

Wenn Sie eine Dosis vergessen haben und es weniger als sechs Stunden her ist, tragen Sie das Gel auf. Ist es länger her, lassen Sie die vergessene Dosis aus und fahren mit dem normalen Zeitplan fort. Verdoppeln Sie nicht die Dosis am nächsten Morgen. Eine doppelte Dosis führt zu supraphysiologischen Spiegeln mit Akne, Stimmungsschwankungen und einem erhöhten Risiko für Polyglobulie und Thrombosen. Der Hämatokrit, der Testosteronspiegel und das prostataspezifische Antigen müssen vor Therapiebeginn, nach drei bis sechs Monaten und dann jährlich kontrolliert werden.

Nebenwirkungen von topischem Testosteron

Hautreaktionen an der Auftragestelle sind die häufigste lokale Nebenwirkung. Juckreiz, Rötung, Brennen und Trockenheit treten bei etwa 5 bis 10 Prozent der Anwender auf und sind meist mild. Sie klingen ab, wenn die Stelle gewechselt wird oder wenn eine halbe Stunde nach dem Auftragen eine parfümfreie Feuchtigkeitscreme aufgetragen wird. Ein Wechsel zu einem anderen Gel oder zu einer Testosteron-Creme mit einer anderen Grundlage kann helfen, wenn die Symptome persistieren.

Polyglobulie – ein Anstieg des Hämatokrits über 50 Prozent – ist die häufigste systemische Nebenwirkung und ein direkter Effekt der Erythropoetin-Stimulation. Ein Hämatokrit über 52 Prozent erhöht das Risiko für Thrombosen, Schlaganfall und Myokardinfarkt, weil das Blut visköser wird. Vor Therapiebeginn den Hämatokrit messen und während der Therapie alle sechs Monate kontrollieren. Bei Werten über 52 Prozent die Dosis reduzieren, bei Werten über 54 Prozent die Therapie pausieren und eine Phlebotomie erwägen. Das ist kein banaler Laborwert, sondern ein kardiovaskulärer Risikofaktor.

Prostatavergrößerung und ein Anstieg des prostataspezifischen Antigens (PSA) – Testosteron stimuliert das Prostataepithel, und der PSA-Wert steigt unter Therapie meist leicht an. Ein Anstieg über 4 ng/ml oder eine Veränderung um mehr als 1,4 ng/ml innerhalb eines Jahres muss urologisch abgeklärt werden, um ein Prostatakarzinom auszuschließen. Testosteron selbst verursacht keinen Prostatakrebs, aber es kann ein bestehendes, noch unerkanntes Karzinom im Wachstum beschleunigen. Digital-rektale Untersuchung und PSA vor Therapiebeginn und dann regelmäßig sind Pflicht.

Akne und fettige Haut entstehen durch die Stimulation der Talgdrüsen durch Dihydrotestosteron. Sie sind meist mild und klingen nach einigen Monaten ab, wenn der Körper sich an die höheren Androgenspiegel gewöhnt hat. Schlafapnoe kann sich unter Testosteron verschlechtern, besonders bei übergewichtigen Männern mit vorbestehendem Schnarchen. Bei unerklärlicher Tagesmüdigkeit oder Atemaussetzern im Schlaf ein Schlafapnoe-Screening durchführen. Stimmungsschwankungen, Aggressivität und Reizbarkeit sind selten, aber möglich, besonders bei Überdosierung.

Risikogruppen (ältere Menschen, Schwangerschaft)

Schwangerschaft und Stillzeit – Testosteron ist in der Schwangerschaft absolut kontraindiziert und für Frauen generell nicht zugelassen. Es verursacht Virilisierung des weiblichen Fötus mit irreversiblen Fehlbildungen der Genitalien. Frauen, die mit dem Gel in Kontakt kommen könnten, müssen vor der Übertragungsgefahr gewarnt werden. Stillende Mütter dürfen das Gel nicht anwenden, und der Säugling darf keinen Hautkontakt mit aufgetragenem Gel haben.

Ältere Männer über 65 Jahre mit altersbedingtem Testosteronabfall sind nicht automatisch Kandidaten für eine Substitution. Die Evidenz für einen Nutzen bei gesunden älteren Männern mit grenzwertigen Spiegeln ist dünn, und die Risiken – Polyglobulie, kardiovaskuläre Ereignisse – steigen mit dem Alter. Testosteron sollte nur bei symptomatischen Männern mit laborchemisch gesichertem Hypogonadismus eingesetzt werden, und die Dosis sollte am unteren Ende des Normalbereichs liegen. Patienten mit Prostatakarzinom oder Mammakarzinom in der Vorgeschichte sollten Testosteron nicht erhalten, weil es das Tumorwachstum beschleunigen kann. Patienten mit schwerer Herzinsuffizienz, unbehandelter Schlafapnoe oder Hämatokrit über 52 Prozent vor Therapiebeginn sind keine Kandidaten für die Therapie.

Wechselwirkungen mit Alltagsaktivitäten (Autofahren, Alkohol)

Autofahren ist unter topischem Testosteron problemlos möglich. Es gibt keine zentralnervösen Effekte, die die Fahrtüchtigkeit beeinträchtigen.

Alkohol hat keine direkte Wechselwirkung mit Testosteron. Chronischer Alkoholkonsum senkt jedoch die hepatische Testosteronproduktion und erhöht die Umwandlung in Östrogene, was dem Therapieziel entgegenwirkt. Männer mit Testosteronmangel sollten ihren Alkoholkonsum moderat halten, unabhängig vom Gel. Schwimmen, Duschen und starkes Schwitzen – innerhalb der ersten vier bis sechs Stunden nach dem Auftragen sollte die Haut nicht nass werden, weil das Gel sonst abgewaschen wird, bevor der Wirkstoff resorbiert ist. Nach dieser Zeit kann geduscht werden, ohne die Wirkung zu beeinträchtigen. Sport mit starkem Schwitzen kurz nach dem Auftragen kann die Resorption unvorhersehbar machen und die Übertragungsgefahr auf Trainingspartner erhöhen.

Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln

Orale Antikoagulanzien wie Warfarin – Testosteron kann die Synthese von Gerinnungsfaktoren in der Leber steigern und die INR senken, was die Wirkung von Warfarin abschwächt. Die INR sollte vor Therapiebeginn und in den ersten Wochen engmaschig kontrolliert werden, und die Warfarin-Dosis muss möglicherweise erhöht werden. NOAKs sind weniger betroffen, aber auch hier Vorsicht, weil Testosteron das Thromboserisiko unabhängig von der Antikoagulation erhöht.

Kortikosteroide und ACTH – Testosteron kann die Ödembildung unter Kortikosteroiden verstärken, besonders bei Patienten mit Herz- oder Lebererkrankungen. Die Kombination erfordert Vorsicht und regelmäßige Kontrollen des Volumenstatus.

Insulin und orale Antidiabetika – Testosteron verbessert die Insulinempfindlichkeit, und die Dosis der Antidiabetika muss möglicherweise reduziert werden, um Hypoglykämien zu vermeiden. Blutzucker engmaschig kontrollieren, besonders in den ersten Wochen nach Therapiebeginn.

Propranolol und andere Betablocker – Testosteron kann die hepatische Metabolisierung von Propranolol beschleunigen und die Wirksamkeit reduzieren. Die Dosis des Betablockers muss möglicherweise erhöht werden.

Alternative Optionen

Das 1-prozentige Gel ist die am häufigsten verwendete Form, aber es gibt Alternativen mit anderen pharmakokinetischen Profilen.

Testosteron-Injektionen als intramuskuläre Depotspritze mit Testosteronundecanoat, die alle zehn bis vierzehn Wochen verabreicht wird. Sie erzeugt anfangs supraphysiologische Spitzen, gefolgt von einem langsamen Abfall, der bei manchen Patienten zu Stimmungsschwankungen am Ende des Intervalls führt. Die Compliance ist kein Problem, weil die Injektion vom Arzt verabreicht wird, aber die Flexibilität des Gels fehlt. Es gibt keine Übertragungsgefahr, was für Männer mit kleinen Kindern ein wichtiger Vorteil ist.

Testosteron-Pflaster, die täglich auf die Haut geklebt werden und eine konstante Freisetzung über 24 Stunden bieten. Sie sind diskret und vermeiden die Übertragungsgefahr, verursachen aber häufig Hautirritationen an der Klebestelle. Sie werden seltener verwendet als das Gel.

Orale Testosteron-Präparate – Testosteronundecanoat in Kapseln, die mit einer fettreichen Mahlzeit eingenommen werden. Sie umgehen die Hautprobleme, haben aber eine variable Resorption und werden hepatisch metabolisiert, was die Leber belasten kann. In Deutschland weniger gebräuchlich, aber für Patienten mit schweren Hautreaktionen eine Alternative.

Clomifen ist ein selektiver Östrogenrezeptormodulator, der die körpereigene Testosteronproduktion stimuliert, anstatt Testosteron von außen zuzuführen. Es ist eine Alternative für Männer mit sekundärem Hypogonadismus, die noch eine funktionierende Hypophysen-Gonaden-Achse haben und keine Kontraindikation gegen Clomifen haben.

INN, Markennamen und Einstufung in Deutschland

INN (Internationaler Freiname): Testosteron
Verfügbare Markennamen in Deutschland: Testogel (Besins Healthcare), Androgel (Ferring), Testotop Gel (Dr. Kade), diverse Generika. Die 1-prozentige Formulierung entspricht 50 mg Testosteron in 5 g Gel.
ATC-Code: G03BA03
Formen und Stärken: Gel zu 1 Prozent (10 mg/g) in Beuteln oder Spenderflaschen mit 5 g Gel pro Dosis
Hersteller: Besins Healthcare (Testogel), Ferring (Androgel), Dr. Kade (Testotop), diverse Generikahersteller
Registrierungsstatus in Deutschland: Registriert
Einstufung: Verschreibungspflichtig (Rx), fällt unter das Betäubungsmittelgesetz

Die richtige Dosierung wählen

5 g Gel einmal täglich, entsprechend 50 mg Testosteron, sind die übliche Anfangsdosis für die meisten Männer mit Hypogonadismus. Nach zwei bis vier Wochen wird der Testosteronspiegel am Morgen vor der nächsten Anwendung gemessen. Liegt der Talspiegel unter 300 ng/dl, wird die Dosis auf 7,5 g oder 10 g erhöht. Liegt er über 800 ng/dl, wird die Dosis auf 2,5 g reduziert. Das Ziel ist ein Spiegel im mittleren Normalbereich, zwischen 400 und 700 ng/dl. Die Dosisanpassung erfolgt in Schritten von 2,5 g, weil das die kleinste praktikable Menge ist, die mit dem Gel dosiert werden kann. Ein Beutel enthält in der Regel 5 g Gel, und die Spenderflasche gibt pro Hub eine definierte Menge ab. Die 1-prozentige Konzentration ist Standard, und es gibt keinen Grund, auf eine höhere Konzentration zu wechseln, weil die Dosis über die Gelmenge gesteuert wird, nicht über den Prozentgehalt.

Hämatokrit, PSA und Testosteronspiegel werden vor Therapiebeginn, nach drei bis sechs Monaten und dann jährlich kontrolliert. Bei stabilen Werten und guter Verträglichkeit kann die Therapie lebenslang fortgesetzt werden. Ausschleichen ist nicht nötig, aber die Werte sollten nach dem Absetzen noch einmal kontrolliert werden, um die Rückkehr zum Ausgangszustand zu dokumentieren.

In Deutschland ist Testosteron verschreibungspflichtig und unterliegt dem Betäubungsmittelgesetz. Über unsere Apotheke können Sie topisches Testosteron 1 Prozent ohne Rezept kaufen und in diskreter Verpackung in ganz Deutschland erhalten.

Häufig gestellte Fragen

Kann ich nach dem Auftragen von Testosteron Auto fahren?
Ja, es gibt keine Beeinträchtigung der Fahrtüchtigkeit.

Was mache ich, wenn ich eine Dosis vergesse?
Weniger als sechs Stunden her: Gel auftragen. Länger als sechs Stunden: Dosis auslassen und am nächsten Morgen mit der normalen Dosis fortfahren. Verdoppeln Sie nicht die Menge am nächsten Tag.

Kann ich das Gel auf andere Menschen übertragen?
Ja, das ist eine ernste Gefahr. Testosteron kann über Hautkontakt auf Frauen und Kinder übergehen und zu Vermännlichung führen. Hände gründlich waschen, Auftragestelle mit Kleidung bedecken, engen Hautkontakt für mindestens zwei Stunden meiden. Schwangere Frauen dürfen das Gel nicht berühren.

Kann ich das Gel mit anderen Pflegeprodukten kombinieren?
Ja, aber erst, nachdem das Gel vollständig getrocknet ist. Sonnencreme, Feuchtigkeitscreme oder Deodorant können aufgetragen werden, sollten aber nicht das frische Gel vermischen oder die Resorption beeinträchtigen. Mindestens eine halbe Stunde warten, bevor Sie andere Produkte auftragen.

Macht Testosteron-Gel aggressiv?
Bei normaler Dosierung, die den Testosteronspiegel in den physiologischen Bereich bringt, nicht. Stimmungsschwankungen und Reizbarkeit sind selten und meist ein Zeichen für Überdosierung. Lassen Sie Ihren Spiegel kontrollieren, wenn Sie sich ungewöhnlich aggressiv fühlen.

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