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Generic Theofer XT (Iron/Zinc/Folic acid)
Theofer XT ist ein Kombinationspräparat zur Prophylaxe und Behandlung von Eisenmangel, Zinkmangel und Folsäuremangel während der Schwangerschaft und Stillzeit sowie bei erhöhtem Bedarf an diesen Mikronährstoffen. Es enthält eine verlängerte Wirkstofffreisetzung (XT = Extended Release), die eine gleichmäßige und schonende Aufnahme der Inhaltsstoffe über einen längeren Zeitraum ermöglicht. Eisen ist ein essenzieller Bestandteil des Hämoglobins und Myoglobins und für den Sauerstofftransport sowie die Erythropoese unverzichtbar. Zink ist ein Cofaktor zahlreicher Enzyme und spielt eine entscheidende Rolle bei Zellteilung, Immunfunktion, DNA-Synthese und fetalem Wachstum. Folsäure ist ein Vitamin der B-Gruppe, das für die Zellteilung, die Bildung roter Blutkörperchen und insbesondere in der Frühschwangerschaft für den Neuralrohrschluss des Fötus essenziell ist. Die Kombination dieser drei Nährstoffe adressiert die häufigsten Mikronährstoffdefizite in der Schwangerschaft und trägt zur Prävention maternaler Anämie, fetaler Fehlbildungen und Wachstumsstörungen bei.
Verzehrempfehlung (übliche Erwachsenendosis): Die empfohlene Dosis beträgt eine Tablette einmal täglich, vorzugsweise morgens auf nüchternen Magen oder zwischen den Mahlzeiten, um die Resorption zu maximieren. Die Tablette sollte unzerkaut mit einem großen Glas Wasser eingenommen werden. Die Einnahme sollte mindestens 1 Stunde vor oder 2 Stunden nach dem Verzehr von Milchprodukten, Kaffee, schwarzem oder grünem Tee, Cola-Getränken und calcium- oder magnesiumreichen Lebensmitteln erfolgen, da diese die Eisenresorption hemmen können. Die gleichzeitige Aufnahme von Vitamin C (z. B. ein Glas Orangensaft) verbessert die Eisenaufnahme. Die Retardformulierung (XT) setzt die Wirkstoffe kontinuierlich über mehrere Stunden frei und reduziert gastrointestinale Nebenwirkungen im Vergleich zu herkömmlichen Eisenpräparaten. Die Behandlungsdauer richtet sich nach dem Schweregrad des Mangels und sollte bis zur Normalisierung der Eisenspeicher fortgesetzt werden, in der Regel über 3 bis 6 Monate. Die angegebene tägliche Verzehrmenge darf nicht überschritten werden.
Darreichungsform: Retardtabletten mit verlängerter Wirkstofffreisetzung (XT), die 50 mg Eisen (als Eisen(II)-sulfat oder Eisen(II)-fumarat), 22,5 mg Zink (als Zinksulfat) und 0,5 mg Folsäure enthalten. Erhältlich in Packungen zu 30, 60 und 90 Tabletten. Die Retardformulierung gewährleistet eine protrahierte Freisetzung der Inhaltsstoffe über etwa 6 bis 8 Stunden.
Wirkungseintritt: Die Eisen- und Zinkresorption beginnt innerhalb von 30 bis 60 Minuten nach Einnahme, wobei die Retardformulierung eine kontinuierliche Aufnahme über mehrere Stunden ermöglicht. Ein Anstieg der Retikulozytenzahl als Zeichen der gesteigerten Erythropoese kann nach 7 bis 10 Tagen beobachtet werden. Eine signifikante Erhöhung des Hämoglobinspiegels tritt nach 2 bis 4 Wochen kontinuierlicher Einnahme ein. Die Folsäure entfaltet ihre präventive Wirkung auf den Neuralrohrschluss in den ersten 4 Wochen der Schwangerschaft, weshalb die Supplementierung idealerweise bereits präkonzeptionell begonnen werden sollte.
Wirkdauer: Die Retardformulierung setzt die Wirkstoffe über etwa 6 bis 8 Stunden frei, was eine gleichmäßige Resorption und eine anhaltende Versorgung über einen Großteil des Tages gewährleistet. Nach der Resorption wird Eisen an Transferrin gebunden und zu den erythropoetischen Zellen des Knochenmarks transportiert, wo es in Hämoglobin eingebaut wird. Die Eliminationshalbwertszeit von Ferritin-gebundenem Eisen beträgt mehrere Tage. Zink wird intrazellulär an Metallothionein gebunden und hat eine Halbwertszeit von etwa 12 bis 14 Tagen. Folsäure wird hepatisch metabolisiert und renal eliminiert, die Halbwertszeit beträgt etwa 0,5 bis 1 Stunde, jedoch hält der biochemische Effekt auf die Zellteilung durch intrazelluläre Speicher länger an.
Empfehlung zu Alkohol: Alkoholkonsum sollte während der Einnahme von Theofer XT eingeschränkt oder vermieden werden. Alkohol kann die Resorption von Eisen und Zink im Dünndarm beeinträchtigen und die Bioverfügbarkeit dieser Nährstoffe reduzieren. Chronischer Alkoholkonsum kann zudem zu Eisenmangel durch gastrointestinale Blutungen und zu Folsäuremangel durch Malabsorption und gestörten hepatischen Metabolismus führen. Während der Schwangerschaft und Stillzeit sollte Alkohol grundsätzlich vollständig gemieden werden, um das Risiko fetaler Alkoholspektrumstörungen und Entwicklungsverzögerungen auszuschließen.
Häufigste Nebenwirkungen: Gastrointestinale Beschwerden wie Übelkeit, epigastrische Schmerzen, Völlegefühl, Obstipation und Durchfall sind die häufigsten Nebenwirkungen und auf die Eisenkomponente zurückzuführen. Die Retardformulierung reduziert diese Effekte im Vergleich zu herkömmlichen Eisenpräparaten deutlich. Eine harmlose Schwarzfärbung des Stuhls ist sehr häufig und auf nicht resorbiertes Eisen zurückzuführen, stellt jedoch keinen Anlass zur Besorgnis dar. Metallischer Geschmack, Sodbrennen und Erbrechen treten gelegentlich auf und können durch Einnahme zu den Mahlzeiten gemildert werden, wenngleich dies die Resorption leicht reduzieren kann. Zink kann in seltenen Fällen zu gastrointestinalen Reizungen führen. Allergische Reaktionen sind sehr selten. Bei Überdosierung besteht das Risiko einer akuten Eisenintoxikation mit hämorrhagischer Gastroenteritis, Leber- und Nierenversagen sowie Kreislaufkollaps, insbesondere bei Kindern. Theofer XT ist kontraindiziert bei Eisenüberladung (Hämochromatose, chronische Hämolyse), megaloblastärer Anämie infolge Vitamin-B12-Mangels ohne gleichzeitige Gabe von Vitamin B12, und schweren gastrointestinalen Erkrankungen.
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Was ist Theofer XT?
Theofer XT ist ein Kombinationspräparat zur Behandlung und Prävention von Eisenmangelanämien, das drei hämatopoetisch wirksame Komponenten in einer Retardtablette vereint. Es enthält 50 mg Eisen als Eisen(III)-Hydroxid-Polymaltose-Komplex, 22,5 mg Zink als Zinksulfat und 0,5 mg Folsäure. Diese Kombination ist kein Zufall. Eisenmangel ist selten isoliert. Wer über Monate blutarm war, hat oft auch einen Zinkmangel, der die Zellteilung und die Immunfunktion beeinträchtigt, und einen Folsäuremangel, der die DNA-Synthese in den blutbildenden Zellen des Knochenmarks blockiert. Alle drei Bausteine brauchen die Erythroblasten, um Hämoglobin zu synthetisieren und sich zu reifen Erythrozyten zu differenzieren. Gibt man nur Eisen, bleibt das Knochenmark auf halber Strecke stehen.
Das Präparat wird bei nachgewiesenem Eisenmangel mit Anämie eingesetzt, in der Schwangerschaft prophylaktisch, bei chronischen Blutverlusten und bei Malabsorptionszuständen, bei denen die Zufuhr über die Nahrung nicht ausreicht. Die Retardformulierung bedeutet, dass die Wirkstoffe langsam über mehrere Stunden freigesetzt werden, was die gastrointestinale Verträglichkeit verbessert und die Resorption optimiert. Eisen ist aggressiv zur Magenschleimhaut, und die langsame Freisetzung reduziert die Übelkeit, die viele Patienten von herkömmlichen Eisenpräparaten kennen.
Die Dosis beträgt eine Tablette einmal täglich, vorzugsweise morgens auf nüchternen Magen mit einem Glas Wasser, um die Resorption zu maximieren. Bei starker gastrointestinaler Unverträglichkeit kann die Tablette mit einer kleinen Mahlzeit eingenommen werden, auch wenn die Resorption dann etwas geringer ist.
Wirkweise und Pharmakologie
Eisen ist der zentrale Baustein des Hämoglobins. Jedes Hämoglobinmolekül enthält vier Eisenatome, die Sauerstoff binden und an das Gewebe abgeben. Ohne Eisen keine Hämoglobinsynthese, keine Sauerstoffversorgung, keine Energie. Der Eisen(III)-Hydroxid-Polymaltose-Komplex ist eine stabile, gut verträgliche Eisenverbindung, die im sauren Milieu des Magens in Lösung geht und im Duodenum resorbiert wird. Anders als einfache Eisen(II)-Salze wie Eisensulfat ist die Polymaltose-Formulierung weniger oxidativ aktiv und verursacht seltener die Schwarzfärbung des Stuhls und die gastrointestinalen Beschwerden. Die Bioverfügbarkeit ist vergleichbar, die Verträglichkeit besser. 50 mg elementares Eisen pro Tablette ist eine moderate therapeutische Dosis, die bei leichter bis mäßiger Anämie ausreicht und bei schwerer Anämie mit höheren Dosen ergänzt werden muss.
Zink ist ein essenzielles Spurenelement mit über dreihundert Enzymfunktionen im menschlichen Körper. Für die Hämatopoese ist es relevant, weil es die Proliferation der erythroiden Vorläuferzellen stimuliert und die Erythropoetin-Antwort verstärkt. Zinkmangel führt zu einer verminderten Erythropoese, auch wenn genug Eisen da ist. Die Kombination mit Eisen ist physiologisch sinnvoll und klinisch in Studien belegt. 22,5 mg Zinksulfat liefern etwa 5 mg elementares Zink, was dem täglichen Bedarf entspricht und einen latenten Mangel korrigiert, ohne toxische Spiegel zu erreichen.
Folsäure ist das wasserlösliche Vitamin B9. Es wird in den schnell teilenden Zellen des Knochenmarks für die DNA-Synthese benötigt. Ohne Folsäure bleiben die Erythroblasten in der S-Phase des Zellzyklus stecken, der Zellkern reift langsamer als das Zytoplasma, und es entstehen megaloblastäre, dysfunktionale Erythrozyten. Die Kombination von Eisen und Folsäure verhindert diese Dissoziation von Zellkern- und Zytoplasmareifung. 0,5 mg Folsäure ist die Standarddosis zur Prophylaxe und Therapie des Folsäuremangels, wie sie auch in der Schwangerschaft empfohlen wird.
Die Retardformulierung sorgt für eine verzögerte Freisetzung aller drei Wirkstoffe. Die maximale Plasmakonzentration von Eisen wird nach etwa drei bis vier Stunden erreicht, die Resorption erfolgt über den gesamten Dünndarm. Zink und Folsäure werden langsamer freigesetzt und über die gesamte Darmpassage resorbiert. Die Halbwertszeit von Eisen im Plasma beträgt etwa sechs Stunden, aber das meiste Eisen wird sofort in Erythroblasten eingebaut oder als Ferritin gespeichert und hat eine biologische Halbwertszeit von Wochen. Folsäure wird hepatisch metabolisiert und renal ausgeschieden, mit einer Halbwertszeit von etwa einer Stunde, was die therapeutische Wirkung auf die Knochenmarkszellen aber nicht schmälert, weil der Effekt auf die DNA-Synthese länger anhält als der Plasmaspiegel.
Anwendung von Theofer XT
Nehmen Sie eine Tablette einmal täglich ein, vorzugsweise morgens auf nüchternen Magen, etwa eine Stunde vor dem Frühstück. Ein Glas Wasser dazu, und die Tablette unzerkaut schlucken. Nicht kauen, nicht teilen – die Retardformulierung ist darauf ausgelegt, die Wirkstoffe langsam freizusetzen, und eine Beschädigung des Überzugs hebt diesen Mechanismus auf und kann zu einer unkontrollierten Freisetzung mit Magenreizung führen.
Wenn Sie die Tablette auf nüchternen Magen nicht vertragen – Übelkeit, Magendruck, Sodbrennen – nehmen Sie sie mit einer kleinen Mahlzeit ein. Die Resorption von Eisen sinkt mit Nahrung um etwa 30 bis 50 Prozent, aber das ist besser, als das Präparat ganz wegzulassen, weil der Magen rebelliert. Keine Milch, keinen Tee, keinen Kaffee direkt vor oder nach der Einnahme. Kalzium in Milchprodukten und Tannine in Tee und Kaffee bilden unlösliche Komplexe mit Eisen und blockieren die Resorption fast vollständig. Mindestens zwei Stunden Abstand zwischen der Tablette und Milchprodukten, Tee oder Kaffee.
Wenn Sie eine Dosis vergessen haben, nehmen Sie sie ein, sobald Sie daran denken, und fahren mit dem normalen Zeitplan fort. Nehmen Sie nicht die doppelte Dosis am nächsten Tag. Eine vergessene Einzeldosis macht bei einer mehrwöchigen Therapie, die auf den langsamen Wiederaufbau der Eisenspeicher abzielt, keinen Unterschied. Eisenmangelanämie wird in Wochen, nicht in Tagen korrigiert.
Die Therapiedauer beträgt in der Regel drei bis sechs Monate. Das Ziel ist nicht nur die Normalisierung des Hämoglobinwerts, die nach etwa vier bis acht Wochen erreicht wird, sondern die Auffüllung der Eisenspeicher mit einem Ferritinziel von mindestens 50 bis 100 µg/l. Hämoglobin normal, Ferritin leer – das ist der klassische Fehler, der zum Rezidiv führt, sobald das Präparat abgesetzt wird.
Nebenwirkungen von Theofer XT
Gastrointestinale Beschwerden sind die häufigsten Nebenwirkungen und der Grund, warum viele Patienten Eisenpräparate vorzeitig absetzen. Übelkeit, Magendruck, Obstipation, seltener Durchfall und schwarzer Stuhl. Der schwarze Stuhl ist harmlos – unverändertes, nicht resorbiertes Eisen färbt den Darminhalt dunkel –, aber er muss von Teerstuhl bei gastrointestinaler Blutung unterschieden werden, und der Patient sollte das wissen. Die Obstipation kommt von der adstringierenden Wirkung des Eisens auf die Darmschleimhaut. Ausreichend trinken, Ballaststoffe in der Ernährung, notfalls milde Laxanzien wie Macrogol. Die gastrointestinalen Beschwerden sind unter Eisen(III)-Polymaltose-Komplex seltener als unter Eisen(II)-Sulfat, aber sie kommen vor.
Zink in therapeutischen Dosen von 22,5 mg kann bei empfindlichen Patienten Übelkeit und einen metallischen Geschmack verursachen. Diese Symptome sind selten und meist mild, und sie klingen ab, wenn die Tablette mit einer Mahlzeit eingenommen wird.
Allergische Reaktionen auf einen der drei Bestandteile sind extrem selten, aber möglich. Hautausschlag, Juckreiz, Urtikaria – bei diesen Zeichen das Präparat absetzen und den Arzt konsultieren.
Eisenüberladung ist bei therapeutischer Dosierung von 50 mg täglich bei normaler Nieren- und Leberfunktion nicht zu erwarten. Bei Patienten mit Hämochromatose, Thalassämie oder anderen Eisenüberladungssyndromen ist Theofer XT jedoch kontraindiziert, weil die zusätzliche Eisenzufuhr die Gewebeschädigung beschleunigen kann.
Risikogruppen (ältere Menschen, Schwangerschaft)
Schwangerschaft und Stillzeit – Theofer XT ist für die Prophylaxe und Therapie des Eisenmangels in der Schwangerschaft zugelassen und empfohlen. Der Eisenbedarf steigt im zweiten und dritten Trimenon auf etwa 30 mg pro Tag, und die Zufuhr über die Nahrung reicht oft nicht aus. 50 mg elementares Eisen plus Folsäure ist eine sinnvolle Kombination, die den Bedarf deckt und das Neuralrohr des Fötus schützt. Die Sicherheit von Eisen(III)-Polymaltose-Komplex in der Schwangerschaft ist durch jahrzehntelange Anwendung belegt. Stillen: Eisen und Folsäure gehen in die Muttermilch über, aber in physiologischen Mengen, und ein Risiko für den Säugling besteht nicht. Theofer XT kann in der Stillzeit eingenommen werden.
Ältere Patienten mit Eisenmangelanämie – oft durch chronische Blutverluste bei Tumoren, Angiodysplasien oder NSAR-Einnahme – vertragen Theofer XT gut. Die Obstipation ist im Alter häufiger und sollte von Anfang an mit Flüssigkeit und Bewegung behandelt werden. Ältere Patienten sollten vor Therapiebeginn eine Koloskopie erhalten, wenn die Ursache des Eisenmangels nicht klar ist. Eisenmangel bei älteren Patienten ist nie physiologisch, sondern immer pathologisch, und die Ursache muss gesucht werden.
Patienten mit Hämochromatose, Thalassämie, sideroblastischer Anämie oder anderen Zuständen mit Eisenüberladung sollten Theofer XT nicht einnehmen. Patienten mit schwerer Leber- oder Niereninsuffizienz sollten das Präparat nur unter Kontrolle der Eisenparameter einsetzen, weil die Gefahr der Akkumulation besteht.
Wechselwirkungen mit Alltagsaktivitäten (Autofahren, Alkohol)
Autofahren ist unter Theofer XT problemlos möglich. Es gibt keine zentralnervösen Effekte, keine Sedierung, keine Beeinträchtigung der Reaktionszeit.
Alkohol hat keine direkte Wechselwirkung mit den Inhaltsstoffen von Theofer XT. Alkohol kann jedoch die Eisenresorption beeinträchtigen und bei chronischem Konsum zu Eisenmangel beitragen, weil er die Magenschleimhaut schädigt und Mikroblutungen verursacht. Bei einer Eisenmangelanämie sollte Alkohol moderat konsumiert werden, und die Ursache des Mangels muss abgeklärt werden.
Milch, Tee und Kaffee sind die praktisch relevantesten Interaktionen im Alltag. Kalzium in Milchprodukten und Tannine in Tee und Kaffee bilden unlösliche Komplexe mit Eisen und verhindern die Resorption. Der Abstand zwischen Theofer XT und diesen Getränken sollte mindestens zwei Stunden betragen. Das ist keine theoretische Empfehlung, sondern eine klinisch relevante Maßnahme, die den Therapieerfolg entscheidend beeinflussen kann.
Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln
Antazida, Protonenpumpenhemmer und H2-Blocker – die Magensäure ist notwendig, um Eisen aus der Polymaltose-Bindung zu lösen und resorbierbar zu machen. Magensäureblocker reduzieren die Eisenresorption um bis zu 50 Prozent. Wenn Sie Omeprazol, Pantoprazol oder ein anderes Magenmittel einnehmen, nehmen Sie Theofer XT mindestens zwei Stunden vor dem Magenmittel oder vier Stunden danach ein. Bei Protonenpumpenhemmern, die lange wirken, ist der Abstand weniger effektiv, und die Eisendosis muss möglicherweise erhöht werden.
Tetracycline und Chinolone – Eisen bildet mit diesen Antibiotika unlösliche Chelate und blockiert die Resorption beider Substanzen. Mindestens zwei Stunden Abstand zwischen Theofer XT und Doxycyclin, Minocyclin oder Ciprofloxacin. Wer das nicht beachtet, hat wirkungslose Antibiotika und ein ungelöstes Infektionsproblem.
Bisphosphonate wie Alendronat und Risedronat – Eisen reduziert die Resorption dieser Medikamente, und die gleichzeitige Einnahme sollte vermieden werden. Mindestens zwei Stunden Abstand.
Schilddrüsenhormone – Levothyroxin und Eisen bilden ebenfalls Chelate, und die Resorption von Thyroxin sinkt um 30 bis 50 Prozent. Vier Stunden Abstand zwischen der Einnahme von Theofer XT und Levothyroxin sind das Minimum, und die Schilddrüsenwerte sollten nach Beginn der Eisentherapie kontrolliert werden.
Zink und Eisen – die Kombination in einem Präparat ist sinnvoll und klinisch erprobt, aber bei gleichzeitiger Einnahme von hochdosiertem Zink und Eisen in getrennten Präparaten kann es zu einer kompetitiven Hemmung der Resorption kommen. Theofer XT ist so formuliert, dass die Resorptionswege sich nicht behindern.
Alternative Optionen
Theofer XT ist eine Kombination aus drei Wirkstoffen, die in getrennter Form oder in anderen Kombinationen verfügbar sind.
Eisen(II)-Sulfat-Präparate wie Ferro Sanol oder Tardyferon – sie enthalten Eisen in zweiwertiger Form und haben eine etwas höhere Bioverfügbarkeit als der Polymaltose-Komplex, verursachen aber häufiger gastrointestinale Nebenwirkungen. Für Patienten, die den Polymaltose-Komplex nicht vertragen, kann Eisen(II)-Sulfat eine Alternative sein, auch wenn der umgekehrte Fall häufiger ist.
Eisen(III)-Polymaltose-Komplex ohne Zink und Folsäure – für Patienten, die nur Eisen benötigen und bei denen Zink und Folsäure bereits substituiert sind oder nicht benötigt werden. Die Monotherapie ist gezielter, aber weniger komfortabel, wenn mehrere Mängel vorliegen.
Intravenöse Eisentherapie mit Eisen(III)-Carboxymaltose oder Eisenderisomaltose – bei schwerer Anämie mit Hämoglobin unter 8 g/dl, bei Malabsorption oder wenn die orale Therapie nicht vertragen wird. Die intravenöse Gabe füllt die Speicher innerhalb von einer bis zwei Infusionen auf, umgeht den Darm und die Resorptionsprobleme. Der Nachteil: höhere Kosten, Invasivität und das seltene Risiko anaphylaktischer Reaktionen.
Folsäure-Monotherapie – in der Schwangerschaft und bei isoliertem Folsäuremangel. Die Dosis beträgt 0,4 mg bis 5 mg täglich, je nach Indikation. Eisen und Zink müssen bei kombiniertem Mangel zusätzlich substituiert werden.
INN, Markennamen und Einstufung in Deutschland
Wirkstoffe: Eisen (als Eisen(III)-Hydroxid-Polymaltose-Komplex), Zinksulfat, Folsäure
Verfügbare Markennamen in Deutschland: Theofer XT (international), in Deutschland sind ähnliche Kombinationen als Ferro-Folsan, Ferro Sanol plus Folsäure oder als Einzelwirkstoffe erhältlich. Theofer XT wird über unsere internationale Apotheke als Import angeboten.
ATC-Code: B03AE10
Formen und Stärken: Retardtabletten mit 50 mg Eisen, 22,5 mg Zinksulfat und 0,5 mg Folsäure
Hersteller: Internationale Hersteller
Registrierungsstatus in Deutschland: Als Importmedikament erhältlich
Einstufung: Rezeptfrei, in Apotheken frei verkäuflich
Die richtige Anwendung und Erwartungen
Eine Tablette täglich, morgens auf nüchternen Magen, mit Wasser. Keine Milch, kein Tee, kein Kaffee zwei Stunden vor und nach der Einnahme. Der Hämoglobinwert steigt innerhalb von vier bis acht Wochen um etwa 1 bis 2 g/dl pro Monat, abhängig vom Ausgangswert und der Ursache des Mangels. Die Therapie sollte nach Normalisierung des Hämoglobinwerts für mindestens drei Monate fortgesetzt werden, um die Eisenspeicher aufzufüllen. Ferritin kontrollieren – erst wenn der Wert über 50 µg/l liegt, ist die Therapie abgeschlossen.
Wenn nach acht Wochen kein Hämoglobinanstieg erfolgt ist, stimmt die Diagnose nicht, der Patient nimmt das Präparat nicht ein, oder die Resorption ist blockiert – durch Magensäureblocker, Tee, Kaffee oder unerkannte Malabsorption. Eisenmangelanämie, die auf orale Therapie nicht anspricht, gehört zum Gastroenterologen.
Theofer XT ist rezeptfrei. Über unsere Apotheke können Sie Theofer XT ohne Rezept kaufen und in diskreter Verpackung in ganz Deutschland erhalten.
Häufig gestellte Fragen
Kann ich nach der Einnahme von Theofer XT Auto fahren?
Ja, es gibt keine Beeinträchtigung der Fahrtüchtigkeit.
Was mache ich, wenn ich eine Dosis vergesse?
Nehmen Sie die Tablette ein, sobald Sie daran denken, und fahren mit dem normalen Zeitplan fort. Nehmen Sie nicht die doppelte Dosis am nächsten Tag.
Warum wird mein Stuhl schwarz?
Das ist unverändert ausgeschiedenes Eisen und völlig harmlos. Es ist ein Zeichen, dass das Präparat eingenommen wurde, aber kein Zeichen dafür, wie viel resorbiert wurde. Ein schwarzer Stuhl unter Eisentherapie ist normal und kein Grund zur Sorge.
Warum darf ich keinen Tee oder Kaffee zur Tablette trinken?
Tee und Kaffee enthalten Tannine, die mit Eisen unlösliche Komplexe bilden und die Resorption fast vollständig blockieren. Mindestens zwei Stunden Abstand zwischen der Tablette und diesen Getränken.
Kann ich Theofer XT in der Schwangerschaft einnehmen?
Ja, Theofer XT ist für die Prophylaxe und Therapie des Eisen- und Folsäuremangels in der Schwangerschaft geeignet und empfohlen. Die Kombination deckt den erhöhten Bedarf und schützt das Neuralrohr des Fötus.
Lieferinformationen für Deutschland
Wir versenden Theofer XT in alle Bundesländer. Die Lieferzeiten variieren je nach Ihrer Region:
- Baden-Württemberg (Stuttgart, Karlsruhe, Freiburg): 5 bis 7 Tage
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- Saarland (Saarbrücken): 5 bis 9 Tage
- Sachsen (Dresden, Leipzig, Chemnitz): 5 bis 9 Tage
- Sachsen-Anhalt (Magdeburg, Halle): 5 bis 9 Tage
- Schleswig-Holstein (Kiel, Lübeck, Flensburg): 5 bis 9 Tage
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