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Vardenafil (Levitra) ist verantworlich für die Erweiterung und Entspannung von Blutgefäßen, die Blut zum Penis befördern.
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Vardenafil ist ein Arzneimittel aus der Gruppe der PDE‑5‑Hemmer zur Behandlung der erektilen Dysfunktion (Potenzstörung) bei erwachsenen Männern. Es hemmt das Enzym Phosphodiesterase Typ 5, das für den Abbau von zyklischem Guanosinmonophosphat (cGMP) in den Schwellkörpern des Penis verantwortlich ist. Bei sexueller Stimulation führt der erhöhte cGMP‑Spiegel zu einer Entspannung der glatten Gefäßmuskulatur und einer verstärkten Durchblutung des Penis, was eine natürliche Erektion ermöglicht. Die Wirkung ist strikt von sexueller Erregung abhängig.
Die übliche Dosis von Vardenafil beträgt: Die empfohlene Anfangsdosis beträgt 10 mg, etwa 25‑60 Minuten vor dem Geschlechtsverkehr eingenommen. Je nach Wirksamkeit und Verträglichkeit kann die Dosis auf 20 mg erhöht oder auf 5 mg reduziert werden. Die Höchstdosis von 20 mg sollte nicht überschritten werden. Bei schweren Nieren‑ oder Leberfunktionsstörungen wird eine maximale Dosis von 5 mg oder 10 mg empfohlen. Die Tabletten mit 40 mg und 60 mg sind für besondere Fälle vorgesehen (z. B. bei sehr eingeschränkter Resorption) und nur unter strenger ärztlicher Kontrolle anzuwenden.
Darreichungsform: Filmtabletten mit 10 mg, 20 mg, 40 mg und 60 mg Vardenafil (als Hydrochlorid).
Wirkungseintritt: Die Wirkung setzt in der Regel innerhalb von 30‑60 Minuten nach der Einnahme ein (bei Einnahme auf nüchternen Magen auch früher).
Wirkdauer: Die Wirkdauer beträgt etwa 4‑6 Stunden, kann aber individuell variieren.
Alkoholempfehlung: Während der Behandlung sollte Alkohol in größeren Mengen vermieden werden, da Alkohol die gefäßerweiternde Wirkung verstärken und zu verstärktem Blutdruckabfall, Schwindel und Kopfschmerzen führen kann.
Häufigste Nebenwirkungen: Kopfschmerzen (bei etwa 10‑15 % der Patienten), Gesichtsrötung (Flush), verstopfte Nase, Schwindel, Verdauungsstörungen (Dyspepsie) und Übelkeit.
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Allgemeine Informationen über Vardenafil
- INN (Internationale Nicht‑Eigentumsbezeichnung): Vardenafil
- In Deutschland verfügbare Markennamen: Levitra® (Original), Vivanza®, sowie zahlreiche Generika (Vardenafil‑ratiopharm, Vardenafil STADA, Vardenafil Heumann, Vardenafil AL, Vardenafil 1A Pharma).
- ATC‑Code: G04BE09
- Darreichungsformen und Dosierungen: Filmtabletten (5 mg, 10 mg, 20 mg, 40 mg, 60 mg).
- Hersteller in Deutschland (Auswahl): Bayer Vital GmbH (Original), ratiopharm GmbH, STADAPHARM GmbH, Heumann Pharma GmbH & Co. KG, ALIUD Pharma GmbH, Hexal AG, 1A Pharma GmbH.
- Registrierungsstatus in Deutschland: Zugelassen
- OTC / Rx‑Klassifikation: Verschreibungspflichtig (Rezeptpflichtig, Rx).
Wirkmechanismus und Pharmakologie
Vardenafil ist ein selektiver, reversibler Hemmer der Phosphodiesterase Typ 5 (PDE5), dem dominanten Isoenzym für den Abbau von cGMP in den Schwellkörpern des Penis. Bei sexueller Erregung wird lokal Stickstoffmonoxid (NO) freigesetzt, das die lösliche Guanylatcyclase aktiviert. Dieses Enzym katalysiert die Umwandlung von GTP zu zyklischem GMP (cGMP). cGMP entspannt die glatte Muskulatur der Blutgefäße im Penis, wodurch mehr Blut in die Schwellkörper strömt und eine Erektion entsteht. Vardenafil hemmt den Abbau von cGMP durch PDE5, wodurch die entspannende Wirkung von cGMP verlängert und verstärkt wird, ohne direkt gefäßerweiternd zu wirken. Die Wirkung ist strikt von sexueller Stimulation abhängig: Ohne NO‑Freisetzung kommt es auch unter Vardenafil zu keiner Erektion. Im Vergleich zu Sildenafil (Viagra) hat Vardenafil eine etwas höhere PDE5‑Selektivität und eine etwas kürzere Wirkdauer. Die orale Bioverfügbarkeit beträgt etwa 15 %, die Plasmaproteinbindung etwa 95 %. Vardenafil wird in der Leber hauptsächlich über das Cytochrom‑P450‑Isoenzym CYP3A4 metabolisiert. Die Plasmahalbwertszeit beträgt etwa 4‑5 Stunden.
Anwendungsgebiete
- Behandlung der erektilen Dysfunktion (Impotenz) bei erwachsenen Männern, definiert als die Unfähigkeit, eine für einen befriedigenden Geschlechtsverkehr ausreichende Erektion zu erreichen oder aufrechtzuerhalten.
- Die Anwendung ist nur wirksam, wenn eine sexuelle Stimulation vorliegt (keine spontane Erektion).
Wichtige Warnungen und Einschränkungen
Risikogruppen
- Patienten mit Herz‑Kreislauf‑Erkrankungen: Vardenafil kann den Blutdruck senken. Bei schweren Herzerkrankungen (instabile Angina pectoris, schwere Herzinsuffizienz, kürzlich erlittener Herzinfarkt oder Schlaganfall innerhalb der letzten 6 Monate, lebensbedrohliche Arrhythmien) ist die Anwendung kontraindiziert. Vor der ersten Einnahme ist eine kardiologische Abklärung erforderlich, wenn Risikofaktoren vorliegen.
- Niereninsuffizienz: Bei leichter bis mittelschwerer Niereninsuffizienz (Kreatinin‑Clearance 30‑80 ml/min) ist keine Dosisanpassung erforderlich. Bei schwerer Niereninsuffizienz (Kreatinin‑Clearance unter 30 ml/min) wird eine maximale Dosis von 5 mg oder 10 mg empfohlen.
- Leberinsuffizienz: Bei leichter bis mittelschwerer Leberinsuffizienz (Child‑Pugh A/B) wird eine Dosis von maximal 10 mg empfohlen. Bei schwerer Leberinsuffizienz (Child‑Pugh C) ist Vardenafil kontraindiziert.
- Ältere Patienten (65 Jahre und älter): Keine generelle Dosisanpassung erforderlich; jedoch ist wegen des erhöhten Risikos für Nebenwirkungen Vorsicht geboten.
- Schwangerschaft und Stillzeit: Vardenafil ist nicht zur Anwendung bei Frauen zugelassen; es passiert die Plazenta und geht in die Muttermilch über.
- Kinder und Jugendliche (unter 18 Jahren): Die Anwendung ist nicht angezeigt, da die Wirksamkeit und Sicherheit nicht belegt sind.
- Patienten mit anatomischen Penisveränderungen (Angulation, Fibrose, Peyronie‑Krankheit) oder Zuständen mit erhöhtem Priapismus‑Risiko (Sichelzellanämie, Leukämie, Plasmozytom, multiple Myelome): Vorsicht geboten.
- Patienten mit Erkrankungen, die zu einer verlängerten Erektion prädisponieren: Bei diesen Patienten ist das Risiko eines Priapismus (schmerzhafte Dauererektion) erhöht.
Fahrtauglichkeit und Alkohol
Vardenafil kann Schwindel und vorübergehende Sehstörungen (verschwommenes Sehen, erhöhte Lichtempfindlichkeit) verursachen. Daher ist die Verkehrstüchtigkeit und die Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen beeinträchtigt. Alkohol kann die gefäßerweiternde und blutdrucksenkende Wirkung von Vardenafil verstärken, was zu verstärktem Schwindel, Kopfschmerzen und Orthostase führen kann; daher wird von der gleichzeitigen Einnahme abgeraten.
Dosierungsanleitung
- Erwachsene Männer: Die empfohlene Dosis beträgt 10 mg als Einzeldosis etwa 25‑60 Minuten vor dem Geschlechtsverkehr. Die Einnahme auf nüchternen Magen führt zum schnellsten Wirkungseintritt. Je nach Wirksamkeit und Verträglichkeit kann die Dosis auf 20 mg erhöht oder auf 5 mg reduziert werden. Die Höchstdosis von 20 mg sollte nicht überschritten werden. Eine erneute Einnahme innerhalb eines Zeitraums von 24 Stunden wird aufgrund des Risikos von Nebenwirkungen und mangelnder Wirksamkeitssteigerung nicht empfohlen.
- Spezielle Dosierungen (40 mg, 60 mg): Diese höheren Dosierungen sind für die Standardtherapie nicht vorgesehen. Sie werden nur in Ausnahmefällen (z. B. bei sehr eingeschränkter Resorption oder Therapieresistenz) unter strenger ärztlicher Kontrolle eingesetzt. Die Sicherheit und Wirksamkeit von Dosen über 20 mg ist nicht durch klinische Studien für die Allgemeinheit belegt. Eine Tagesdosis von mehr als 20 mg wird nicht empfohlen.
- Patienten mit Nieren‑ oder Leberinsuffizienz: Bei schwerer Niereninsuffizienz (Kreatinin‑Clearance unter 30 ml/min) oder mittelschwerer Leberinsuffizienz (Child‑Pugh B) beträgt die empfohlene Dosis 5 mg oder 10 mg (maximal 10 mg pro Tag). Bei schwerer Leberinsuffizienz (Child‑Pugh C) ist Vardenafil kontraindiziert.
- Art der Anwendung: Die Tablette wird unzerkaut mit einem Glas Wasser eingenommen, unabhängig von den Mahlzeiten. Eine fettreiche Mahlzeit verzögert die Resorption und den Wirkungseintritt.
- Vergessene Dosis: Vardenafil wird bei Bedarf eingenommen; eine regelmäßige tägliche Einnahme ist nicht vorgesehen. Wenn eine Einnahme vor dem Geschlechtsverkehr vergessen wurde, kann sie nachgeholt werden, solange noch ausreichend Zeit (ca. 30‑60 Minuten) bis zum geplanten Geschlechtsverkehr bleibt. Eine zweite Dosis am selben Tag darf nicht eingenommen werden.
Nebenwirkungen und Kontraindikationen
Sehr häufige/häufige Nebenwirkungen (≥ 1/100 bis < 1/10)
- Kopfschmerzen (bis zu 15 %)
- Gesichtsrötung (Flush, bis zu 10 %)
- Verstopfte Nase (Rhinitis)
- Schwindel
- Verdauungsstörungen (Dyspepsie, Sodbrennen)
- Übelkeit
Gelegentliche Nebenwirkungen (≥ 1/1.000 bis < 1/100)
- Sehstörungen (verschwommenes Sehen, erhöhte Lichtempfindlichkeit, Farbsehenstörungen – insbesondere Blaustich)
- Tachykardie (beschleunigter Herzschlag), Herzklopfen (Palpitationen)
- Hypotonie (niedriger Blutdruck)
- Muskelschmerzen, Rückenschmerzen
- Allergische Reaktionen (Hautausschlag, Juckreiz)
- Taubheitsgefühl der Gliedmaßen
Seltene, schwerwiegende Nebenwirkungen (< 1/1.000)
- Anhaltende schmerzhafte Erektion (Priapismus) – Dauer von mehr als 4 Stunden erfordert sofortige ärztliche Behandlung.
- Schwere Sehstörungen (nicht‑arteriitische anteriore ischämische Optikusneuropathie, NAION) – extrem selten.
- Plötzlicher Hörverlust (sehr selten).
- Schwere allergische Reaktionen (Angioödem, anaphylaktischer Schock).
- Krampfanfälle (bei prädisponierten Patienten).
- QT‑Verlängerung im EKG (bei hohen Dosen oder vorbestehenden Risiken).
Absolute Kontraindikationen
- Überempfindlichkeit gegen Vardenafil oder einen sonstigen Bestandteil.
- Gleichzeitige Anwendung von organischen Nitraten (z. B. Glyceroltrinitrat, Isosorbidmononitrat, Isosorbiddinitrat) oder Stickstoffmonoxid‑Donatoren (z. B. Amylnitrit) – Gefahr eines lebensbedrohlichen Blutdruckabfalls.
- Gleichzeitige Behandlung mit Riociguat (Guanylatcyclase‑Stimulator) oder anderen PDE5‑Hemmern.
- Patienten, denen aus gesundheitlichen Gründen von sexueller Aktivität abgeraten wird (z. B. schwere instabile Angina pectoris, schwere Herzinsuffizienz, schwerer unkontrollierter Bluthochdruck).
- Patienten mit schwerer Leberinsuffizienz (Child‑Pugh C), Hypotonie (Blutdruck < 90/50 mmHg) oder Zustand nach Schlaganfall/Herzinfarkt innerhalb der letzten 6 Monate.
- Erbliche degenerative Netzhauterkrankungen (z. B. Retinitis pigmentosa).
- Patienten mit einem bereits aufgetretenen Sehverlust auf einem Auge aufgrund einer nicht‑arteriitischen anterioren ischämischen Optikusneuropathie (NAION).
Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln
- Nitrate und NO‑Donatoren: Absolute Kontraindikation. Kombination führt zu potenziell tödlichem Blutdruckabfall.
- Riociguat (Vericiguat): Verstärkung der blutdrucksenkenden Wirkung – Kontraindikation.
- Andere PDE‑5‑Hemmer (Sildenafil, Tadalafil, Avanafil, Udenafil): Nicht in Kombination anwenden (Überdosierungsrisiko).
- Alpha‑Blocker (Doxazosin, Tamsulosin, Alfuzosin, Terazosin) und andere Antihypertensiva: Additive blutdrucksenkende Wirkung mit Risiko einer orthostatischen Hypotonie. Wenn eine Kombination nicht vermeidbar ist, sollte Vardenafil erst nach stabiler Einstellung des Alpha‑Blockers und mit einer Startdosis von 5 mg angewendet werden.
- Starke CYP3A4‑Inhibitoren (Ketoconazol, Itraconazol, Ritonavir, Indinavir, Saquinavir, Clarithromycin, Erythromycin, Cimetidin, Grapefruitsaft): Deutliche Erhöhung der Vardenafil‑Plasmaspiegel – Dosisreduktion auf maximal 5 mg erwägen; bei Ritonavir ist die gleichzeitige Gabe nicht angezeigt (maximale Dosis 2,5 mg).
- CYP3A4‑Induktoren (Rifampicin, Carbamazepin, Phenytoin, Phenobarbital, Johanniskraut): Verminderung der Vardenafil‑Wirksamkeit – möglicherweise höhere Dosis erforderlich, jedoch nicht über 20 mg/Tag.
- Betablocker (Bisoprolol, Metoprolol) und Kalziumkanalblocker: Additive Blutdrucksenkung, kann zu Schwindel und orthostatischer Hypotonie führen – Vorsicht geboten.
- Antikoagulanzien (Warfarin, Phenprocoumon): Bisher keine klinisch relevanten Wechselwirkungen bekannt, jedoch Vorsicht wegen möglicher Blutungsrisiken (nicht direkt untersucht).
Praktische Hinweise
- Einnahme: Die Tablette wird unzerkaut mit einem Glas Wasser eingenommen, etwa 30‑60 Minuten vor dem Geschlechtsverkehr. Bei Einnahme mit einer fettreichen Mahlzeit kann der Wirkungseintritt verzögert sein (bis zu 60‑90 Minuten).
- Wirkungsbedingungen: Vardenafil allein löst keine Erektion aus; eine ausreichende sexuelle Stimulation ist unbedingt erforderlich.
- Maximale Anwendungshäufigkeit: Nicht öfter als einmal täglich anwenden, auch wenn keine vollständige Erektion erzielt wurde.
- Vor einer geplanten Operation oder zahnärztlichem Eingriff: Den behandelnden Arzt über die Einnahme von Vardenafil informieren (Wechselwirkungen mit Narkosemitteln möglich).
- Bei Auftreten einer verlängerten Erektion: Wenn eine Erektion länger als 4 Stunden anhält, muss sofort ein Arzt aufgesucht werden (Gefahr von irreversiblen Gewebeschäden).
- Lagerung: Bei Raumtemperatur (15‑25 °C) trocken und vor Licht geschützt lagern. Die Blisterpackung erst unmittelbar vor der Entnahme öffnen, um die Feuchtigkeitsbeständigkeit zu erhalten.
- Überdosierung: Symptome einer Überdosierung sind schwere Kopfschmerzen, Gesichtsrötung, Benommenheit, Schwindel, Tachykardie, Hypotonie, verlängerte Erektion, Sehstörungen. Bei Verdacht sofort ärztliche Hilfe aufsuchen (Notruf 112).
Alternative Medikamente (bei Unverträglichkeit oder Kontraindikation)
- Sildenafil (z. B. Viagra, generisches Sildenafil): PDE5‑Hemmer mit ähnlicher Wirksamkeit, etwas längerer Wirkdauer (4‑6 Stunden), aber möglicherweise stärkeren Sehstörungen (Blaustich).
- Tadalafil (z. B. Cialis, generisches Tadalafil): PDE5‑Hemmer mit deutlich längerer Wirkdauer (bis zu 36 Stunden) und der Option einer täglichen niedrigdosierten Einnahme (5 mg, 2,5 mg) für kontinuierliche Wirksamkeit.
- Avanafil (z. B. Spedra): Schnell wirksamer PDE5‑Hemmer (Wirkungseintritt innerhalb von 15‑30 Minuten), kürzere Halbwertszeit (ca. 3‑5 Stunden), besser verträglich bei Nebenwirkungen.
- Udenafil (z. B. Zydena): PDE5‑Hemmer, in Deutschland nicht weit verbreitet, mittlere Wirkdauer (8‑12 Stunden).
- Alprostadil (z. B. Caverject – Injektion, Muse – intraurethrales Stäbchen): Nicht‑orale Therapieoption bei Kontraindikationen für PDE‑5‑Hemmer oder Unverträglichkeit. Direkte gefäßerweiternde Wirkung.
- Vakuumerektionshilfe (Vakuumpumpe): Nicht‑medikamentöse Alternative, besonders bei älteren Patienten oder schwerer ED hilfreich.
- Penisimplantate (chirurgische Option): Letzte Wahl bei Versagen aller konservativen Therapien.
Klinische Wirksamkeit
Die Wirksamkeit von Vardenafil bei der Behandlung der erektilen Dysfunktion ist in mehreren randomisierten, doppelblinden, placebokontrollierten Studien belegt. In einer 12‑wöchigen Studie mit über 1.500 Patienten verbesserte Vardenafil (10 mg und 20 mg) die Erektionen im Vergleich zu Placebo signifikant (Erfolgsrate für Geschlechtsverkehr: 75 % vs. 30 %). Die maximale Wirkdauer beträgt etwa 4‑5 Stunden; der Wirkungseintritt erfolgt innerhalb von 30‑60 Minuten (auf nüchternen Magen bereits nach 15‑20 Minuten). In einer vergleichenden Studie war Vardenafil hinsichtlich der Wirksamkeit und Verträglichkeit Sildenafil vergleichbar, zeigte jedoch eine etwas höhere Selektivität für PDE5 und dadurch möglicherweise weniger Sehstörungen. Die höheren Dosierungen (40 mg, 60 mg) wurden in klinischen Studien nur eingeschränkt untersucht; sie sind nicht für die breite Anwendung zugelassen. Da Vardenafil von der Europäischen Arzneimittelagentur (EMA) und der US-amerikanischen Food and Drug Administration (FDA) für die ED zugelassen ist, gilt es als gut etablierte Therapie. Die Wirksamkeit hängt stark von der individuellen Pharmakokinetik, der Compliance (Einnahme auf nüchternen Magen) und der zugrundeliegenden Ätiologie der ED ab.
Wichtig: Vardenafil ist ein verschreibungspflichtiges Arzneimittel, das nicht ohne ärztliche Beratung eingenommen werden darf. Die Selbstmedikation ist wegen des Risikos schwerer unerwünschter Arzneimittelwirkungen (insbesondere Blutdruckabfall bei gleichzeitiger Nitrat‑Therapie, Priapismus, kardiale Ereignisse) gefährlich. Vor der ersten Anwendung muss eine gründliche kardiologische und urologische Abklärung erfolgen. Bei bekannten Herzerkrankungen, schwerer Leber‑ oder Niereninsuffizienz, unbehandelter Hypertonie, Zuständen mit eingeschränktem Blutungs‑ oder Gerinnungsstatus sowie bei bestehender Behandlung mit Nitraten, Riociguat oder Alphablockern ist die Anwendung kontraindiziert oder streng zu überwachen. Treten unter der Einnahme starke Kopfschmerzen, Sehverlust, anhaltende Erektion mehr als 4 Stunden oder andere ungewöhnliche Symptome auf, muss umgehend ein Arzt aufgesucht werden. Die vollständige Fachinformation und die Packungsbeilage sind zu beachten; verbindlich sind die Anweisungen des behandelnden Arztes. Dieses Informationsblatt ersetzt keine medizinische Beratung.
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