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Nevirapin wird zur Behandlung von HIV angewendet, das das erworbene Immunitätsmangelsyndrom (AIDS) verursacht. Nevirapin ist kein Heilmittel gegen HIV oder AIDS
Medikamente Generic Viramune (Nevirapine) online Kaufen
In unserer deutschen Apotheke können Sie Viramune nur mit einem gültigen Rezept erwerben, mit Lieferung in ganz Deutschland innerhalb von 5‑14 Tagen. Diskrete und anonyme Verpackung.
Viramune wird zur Behandlung der HIV‑1‑Infektion bei Erwachsenen und Kindern (ab 15 Tagen) in Kombination mit anderen antiretroviralen Arzneimitteln eingesetzt. Das Medikament ist ein nicht‑nukleosidischer Reverse‑Transkriptase‑Hemmer (NNRTI), der die Vermehrung des HI‑Virus hemmt, indem er direkt an die virale Reverse‑Transkriptase bindet und deren Funktion blockiert.
Die übliche Dosierung von Viramune für Erwachsene beträgt in der Einleitungsphase (erste 14 Tage) 200 mg einmal täglich, danach 200 mg zweimal täglich (Erhaltungsdosis). Bei Kindern erfolgt die Dosierung nach Körperoberfläche.
Die Darreichungsform ist Tabletten (200 mg) oder Suspension zum Einnehmen (50 mg/5 ml).
Die Wirkung des Medikaments beginnt innerhalb weniger Wochen, eine vollständige Unterdrückung der Viruslast wird meist nach 3‑6 Monaten erreicht.
Die Wirkdauer beträgt 12 Stunden (zweimal tägliche Gabe).
Alkoholkonsum wird während der Behandlung nicht empfohlen, da er die Leberfunktion beeinträchtigen und das Risiko einer Hepatotoxizität erhöhen kann.
Die häufigsten Nebenwirkungen sind Hautausschlag (insbesondere zu Beginn der Therapie), Übelkeit, Müdigkeit, Kopfschmerzen und erhöhte Leberwerte.
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Allgemeine Informationen zu Viramune
- INN (Internationaler Freiname): Nevirapin
- In Deutschland verfügbare Markennamen: Viramune®, generische Produkte
- ATC‑Code: J05AG01
- Darreichungsformen und Dosierungen: Tabletten – 200 mg; Suspension zum Einnehmen – 50 mg/5 ml
- Hersteller in Deutschland: Boehringer Ingelheim (ursprünglich), heute verschiedene Generikahersteller
- Zulassungsstatus in Deutschland: Zugelassen
- OTC / Rx‑Klassifizierung: Verschreibungspflichtig (Rx)
Wirkmechanismus und Pharmakologie
Viramune enthält Nevirapin, einen nicht‑nukleosidischen Reverse‑Transkriptase‑Hemmer (NNRTI). Nevirapin bindet direkt an die katalytische Domäne der HIV‑1‑Reverse‑Transkriptase und blockiert dadurch die DNA‑abhängige und RNA‑abhängige DNA‑Polymeraseaktivität. Es wirkt nicht gegen HIV‑2. Nevirapin wird über das Cytochrom‑P450‑System (CYP3A4, CYP2B6) verstoffwechselt und induziert seinen eigenen Abbau (Autoinduktion), weshalb die Einleitungsphase mit einer niedrigeren Dosis notwendig ist. Die Bioverfügbarkeit wird durch Nahrung nicht beeinträchtigt.
Anwendungsgebiete
Viramune ist in Kombination mit anderen antiretroviralen Arzneimitteln zur Behandlung der HIV‑1‑Infektion bei Erwachsenen, Jugendlichen und Kindern (ab 15 Tagen) indiziert. Es wird sowohl bei antiretroviral naiven Patienten als auch bei vorbehandelten Patienten (ohne NNRTI‑Resistenz) eingesetzt. Wegen des Risikos schwerer Hepatotoxizität und Hautreaktionen wird Viramune heute vor allem in ressourcenlimitierten Regionen oder bei speziellen Konstellationen (z. B. wenn andere NNRTI nicht vertragen werden) verwendet. In Deutschland ist es aufgrund des besseren Nebenwirkungsprofils moderner Wirkstoffe (z. B. Dolutegravir, Rilpivirin) nur noch selten Mittel der ersten Wahl.
Wichtige Warnhinweise und Einschränkungen
Risikogruppen
Ältere Patienten: Keine spezifische Dosisanpassung, aber häufiger begleitende Leber‑ oder Nierenerkrankungen sowie erhöhtes Risiko für Exantheme.
Schwangerschaft: Nevirapin kann während der Schwangerschaft angewendet werden, wenn der Nutzen das Risiko überwiegt. Eine verstärkte Überwachung auf Hepatotoxizität ist erforderlich, insbesondere bei Frauen mit höherem Ausgangs‑CD4‑Zellzahl (>250/μl) besteht ein erhöhtes Risiko für schwere Leberschäden.
Stillzeit: Nevirapin geht in die Muttermilch über. HIV‑infizierte Mütter sollten in Ländern mit sauberem Trinkwasser und verfügbarer Formula nicht stillen, um eine HIV‑Übertragung zu vermeiden.
Verkehrstüchtigkeit und Alkohol
Fahren: Kann Schwindel oder Müdigkeit verursachen – Vorsicht beim Führen von Fahrzeugen oder Bedienen von Maschinen.
Alkohol: Alkoholkonsum sollte vermieden werden, da er das Risiko einer Lebertoxizität (insbesondere bei Frauen) erhöht.
Dosierungsanleitung
Standarddosierungen
Erwachsene: Einleitungsphase (erste 14 Tage): 200 mg einmal täglich; Erhaltungsphase (ab Tag 15): 200 mg zweimal täglich. Die Einleitungsphase muss strikt eingehalten werden, um das Risiko von Haut‑ und Lebernebenwirkungen zu reduzieren.
Kinder (ab 15 Tagen): Die Dosierung erfolgt nach Körperoberfläche (KOF):
- KOF bis 0,25 m²: 50 mg einmal täglich (Einleitungsphase) → 50 mg zweimal täglich (Erhaltung)
- KOF 0,26‑0,5 m²: 100 mg einmal täglich → 100 mg zweimal täglich
- KOF 0,51‑0,75 m²: 150 mg einmal täglich → 150 mg zweimal täglich
- KOF >0,75 m²: Erwachsenendosierung (200 mg einmal → 200 mg zweimal).
Die Suspension kann für Kinder oder bei Schluckbeschwerden verwendet werden.
Besondere Patientengruppen
Bei leichter bis mittelschwerer Niereninsuffizienz (Kreatinin‑Clearance >20 ml/min) ist keine Dosisanpassung erforderlich. Bei schwerer Niereninsuffizienz (CrCl 5x ULN).
Nebenwirkungen und Kontraindikationen
Häufige Nebenwirkungen:
- Hautausschlag (Exanthem) – tritt bei etwa 15‑20% der Patienten auf, meist innerhalb der ersten 6 Wochen
- Übelkeit, Erbrechen
- Müdigkeit, Kopfschmerzen
- Erhöhung der Leberwerte (ALT, AST)
- Fieber
Schwerwiegende Nebenwirkungen (ärztliche Hilfe erforderlich):
- Schwerer, lebensbedrohlicher Hautausschlag (Stevens‑Johnson‑Syndrom, toxische epidermale Nekrolyse) – bei Auftreten sofort absetzen
- Schwere Hepatotoxizität (akute Hepatitis, Leberversagen) – insbesondere bei Frauen mit CD4‑Zellen >250/μl zu Therapiebeginn
- Überempfindlichkeitsreaktionen (Angioödem, Anaphylaxie)
- Laktatazidose (selten, bei Kombination mit Nukleosid‑Analoga)
- Immunrekonstitutionssyndrom (bei Therapiebeginn)
Absolute Kontraindikationen:
- Überempfindlichkeit gegen Nevirapin oder einen sonstigen Bestandteil.
- Schwere Leberfunktionsstörung (Child‑Pugh B oder C) oder vor Therapiebeginn erhöhte Transaminasen (>5‑fache obere Normgrenze).
- Gleichzeitige Anwendung von Nevirapin mit pflanzlichen Zubereitungen, die Johanniskraut (Hypericum perforatum) enthalten (Verminderung der Nevirapinspiegel).
- Bei Frauen mit CD4‑Zellzahl >250/μl zu Beginn der Therapie ist Nevirapin wegen erhöhten Risikos einer Hepatotoxizität kontraindiziert (Ausnahme: Nutzen überwiegt klar).
Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten
Bedeutsame Wechselwirkungen bestehen mit:
- Oralen Kontrazeptiva (ethinylestradiol, Gestagene): Nevirapin reduziert deren Spiegel – zusätzliche Barrieremethoden oder alternative Verhütung erforderlich.
- Methadon: Nevirapin senkt Methadonspiegel – Methadondosis anpassen, Entzugssymptome überwachen.
- Warfarin (Cumarinderivate): Nevirapin kann die gerinnungshemmende Wirkung verändern – INR häufiger kontrollieren.
- Atorvastatin, Simvastatin, Rosuvastatin: Nevirapin reduziert die Statinspiegel – Cholesterinwerte überwachen, ggf. Statindosis anpassen.
- Rifampicin, Rifabutin: Nevirapin‑Spiegel werden stark gesenkt – alternative Therapie erwägen.
- Ketoconazol, Itraconazol, Fluconazol: Wechselwirkungen unterschiedlich – Spiegelüberwachung.
- Proteaseinhibitoren (z. B. Lopinavir/Ritonavir, Atazanavir): Nevirapin senkt deren Spiegel – Dosisanpassungen notwendig (nicht mit Ritonavir allein kombinieren).
- Efavirenz: Nicht zusammen anwenden (additive Toxizität, keine Wirksamkeitsvorteile).
Praktische Hinweise
Einnahme
Viramune sollte immer zusammen mit anderen antiretroviralen Medikamenten eingenommen werden, niemals als Monotherapie. Die Einnahme kann unabhängig von Mahlzeiten erfolgen. Die Einleitungsphase von 14 Tagen ist strikt einzuhalten; bei Versäumnis oder Unterbrechung der Dosis während dieser Phase muss die Einleitungsphase wiederholt werden (Rücksprache mit Arzt). Wenn eine Dosis vergessen wurde, nehmen Sie sie so bald wie möglich ein, es sei denn, es sind weniger als 8 Stunden bis zur nächsten Dosis; dann überspringen Sie die vergessene Dosis. Bei Erbrechen innerhalb von 2 Stunden nach Einnahme die Dosis wiederholen. Brechen Sie die Behandlung nicht ohne Rücksprache mit Ihrem Arzt ab.
Überwachung
Vor Therapiebeginn und während der Behandlung sind regelmäßige Kontrollen erforderlich:
- HIV‑Viruslast (alle 3‑6 Monate)
- CD4‑Zellzahl (alle 3‑6 Monate)
- Leberfunktion (ALT, AST, Bilirubin) – vor Beginn, dann in der Einleitungsphase wöchentlich, danach monatlich (erste 3 Monate)
- Klinische Kontrolle auf Hautausschlag (wöchentlich während der ersten 6 Wochen)
- Bei Frauen mit CD4 >250/μl zu Therapiebeginn besonders enge Überwachung der Leberwerte (erhöhtes Risiko einer Hepatotoxizität).
Lagerung
Bei Raumtemperatur (20‑25°C) lagern, vor Feuchtigkeit und Hitze schützen. In der Originalverpackung aufbewahren, außerhalb der Reichweite von Kindern.
Alternative Medikamente
- Efavirenz (Sustiva): NNRTI mit einmal täglicher Gabe, aber stärkeren neuropsychiatrischen Nebenwirkungen.
- Rilpivirin (Edurant): NNRTI mit besserer Verträglichkeit, aber nur bei niedriger Viruslast und CD4 >200/μl geeignet.
- Dolutegravir (Tivicay): Integrasehemmer mit hoher Wirksamkeit und gutem Nebenwirkungsprofil, heute bevorzugt.
- Bictegravir (in Biktarvy): Moderne Integrasehemmer‑basierte Kombination.
- Atazanavir (Reyataz): Proteaseinhibitor, aber häufiger Hyperbilirubinämie.
Klinische Wirksamkeit
Nevirapin hat in klinischen Studien (z. B. INCAS, 2NN) eine gute virologische Wirksamkeit gezeigt, mit etwa 60‑70% der Patienten, die nach 48 Wochen eine Viruslast unter 50 Kopien/ml erreichten (in Kombination mit zwei NRTIs). Die Wirksamkeit ist vergleichbar mit Efavirenz, jedoch ist die Verträglichkeit aufgrund des höheren Risikos für Hepatotoxizität und schwere Hautreaktionen schlechter. Daher wird Nevirapin heute nur noch selten als Erstlinientherapie in Ländern mit hoher Ressourcenverfügbarkeit eingesetzt. Es behält einen Stellenwert für spezielle Patientengruppen, z. B. bei Unverträglichkeit anderer NNRTI oder in Schwangerschaft (wenn andere Alternativen nicht verfügbar sind). Resistenz gegen Nevirapin entwickelt sich bei inadäquater Suppression rasch (eine einzelne Mutation, z. B. K103N, vermittelt hohe Resistenz).
Wichtig: Viramune erfordert eine ärztliche Überwachung und darf nur auf Verschreibung angewendet werden. Die strikte Einhaltung der Einleitungsphase ist entscheidend, um das Risiko schwerer Nebenwirkungen zu minimieren. Bei Auftreten von Hautausschlag (insbesondere mit Blasenbildung oder Fieber) oder Anzeichen einer Leberschädigung (Gelbsucht, dunkler Urin, Oberbauchschmerzen) muss das Medikament sofort abgesetzt und ein Arzt aufgesucht werden. Informieren Sie Ihren Arzt über alle Medikamente und über bestehende Leber‑ oder Nierenerkrankungen vor Beginn der Behandlung.
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