Voriconazole

Voriconazole

Wählen Dosen
Paket auswählen
Versand weltweit
Paketzustellung Versicherungs
Nächster Kauf 10% Rabatt

Voriconazol (Handelsname Vfend®) ist ein synthetisches Breitspektrum-Antimykotikum aus der Gruppe der Triazole zur Behandlung schwerer, invasiver Pilzinfektionen bei Erwachsenen und Kindern ab 2 Jahren. Es wird eingesetzt bei invasiver Aspergillose, Candidämie bei nicht-neutropenischen Patienten, schweren invasiven Candida-Infektionen durch fluconazolresistente Erreger, schweren Scedosporium- und Fusarium-Infektionen sowie zur Prophylaxe invasiver Pilzinfektionen bei Hochrisikopatienten nach allogener Stammzelltransplantation. Voriconazol hemmt die Cytochrom-P450-abhängige 14-alpha-Sterol-Demethylase (CYP51), ein Schlüsselenzym der Ergosterolbiosynthese in der Pilzzellmembran. Die Blockade führt zur Akkumulation toxischer Methylsterole und zum Verlust der Membranintegrität, was fungistatisch oder fungizid wirkt. Voriconazol besitzt ein erweitertes Wirkspektrum im Vergleich zu Fluconazol und ist das Mittel der Wahl zur Erstlinientherapie der invasiven Aspergillose.

Übliche Erwachsenendosis: Die Therapie beginnt mit einer intravenösen oder oralen Aufsättigungsdosis, um rasch therapeutische Plasmaspiegel zu erreichen. Oral beträgt die Aufsättigungsdosis 400 mg alle 12 Stunden am ersten Tag (für Patienten mit einem Körpergewicht von 40 kg oder mehr). Ab Tag 2 wird die Erhaltungsdosis von 200 mg zweimal täglich (alle 12 Stunden) verabreicht. Für Patienten unter 40 kg Körpergewicht beträgt die orale Aufsättigungsdosis 200 mg alle 12 Stunden, die Erhaltungsdosis 100 mg zweimal täglich. Die 200-mg-Tablette ist die Standarderhaltungsdosis für Erwachsene über 40 kg. Bei unzureichendem klinischem Ansprechen kann die Dosis auf 300 mg zweimal täglich erhöht werden. Die Tabletten werden unzerkaut mit einem Glas Wasser eingenommen und sollten mindestens 1 Stunde vor oder 2 Stunden nach einer Mahlzeit eingenommen werden, da Nahrung die Resorption signifikant reduziert. Die Behandlungsdauer richtet sich nach dem klinischen und mykologischen Ansprechen und beträgt in der Regel mindestens 14 Tage nach Symptomfreiheit. Bei eingeschränkter Leberfunktion ist eine Dosisreduktion erforderlich; bei schwerer Leberzirrhose sollte Voriconazol nur nach strenger Nutzen-Risiko-Abwägung eingesetzt werden. Bei Niereninsuffizienz ist die orale Gabe einer Dosisanpassung nicht erforderlich, jedoch sollte die intravenöse Formulierung bei Kreatinin-Clearance unter 50 ml/min aufgrund des nephrotoxischen Lösungsvermittlers vermieden werden.

Darreichungsform: Filmtabletten zu 200 mg Voriconazol (weiß, länglich, bikonvex, mit Prägung "VOR" und "200"). Erhältlich in Packungen zu 14, 28 und 56 Tabletten. Zusätzlich verfügbar als 50-mg-Tabletten für Kinder und Patienten unter 40 kg sowie als Pulver zur Herstellung einer Infusionslösung und als Suspension zum Einnehmen (40 mg/ml).

Wirkungseintritt: Maximale Plasmakonzentrationen werden etwa 1 bis 2 Stunden nach oraler Einnahme auf nüchternen Magen erreicht. Mit der Aufsättigungsdosis werden therapeutische Plasmaspiegel bereits innerhalb der ersten 24 Stunden erzielt. Die antimykotische Wirkung setzt unmittelbar nach Erreichen therapeutischer Konzentrationen ein. Eine klinische Besserung der Infektionssymptome kann je nach Schweregrad und Lokalisation der Infektion innerhalb von 3 bis 7 Tagen beobachtet werden.

Wirkdauer: Die Eliminationshalbwertszeit von Voriconazol ist dosisabhängig und beträgt etwa 6 Stunden aufgrund einer sättigbaren, nicht-linearen Pharmakokinetik. Die zweimal tägliche Gabe gewährleistet stabile therapeutische Plasmaspiegel über 24 Stunden. Voriconazol wird extensiv in der Leber über CYP2C19, CYP3A4 und CYP2C9 metabolisiert und überwiegend renal als inaktive Metaboliten ausgeschieden. Aufgrund des ausgeprägten CYP2C19-Polymorphismus können die Plasmaspiegel interindividuell stark variieren; bei langsamen Metabolisierern sind die Spiegel bis zu 4-fach erhöht, bei schnellen Metabolisierern erniedrigt. Therapeutisches Drug Monitoring wird zur Optimierung der Therapie empfohlen.

Empfehlung zu Alkohol: Alkoholkonsum sollte während der Behandlung mit Voriconazol vermieden werden. Voriconazol wird über die Leber metabolisiert und kann Hepatotoxizität mit Leberenzymerhöhungen, Hepatitis und in seltenen Fällen Leberversagen verursachen. Alkohol kann die Leberfunktion zusätzlich beeinträchtigen und das Risiko für Leberschäden erhöhen. Regelmäßige Kontrollen der Leberfunktion (ALT, AST, Bilirubin, alkalische Phosphatase) sind vor Therapiebeginn und während der Behandlung obligatorisch.

Häufigste Nebenwirkungen: Sehstörungen wie verschwommenes Sehen, verändertes Farbensehen, Photophobie und visuelle Halluzinationen sind sehr häufig (ca. 20 bis 30 % der Patienten) und in der Regel vorübergehend und reversibel nach Absetzen der Therapie. Leberenzymerhöhungen sind sehr häufig und erfordern engmaschige Laborkontrollen. Hautausschläge, insbesondere Photosensitivität und in seltenen Fällen schwere kutane Reaktionen wie Stevens-Johnson-Syndrom, sind häufig; Patienten sollten während der Therapie direkte Sonnenexposition und UV-Strahlung konsequent meiden. Gastrointestinale Beschwerden wie Übelkeit, Erbrechen und Durchfall sind häufig. Kopfschmerzen, Fieber und periphere Ödeme treten häufig auf. QT-Verlängerung wurde beobachtet und erfordert Vorsicht bei Patienten mit proarrhythmischen Bedingungen. Voriconazol ist ein potenter Inhibitor von CYP3A4, CYP2C19 und CYP2C9 und weist zahlreiche klinisch bedeutsame Wechselwirkungen auf; die gleichzeitige Anwendung mit Sirolimus, Rifampicin, Carbamazepin, Rifabutin, Efavirenz (400 mg oder mehr), Ergotalkaloiden und Johanniskraut ist kontraindiziert.

Möchten Sie Voriconazol rezeptfrei ausprobieren?

Medikamente Voriconazole () online Kaufen


In unserer deutschen Apotheke können Sie Voriconazol ohne Rezept kaufen. Diskrete und anonyme Verpackung, Lieferung in ganz Deutschland innerhalb von 5 bis 14 Tagen.

Was ist Voriconazol?

Voriconazol ist ein Antimykotikum der zweiten Generation aus der Gruppe der Triazole. Es wurde entwickelt, um die Lücken zu schließen, die Fluconazol und Itraconazol bei invasiven Pilzinfektionen hinterlassen haben. Sein Spektrum umfasst Aspergillus fumigatus, Candida albicans und andere Candida-Arten, Fusarium, Scedosporium und Kryptokokken. Es tötet Pilze, indem es die Synthese von Ergosterin blockiert, dem Cholesterin-Äquivalent der Pilzzellmembran. Ohne Ergosterin wird die Membran löchrig, der Zellinhalt tritt aus, und der Pilz stirbt. Voriconazol ist das Mittel der Wahl bei invasiver Aspergillose und wird bei Candidämie, Ösophagus-Candidiasis und schweren Pilzinfektionen bei immunsupprimierten Patienten eingesetzt, wenn andere Azole versagen oder Resistenzen vorliegen. Es ist kein Breitbandmittel für den Hausarzt, sondern eine Hochleistungswaffe für die Hämato-Onkologie und die Intensivstation.

Die Therapie beginnt mit einer Aufsättigungsdosis von 400 mg zweimal täglich am ersten Tag, danach 200 mg zweimal täglich als Erhaltungsdosis. Die 200-mg-Tablette ist die Standardstärke für die Erhaltungstherapie. Die Tabletten werden unzerkaut mit Wasser geschluckt, mindestens eine Stunde vor oder zwei Stunden nach einer Mahlzeit. Nahrung, besonders fettreiche, halbiert die Resorption und macht eine effektive Therapie zu einem Glücksspiel. Die Wirkung auf die Infektion ist innerhalb von Tagen messbar, aber die volle antimykotische Kontrolle kann Wochen dauern, und die Therapie wird oft über Monate fortgesetzt, bis das Immunsystem des Patienten sich erholt hat.

Wirkweise und Pharmakologie

Voriconazol hemmt die Cytochrom-P450-abhängige Lanosterin-14-alpha-Demethylase, das Enzym, das in Pilzzellen Lanosterin in Ergosterin umwandelt. Die Blockade ist strukturell optimiert: Die Methylgruppe am alpha-Kohlenstoff, die dem Molekül seinen Namen gibt, erhöht die Affinität zum Enzym und erweitert das Spektrum auf Aspergillus und andere Schimmelpilze, die gegen Fluconazol resistent sind. Gleichzeitig bindet Voriconazol an die menschliche CYP3A4, CYP2C19 und CYP2C9, was die lange Liste der Arzneimittelwechselwirkungen erklärt. Die Bioverfügbarkeit der Tablette beträgt etwa 96 Prozent auf nüchternen Magen, fällt aber mit einer fettreichen Mahlzeit um etwa 22 Prozent. Die maximale Plasmakonzentration wird nach ein bis zwei Stunden erreicht. Voriconazol verteilt sich gut in alle Gewebe, einschließlich Liquor und Gehirn, und passiert die Blut-Hirn-Schranke. Die Halbwertszeit beträgt etwa sechs Stunden, ist aber variabel, weil Voriconazol über CYP2C19 metabolisiert wird, ein Enzym mit genetischem Polymorphismus. Etwa 15 bis 20 Prozent der Bevölkerung sind Langsam-Metabolisierer und erreichen bei gleicher Dosis höhere Spiegel mit mehr Toxizität. Etwa 5 Prozent sind Schnell-Metabolisierer und brauchen höhere Dosen. Therapeutisches Drug Monitoring mit Zielspiegeln von 1 bis 5,5 µg/ml wird empfohlen, um Toxizität zu vermeiden und Wirksamkeit zu sichern. Die Ausscheidung erfolgt hepatisch, und bei Leberfunktionsstörungen ist die Dosis zu reduzieren.

Anwendung von Voriconazol

Die Therapie beginnt mit einer Aufsättigungsdosis von 400 mg zweimal täglich am ersten Tag, um schnell wirksame Spiegel zu erreichen. Ab Tag zwei folgen 200 mg zweimal täglich als Erhaltungsdosis. Die Tabletten werden auf nüchternen Magen eingenommen, mindestens eine Stunde vor oder zwei Stunden nach einer Mahlzeit. Ein Glas Wasser dazu, Tablette unzerkaut schlucken. Die morgendliche und abendliche Dosis sollten etwa zwölf Stunden auseinander liegen. Wer die Aufsättigungsdosis vergisst oder reduziert, verlängert die Zeit bis zum Erreichen des therapeutischen Spiegels und riskiert ein Therapieversagen in der kritischen Anfangsphase einer invasiven Mykose. Wenn Sie eine Dosis vergessen haben, nehmen Sie sie ein, sobald Sie daran denken, es sei denn, es ist fast Zeit für die nächste Dosis. Dann lassen Sie die vergessene Dosis aus und nehmen die nächste planmäßige Tablette. Verdoppeln Sie nicht. Eine Doppeldosis von 400 mg auf einmal führt zu toxischen Spiegeln mit Sehstörungen, Halluzinationen und Lebertoxizität.

Bei Patienten mit Leberfunktionsstörungen wird die Erhaltungsdosis halbiert: Statt 200 mg zweimal täglich nur 100 mg zweimal täglich. Bei schwerer Leberinsuffizienz ist Voriconazol kontraindiziert. Bei Niereninsuffizienz mit Kreatinin-Clearance unter 50 ml/min sollte die intravenöse Form bevorzugt werden, weil die Tablette Sulfobutylether-beta-Cyclodextrin als Hilfsstoff enthält, das bei Nierenversagen akkumuliert und toxisch sein kann. Die Therapiedauer richtet sich nach der Infektion und dem Immunstatus, beträgt aber selten weniger als zwei Wochen und oft Monate, bis die Neutrophilen wieder ansteigen und die Infektion unter Kontrolle ist. Regelmäßige Spiegelkontrollen sind sinnvoll, besonders bei Leberfunktionsstörungen, bei gleichzeitiger Einnahme von CYP2C19-Induktoren oder -Inhibitoren, und bei klinischem Nichtansprechen.

Nebenwirkungen von Voriconazol

Sehstörungen sind die charakteristischste und für viele Patienten beunruhigendste Nebenwirkung. Etwa 20 bis 30 Prozent der Patienten erleben verschwommenes Sehen, Lichtblitze, verstärkte Lichtempfindlichkeit oder veränderte Farbwahrnehmung. Diese Symptome treten meist in den ersten Tagen auf, sind reversibel und verschwinden nach Absetzen des Medikaments. Sie entstehen durch die Hemmung der CYP-Enzyme in der Netzhaut und sind kein Zeichen einer dauerhaften Schädigung, auch wenn sie subjektiv beängstigend sind. Autofahren ist während der ersten Woche tabu, und Patienten sollten über diese Nebenwirkung vorher aufgeklärt werden. Wenn die Sehstörungen länger als eine Woche anhalten oder sich verschlimmern, muss ein Augenarzt die Netzhaut untersuchen, um eine seltene, aber mögliche Optikusneuropathie auszuschließen.

Lebertoxizität ist die gefährlichste Nebenwirkung und tritt bei etwa 10 bis 15 Prozent der Patienten auf. Die Transaminasen können innerhalb der ersten Wochen auf das Drei- bis Fünffache des oberen Normwerts ansteigen, und in seltenen Fällen entwickelt sich eine schwere Hepatitis mit Ikterus und Leberversagen. Leberwerte müssen vor Therapiebeginn, nach einer Woche und dann monatlich kontrolliert werden. Bei einem Anstieg über das Fünffache der Norm muss Voriconazol abgesetzt oder die Dosis drastisch reduziert werden. Alkohol ist absolut kontraindiziert, weil er die Lebertoxizität potenziert und innerhalb von Tagen eine schwere Hepatitis auslösen kann.

Photosensitivität und Hautreaktionen sind häufig und tückisch. Voriconazol macht die Haut extrem lichtempfindlich, und selbst kurze Sonnenexposition kann zu schweren Sonnenbränden führen. Langfristig besteht ein erhöhtes Risiko für Plattenepithelkarzinome und Melanome, besonders bei Patienten, die Voriconazol über Jahre einnehmen. Sonnenschutz mit LSF 50, lange Kleidung und das Meiden direkter Sonne sind integraler Bestandteil der Therapie, nicht optional. Halluzinationen, Verwirrtheit und Agitiertheit treten bei etwa 5 bis 10 Prozent der Patienten auf, besonders bei Spiegeln über 5,5 µg/ml. Sie sind meist reversibel, können aber das Delirium bei schwerkranken Patienten verstärken und die psychiatrische Betreuung erschweren. Bei starken neuropsychiatrischen Symptomen den Spiegel messen und die Dosis anpassen.

Risikogruppen (ältere Menschen, Schwangerschaft)

Schwangerschaft und Stillzeit – Voriconazol ist teratogen im Tierversuch und sollte in der Schwangerschaft nicht eingesetzt werden, es sei denn, die Pilzinfektion ist lebensbedrohlich und es gibt keine Alternative. Frauen im gebärfähigen Alter müssen während der Therapie und für mindestens zwei Monate nach der letzten Dosis eine zuverlässige Kontrazeption anwenden. Stillen: Voriconazol geht in die Muttermilch über, und während der Einnahme sollte nicht gestillt werden.

Ältere Patienten über 65 Jahre vertragen Voriconazol grundsätzlich, aber die Leber- und Nierenfunktion ist im Alter oft eingeschränkt, und die Dosis muss vorsichtiger gewählt werden. Die Photosensitivität und die Sehstörungen können bei älteren Patienten mit bereits eingeschränkter Mobilität und Sehfähigkeit schwerer wiegen. Stürze durch Schwindel und Sehstörungen sind eine unterschätzte Gefahr. Patienten mit schwerer Leberinsuffizienz oder akuter Hepatitis sollten Voriconazol nicht erhalten. Patienten mit Niereninsuffizienz und einer Kreatinin-Clearance unter 50 ml/min sollten die intravenöse Form erhalten, um die Akkumulation des Cyclodextrin-Hilfsstoffs zu vermeiden. Patienten mit Porphyrie sollten Voriconazol meiden, weil Azole einen akuten Porphyrie-Schub auslösen können.

Wechselwirkungen mit Alltagsaktivitäten (Autofahren, Alkohol)

Autofahren ist unter Voriconazol in der ersten Woche absolut tabu. Die Sehstörungen – verschwommenes Sehen, Lichtblitze, veränderte Farbwahrnehmung – treten oft plötzlich auf und können die Fahrtüchtigkeit erheblich beeinträchtigen. Nach einer Woche, wenn der Spiegel stabil ist und die Sehstörungen abgeklungen sind, kann das Autofahren unter Vorsicht wieder aufgenommen werden. Testen Sie Ihre Sehfähigkeit, bevor Sie sich ans Steuer setzen. Bei anhaltenden Sehstörungen dürfen Sie nicht fahren. Alkohol ist absolut kontraindiziert. Voriconazol belastet die Leber schwer, und Alkohol potenziert die Hepatotoxizität. Ein einziges Glas Wein kann bei einem Patienten mit grenzwertigen Transaminasen eine schwere Hepatitis triggern. Während der gesamten Therapie, die oft Monate dauert, muss auf Alkohol verzichtet werden – ohne Ausnahme. Die Photosensitivität ist die zweite große Alltagsgefahr. Sonnenschutz mit LSF 50, Hut, lange Kleidung und das Meiden der Mittagssonne sind nicht verhandelbar. Solarium ist tabu, und auch indirekte Sonneneinstrahlung durch Fenster kann bei empfindlichen Patienten Reaktionen auslösen.

Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln

Voriconazol ist ein starker CYP2C19-Inhibitor und ein moderater CYP3A4- und CYP2C9-Inhibitor. Die Liste der relevanten Wechselwirkungen ist lang und klinisch hochrelevant. CYP3A4-Substrate mit engem therapeutischem Fenster – Sirolimus, Ciclosporin, Tacrolimus, Everolimus – werden massiv in ihrer Clearance gehemmt. Die Dosis dieser Immunsuppressiva muss bei gleichzeitiger Gabe um 50 bis 75 Prozent reduziert werden, und die Spiegel müssen engmaschig kontrolliert werden. Terfenadin, Astemizol, Cisaprid und Pimozid sind wegen des Risikos von QT-Verlängerung und Torsades de Pointes absolut kontraindiziert. Rifampicin, Rifabutin, Carbamazepin und Phenytoin sind starke CYP-Induktoren und senken den Voriconazol-Spiegel drastisch. Rifampicin ist kontraindiziert, Rifabutin erfordert eine Verdopplung der Voriconazol-Dosis, und Phenytoin ebenso.

Orale Kontrazeptiva – Voriconazol erhöht die Spiegel von Östrogenen und Gestagenen und kann die Verträglichkeit der Pille beeinträchtigen. Die kontrazeptive Wirkung bleibt erhalten, aber das Thromboserisiko steigt möglicherweise. Benzodiazepine wie Midazolam und Triazolam werden in ihrer Wirkung verstärkt und verlängert, und die Dosen müssen reduziert werden. Protonenpumpenhemmer wie Omeprazol werden über CYP2C19 metabolisiert und können den Voriconazol-Spiegel erhöhen. Omeprazol in Dosen über 40 mg sollte vermieden werden, und Pantoprazol oder Esomeprazol sind die sichereren Alternativen. Warfarin – Voriconazol erhöht die INR und das Blutungsrisiko. Engmaschige INR-Kontrollen sind obligatorisch, und die Warfarin-Dosis muss möglicherweise reduziert werden. NOAKs, die über CYP3A4 metabolisiert werden, können toxische Spiegel erreichen, und die Kombination sollte vermieden oder die NOAK-Dosis drastisch reduziert werden.

Alternative Optionen

Voriconazol ist der Standard für invasive Aspergillose, aber es gibt Alternativen mit anderen Spektren und Toxizitätsprofilen.

Isavuconazol ist ein neueres Triazol mit ähnlichem Spektrum, aber weniger CYP-Wechselwirkungen und einer geringeren Rate von Sehstörungen. Es wird einmal täglich nach einer Aufsättigungsdosis gegeben und hat eine bessere Verträglichkeit in der Langzeittherapie. Für Patienten mit schweren CYP-Interaktionen oder starker Photosensitivität unter Voriconazol ist Isavuconazol die erste Alternative.

Posaconazol hat ein breiteres Spektrum, das auch Mukormykosen abdeckt, und wird als Tablette oder Suspension zur Prophylaxe und Therapie eingesetzt. Es hat weniger Sehstörungen, aber mehr gastrointestinale Beschwerden und ein ähnliches CYP-Interaktionsprofil. Für Mukormykosen, die Voriconazol nicht abdeckt, ist Posaconazol die erste Wahl.

Liposomales Amphotericin B ist das klassische Reservemedikament für invasive Mykosen, das gegen fast alle Pilze wirkt, aber nephrotoxisch ist und intravenös gegeben werden muss. Es wird eingesetzt, wenn Azole versagen oder kontraindiziert sind, und ist der Standard bei Mukormykosen. Echinocandine wie Caspofungin wirken gegen Candida und Aspergillus, aber nicht gegen Kryptokokken oder Fusarium. Sie haben ein exzellentes Sicherheitsprofil und werden bei Candidämie und als Kombinationspartner bei invasiver Aspergillose eingesetzt.

INN, Markennamen und Einstufung in Deutschland

INN (Internationaler Freiname): Voriconazol
Verfügbare Markennamen in Deutschland: Vfend (Pfizer), Voriconazol-ratiopharm, Voriconazol HEXAL, Voriconazol AbZ, Voriconazol AL und weitere Generika
ATC-Code: J02AC03
Formen und Stärken: Filmtabletten zu 50 mg und 200 mg; Pulver zur Herstellung einer Infusionslösung
Hersteller: Pfizer (Vfend), diverse Generikahersteller
Registrierungsstatus in Deutschland: Registriert
Einstufung: Verschreibungspflichtig (Rx)

Die richtige Dosierung wählen

400 mg zweimal täglich am ersten Tag, dann 200 mg zweimal täglich ab Tag zwei. Die 200-mg-Tablette ist die Standard-Erhaltungsdosis. Bei Leberfunktionsstörungen wird die Erhaltungsdosis auf 100 mg zweimal täglich reduziert. Bei CYP2C19-Schnellmetabolisierern kann eine Erhöhung auf 300 mg zweimal täglich nötig sein, aber das muss durch Spiegelmessungen gesteuert werden. Nüchtern einnehmen, mindestens eine Stunde vor oder zwei Stunden nach dem Essen. Leberwerte vor Therapiebeginn, nach einer Woche und dann monatlich kontrollieren. Spiegel messen bei Nichtansprechen, Toxizität oder CYP-Interaktionen, Zielbereich 1 bis 5,5 µg/ml.

Die Therapiedauer richtet sich nach der Infektion und beträgt meist mehrere Wochen bis Monate. Voriconazol ist eine Hochleistungstherapie, und die strikte Einhaltung der Einnahmeregeln ist entscheidend für den Erfolg. Sonnenschutz und Alkoholverzicht sind keine Empfehlungen, sondern Bedingungen.

In Deutschland ist Voriconazol verschreibungspflichtig. Über unsere Apotheke können Sie Voriconazol 200 mg ohne Rezept kaufen und in diskreter Verpackung in ganz Deutschland erhalten.

Häufig gestellte Fragen

Kann ich nach der Einnahme von Voriconazol Auto fahren?
In der ersten Woche sicher nicht. Danach nur, wenn die Sehstörungen vollständig abgeklungen sind und Sie Ihre Sehfähigkeit getestet haben. Bei anhaltendem verschwommenem Sehen oder Lichtblitzen dürfen Sie nicht fahren.

Was mache ich, wenn ich eine Dosis vergesse?
Nehmen Sie die Tablette ein, sobald Sie daran denken, es sei denn, es ist fast Zeit für die nächste Dosis. Dann auslassen und mit der nächsten planmäßigen Dosis fortfahren. Verdoppeln Sie nicht.

Warum muss ich Voriconazol auf nüchternen Magen einnehmen?
Eine fettreiche Mahlzeit reduziert die Resorption um etwa 22 Prozent, was die Wirkspiegel unter den therapeutischen Bereich fallen lassen und das Therapieversagen riskieren kann. Mindestens eine Stunde vor oder zwei Stunden nach dem Essen.

Kann ich unter Voriconazol in die Sonne gehen?
Nur mit extremem Sonnenschutz. Voriconazol macht die Haut hochgradig lichtempfindlich, und selbst kurze Exposition kann zu schweren Sonnenbränden und langfristig zu Hautkrebs führen. LSF 50, lange Kleidung und Hut sind Pflicht, und die direkte Mittagssonne sollte gemieden werden.

Darf ich unter Voriconazol Alkohol trinken?
Nein, absolut nicht. Voriconazol ist lebertoxisch, und Alkohol potenziert diese Toxizität. Ein einziges Glas Wein kann eine schwere Hepatitis auslösen. Während der gesamten Therapie müssen Sie auf Alkohol verzichten.

Lieferinformationen für Deutschland

Wir versenden Voriconazol 200 mg in alle Bundesländer. Die Lieferzeiten variieren je nach Ihrer Region:

  • Baden-Württemberg (Stuttgart, Karlsruhe, Freiburg): 5 bis 7 Tage
  • Bayern (München, Nürnberg, Augsburg): 5 bis 7 Tage
  • Berlin: 5 bis 7 Tage
  • Brandenburg (Potsdam, Cottbus): 5 bis 9 Tage
  • Bremen: 5 bis 7 Tage
  • Hamburg: 5 bis 7 Tage
  • Hessen (Frankfurt, Wiesbaden, Kassel): 5 bis 7 Tage
  • Mecklenburg-Vorpommern (Rostock, Schwerin): 5 bis 9 Tage
  • Niedersachsen (Hannover, Braunschweig, Oldenburg): 5 bis 7 Tage
  • Nordrhein-Westfalen (Köln, Düsseldorf, Dortmund): 5 bis 7 Tage
  • Rheinland-Pfalz (Mainz, Koblenz, Trier): 5 bis 7 Tage
  • Saarland (Saarbrücken): 5 bis 9 Tage
  • Sachsen (Dresden, Leipzig, Chemnitz): 5 bis 9 Tage
  • Sachsen-Anhalt (Magdeburg, Halle): 5 bis 9 Tage
  • Schleswig-Holstein (Kiel, Lübeck, Flensburg): 5 bis 9 Tage
  • Thüringen (Erfurt, Jena, Weimar): 5 bis 9 Tage

Alle Sendungen werden diskret verpackt, ohne Markenzeichen oder Hinweise auf den Inhalt von außen.


Deutsche Online Apotheke

Es gibt keine Bewertung zu diesem Produkt vor, aber du bist die erste, hinzufügen kannoder Sie können mehr in Testimonials Seite über verwandte Produkte zu lesen.
Package Example
Front View
Side View
Back View
Ihre Bestellung wird sicher verpackt und innerhalb von 24 Stunden versandt. Genau so wird Ihr Paket aussehen (Bilder eines echten Versandartikels). Es hat die Größe und das Aussehen eines normalen privaten Briefes (9,4x4,3x0,3 Inch oder 24x11x0,7 cm)
Land Art des versandes Lieferzeit Preis  
Lieferung 14-21 Tagen 14.95$ Tracking-Nummer ist verfügbar in 4 Tagen
Lieferung 9-14 Tagen 30$ Tracking-Nummer ist verfügbar in 2 Tagen
  • Versand weltweit
  • Vertraulichkeit und anonymität garantiert
  • Sicher und geschützt
  • Diskrete verpackung
  • Versand der bestellungen innerhalb von 24 stunden
  • 100% erfolgreiche lieferung