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Zyban (Bupropion-Hydrochlorid) ist ein Arzneimittel zur Raucherentwöhnung, das speziell entwickelt wurde, um motivierten Erwachsenen das Aufhören mit dem Rauchen zu erleichtern. Bupropion ist ein selektiver Wiederaufnahmehemmer von Noradrenalin und Dopamin (NDRI) und reduziert die Entzugssymptome und das Craving nach Nikotin durch Modulation der dopaminergen und noradrenergen Neurotransmission im zentralen Nervensystem. Im Gegensatz zu Nikotinersatztherapien enthält Zyban kein Nikotin und wirkt nicht als Agonist an nikotinischen Acetylcholinrezeptoren, sondern beeinflusst die neurobiologischen Grundlagen der Abhängigkeit. Zyban ist am wirksamsten, wenn es in Kombination mit unterstützender Beratung und einem strukturierten Entwöhnungsprogramm angewendet wird. Der Wirkstoff Bupropion wird unter einem anderen Handelsnamen (Elontril®, Wellbutrin®) auch als Antidepressivum eingesetzt.
Übliche Erwachsenendosis: Die Behandlung beginnt mit einer einwöchigen Eindosierungsphase: Tage 1 bis 3: 150 mg einmal täglich morgens; Tag 4 bis 7: 150 mg zweimal täglich (morgens und abends, mit einem Mindestabstand von 8 Stunden zwischen den Dosen). Ab Tag 8 wird die Therapie mit 150 mg zweimal täglich fortgesetzt. Der Patient sollte ein Datum für den Rauchstopp festlegen, das idealerweise in der zweiten Behandlungswoche (etwa Tag 8 bis 14) liegt. Die Behandlung wird üblicherweise über 7 bis 9 Wochen fortgeführt; ein Behandlungsversuch sollte abgebrochen werden, wenn nach 7 Wochen keine vollständige Abstinenz erreicht wurde. Eine Therapiedauer von mehr als 9 Wochen wird nicht empfohlen. Die Tabletten werden unzerkaut mit einem Glas Wasser eingenommen und können unabhängig von den Mahlzeiten eingenommen werden. Die maximale Einzeldosis beträgt 150 mg, die maximale Tagesdosis 300 mg. Bei älteren Patienten und bei leichter bis mäßiger Leberfunktionsstörung wird eine reduzierte Dosis von 150 mg einmal täglich empfohlen. Zyban ist kontraindiziert bei Patienten mit schwerer Leberzirrhose und schwerer Niereninsuffizienz.
Darreichungsform: Filmtabletten mit verlängerter Wirkstofffreisetzung zu 150 mg Bupropion-Hydrochlorid (weiß bis cremefarben, rund, bikonvex, mit Prägung "ZYBAN 150"). Erhältlich in Packungen zu 30, 60 und 100 Tabletten.
Wirkungseintritt: Maximale Plasmakonzentrationen werden etwa 3 Stunden nach oraler Einnahme der Retardtablette erreicht. Steady-State-Konzentrationen stellen sich innerhalb von 5 bis 8 Tagen bei zweimal täglicher Einnahme ein. Eine Reduktion von Craving und Entzugssymptomen kann bereits in der ersten Behandlungswoche beginnen, noch bevor der Patient das Rauchen aufgibt. Die maximale therapeutische Wirkung auf die Abstinenzrate wird in den ersten Wochen nach dem Rauchstopp erreicht.
Wirkdauer: Die Eliminationshalbwertszeit von Bupropion beträgt etwa 20 Stunden, die der aktiven Metaboliten Hydroxybupropion etwa 20 Stunden, Threohydrobupropion etwa 37 Stunden und Erythrohydrobupropion etwa 33 Stunden. Aufgrund dieser langen Halbwertszeiten ist eine zweimal tägliche Gabe ausreichend, um therapeutische Konzentrationen über 24 Stunden aufrechtzuerhalten. Bupropion wird extensiv in der Leber, hauptsächlich über CYP2B6, metabolisiert und überwiegend renal als Metaboliten ausgeschieden. Die gleichzeitige Anwendung mit CYP2B6-Inhibitoren wie Clopidogrel kann die Bupropion-Konzentration erhöhen und erfordert eine Dosisreduktion.
Empfehlung zu Alkohol: Alkoholkonsum sollte während der Behandlung mit Zyban auf ein Minimum beschränkt oder vollständig vermieden werden. Bupropion senkt die Krampfschwelle und erhöht das Risiko für epileptische Anfälle dosisabhängig. Alkohol kann die Krampfschwelle weiter senken und das Anfallsrisiko potenzieren. Zudem kann Alkohol die neuropsychiatrischen Nebenwirkungen von Bupropion wie Agitiertheit, Schlafstörungen und psychotische Symptome verstärken. Patienten mit Alkoholabhängigkeit oder übermäßigem Alkoholkonsum in der Vorgeschichte haben ein erhöhtes Risiko für Krampfanfälle unter Bupropion. Ein abrupter Alkoholentzug während der Behandlung erhöht das Anfallsrisiko ebenfalls erheblich.
Häufigste Nebenwirkungen: Schlafstörungen (Insomnie, sehr häufig, bei etwa 30 bis 40 % der Patienten), Mundtrockenheit, Kopfschmerzen, Übelkeit, Erbrechen, Obstipation, Konzentrationsstörungen, Schwindel und vermehrtes Schwitzen. Die Schlafstörungen können durch die abendliche Einnahme mindestens 4 Stunden vor dem Schlafengehen sowie durch eine gute Schlafhygiene gemildert werden. Krampfanfälle sind die schwerwiegendste Nebenwirkung und treten bei etwa 0,1 % der Patienten unter der Dosis von 300 mg pro Tag auf; das Risiko steigt bei Dosen über 300 mg, rascher Auftitration, vorbestehenden Risikofaktoren für Krampfanfälle (Schädel-Hirn-Trauma, ZNS-Tumoren, Alkohol- oder Benzodiazepin-Entzug) und gleichzeitiger Anwendung anderer die Krampfschwelle senkender Medikamente. Allergische Reaktionen wie Urtikaria, Angioödem und anaphylaktischer Schock sind selten, können aber schwerwiegend verlaufen. Blutdruckerhöhung wurde beobachtet und sollte bei Patienten mit Hypertonie überwacht werden. Neuropsychiatrische Symptome wie Agitiertheit, Angst, depressive Verstimmungen, Suizidgedanken und psychotische Episoden wurden berichtet und erfordern eine sorgfältige Überwachung. Zyban ist kontraindiziert bei Epilepsie oder Anfallsleiden in der Vorgeschichte, ZNS-Tumoren, gleichzeitiger Anwendung von MAO-Hemmern, Essstörungen (Bulimie, Anorexia nervosa) sowie bei bipolaren Störungen wegen des Risikos einer Manieauslösung.
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Was ist Zyban (Bupropion)?
Zyban ist der Markenname für Bupropion, ein Medikament, das ursprünglich als Antidepressivum entwickelt wurde und dann eine zweite Karriere als Raucherentwöhnungsmittel machte. Es ist ein Noradrenalin-Dopamin-Wiederaufnahmehemmer, ein NDRI, und unterscheidet sich fundamental von den serotonergen Antidepressiva. Kein Serotonin, keine sexuellen Nebenwirkungen, keine Gewichtszunahme, dafür mehr Antrieb, mehr Energie, und ein Effekt auf das Belohnungssystem, der das Verlangen nach Nikotin dämpft. Der genaue Mechanismus, warum Bupropion Rauchern hilft, ist nicht vollständig verstanden, aber die dopaminerge Komponente spielt die Hauptrolle. Nikotin setzt Dopamin im Nucleus accumbens frei, und Bupropion besetzt diesen Weg teilweise, sodass der Rauchstopp weniger Craving und weniger Entzugserscheinungen auslöst.
Zyban ist kein Nikotinersatz. Es enthält kein Nikotin und simuliert auch nicht dessen Wirkung. Es verändert die Neurochemie so, dass das Fehlen von Nikotin weniger schmerzhaft ist. In den großen Studien erreichte Bupropion etwa doppelt so hohe Abstinenzraten wie Placebo – rund 30 Prozent nach zwölf Wochen, verglichen mit 15 Prozent unter Placebo. In Kombination mit Verhaltenstherapie sind es mehr. Es ist kein Wundermittel, aber es ist wirksamer als Nikotinpflaster allein und gut verträglich, solange man die Kontraindikationen beachtet.
Die Dosis beträgt 150 mg einmal täglich in den ersten sechs Tagen, dann 150 mg zweimal täglich ab Tag sieben. Die 150-mg-Tablette ist die einzige verfügbare Stärke. Die Tabletten werden unzerkaut mit Wasser geschluckt, mit oder ohne Nahrung, aber die zweimal tägliche Gabe sollte mit mindestens acht Stunden Abstand erfolgen, und die letzte Dosis nicht vor dem Schlafengehen, weil Bupropion wach macht und Schlafstörungen verursachen kann.
Wirkweise und Pharmakologie
Bupropion ist ein selektiver Inhibitor der präsynaptischen Noradrenalin- und Dopamin-Transporter. Es blockiert die Wiederaufnahme beider Neurotransmitter und erhöht ihre Konzentration im synaptischen Spalt. Mehr Noradrenalin bedeutet mehr Antrieb, mehr Konzentration, mehr Wachheit. Mehr Dopamin bedeutet mehr Motivation, mehr Belohnungsgefühl, weniger Craving. Diese Kombination ist einzigartig unter den Antidepressiva und erklärt die Doppelindikation Depression und Raucherentwöhnung. Bupropion ist das einzige Antidepressivum, das nachweislich bei der Raucherentwöhnung wirkt, unabhängig davon, ob der Patient depressiv ist oder nicht.
Die Wirkung auf das Nikotin-Craving wird über die dopaminerge Bahn vermittelt. Nikotin stimuliert die Freisetzung von Dopamin aus dem ventralen tegmentalen Areal in den Nucleus accumbens, das zentrale Belohnungszentrum. Bei chronischem Nikotinkonsum werden die Dopaminrezeptoren herunterreguliert, und ohne Nikotin fehlt das Dopamin, was zu Anhedonie, Reizbarkeit und Craving führt. Bupropion erhöht den dopaminergen Tonus und kompensiert diesen Mangel partiell, ohne die starke, süchtig machende Dopaminfreisetzung von Nikotin zu imitieren.
Die Pharmakokinetik ist komplex. Bupropion wird nach oraler Einnahme gut resorbiert, die maximale Plasmakonzentration wird nach etwa drei Stunden erreicht. Es wird extensiv hepatisch metabolisiert, hauptsächlich zu Hydroxybupropion, das ebenfalls aktiv ist und eine längere Halbwertszeit hat als die Muttersubstanz. Die Halbwertszeit von Bupropion beträgt etwa 21 Stunden, die von Hydroxybupropion etwa 24 bis 33 Stunden. Das bedeutet, dass der volle pharmakologische Effekt erst nach etwa einer Woche erreicht wird, wenn der Metabolit im Steady State ist. Die Ausscheidung erfolgt renal. Bei Leber- und Niereninsuffizienz ist die Clearance verlangsamt, und die Dosis muss reduziert werden.
Anwendung von Zyban
Die ersten sechs Tage nehmen Sie eine Tablette zu 150 mg einmal täglich, morgens. Ab Tag sieben nehmen Sie 150 mg zweimal täglich, morgens und am frühen Nachmittag, mit mindestens acht Stunden Abstand zwischen den Dosen. Die letzte Dosis nicht nach 17 Uhr, sonst riskieren Sie Schlafstörungen. Der Rauchstopp findet in der zweiten Woche statt, meist um Tag sieben oder acht, wenn die Zieldosis erreicht ist und der Wirkspiegel im therapeutischen Bereich liegt. In der ersten Woche wird weiter geraucht, während der Spiegel aufgebaut wird. Das ist dasselbe Prinzip wie bei Vareniclin – nicht zu früh aufhören, das Craving wäre sonst überwältigend.
Die Tablette unzerkaut mit einem Glas Wasser schlucken, mit oder ohne Nahrung. Wenn Sie Magenprobleme haben, hilft eine kleine Mahlzeit vor der Einnahme. Wenn Sie eine Dosis vergessen haben, nehmen Sie sie ein, sobald Sie daran denken, es sei denn, es ist fast Zeit für die nächste Dosis. Dann lassen Sie die vergessene Dosis aus und nehmen die nächste planmäßige Tablette. Verdoppeln Sie nicht. Eine Doppeldosis von 300 mg auf einmal erhöht das Risiko für Krampfanfälle, die gefährlichste Nebenwirkung von Bupropion.
Die Therapiedauer beträgt sieben bis neun Wochen, danach wird die Tablette abgesetzt. Kein Ausschleichen nötig, weil Bupropion kein Abhängigkeitspotenzial hat und keine Absetzsymptome verursacht. Wenn der Patient nach sieben Wochen rauchfrei ist, kann eine zweite Behandlungsepisode von sieben bis neun Wochen erwogen werden, um die Abstinenz zu festigen. Wenn nach neun Wochen kein Rauchstopp erreicht wurde, gilt die Therapie als erfolglos und sollte beendet werden.
Nebenwirkungen von Zyban
Schlafstörungen und Schlaflosigkeit sind die häufigsten Nebenwirkungen und der Preis für die noradrenerge und dopaminerge Stimulation. Etwa 30 Prozent der Patienten berichten über Einschlafprobleme, durchwachte Nächte oder frühmorgendliches Erwachen. Die letzte Dosis früh genug nehmen, spätestens um 17 Uhr, und abends Koffein reduzieren. Wenn die Schlaflosigkeit persistiert, kann die Dosis auf 150 mg einmal täglich reduziert werden, mit etwas geringerer Wirksamkeit.
Mundtrockenheit ist die zweithäufigste Nebenwirkung, ein noradrenerger Effekt auf die Speicheldrüsen. Viel trinken, zuckerfreie Bonbons lutschen, und die Beschwerden klingen meist nach einigen Wochen ab.
Kopfschmerzen, Schwindel und Übelkeit sind häufig in den ersten Tagen und klingen ab, sobald der Körper sich an den Wirkstoff gewöhnt hat. Paracetamol gegen Kopfschmerzen, langsam aufstehen bei Schwindel, und die Tablette mit einer kleinen Mahlzeit nehmen bei Übelkeit.
Krampfanfälle sind die gefährlichste Nebenwirkung und treten bei etwa 1 von 1000 Patienten auf, bei einer Dosis von 300 mg täglich. Das Risiko steigt dosisabhängig – bei 450 mg täglich auf etwa 1 von 400, bei 600 mg auf 1 von 100. Deshalb ist die maximale Einzeldosis auf 150 mg und die maximale Tagesdosis auf 300 mg begrenzt. Risikofaktoren für Krampfanfälle – Alkoholentzug, Benzodiazepin-Entzug, Schädel-Hirn-Trauma in der Vorgeschichte, Epilepsie, Einnahme anderer krampfschwellensenkender Medikamente – sind absolute oder relative Kontraindikationen. Ein Krampfanfall unter Bupropion bedeutet das sofortige Absetzen des Medikaments und die Einleitung einer antikonvulsiven Behandlung.
Risikogruppen (ältere Menschen, Schwangerschaft)
Schwangerschaft und Stillzeit sind relative Kontraindikationen. Bupropion passiert die Plazenta, und es gibt keine gut kontrollierten Studien zur Sicherheit in der Schwangerschaft. Schwangere Raucherinnen sollten eine Entwöhnung ohne Medikamente versuchen, mit psychosozialer Unterstützung. Wenn das nicht gelingt, ist Nikotinersatz unter ärztlicher Kontrolle die sicherere Alternative, weil die systemische Exposition geringer ist. Stillen: Bupropion geht in die Muttermilch über, und während der Einnahme sollte nicht gestillt werden.
Ältere Patienten über 65 Jahre vertragen Bupropion in der Regel gut, aber die Nieren- und Leberfunktion ist im Alter oft eingeschränkt, und die Dosis sollte auf 150 mg einmal täglich reduziert werden. Ältere Patienten haben zudem ein höheres Risiko für Stürze durch Schwindel und Hypotonie, und die Blutdruckkontrolle sollte engmaschiger sein.
Patienten mit Epilepsie, Schädel-Hirn-Trauma oder anderen Risikofaktoren für Krampfanfälle sollten Bupropion nicht erhalten. Patienten mit schwerer Leberzirrhose – die Dosis muss auf 150 mg jeden zweiten Tag reduziert werden, weil die Metabolisierung stark verlangsamt ist und der Metabolit akkumuliert. Patienten mit schwerer Niereninsuffizienz sollten maximal 150 mg einmal täglich erhalten.
Wechselwirkungen mit Alltagsaktivitäten (Autofahren, Alkohol)
Autofahren ist unter Bupropion meist möglich, aber Schwindel und Konzentrationsstörungen können in den ersten Tagen die Fahrtüchtigkeit beeinträchtigen. Testen Sie Ihre Reaktion, bevor Sie längere Strecken fahren. Bupropion kann die Reaktionszeit geringfügig verlängern, ähnlich wie Koffein in hohen Dosen, und die Kombination mit Alkohol verschlechtert die Situation.
Alkohol und Bupropion sind eine heikle Kombination. Bupropion senkt die Krampfschwelle, Alkoholentzug ebenfalls. Wer unter Bupropion Alkohol trinkt und dann abrupt absetzt, hat ein additiv erhöhtes Risiko für Krampfanfälle. Während der Raucherentwöhnung sollte der Alkoholkonsum auf ein Minimum reduziert oder ganz eingestellt werden. Ein Glas Wein gelegentlich ist bei stabiler Dosis und ohne Alkoholentzug in der Vorgeschichte vertretbar, aber mehrere Drinks und episodisches starkes Trinken sind gefährlich.
Grapefruitsaft und CYP2B6-Interaktionen sind bei Bupropion weniger relevant als bei anderen Medikamenten, weil der Abbau über mehrere Enzyme erfolgt. Trotzdem sollten große Mengen Grapefruitsaft vermieden werden.
Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln
MAO-Hemmer sind absolut kontraindiziert. Zwischen dem Absetzen eines MAO-Hemmers und dem Beginn von Bupropion müssen mindestens 14 Tage liegen, um hypertensive Krisen und Serotoninsyndrom zu vermeiden.
Andere krampfschwellensenkende Medikamente – Theophyllin, systemische Kortikosteroide, Antipsychotika, trizyklische Antidepressiva – erhöhen das Krampfrisiko additiv und sollten in Kombination mit Bupropion nur mit Vorsicht und unter engmaschiger Überwachung eingesetzt werden.
Medikamente, die über CYP2B6 metabolisiert werden – Cyclophosphamid, Ifosfamid, Methadon – können in ihrer Metabolisierung durch Bupropion beeinflusst werden. Die klinische Relevanz ist gering, aber die Spiegel dieser Medikamente sollten bei gleichzeitiger Einnahme kontrolliert werden.
Nikotinersatzpräparate – die Kombination mit Bupropion erhöht das Risiko für Bluthochdruck und sollte nur unter ärztlicher Kontrolle erfolgen. In der Praxis wird oft entweder Bupropion oder Nikotinersatz verwendet, selten beides gleichzeitig.
Alternative Optionen
Bupropion ist ein effektives Mittel zur Raucherentwöhnung, aber es gibt Alternativen mit anderen Profilen.
Vareniclin (Champix) ist der partielle Nikotinrezeptor-Agonist mit den höchsten Abstinenzraten. Es übertrifft Bupropion in den meisten Vergleichsstudien um etwa 5 bis 10 Prozentpunkte. Der Nachteil: mehr Übelkeit und die Notwendigkeit, es als Importmedikament zu beziehen, da es in Deutschland derzeit nicht im Handel ist.
Nikotinersatztherapie mit Pflaster, Kaugummi, Lutschtabletten oder Spray ist die am weitesten verbreitete Methode. Sie liefert Nikotin ohne die Schadstoffe des Tabakrauchs und reduziert so die Entzugserscheinungen. Die Erfolgsraten liegen etwas niedriger als bei Bupropion, aber das Sicherheitsprofil ist besser, und es gibt keine Kontraindikationen außer der Schwangerschaft, in der Nikotinersatz mit Vorsicht eingesetzt werden kann.
Verhaltenstherapie und Beratung sind der wichtigste Bestandteil jeder Entwöhnung. Kein Medikament funktioniert ohne Verhaltensänderung. Bupropion ist ein Hilfsmittel, das die neurochemische Grundlage des Cravings dämpft, aber die Gewohnheit, die Rituale und die psychische Abhängigkeit müssen aktiv angegangen werden.
INN, Markennamen und Einstufung in Deutschland
INN (Internationaler Freiname): Bupropion
Verfügbare Markennamen in Deutschland: Zyban (GlaxoSmithKline) für Raucherentwöhnung, Elontril (für Depression), Bupropion-ratiopharm, Bupropion HEXAL, Bupropion AbZ und weitere Generika
ATC-Code: N06AX12
Formen und Stärken: Retardtabletten zu 150 mg
Hersteller: GlaxoSmithKline (Zyban), diverse Generikahersteller
Registrierungsstatus in Deutschland: Registriert
Einstufung: Verschreibungspflichtig (Rx)
Die richtige Dosierung wählen
150 mg einmal täglich für die ersten sechs Tage, dann 150 mg zweimal täglich ab Tag sieben. Die 150-mg-Tablette ist die einzige verfügbare Stärke, und die Dosissteigerung von einer auf zwei Tabletten täglich ist der Standard. Bei älteren Patienten, bei Leber- oder Niereninsuffizienz bleibt die Dosis bei 150 mg einmal täglich. Die maximale Einzeldosis ist 150 mg, die maximale Tagesdosis 300 mg. Höhere Dosen erhöhen das Krampfrisiko drastisch ohne klinischen Zusatznutzen.
Die zweite Dosis am Nachmittag, nicht nach 17 Uhr. Mindestens acht Stunden Abstand zwischen den Dosen. Der Rauchstopp um Tag sieben oder acht, nachdem die therapeutische Dosis erreicht ist. Die Therapiedauer beträgt sieben bis neun Wochen.
In Deutschland ist Bupropion verschreibungspflichtig. Über unsere Apotheke können Sie Zyban 150 mg ohne Rezept kaufen und in diskreter Verpackung in ganz Deutschland erhalten.
Häufig gestellte Fragen
Kann ich nach der Einnahme von Zyban Auto fahren?
In der Regel ja, nachdem Sie Ihre Reaktion in den ersten Tagen getestet haben. Schwindel und Konzentrationsstörungen können die Fahrtüchtigkeit beeinträchtigen. Verzichten Sie auf Alkohol, wenn Sie Auto fahren müssen.
Was mache ich, wenn ich eine Dosis vergesse?
Nehmen Sie die Tablette ein, sobald Sie daran denken, es sei denn, es ist fast Zeit für die nächste Dosis. Dann auslassen und mit dem normalen Zeitplan fortfahren. Verdoppeln Sie nicht – eine Doppeldosis erhöht das Krampfrisiko.
Warum soll ich in der ersten Woche weiterrauchen?
Der Wirkspiegel muss aufgebaut werden, damit das Craving beim Rauchstopp gedämpft ist. Wenn Sie zu früh aufhören, sind die Entzugserscheinungen so stark, dass der Rückfall wahrscheinlich ist. In der ersten Woche weiterrauchen, während das Medikament seine Wirkung entfaltet.
Macht Zyban abhängig?
Nein, Bupropion hat kein Abhängigkeitspotenzial und verursacht keine Absetzsymptome. Es kann abrupt abgesetzt werden, ohne Ausschleichen. Das unterscheidet es von Benzodiazepinen und anderen Suchtmitteln.
Kann ich Zyban mit Nikotinpflaster kombinieren?
Die Kombination ist möglich, erhöht aber das Risiko für Bluthochdruck und sollte nur unter ärztlicher Kontrolle erfolgen. In der Praxis wird meist entweder das eine oder das andere verwendet.
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